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Die Frage die niemand stellt ist doch WOZU dieser Aufwand?

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  1. Die Frage die niemand stellt ist doch WOZU dieser Aufwand?

    Autor: derdiedas 17.10.18 - 11:52

    Wir haben bei Mord eine Aufklärungsquote von über 95%
    (https://de.statista.com/statistik/daten/studie/152525/umfrage/entwicklung-der-polizeilichen-aufklaerungsquote-bei-mord-seit-1995/)

    Was also sollen Kameras verbessern?

    "Those who would give up essential Liberty, to purchase a little temporary Safety, deserve neither Liberty nor Safety." - Benjamin Franklin

    Mit der permanenten Kameraüberwachung bekommen wir da Sicherheit, oder eher Unsicherheit weil man ja nie weiss ob man nicht zu den False Positiv Erkennungen gehört. Und spätestens wenn der erste übereifrige Polizist einen unschuldigen (der jeder von uns sein kann) erschießt oder schwer verletzt sollte man sich Fragen ob es das wert ist.

    Wir leben sicher - verdammt sicher. Von allen die hier heute Lesen und schreiben wird so gut wie niemandem in diesem Jahr irgendein leid widerfahren sein das durch eine Videoüberwachung hätte verhindert werden können.

    In China wird man bereits permanent überwacht - und Umfragen unter den Chinesen ist das Ergebnis unabhängig vom Status, Vermögen und Alter das sich alle in der Öffentlichkeit unsicher fühlen. Denn niemand weiss wie das Verhalten das sie Zeigen sich auf Ihren Sozialscore auswirkt.

    Ist das die Zukunft die wir wollen? Das Gefühl permanenter Beobachtung?

    Gruß DDD
    P.S: Und was wenn solch eine Überwachung implementiert ist und irgendwann die falschen an diese Daten kommen?

  2. Re: Die Frage die niemand stellt ist doch WOZU dieser Aufwand?

    Autor: bofhl 17.10.18 - 12:06

    derdiedas schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wir haben bei Mord eine Aufklärungsquote von über 95%
    > (de.statista.com
    >
    > Was also sollen Kameras verbessern?

    Eine Aufklärungsquote von über 99% - zum Beispiel?

    >
    > "Those who would give up essential Liberty, to purchase a little temporary
    > Safety, deserve neither Liberty nor Safety." - Benjamin Franklin
    >
    > Mit der permanenten Kameraüberwachung bekommen wir da Sicherheit, oder eher
    > Unsicherheit weil man ja nie weiss ob man nicht zu den False Positiv
    > Erkennungen gehört. Und spätestens wenn der erste übereifrige Polizist
    > einen unschuldigen (der jeder von uns sein kann) erschießt oder schwer
    > verletzt sollte man sich Fragen ob es das wert ist.

    Warum sollte ein Polizist jemand erschießen nachdem der Polizist die Aufforderungen zum Stehenbleiben, etc. gegeben hat und diese befolgt werden?
    Mir ist durchaus bereits mehrfach in Europa und Nord-Amerika passiert, dass mich Polizisten zum Stehen-Bleiben aufgefordert, nach Infos befragt oder Durchsucht haben - ohne das jemals irgendwer auf mich (oder meine Freunde - einige davon Farbige, Asiaten oder Araber) geschossen hätte!?!

    >
    > Wir leben sicher - verdammt sicher. Von allen die hier heute Lesen und
    > schreiben wird so gut wie niemandem in diesem Jahr irgendein leid
    > widerfahren sein das durch eine Videoüberwachung hätte verhindert werden
    > können.

    Wieder so ein Blödsinn! Videoüberwachung ist nicht dazu gedacht irgendeine Straftat per se zu verhindern - es dient einzig und alleine solche Taten im Nachhinein schneller aufklären zu können! Hört endlich auf von Videoüberwachung als Straftat-Verhinderer zu reden oder zu denken!

    >
    > In China wird man bereits permanent überwacht - und Umfragen unter den
    > Chinesen ist das Ergebnis unabhängig vom Status, Vermögen und Alter das
    > sich alle in der Öffentlichkeit unsicher fühlen. Denn niemand weiss wie das
    > Verhalten das sie Zeigen sich auf Ihren Sozialscore auswirkt.
    >
    > Ist das die Zukunft die wir wollen? Das Gefühl permanenter Beobachtung?

    Auch heute schon wirst du überall beobachtet, oder machst du auf der Straße und in der Wohnung, Arbeitsplatz die Augen? Eben!

    >
    > Gruß DDD
    > P.S: Und was wenn solch eine Überwachung implementiert ist und irgendwann
    > die falschen an diese Daten kommen?

    Wer sind die "Falschen"? Und Videos machen heute ja bereits Millionen und stellen diese dann in verschiedenen Webseiten zur Schau - nennt sich dann "Youtuber" usw.!

  3. Re: Die Frage die niemand stellt ist doch WOZU dieser Aufwand?

    Autor: bombinho 17.10.18 - 12:25

    Da wuerde ich dir mal ein Experiment empfehlen.

    Du kennst doch diese Videos, bei denen Dominosteine umkippen und dabei Bilder formen.

    Versuch sowas mal nachzubauen. Am Besten teilst du die Anzahl der Steine und bei einem System stellst Du alle Steine in moeglichst gleichen Abstaenden auf und beim anderen System variierst Du die Abstaende so weit wie moeglich.

    Dann kipp den ersten Stein um und sag mir, welches System perfekt und vollstaendig umgekippt ist (bei geringstem Energieaufwand) und bei welchem noch Steine stehen?

  4. Re: Die Frage die niemand stellt ist doch WOZU dieser Aufwand?

    Autor: derdiedas 17.10.18 - 13:22

    Ach nee solche Fehler passieren nicht ... gib doch einfach mal in der Suchmaschine deiner Wahl ein "polizist erschießt unschuldigen".

    Der Fehler ist Systemimmanent, und bei einer hohen False Positiv Rate - etwa bei der Videoüberwachung ist die Formel menschlicher Fehler + falscher Erkennung ein signifikanter Faktor.

    Videoüberwachung ist keine Lösung - für nichts!

    Und die 5% die die Polizei nicht hinbekommt, nun die bekommt sie auch nicht mit der Videoüberwachung hin. Denn jedes % mehr an Erfolgsquote muss mit exponentiellen kosten und Aufwand erkauft werden. Und komplett ungeklärt ist wie diese Systeme gegen missbrauch geschützt werden (Polizisten und Staatsbedienstete sind gerade in teuren Metropolen massiv unterbezahlt).

    Jedes System hat seine Kehrseite, und wir sollten BEIDE Seiten betrachten. Und das beste Beispiel gegen solch ein System ist doch Anis Amri dutzende Behörden hatten alle Daten und trotzdem haben sie alle kollektiv versagt.

    Und wenn die Polizei einen schnappt, dann kommt er frei weil Gerichte Verjährungsfristen verschlampen. Oder das Urteil ist so milde das es lachhaft wird.

    Was bringt die Videoüberwachung - nichts. Maximal werden ein paar Taschendiebe damit in andere Ecken vertrieben. Generell haben wir aber andere Probleme die unsere Polizeiarbeit und die Verbrechensbekämpfung behindern.

    Gruß DDD

  5. Re: Die Frage die niemand stellt ist doch WOZU dieser Aufwand?

    Autor: ibsi 17.10.18 - 13:28

    Wer die Falschen sind? Kommt immer auf die Zeit drauf an. Im zweiten Weltkrieg waren das z.B. die Daten in ... den Niederlanden?, die die Nazis sich geschnappt haben (sogar ganz ohne [offiziell] an der Macht zu sein).
    Vielleicht bist Du ja ein weißer, 30-40 jähriger Mann und es kommt eine Gruppierung an die Daten die genau solche Personen sucht (und tötet).
    Wenn Daten erst einmal da sind, werden sie auch missbraucht!

  6. Re: Die Frage die niemand stellt ist doch WOZU dieser Aufwand?

    Autor: Iruwen 17.10.18 - 13:30

    https://www.heise.de/newsticker/meldung/Indien-Wohl-mehr-als-eine-Milliarde-Personendaten-aus-staatlicher-Datenbank-abgegriffen-3934463.html

    Denkt wirklich jemand unsere Experten könnten das besser? Stichwort beA-Debakel und so.

  7. Re: Die Frage die niemand stellt ist doch WOZU dieser Aufwand?

    Autor: conker 18.10.18 - 12:34

    Der OP hat vollkommen Recht.

    Uns wird hier wieder für minimal mehr "Sicherheit" ein RIESIEGES Stück Freiheit genommen.
    Einfach mal darüber nachdenken.

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