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Versichertenstammdatenmanagement

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  1. Versichertenstammdatenmanagement

    Autor: toastedLinux 20.10.17 - 18:31

    Ziemlich viel Aufwand nur um auf der verdammten Krankenkassenkarte die Adresse ändern zu können. XD

    Ja ich weiß nur der erste Dienst, aber dennoch.

  2. Re: Versichertenstammdatenmanagement

    Autor: Ftee 20.10.17 - 23:31

    Ne, das ist ein wenig mehr. Du solltest da nochmal nachlesen was damit alles verbunden ist.

  3. Re: Versichertenstammdatenmanagement

    Autor: madMatt 21.10.17 - 00:57

    Ftee schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ne, das ist ein wenig mehr. Du solltest da nochmal nachlesen was damit
    > alles verbunden ist.

    Zum Beispiel werden die Untersuchungsergebnisse irgendwann in einer Zentralen DB gespeichert, damit wenn du dir eine unabhängige Meinung eines anderen Pfusch-Artztes einholen willst, der dir die gleiche scheiße erzählen kann wie der erste.

  4. Re: Versichertenstammdatenmanagement

    Autor: AnDieLatte 21.10.17 - 08:08

    madMatt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ftee schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ne, das ist ein wenig mehr. Du solltest da nochmal nachlesen was damit
    > > alles verbunden ist.
    >
    > Zum Beispiel werden die Untersuchungsergebnisse irgendwann in einer
    > Zentralen DB gespeichert, damit wenn du dir eine unabhängige Meinung eines
    > anderen Pfusch-Artztes einholen willst, der dir die gleiche scheiße
    > erzählen kann wie der erste.

    +1

    Stimmt, danach können die aus den 2 Minuten Zeit die sie pro Patient erübrigen halbieren auf eine Minute.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 21.10.17 08:10 durch AnDieLatte.

  5. Re: Versichertenstammdatenmanagement

    Autor: Auaaa 21.10.17 - 09:34

    AnDieLatte schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > madMatt schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ftee schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > Zum Beispiel werden die Untersuchungsergebnisse irgendwann in einer
    > > Zentralen DB gespeichert, damit wenn du dir eine unabhängige Meinung
    > eines
    > > anderen Pfusch-Artztes einholen willst, der dir die gleiche scheiße
    > > erzählen kann wie der erste.
    >
    > +1
    >
    > Stimmt, danach können die aus den 2 Minuten Zeit die sie pro Patient
    > erübrigen halbieren auf eine Minute.

    Zentrale Datenbank ist natürlich Mist. Nichtmal nur wegen der unabhängigen Meinung. Mein Kenntnisstand war, dass der Kram verschlüsselt auf der Karte abgelegt wird.

    Zu den 2 Minuten. Das ist keine Idee der Ärzte. Die würden auch gern andere Medizin machen. Es ist nur politischer Wille, das dies nicht passiert. Wenn ein Hausarzt für ein Quartal und einen Patienten 45¤ erhält. Und Oma Erna 1x die Woche kommt um "zu reden"... natürlich bringt sie immer mal ein Wehwehchen mit, weil ihr Erwin schon verstorben ist und sie keine Kinder und die Freunde verstorben sind. Das ist nicht so selten, schlägt sie in der Praxis im Quartal 12x auf. Das sind 3¤ pro Anlass. Oma Erna geht auch nach frühestens 5 Minuten. Käme sie ab und zu 2x, wäre es noch schlimmer. Kommen jetzt in der Stunde 12 Ernas sind wir bei einem Umsatz von 45¤. Zieh 2 Sprechstundenhilfen mindestens 17¤+ Nebenkosten ab , zieh die Miete ab, die bei Praxisimmobilien deutlich höher ist, als bei Privatwohnungen, zieh laufende Kosten für Geräte ab und schwups kannst die Praxis nicht wirtschaftlich betreiben. Von irgendwas muss man ja auch leben. Und was halt auch noch ins Gewicht fällt. Durch Bürokratie und Dokumentation, ist in einer Arztpraxis ja nicht Mit Ende der Sprechstunde Feierabend. D.h. Da sind auch noch Arbeitsstunden die keinen Umsatz einspielen. Es müssen also Patienten die nur 1x im Quartal diese 45¤ in 2 Minuten einspielen, andere Querfinanzieren. Ärzte würden auch lieber jeden Patientenkontakt mit einem Aufwands/Zeitfaktor wie Zahnärzte abrechnen. Dann hättest du Zeit wirklich Medizin zu machen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 21.10.17 09:37 durch Auaaa.

  6. Re: Versichertenstammdatenmanagement

    Autor: AnDieLatte 21.10.17 - 11:06

    Auaaa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > AnDieLatte schrieb:
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    > > madMatt schrieb:
    > >
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    >
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    > > > Ftee schrieb:
    > > >
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > >
    > > > -----
    > > > Zum Beispiel werden die Untersuchungsergebnisse irgendwann in einer
    > > > Zentralen DB gespeichert, damit wenn du dir eine unabhängige Meinung
    > > eines
    > > > anderen Pfusch-Artztes einholen willst, der dir die gleiche scheiße
    > > > erzählen kann wie der erste.
    > >
    > > +1
    > >
    > > Stimmt, danach können die aus den 2 Minuten Zeit die sie pro Patient
    > > erübrigen halbieren auf eine Minute.
    >
    > Zentrale Datenbank ist natürlich Mist. Nichtmal nur wegen der unabhängigen
    > Meinung. Mein Kenntnisstand war, dass der Kram verschlüsselt auf der Karte
    > abgelegt wird.
    >
    > Zu den 2 Minuten. Das ist keine Idee der Ärzte. Die würden auch gern andere
    > Medizin machen. Es ist nur politischer Wille, das dies nicht passiert. Wenn
    > ein Hausarzt für ein Quartal und einen Patienten 45¤ erhält. Und Oma Erna
    > 1x die Woche kommt um "zu reden"... natürlich bringt sie immer mal ein
    > Wehwehchen mit, weil ihr Erwin schon verstorben ist und sie keine Kinder
    > und die Freunde verstorben sind. Das ist nicht so selten, schlägt sie in
    > der Praxis im Quartal 12x auf. Das sind 3¤ pro Anlass. Oma Erna geht auch
    > nach frühestens 5 Minuten. Käme sie ab und zu 2x, wäre es noch schlimmer.
    > Kommen jetzt in der Stunde 12 Ernas sind wir bei einem Umsatz von 45¤. Zieh
    > 2 Sprechstundenhilfen mindestens 17¤+ Nebenkosten ab , zieh die Miete ab,
    > die bei Praxisimmobilien deutlich höher ist, als bei Privatwohnungen, zieh
    > laufende Kosten für Geräte ab und schwups kannst die Praxis nicht
    > wirtschaftlich betreiben. Von irgendwas muss man ja auch leben. Und was
    > halt auch noch ins Gewicht fällt. Durch Bürokratie und Dokumentation, ist
    > in einer Arztpraxis ja nicht Mit Ende der Sprechstunde Feierabend. D.h. Da
    > sind auch noch Arbeitsstunden die keinen Umsatz einspielen. Es müssen also
    > Patienten die nur 1x im Quartal diese 45¤ in 2 Minuten einspielen, andere
    > Querfinanzieren. Ärzte würden auch lieber jeden Patientenkontakt mit einem
    > Aufwands/Zeitfaktor wie Zahnärzte abrechnen. Dann hättest du Zeit wirklich
    > Medizin zu machen.


    Danke für die Aufschlüsselung. Ist mir schon bewusst das die Ärzte nicht alleine schuld an der Dilemma haben.
    Dennoch ist meine Erfahrung das sehr viele Ärzte kein wirkliches Interesse an den Belangen die man hat zeigen.
    Dann gibt es natürlich die bekannten Ausnahmen, die ganz genauso abrechnen müssen und sich dennoch jede Menge Zeit für ihre Patienten nehmen.
    Das unser Gesundheitssystem kaputt ist braucht man nicht drüber diskutieren (ist jetzt meckern auf hohem Niveau )
    Versuch mal als Beispiel einen Facharzt Termin zu bekommen als gesetzlicher Versicherter, das ist echt kein Spaß. Und dann das selbe Spiel als Privat Versicherter, da werden aus den 3-6 Monaten Wartezeit plötzlich ca. 1 Woche.

  7. Re: Versichertenstammdatenmanagement

    Autor: bombinho 21.10.17 - 12:03

    Genau so funktioniert es aber nicht, denn es gibt nicht eine Summe pro Patient sondern eine pro Vorgang/Diagnose. Genau deswegen koennen sich Fachaerzte auch Equipment beschaffen. Mit den von dir genannten Vorgaengen waere es ein Minusgeschaeft.

    Wenn du dir aber mal die Summen, welche von der jeweiligen KV pro Quartal und Arzt ueberwiesen werden, mal anschaust und deren Aufschluesselung, wirst Du erkennen, dass Aerzte sich ein durchaus wohliges Einkommen nach Abzug der Kosten leisten koennen. Ob ein Arzt dann lieber in seine Praxis investiert oder in seinen Geldbeutel, das ist allerdings ganz seinem Belieben ueberlassen. Und da sind Privatleistungen noch gar nicht hinzugerechnet. Denn ausgerechnet jene Oma Erna zahlt immer mal wieder privat fuer ihr Wehwehchen, da die Kasse das nur in Grenzen uebernimmt.

    Bevor Aerzte am Hungertuch nagen, muesste noch sehr viel geaendert werden.
    Das Ergebnis einer Debatte, ob allerdings die Kostensteigerungen fuer den Jachtliegeplatz/Hangarstellplatz etc. fuer die Neuberechnung der Leistungsbezuege
    herangezogen werden sollen, muesste sich von vornherein ergeben.
    Bezahlung im Management wird ja immer gern mit dem persoenlichen Risiko erklaert.

    Und ausgerechnet da haben es Aerzte recht gut, selbst ein Todesfall (oder mehrere Unabhaengige) aufgrund einer gravierenden Fehldiagnose hat regelmaessig keinerlei berufliche oder finanzielle Konsequenzen. Der Arzt muesste schon z.B. nachweislich regelmaessig und freiwillig unter Drogeneinfluss arbeiten, bevor da irgendwelche Folgen zu erwarten sind.

    Und inwiefern Aerzte das bestehende System auch gerne mal ausreizen um die "bestmoegliche" Verguetung zu erhalten (oder auch besser), das kann man sich daran ableiten, dass Aerzte auch nur Menschen sind.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 21.10.17 12:10 durch bombinho.

  8. FALSCH = Re: Versichertenstammdatenmanagement

    Autor: NemoNemo 21.10.17 - 12:23

    @bombinho

    Absolut Falsch, denn genau so funktioniert es in den PRAXEN.

    Im KRANKENHAUS gibt es Fallpauschalen und Behandlungen werden bezahlt. Und Fachärzte können sich Labor und Geräteeinsatz z.T. bezahlen lassen.

    Aber in den Arztpraxen gibt es ein Patientenbudget. Bei uns als Kinderärzte sind es ca. 35 EUR pro Patient. Für Diagnosen/Tätigkeiten gibt es dann Geld. Sind die 35 EUR aber voll, dann erhalten wir keinen Cent mehr für weitere Tätigkeiten/Arbeiten. Ob ein Patient einmal mit etwas großem kommt... oder zehn mal mit Wehwehchen. Bei 35 EUR ist Schluß.

    UND: Erreicht die Praxis das Durchschnittsbudget aller Ärzte der Gruppe, dann gibt es nicht einmal mehr 35 EUR pro Patient und nach oben hin wird es immer weniger und weniger, denn auch der maximale Verdienst ist durch ein Praxisbudget begrenzt.

    Da könnten wir eigentlich Mitte des Quartals schon dichtmachen. Aber wir haben dennoch über das ganze Quartal hinweg offen. Auch, wenn wir dann rechnerisch Minus machen.

  9. Re: FALSCH = Re: Versichertenstammdatenmanagement

    Autor: bombinho 21.10.17 - 12:27

    Da wuerde mich jetzt mal interessieren, wann ihr das letzte Mal pro Arzt weniger als das 5fache des bundesdeutschen Durchschnittseinkommens* ueberwiesen bekommen habt?

    Wird bei euch Helfertaetigkeit auch nicht verguetet?

    PS: *bei einem Vollzeit taetigem Arzt



    4 mal bearbeitet, zuletzt am 21.10.17 12:34 durch bombinho.

  10. Wolkenkukuksheim? Re: FALSCH = Re: Versichertenstammdatenmanagement

    Autor: NemoNemo 21.10.17 - 12:51

    Also: Meine Frau ist Kinderärztin, ich mache nebenbei ihre EDV ;-)

    Die Wochenarbeitszeit liegt inklusive Bürokratie bei 60 Stunden. Wir haben hier zu viele Kinder... und zu wenig Ärzte. Die KV will aber auch keine weiteren Sitze einrichten.

    Die Praxis versorgt auch zwei Arzthelferinnen, zwei Auszubildende und eine 450 EUR Putzkraft.

    Wir haben mehrere Regresse anhängig, weil wir den Patienten mehr Heilmittel verordnet haben, als wir laut Klassendurchschnitt hätten geben sollen. Aber was soll man machen. Es sind eben Kinder... und die Eltern drehen am Rad.

    Mit unserem Schuldendienst kommen wir so um die Runden: Bedeutet in etwa, daß etwa das Doppelte verdient wird, wie bei einem VW Facharbeiter mit 40 Stundenwoche und ohne Verantwortung über Leben-und-Tod! Dann ziehen wir noch die Steuern ab... und oh Wunder... der VW Arbeiter verdient fast genau so viel wie meine Frau.

    Diese Gematik-Scheiße sabotieren wir so lange es irgend geht. Den Stammdatenableich können die sich in den Arsch schieben.
    Den werden wir genau einmal im Quartal machen, damit uns die uns zugemuteten kontinuierlichen Zwangsausgaben (monatliche Kosten für Konnektor-Anschluß, Signaturkarten, etc.) ersetzt werden. Ansonsten wird immer ein "keine Änderungen" abgehakt! Aus Prinzip!

  11. Nachtrag: Re: Wolkenkukuksheim? Re: FALSCH = Re: Versichertenstammdatenmanagement

    Autor: NemoNemo 21.10.17 - 12:57

    Für Leute die rechnen können...

    Durchschnittliche Patientenzahl im Quartal für Kinderärzte zwischen 900 und 1000.

    Durchschnittliches Patientenbudget 35 EUR (errechnet sich immer in irgendwelche sonderbaren Punktebudgets und Euro-Werte von Punkten... läuft aber immer auf diese 35 EUR pro Patient und Quartal hinaus).

    Davon werden Schuldendienst, Praxiskosten, Mieten, Mitarbeiter, Ausbildungskosten für Azubis, Fortbildungen, Regresse, etc. bezahlt.

    Bei einer 60 Stunden Woche mit höchster Verantwortung und Patienten(eltern) am Rande des Nevernzusammenbruchs.

    Wer von vielen Privatpatienten träumt, der träumt auch von Trauben, die einem in den Mund wachsen.

  12. Re: Wolkenkukuksheim? Re: FALSCH = Re: Versichertenstammdatenmanagement

    Autor: bombinho 21.10.17 - 13:10

    Danke, wenigstens Einer, der nicht mit wunderlichen Zahlen kommt.

    Anhang: siehe neuer Beitrag



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 21.10.17 13:25 durch bombinho.

  13. Re: Nachtrag: Re: Wolkenkukuksheim? Re: FALSCH = Re: Versichertenstammdatenmanagement

    Autor: bombinho 21.10.17 - 13:13

    Ja ja, traue keiner Statistik ...

    950 * 35 = 33250 im Quartal. Ich habe von noch keiner Quartalsabrechnung irgendeines vollzeittaetigen Arztes gehoert, die in diesem Bereich liegt.
    Da wuerde ich mal bei der KV um Beratung bitten.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 21.10.17 13:14 durch bombinho.

  14. Re: Nachtrag: Re: Wolkenkukuksheim? Re: FALSCH = Re: Versichertenstammdatenmanagement

    Autor: NemoNemo 21.10.17 - 13:31

    Der Betrag erhöht sich noch um die Privaten und die Vorsorgeleistungen. Aber den Brei macht das nicht wirklich fett. Und so ist das bei allen Kinderärzten... in der Stadt ist es etwas besser... auf dem Land etwas schlechter. Da braucht man gar nicht mit der KV reden... denn die Situation ist bekannt. Die Politik wollte das Verbessern... aber nach mehreren Reformen sind wir noch immer dort, wo wir vor 15 Jahren waren. Seitdem sind die Unkosten gestiegen... die Einnahmen aber stagniert.

    Und die Statistik ist so Korrekt. Denn wenn es um Geld geht, dann Lügen die Zahlen nicht. Denn so errechnen sich die Budgets und die Kosten. Und es ist bekannt, was in das System hineingeht... und was herauskommt.

    Ich stelle auch nicht in Abrede, daß einige Fachärzte sich auf Kosten der Allgemeinheit dick und rund verdienen. Hausärzte gehören jedenfalls nicht zu den Absahnern des Systems. Und die meisten meiner Kollegen verachten IGeL Zuverdienste. Und arbeiten sich den Rücken krumm.

    Unser Gas-Wasser-Installateur nimmt für die Jahreswartung unserer Kombitherme Kosten (ohne Material) von 120 EUR. Damit ist er ca. 30 Minuten beschäftigt -- und er läßt sich wirklich vieeeel Zeit. Diesen Stundenlohn hat meine Frau nicht. Für TÜV/Wartung unseres Autos mußten wir letzte Woche gut 1.000 EUR zahlen.

    So sieht die Realität aus.

    Bambinho.... Sie leben in einer Fantasie-Prallelwelt. :-)

  15. Re: Wolkenkukuksheim? Re: FALSCH = Re: Versichertenstammdatenmanagement

    Autor: bombinho 21.10.17 - 13:32

    Uebrigens verdient der Mann, der dafuer sorgt, dass euer Gasheizer euch nicht um die Ohren fliegt, deutlich weniger. Und im Falle eines Vorkommnisses kann der sich bei McDonalds bewerben. Da muss nur Jemand gefaehrdet worden sein.

    Und beim VW-Arbeiter ist jeder Handgriff (und nicht nur dieser) in der Datenbank gespeichert und kann auch in einigen Jahren noch auf diesen Mitarbeiter zurueck fallen.

    Wie bereits erwaehnt, ist die finanzielle und berufliche Verantwortung bei Aerzten recht minimalistisch. Deswegen habe ich trotzdem hoechsten Respekt vor denen, die eine humanistische und soziale Verantwortung freiwillig uebernehmen und beibehalten.

    Der Mann, der tagsueber an Gasleitungen/-geraeten geschraubt hat, wird unter Umstaenden auch Abends seine Buchhaltung durchfuehren und noch im Bett gruebeln, ob aus dem Tageswerk irgendwelche Konsequenzen erwachsen.
    Wenn man mal etwas unter die Decke schaut, dann wird man in den meisten Berufen Verantwortlichkeit fuer Leben und Gesundheit finden.

  16. Re: Nachtrag: Re: Wolkenkukuksheim? Re: FALSCH = Re: Versichertenstammdatenmanagement

    Autor: bombinho 21.10.17 - 13:34

    NemoNemo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bambinho.... Sie leben in einer Fantasie-Prallelwelt. :-)

    ^Vorsicht, so verspielt man seine Glaubwuerdigkeit.

    Argumente sind da besser geeignet.

  17. Re: Nachtrag: Re: Wolkenkukuksheim? Re: FALSCH = Re: Versichertenstammdatenmanagement

    Autor: NemoNemo 21.10.17 - 13:43

    Argumente?

    Bitteschön. Hier finden Sie meine Zahlen wieder... (durch Dr. Google gefunden... unsere Praxis liegt in SH, da paßt es dann sogar sehr gut)

    https://www.kvsh.de/db2b/upload/news/Honorarbericht_2014_web.pdf

    Und bitte nicht wieder ein: Ich traue keiner Statistik. Mit solchen Aussagen verspielt man seine Glaubwürdigkeit nämlich viel eher.

    BTW: Der Puntkwert liegt (denke ich) aktuell bei 11 ct.

  18. Re: Nachtrag: Re: Wolkenkukuksheim? Re: FALSCH = Re: Versichertenstammdatenmanagement

    Autor: bombinho 21.10.17 - 13:47

    NemoNemo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Unser Gas-Wasser-Installateur nimmt für die Jahreswartung unserer
    > Kombitherme Kosten (ohne Material) von 120 EUR. Damit ist er ca. 30 Minuten
    > beschäftigt -- und er läßt sich wirklich vieeeel Zeit.

    Dafuer muss er Geraetschaften vorhalten, die Preise unterscheiden sich nicht von medizinischen Geraeten, er muss ebenso seine Beitraege in verschiedenen Organisationen und Koerperschaften ableisten. Er wird vermutlich ebenso eine Sekretaerin und Bueroraeumlichkeiten zu bezahlen haben. Er muss dazu anreisen, diese Zeit muss auch bezahlt werden. Bus faellt aus, also wird es ein Betriebsfahrzeug sein muessen, die Kosten dafuer muessen auch bezahlt werden.
    Er muss regelmaessig auf Schulungen, sonst kann er naechstes Jahr nicht mehr in dem Bereich arbeiten.

    Uebrigens ist eine halbe Stunde fuer eine Wartung recht flott.
    Das Glueck hat er wohl nur bei einem Neugeraet. Sobald Filter, Geruchsverschluesse, Elektroden, Brenner, Waermetauscher etc. zu reinigen sind, Ausdehnungsgefaesse zu ueberpruefen, Abgasanlage visuell zu kontrollieren, Gasdichtigkeit ueberpruefen etc. wird es eng. Bei aelteren Geraeten sollte der Brenner demontiert werden und auf Verschmutzungen geprueft usw. Die Checkliste nimmt etwa 3/4 einer A4 Seite ein.
    Es gibt auch dort die schnellere Sorte und die, die ihren Job Ernst nehmen.

    Da muss ich aber noch nachfuegen, dass die Hersteller Einiges tun um den Wartungsaufwand zu senken bzw. auf wenige grosse Wartungen zu verteilen.

    > So sieht die Realität aus.
    >
    > Bambinho.... Sie leben in einer Fantasie-Prallelwelt. :-)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 21.10.17 14:02 durch bombinho.

  19. Re: Nachtrag: Re: Wolkenkukuksheim? Re: FALSCH = Re: Versichertenstammdatenmanagement

    Autor: bombinho 21.10.17 - 13:51

    Da schauen wir doch mal schnell in Tabelle 3. Welcher Kostenpunkt sticht dort heraus?

  20. Re: Nachtrag: Re: Wolkenkukuksheim? Re: FALSCH = Re: Versichertenstammdatenmanagement

    Autor: bombinho 21.10.17 - 14:15

    Da wir schon mal dabei sind, was will uns Tabelle 11 sagen? In Hinblick auf jene erwaehnten verzweifelten Eltern?

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