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  1. Interessant

    Autor: Tapir 03.07.14 - 22:58

    Diese Abteilung von Google ist ein Emaildienstleister. Seine Grundaufgabe ist es Nachrichten an bestimmte Empfänger auszuteilen. Kennen wir auch im analogen Bereich und nennt sich Post.
    Da verschickt nun eine Person einen Brief mit heiklen Unterlagen an die falsche Adresse. Das Unternehmen verklagt nun die Post darauf, dass die Auslieferung unterbunden wird.
    Wie ist das eigentlich dann? Kommt ein Sondereinsatzkommando und zeigt einen richterlichen Beschluss, dass man einen Brief aus dem Briefkasten einziehen muss?

    Zum Datenschutz:
    Post die nicht an mich gerichtet ist, also eine Fehlzustellung, darf man nicht öffnen. Das ist klar. Aber ein an mich adressierter Brief darf von mir geöffnet werden.

    Hat Goldman Sachs denn keine Haftpflichtversicherung für seine Mitarbeiter oder schützt die nicht vor menschlichem Versagen?

  2. Re: Interessant

    Autor: StupidNPC 04.07.14 - 00:09

    Tapir schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Zum Datenschutz:
    > Post die nicht an mich gerichtet ist, also eine Fehlzustellung, darf man
    > nicht öffnen. Das ist klar. Aber ein an mich adressierter Brief darf von
    > mir geöffnet werden.
    >
    > Hat Goldman Sachs denn keine Haftpflichtversicherung für seine Mitarbeiter
    > oder schützt die nicht vor menschlichem Versagen?

    Laut einer Studie des BSI, die sich auf diverse Urteile bezieht, MUSS eine Mail zugestellt werden, die vom Server des E-Mail-Providers (in diesem Fall Google) dem Empfänger zugestellt werden. Eine (automatisierte) Filterung ohne vorherige Einwilligung kann als Eingriff in das Postgeheimnis gewertet werden.

    In diesem Fall kommt erschwerend hinzu, dass die Filterung nicht nur automatisiert sondern bewusst und manuell geschieht. Nach deutschem Recht kommt hier meines Erachtens §206 STGB (Verletzung des Post- oder Fernmeldegeheimnisses) und - falls sich aus §206 die Rechtswidrigkeit ableiten lässt - §303a STGB (Unterdrückung/Löschung von Daten) zum tragen.

    Studie:
    https://www.bsi.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/BSI/Publikationen/Studien/Antispam/antispam_pdf.pdf

    Aber was Rede ich ... wir haben ja eh schon alle Rechte an Google, Fratzenbuch und die NSA abgetreten.

  3. Re: Interessant

    Autor: __destruct() 04.07.14 - 13:31

    StupidNPC schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber was Rede ich ... wir haben ja eh schon alle Rechte an Google,
    > Fratzenbuch und die NSA abgetreten.

    Google will die Rechte des Empfängers schützen. Steht im Artikel.

  4. "Post die nicht an mich gerichtet ist, also eine Fehlzustellung, darf man nicht öffnen. "

    Autor: Yes!Yes!Yes! 04.07.14 - 15:43

    Muss ich ernsthaft den Adressaten prüfen, wenn ich Post aus meinem persönlichen Briefkasten hole?

  5. Re: "Post die nicht an mich gerichtet ist, also eine Fehlzustellung, darf man nicht öffnen. "

    Autor: Tapir 04.07.14 - 16:11

    Jup, soweit mir bekannt ist, musst Du es tun. Du darfst nicht an Dich adressierte (jedoch an Dich zugestellte) Postsendungen nicht öffnen. Auch nicht um "mal eben" zu schauen, was drin ist.
    Es ist die Pflicht des Bürgers diesen Brief zum Postamt zu tragen und dort zu monieren. Alternativ reicht auch ein "Unbekannt verzogen" und nicht weiter frankiert in den nächsten Postkasten.

    Aktuell gibt es jedoch Probleme mit "welcher Postdienstleister war das denn?", d.h. es würde mir schwer fallen rauszufinden über welchen Service dieser Brief zugestellt wurde...

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