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Trifft das nicht jedes CDN?

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  1. Trifft das nicht jedes CDN?

    Autor: splash42 09.08.22 - 11:43

    Sind ja nicht nur Schriften, die extern eingebunden werden, sondern Javascript-Bibliotheken und sonstiges Assets, die man aus Performance-Gründen von zentraler Stelle bezieht oder selbst auf ein CDN packt. Sind die jetzt alle abmahnfähig?

  2. Re: Trifft das nicht jedes CDN?

    Autor: n0xt3ch 09.08.22 - 11:44

    Kurz und knackig:
    JA!
    Der Grund, warum ich alles auf meinem eigenen Webspace packe. Alternativ könnte man ein eigenes CDN einrichten, war mir der Aufwand aber bislang nicht wert.

  3. Re: Trifft das nicht jedes CDN?

    Autor: kayozz 09.08.22 - 11:45

    splash42 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sind ja nicht nur Schriften, die extern eingebunden werden, sondern
    > Javascript-Bibliotheken und sonstiges Assets, die man aus
    > Performance-Gründen von zentraler Stelle bezieht oder selbst auf ein CDN
    > packt. Sind die jetzt alle abmahnfähig?

    Nur, wenn man die Scripte etc. vor dem Cookie Consent herunterläd. Zustimmung, sofern richtig umgesetzt, ist möglich.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 09.08.22 12:03 durch kayozz.

  4. Re: Trifft das nicht jedes CDN?

    Autor: LH 09.08.22 - 12:24

    splash42 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sind ja nicht nur Schriften, die extern eingebunden werden, sondern
    > Javascript-Bibliotheken und sonstiges Assets, die man aus
    > Performance-Gründen von zentraler Stelle bezieht oder selbst auf ein CDN
    > packt. Sind die jetzt alle abmahnfähig?

    Jein. Das Problem hier ist speziell Google, und das man als Webseitenbetreiber mit Google keinen Vertrag bezüglich der Nutzung der Nutzerdaten hat, die durch die Integration entstehen. Zudem gibt es ernsthafte Zweifel, ob Google die Daten nicht dennoch missbrauchen würde. Und sei es nur, weil die US Behörden es verlangen könnten.

    Wäre es eine technisch notwendige Integration und du hättest mit dem Partner einen Vertrag, der glaubwürdig die Nutzung der Daten ausschließt, wäre das kein Problem, selbst ohne Einwilligung des Nutzers. Sonst wäre auch kein Hosting möglich.

  5. Re: Trifft das nicht jedes CDN?

    Autor: splash42 09.08.22 - 12:24

    kayozz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > splash42 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Sind ja nicht nur Schriften, die extern eingebunden werden, sondern
    > > Javascript-Bibliotheken und sonstiges Assets, die man aus
    > > Performance-Gründen von zentraler Stelle bezieht oder selbst auf ein CDN
    > > packt. Sind die jetzt alle abmahnfähig?
    >
    > Nur, wenn man die Scripte etc. vor dem Cookie Consent herunterläd.
    > Zustimmung, sofern richtig umgesetzt, ist möglich.

    Der COOKIE-Consent ist hierbei ziemlich egal, denn der behandelt wirklich nur das Setzen von Cookies. Heißt ja nicht umsonst so.

    Was du überträgst, muss den DSGVO-Bestimmungen zur Datensparsamkeit entsprechen: Keine Übertragung ohne Notwendigkeit, außer bei "begründetem Interesse", was hier angeblich nicht gegeben ist.

    Trifft natürlich eines der Kernprinzipien ins Mark. Bei Google-Schriften noch verschmerzbar, aber das verteilte Speichern und Einbinden von fremden Inhalten ist ja eigentlich eines der Hauptmerkmale vom WorldWideWeb.

    Wobei CDN jetzt wieder "berechtigtes Interesse" sein sollte, denn es geht ja darum, die Seite für den Nutzer möglichst performant zu halten und hat nichts mit Marketing zu tun (wobei: Schriften eigentlich auch nicht).

  6. Re: Trifft das nicht jedes CDN?

    Autor: teddybums 09.08.22 - 13:02

    Es ist vollkommener Schwachsinn.
    Wann kommt die nächste Klage weil jemand seine Domain bei google domains mietet und das über deren DNS läuft?

  7. Re: Trifft das nicht jedes CDN?

    Autor: 3247 09.08.22 - 13:49

    kayozz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nur, wenn man die Scripte etc. vor dem Cookie Consent herunterläd.
    > Zustimmung, sofern richtig umgesetzt, ist möglich.

    Ha ha, nein.

    Eine Einwilligung ("Zustimmung") ist unwirksam, wenn sie nicht freiwillig erfolgt. Wird der Besuch der Website daran gekoppelt, kommt es für die Freiwilligkeit entscheidend darauf an, ob das Laden von externen Quellen erforderlich ist. Da man die "Scripte etc." auch auf dem eigenen Webspace ablegen könnte, ist das nicht der Fall, und das ganze ist trotz Einwilligung unwirksam.

    Außerdem würde selbst eine wirksame Einwilligung nur eine Rechtsgrundlage darstellen, also das DSGVO-Prinzip "Rechtmäßigkeit" abdecken. Das Gebot der Datenminimierung gilt daneben unverändert und verbietet ebenfalls das Einbinden der "Scripte etc." von einem Dritten.

  8. Re: Trifft das nicht jedes CDN?

    Autor: Schlitzauge 09.08.22 - 13:59

    3247 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > kayozz schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Nur, wenn man die Scripte etc. vor dem Cookie Consent herunterläd.
    > > Zustimmung, sofern richtig umgesetzt, ist möglich.
    >
    > Ha ha, nein.
    >
    > Eine Einwilligung ("Zustimmung") ist unwirksam, wenn sie nicht freiwillig
    > erfolgt. Wird der Besuch der Website daran gekoppelt, kommt es für die
    > Freiwilligkeit entscheidend darauf an, ob das Laden von externen Quellen
    > erforderlich ist. Da man die "Scripte etc." auch auf dem eigenen Webspace
    > ablegen könnte, ist das nicht der Fall, und das ganze ist trotz
    > Einwilligung unwirksam.
    >
    > Außerdem würde selbst eine wirksame Einwilligung nur eine Rechtsgrundlage
    > darstellen, also das DSGVO-Prinzip "Rechtmäßigkeit" abdecken. Das Gebot der
    > Datenminimierung gilt daneben unverändert und verbietet ebenfalls das
    > Einbinden der "Scripte etc." von einem Dritten.

    Zum letzten Absatz, völlig falsch.

    Die Datensparsamkeit leitet sich aus der Zweckgebundenheit des Webseitenbetreibers ab, nicht danach, was Externe oder Besucher zu meinen scheinen.

    Das Einbinden externer Ressourcen widerspricht nicht dem Gebot der Datensparsamkeit/Datenminimierung. Es definitiv gute Gründe FÜR extern gelagerte Ressourcen. Hieraus kann der Webseitenbetreiber deren Zwecke, davon wiederum den Selbstzweck ableiten und dies auch so in der Datenschutzerklärung als berechtigtes Interesse gem. DSGVO erklären.

    Aber Deutschland schafft sich ja schön selbst ab. Völlig an der Moderne vorbei. Wir werden schon sehen, wohin das alles führen wird.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 09.08.22 14:01 durch Schlitzauge.

  9. Re: Trifft das nicht jedes CDN?

    Autor: 3247 09.08.22 - 14:10

    Schlitzauge schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Zum letzten Absatz, völlig falsch.
    >
    > Die Datensparsamkeit leitet sich aus der Zweckgebundenheit des
    > Webseitenbetreibers ab, nicht danach, was Externe oder Besucher zu meinen
    > scheinen.

    Nein, das sind zwei nebeneinander stehende Prinzipien. Zweckbindung steht in Artikel 5(1) b) DSGVO, Datenminimierung in Artikel 5(1) c) DSGVO.

    > Das Einbinden externer Ressourcen widerspricht nicht dem Gebot der
    > Datensparsamkeit/Datenminimierung. Es definitiv gute Gründe FÜR extern
    > gelagerte Ressourcen.

    Aha. Welche denn? "Ich habe keine Lust, das ganze selbst zu hosten (bzw. von meinem eigenen Webspace-Anbieter hosten zu lassen)" ist kein guter Grund.

    Wenn man Inhalte von Social Networks einbindet, dann von mir aus. Das lebt ja von der Vernetzung durch den Betreiber. Aber wegen Schriften oder "Scripte etc." wohl kaum.

    > Hieraus kann der Webseitenbetreiber deren Zwecke,
    > davon wiederum den Selbstzweck ableiten und dies auch so in der
    > Datenschutzerklärung als berechtigtes Interesse gem. DSGVO erklären.

    Das ist ja komplett konfus. "Berechtigtes Interesse" ist - wie die Einwilligung - eine Rechtsgrundlage und deckt die Anforderung "Rechtmäßigkeit", Artikel 5(1) a) DSGVO, ab.

    > Aber Deutschland schafft sich ja schön selbst ab. Völlig an der Moderne
    > vorbei. Wir werden schon sehen, wohin das alles führen wird.

    Die DSGVO gilt nicht nur in Deutschland, sondern im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum.

  10. Re: Trifft das nicht jedes CDN?

    Autor: MarcusK 09.08.22 - 14:17

    Schlitzauge schrieb:
    > Das Einbinden externer Ressourcen widerspricht nicht dem Gebot der
    > Datensparsamkeit/Datenminimierung.
    wenn man mit dem Anbieter der externer Ressourcen einen Vertrag geschlossen hat. Wenn kein Vertrag vorhanden ist, darf er alles mit den Daten machen und der anbieter der Webseite hat keine Handhabe,

    > Es definitiv gute Gründe FÜR extern
    > gelagerte Ressourcen.
    ja. aber man darf es erst verwenden, wenn man den User fragt.

    > Hieraus kann der Webseitenbetreiber deren Zwecke,
    > davon wiederum den Selbstzweck ableiten und dies auch so in der
    > Datenschutzerklärung als berechtigtes Interesse gem. DSGVO erklären.
    nein

    > Aber Deutschland schafft sich ja schön selbst ab. Völlig an der Moderne
    > vorbei. Wir werden schon sehen, wohin das alles führen wird.
    Ich finde es gut, das man mittlerweile darüber nachdenkt, das man nicht den großen unternehmen alle daten frei Haus liefert.
    Und wer eine Webseite betreibt, für den ist es kein Problem gewisse Resourcen die für sein Webseite notwendig sind selber zu hosten.
    Es will niemand das das Internet noch mehr abhängig von google & co ist.

  11. Re: Trifft das nicht jedes CDN?

    Autor: lestard 09.08.22 - 14:20

    splash42 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Trifft natürlich eines der Kernprinzipien ins Mark. Bei Google-Schriften
    > noch verschmerzbar, aber das verteilte Speichern und Einbinden von fremden
    > Inhalten ist ja eigentlich eines der Hauptmerkmale vom WorldWideWeb.

    Nicht das "Einbinden" von fremden Inhalten, sondern das Verlinken auf fremde Inhalte ist das Hauptmerkmal von WWW. Und das ist von der DSGVO vollkommen unbenommen.

  12. Re: Trifft das nicht jedes CDN?

    Autor: redmord 09.08.22 - 14:23

    3247 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aha. Welche denn? "Ich habe keine Lust, das ganze selbst zu hosten (bzw.
    > von meinem eigenen Webspace-Anbieter hosten zu lassen)" ist kein guter
    > Grund.
    >
    > Wenn man Inhalte von Social Networks einbindet, dann von mir aus. Das lebt
    > ja von der Vernetzung durch den Betreiber. Aber wegen Schriften oder
    > "Scripte etc." wohl kaum.

    Naja.. ein Argument kann sein, dass die Seite dadurch Wartungsfrei wird, weil man seine Assets nicht per Hand aktualisieren muss und dies auf Dritte ausgelagert wurde. Dies ist insbesondere bei Dienstleistungen wie Chats, Tracking, Maps oder Multimedia der Fall. Hier können bereits die Nutzungsrechte, die eine eigene Verbreitung untersagen, im Wege stehen selbst zu hosten.

    Aber wisst ihr was der Gag ist? Ich darf kein Script von z.B. Cloudflare einbinden, die CDNJS betreiben, aber ich kann die als Hoster beauftragen und meine komplette Seite als Edge Worker auf deren CDN schieben. Mit der Google App Engine das Gleiche ...

  13. Re: Trifft das nicht jedes CDN?

    Autor: Schlitzauge 09.08.22 - 14:24

    3247 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Schlitzauge schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Zum letzten Absatz, völlig falsch.
    > >
    > > Die Datensparsamkeit leitet sich aus der Zweckgebundenheit des
    > > Webseitenbetreibers ab, nicht danach, was Externe oder Besucher zu
    > meinen
    > > scheinen.
    >
    > Nein, das sind zwei nebeneinander stehende Prinzipien. Zweckbindung steht
    > in Artikel 5(1) b) DSGVO, Datenminimierung in Artikel 5(1) c) DSGVO.
    >
    > > Das Einbinden externer Ressourcen widerspricht nicht dem Gebot der
    > > Datensparsamkeit/Datenminimierung. Es definitiv gute Gründe FÜR extern
    > > gelagerte Ressourcen.
    >
    > Aha. Welche denn? "Ich habe keine Lust, das ganze selbst zu hosten (bzw.
    > von meinem eigenen Webspace-Anbieter hosten zu lassen)" ist kein guter
    > Grund.
    >
    > Wenn man Inhalte von Social Networks einbindet, dann von mir aus. Das lebt
    > ja von der Vernetzung durch den Betreiber. Aber wegen Schriften oder
    > "Scripte etc." wohl kaum.
    >
    > > Hieraus kann der Webseitenbetreiber deren Zwecke,
    > > davon wiederum den Selbstzweck ableiten und dies auch so in der
    > > Datenschutzerklärung als berechtigtes Interesse gem. DSGVO erklären.
    >
    > Das ist ja komplett konfus. "Berechtigtes Interesse" ist - wie die
    > Einwilligung - eine Rechtsgrundlage und deckt die Anforderung
    > "Rechtmäßigkeit", Artikel 5(1) a) DSGVO, ab.
    >
    > > Aber Deutschland schafft sich ja schön selbst ab. Völlig an der Moderne
    > > vorbei. Wir werden schon sehen, wohin das alles führen wird.
    >
    > Die DSGVO gilt nicht nur in Deutschland, sondern im gesamten Europäischen
    > Wirtschaftsraum.

    Die DSGVO gilt weltweit für all jene, die dem europäischen Binnenmarkt ihre Produkte und Dienstleistungen zur Verfügung stellen wollen.

  14. Re: Trifft das nicht jedes CDN?

    Autor: Schlitzauge 09.08.22 - 14:27

    lestard schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > splash42 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Trifft natürlich eines der Kernprinzipien ins Mark. Bei Google-Schriften
    > > noch verschmerzbar, aber das verteilte Speichern und Einbinden von
    > fremden
    > > Inhalten ist ja eigentlich eines der Hauptmerkmale vom WorldWideWeb.
    >
    > Nicht das "Einbinden" von fremden Inhalten, sondern das Verlinken auf
    > fremde Inhalte ist das Hauptmerkmal von WWW. Und das ist von der DSGVO
    > vollkommen unbenommen.

    Schon lange nicht mehr. Das WWW ist eben schon lange kein reiner Hyperraum mit Hyperlinks mehr. Dienstleistungen (die auch bidirektional und multidirektional funktionieren können) gehören schon lange ebenso zur Definition des WWW/Internets.

    Allein schon wieder Versuch, mit solchen uralten Kamellen zu argumentieren, zeigt einmal mehr wie rückständig die Deutschen denken.

  15. Re: Trifft das nicht jedes CDN?

    Autor: Schlitzauge 09.08.22 - 14:35

    3247 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Schlitzauge schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Zum letzten Absatz, völlig falsch.
    > >
    > > Die Datensparsamkeit leitet sich aus der Zweckgebundenheit des
    > > Webseitenbetreibers ab, nicht danach, was Externe oder Besucher zu
    > meinen
    > > scheinen.
    >
    > Nein, das sind zwei nebeneinander stehende Prinzipien. Zweckbindung steht
    > in Artikel 5(1) b) DSGVO, Datenminimierung in Artikel 5(1) c) DSGVO.

    Ach echt, ich habe nichts anderes behauptet. Das eine kann aber als Ableitungsgrundlage des anderen dienen.

    > > Das Einbinden externer Ressourcen widerspricht nicht dem Gebot der
    > > Datensparsamkeit/Datenminimierung. Es definitiv gute Gründe FÜR extern
    > > gelagerte Ressourcen.
    >
    > Aha. Welche denn? "Ich habe keine Lust, das ganze selbst zu hosten (bzw.
    > von meinem eigenen Webspace-Anbieter hosten zu lassen)" ist kein guter
    > Grund.

    Wie welche denn? Es ist eben kein Widerspruch. Es gibt fallabhängig genügend Begründungen, die man anführen könne. Von "ich habe keine Lust" hab ich nie was gesagt. Natürlich würde man selbst sowas einfach ökonomisch und technisch begründen.

    > Wenn man Inhalte von Social Networks einbindet, dann von mir aus. Das lebt
    > ja von der Vernetzung durch den Betreiber. Aber wegen Schriften oder
    > "Scripte etc." wohl kaum.
    >
    > > Hieraus kann der Webseitenbetreiber deren Zwecke,
    > > davon wiederum den Selbstzweck ableiten und dies auch so in der
    > > Datenschutzerklärung als berechtigtes Interesse gem. DSGVO erklären.
    >
    > Das ist ja komplett konfus. "Berechtigtes Interesse" ist - wie die
    > Einwilligung - eine Rechtsgrundlage und deckt die Anforderung
    > "Rechtmäßigkeit", Artikel 5(1) a) DSGVO, ab.

    Was ist daran bitte schön konfus? Wenn der Webseitenbetreiber stets aktuelle, Browser-optimierte und skalierende externe Datenressourcen benötigt, damit seine eigene Webseite performanter (nicht zu jedem Zeitpunkt, aber durchschnittlich und insb, zu Stoßzeiten; bspw. bei einem eigenen Webshop), Browser/Client-optimiert ist, er ggf. Gebrauch von Monetarisierungsmöglichkeiten zur Finanzierung nutzt und er etwaige Unkosten dadurch nicht tragen muss, ist das alles ein berechtigtes Interesse basierend auf den Zwecken der dahinter stehenden Technologien und strategischen Design-Entscheidungen des Webseitenbetreibers.

  16. Re: Trifft das nicht jedes CDN?

    Autor: glmuser 09.08.22 - 15:28

    > Trifft natürlich eines der Kernprinzipien ins Mark. Bei Google-Schriften
    > noch verschmerzbar, aber das verteilte Speichern und Einbinden von fremden
    > Inhalten ist ja eigentlich eines der Hauptmerkmale vom WorldWideWeb.
    Das ist überhaupt nicht das Kernmerkmal des Netzes. Die Vernetzung zwischen unabhängigen Webseiten ist das Kernmerkmal, der Link, nicht das Embedding von zig Seiten.

    > Wobei CDN jetzt wieder "berechtigtes Interesse" sein sollte, denn es geht
    > ja darum, die Seite für den Nutzer möglichst performant zu halten und hat
    > nichts mit Marketing zu tun (wobei: Schriften eigentlich auch nicht).
    Es ist kein berechtigtes Interesse, wenn das CDN nicht unter deiner Kontrolle ist.

    DSGVO soll verhindern dass einige Anbieter, dazu zählen mit Sicherheit Google und Cloudflare nicht webseitenübergreifend Profile erzeugen können. Genau das wird aber möglich ohne strikte Vereinbarungen die das Verhindern.

  17. Re: Trifft das nicht jedes CDN?

    Autor: glmuser 09.08.22 - 15:30

    teddybums schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es ist vollkommener Schwachsinn.
    > Wann kommt die nächste Klage weil jemand seine Domain bei google domains
    > mietet und das über deren DNS läuft?
    Ist kein Schwachsinn. Solange Google nicht mit dir eine Vereinbarung hat nicht die Daten zu teilen und nur in Europe zu hosten bist du im Unrecht.
    Die DSGVO ist da sehr klar.

    Es geht nicht um Bequemlichkeit, sondern darum was Daten schützt, und webseitenübergreifendes Tracking verhindert.

  18. Re: Trifft das nicht jedes CDN?

    Autor: glmuser 09.08.22 - 15:34

    > Schon lange nicht mehr. Das WWW ist eben schon lange kein reiner Hyperraum
    > mit Hyperlinks mehr. Dienstleistungen (die auch bidirektional und
    > multidirektional funktionieren können) gehören schon lange ebenso zur
    > Definition des WWW/Internets.
    Das ist weder das Internet, noch das WWW, weder vom Konzept noch später.
    Das ist höchsten Web2.0 aber auch das nicht wirklich, denn da geht es um das Editieren von Seiten/Beteiligung der Besucher.

    Tatsächlich gibt es viele Seiten die das Embedding verbieten, da sie sonst den Traffic für andere zahlen müssen.
    Nur wirklich große Anbieter wie Youtube/Google wollen das, weil sie dadurch andere Vorteile haben.

    SaaS ist nicht das WWW, das ist grundverschieden. Im Gegenteil, viele Arten des Embedding werden auch vom Browser verboten um XSS-Attacken zu minimieren.

    > Allein schon wieder Versuch, mit solchen uralten Kamellen zu argumentieren,
    > zeigt einmal mehr wie rückständig die Deutschen denken.
    Oder du hast einfach keine Ahnung von den Begriffen die du verwendest, und plapperst alles nach was für dich normal ist.

  19. Re: Trifft das nicht jedes CDN?

    Autor: glmuser 09.08.22 - 15:36

    > Allein schon wieder Versuch, mit solchen uralten Kamellen zu argumentieren,
    > zeigt einmal mehr wie rückständig die Deutschen denken.
    Im Gegenteil ist die DSGVO modern und ein Fortschritt. Profile von sich erstellen zu lassen ist rückständig (und auch ignorant was die Konsequenzen angeht).

  20. Re: Trifft das nicht jedes CDN?

    Autor: glmuser 09.08.22 - 15:39

    Schlitzauge schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 3247 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > kayozz schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Nur, wenn man die Scripte etc. vor dem Cookie Consent herunterläd.
    > > > Zustimmung, sofern richtig umgesetzt, ist möglich.
    > >
    > > Ha ha, nein.
    > >
    > > Eine Einwilligung ("Zustimmung") ist unwirksam, wenn sie nicht
    > freiwillig
    > > erfolgt. Wird der Besuch der Website daran gekoppelt, kommt es für die
    > > Freiwilligkeit entscheidend darauf an, ob das Laden von externen Quellen
    > > erforderlich ist. Da man die "Scripte etc." auch auf dem eigenen
    > Webspace
    > > ablegen könnte, ist das nicht der Fall, und das ganze ist trotz
    > > Einwilligung unwirksam.
    > >
    > > Außerdem würde selbst eine wirksame Einwilligung nur eine
    > Rechtsgrundlage
    > > darstellen, also das DSGVO-Prinzip "Rechtmäßigkeit" abdecken. Das Gebot
    > der
    > > Datenminimierung gilt daneben unverändert und verbietet ebenfalls das
    > > Einbinden der "Scripte etc." von einem Dritten.
    >
    > Zum letzten Absatz, völlig falsch.
    >
    > Die Datensparsamkeit leitet sich aus der Zweckgebundenheit des
    > Webseitenbetreibers ab, nicht danach, was Externe oder Besucher zu meinen
    > scheinen.
    >
    > Das Einbinden externer Ressourcen widerspricht nicht dem Gebot der
    > Datensparsamkeit/Datenminimierung. Es definitiv gute Gründe FÜR extern
    > gelagerte Ressourcen. Hieraus kann der Webseitenbetreiber deren Zwecke,
    > davon wiederum den Selbstzweck ableiten und dies auch so in der
    > Datenschutzerklärung als berechtigtes Interesse gem. DSGVO erklären.
    >

    > Aber Deutschland schafft sich ja schön selbst ab. Völlig an der Moderne
    > vorbei. Wir werden schon sehen, wohin das alles führen wird.
    Völliger Propagandaunsinn. Fütter du nur weiter die immer größer werdenden Megakonzerne weil du ja ach so modern bist.
    Genau deine Art zu denken schafft Deutschland oder Europa ab, weil du alle wesentlichen Daten willentlich großen Konzernen lieferst, die genau von diesen Informationen leben.
    Mehr nachzueifern verschlimmert es.
    Erfolg erreicht man durch Diversifizierung, nicht durch Nachmachen.

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