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So funktioniert Crowd-Sourcing nicht

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  1. So funktioniert Crowd-Sourcing nicht

    Autor: Mingfu 11.07.14 - 09:56

    Was Google da macht, wird außer Betrügern auch nicht viele Leute anziehen. Denn als Beitragender hat man bei Google nichts davon. Man hilft Google billig an aktuelle Daten zu kommen, um daraus mehr Geld zu generien. Aber anschließend selbst diese Daten so zu nutzen, wie man möchte, kann man nicht. Das geht nur in der Form, die Google genehm ist und an der Google verdient. Bei Wikipedia oder Openstreetmap kann man dagegen anschließend selbst mit den Daten die tollsten Dinge veranstalten, da sie unter freier Lizenz stehen. Das ist eine ganz andere Motivation dort mitzumachen.

    Auch fehlt komplett die Kontrolle. Man weiß genau, wie viel Schwachsinn bei Wikipedia tagtäglich abgeliefert wird. Dort hilft auch nur Manpower, um das unter Kontrolle zu halten. Und selbst die stößt an Grenzen, wenn es sehr geschickte Manipulationen mit Hintergedanken sind, siehe PR-Arbeit in Wikipedia. Für Google dagegen sind menschliche Mitarbeiter, die jede Bearbeitung kontrollieren, viel zu teuer. Andererseits können und wollen sie nicht Benutzern soviel Einfluss auf ihre Datenbestände geben, dass sie sich selbst gegenseitig kontrollieren können und eigene Regeln über zulässige und unzulässige Bearbeitungen aufstellen.

    Aber vielleicht ist es ganz gut, wenn jemand Googles Crowd-Sourcing-Ansätze derart sabotiert. So streicht Google eventuell irgendwann die Segel diesbezüglich. Da wird dann niemand mehr verleitet, seine Zeit an Google zu verschenken, weil er nicht überlegt hat, dass dieses Engagement eine reine Einbahnstraße ist. Sollen die Leute lieber bei freien Projekten mitmachen und sich dort einbringen, statt sich von Google abzocken zu lassen.

  2. Re: So funktioniert Crowd-Sourcing nicht

    Autor: TheUnichi 11.07.14 - 11:28

    Mingfu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was Google da macht, wird außer Betrügern auch nicht viele Leute anziehen.
    > Denn als Beitragender hat man bei Google nichts davon. Man hilft Google
    > billig an aktuelle Daten zu kommen, um daraus mehr Geld zu generien. Aber
    > anschließend selbst diese Daten so zu nutzen, wie man möchte, kann man
    > nicht. Das geht nur in der Form, die Google genehm ist und an der Google
    > verdient. Bei Wikipedia oder Openstreetmap kann man dagegen anschließend
    > selbst mit den Daten die tollsten Dinge veranstalten, da sie unter freier
    > Lizenz stehen. Das ist eine ganz andere Motivation dort mitzumachen.
    >
    > Auch fehlt komplett die Kontrolle. Man weiß genau, wie viel Schwachsinn bei
    > Wikipedia tagtäglich abgeliefert wird. Dort hilft auch nur Manpower, um das
    > unter Kontrolle zu halten. Und selbst die stößt an Grenzen, wenn es sehr
    > geschickte Manipulationen mit Hintergedanken sind, siehe PR-Arbeit in
    > Wikipedia. Für Google dagegen sind menschliche Mitarbeiter, die jede
    > Bearbeitung kontrollieren, viel zu teuer. Andererseits können und wollen
    > sie nicht Benutzern soviel Einfluss auf ihre Datenbestände geben, dass sie
    > sich selbst gegenseitig kontrollieren können und eigene Regeln über
    > zulässige und unzulässige Bearbeitungen aufstellen.
    >
    > Aber vielleicht ist es ganz gut, wenn jemand Googles Crowd-Sourcing-Ansätze
    > derart sabotiert. So streicht Google eventuell irgendwann die Segel
    > diesbezüglich. Da wird dann niemand mehr verleitet, seine Zeit an Google zu
    > verschenken, weil er nicht überlegt hat, dass dieses Engagement eine reine
    > Einbahnstraße ist. Sollen die Leute lieber bei freien Projekten mitmachen
    > und sich dort einbringen, statt sich von Google abzocken zu lassen.

    Da sieht man einfach, dass du keine Ahnung davon hast und im Endeffekt einfach nur wieder irgendwelche Open vs. Closed Diskussionen auffahren willst, ohne wirklich über die Tatsachen nachzudenken.

    Webagenturen werden z.B. dauernd dazu gebeten, Google Maps, Google+, Google Places, Facebook, Twitter etc. Accounts anzulegen und teilweise sogar dauerhaft zu verwalten.
    Da gurken den ganzen Tag lang so einige Leute im MapMaker rum und verifizieren und editieren Daten, das ist ein sehr aktives Ökosystem, dafür werden sie von den Kunden, die diese Accounts und das Placement haben wollen, bezahlt.
    Da wird dann oft gleich noch AdWords etc. mit angeboten und dann läuft das.

    Weiterhin kannst du die Map Daten sehr wohl umfangreich nutzen.
    Ich nutze z.B. andauernd die Autocomplete-APIs um Adresseingaben in meinen Web-Panels zu vereinfachen oder die Map-APIs, um Anfahrtsskizzen mit der Style-API sauber auf Kundenwebsites darzustellen.
    Das kann dein tolles OpenStreetMap alles nicht, die haben keine Serverpower, die sie dir bereitstellen würden, also geben sie dir 4GB Datenbanken, die du dir mühselig selbst hosten und zusammenfuchteln und auseinander nehmen musst.

    Bitte ein einziges mal in deinem Leben mit einem Google Account in der Cloud Konsole anmelden und dir einfach mal angucken, welche Daten dir Google TATSÄCHLICH alle bereitstellt, um damit arbeiten zu können. Du hast da HUNDERTE APIs aus ALLEN Google Diensten, die du anbinden und verwenden kannst.

    https://code.google.com/apis/console/b/0/?pli=1

  3. Re: So funktioniert Crowd-Sourcing nicht

    Autor: Mingfu 11.07.14 - 11:34

    Und das alles auf Widerruf, bis Google entscheidet, dass es sich für Google nicht lohnt oder man dafür Geld nehmen könnte. Mach dich nur vollständig von Google abhängig! Das ist vorausschauend und mit großer Weitsicht. Je stärker man sich an Google kettet und je weniger eigene Kontrolle man über Daten hat, desto besser... für Google.

  4. Re: So funktioniert Crowd-Sourcing nicht

    Autor: TheUnichi 11.07.14 - 11:42

    Mingfu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und das alles auf Widerruf, bis Google entscheidet, dass es sich für Google
    > nicht lohnt oder man dafür Geld nehmen könnte. Mach dich nur vollständig
    > von Google abhängig! Das ist vorausschauend und mit großer Weitsicht. Je
    > stärker man sich an Google kettet und je weniger eigene Kontrolle man über
    > Daten hat, desto besser... für Google.

    So ein Unsinn, das wäre ja dein eigenes Problem, wenn du die Daten nicht in eigenen Datenbanken speichert, aber eben genau da von hält dich absolut niemand ab.
    Ich lagere doch meine Kundendaten nicht in einer Google Cloud, ICH nutze DEREN Daten und speicher mir DIESE in meinen Eigenen, damit bekomme ich kostenlos Daten + Zusatzfeatures wie Geocoding und Umkreissuchen und muss keinen Cent dafür zahlen.

    Wenn Google dicht macht, switche ich meine APIs einfach auf Bing um und habe denselben Effekt. Einen wird es immer geben. In letzter Instanz gibt es eine Marktlücke und ich mache ein eigenes Maps. Da wäre Google ja schön dämlich.

    Ich bin an keinem Punkt abhängig von Google, jeder Dienst von Google ist ziemlich schnell ersetzbar, wenn man möchte, aber eben weil Google sie so integriert und vollständig anbietet, wie sie es tun, nutzt man sie vermehrt. Einfach weil sie besser sind.

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