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OpenSource meets Commerz

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  1. OpenSource meets Commerz

    Autor: chefin 04.08.17 - 08:47

    Spaßig wie OpenSource immer mehr Richtung kostenplichtig wegdrückt. Community und Support ist ein Krampf, weil man zuerst mal niedergemacht wird. Es reicht völlig zu schreiben: unter windows konnte ich....um eine Nachfrage nach dem Linuxpendant zur Breitseite gegen den Fragesteller ausarten zu lassen.

    Will man also Linux im Betrieb einsetzen, wo man genau diese Fragen sich stellen muss, kommt man nicht um viel Geld für Support rum. Und schon ist Gleichstand in finanzieller Situation.

  2. Re: OpenSource meets Commerz

    Autor: DooMRunneR 04.08.17 - 11:37

    Wenn man seine Frage mit "In Windows konnte ich..." formuliert, dann sollte man sich überhaupt erstmal selbst die Frage stellen, warum zum teufel man Linux auf einem Server einsetzt.

    Wir haben 130 Linux Server für verteilte Datenbanksysteme im Einsatz, ohne Support, man hat halt Techniker die sich auskennen, die bräuchte ich bei Windows aber auch, könnte das System aber schon gar nicht so umsetzen.....

  3. Re: OpenSource meets Commerz

    Autor: pragmatiker 04.08.17 - 11:44

    Tip 1: Beginne deine Fragen mit "Wie kann ich..."

    Tip 2: Lese http://linux.oneandoneis2.org/LNW.htm, insbesondere den Abschnitt "Problem #7: That FOSS thing."

  4. Re: OpenSource meets Commerz

    Autor: schumischumi 04.08.17 - 14:21

    "...man hat halt Techniker die sich auskennen, die bräuchte ich bei Windows aber auch..."

    Das finde ich immer sehr interessant. Techniker die sich auskennen, haben bei unsupporteten Systemen immer das Problem, dass man sich ab einem gewissen Punkt eben nicht mehr auskennt. Im Zweifelsfall einem Bug den man nicht beheben kann. Bei Produkten mit Herstellersupport (Windows oder auch SuSe/Redhat) kann man immer einen Case aufmachen, wo dann Spezialisten in diesem Bereich unterstützen.
    Bei unsupporteten Systemen muss man hoffen dass die Community hilft, was bei Unternehmenskritischen Systemen oft nicht reicht.
    Ebenso gibt es den Falls, dass es irgendwann X verschiedene Systeme mit den selben Technikern gibt und diese auf den einzelnen Systemenen "nur noch" Generallisten statt Spezialsiten sind.

    Windows hat meiner Erfahrung nach den extremen Vorteil, dass das benötigte Personal (vor allem bis zu einem gewissen Skilllevel) leichter und auch günstiger verfügbar ist als bei Linux. Bei wirklichen Spezialisten wirds dann eher wieder ausgeglichen bzw. bei Windows ist man halt dann sehr schnell beim Hersteller und dessen Consultants/Technikern und da kommts auf den Supportvertrag an, wie teuer es wird.

  5. Re: OpenSource meets Commerz

    Autor: FreiGeistler 04.08.17 - 14:27

    - Linux ist gut dokumentiert, da brauchts in der Regel keine Spezialisten
    - Auch für Linux gibts bezahlte Supporter

  6. Re: OpenSource meets Commerz

    Autor: Walter Plinge 04.08.17 - 14:28

    Würdest Du Fragen an Deinen aktuellen Lebenspartner mit "Mit meine[m|r] Ex konnte ich ..." einleiten?

    Das ist einfach schlechter Stil. Warum fragst Du nicht einfach, was Du erreichen willst? Ob das unter einem anderen System geht oder nicht, ist doch völlig irrelevant für die Leute, die Du fragst.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 04.08.17 14:30 durch Walter Plinge.

  7. Re: OpenSource meets Commerz

    Autor: Walter Plinge 04.08.17 - 14:29

    FreiGeistler schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > - Linux ist gut dokumentiert, da brauchts in der Regel keine Spezialisten
    Deshalb sind die auch so teuer. ;-)

    > - Auch für Linux gibts bezahlte Supporter
    Ja, das hat ja auch niemand bestritten.

  8. Re: OpenSource meets Commerz

    Autor: mnementh 04.08.17 - 14:32

    schumischumi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > "...man hat halt Techniker die sich auskennen, die bräuchte ich bei Windows
    > aber auch..."
    >
    > Das finde ich immer sehr interessant. Techniker die sich auskennen, haben
    > bei unsupporteten Systemen immer das Problem, dass man sich ab einem
    > gewissen Punkt eben nicht mehr auskennt. Im Zweifelsfall einem Bug den man
    > nicht beheben kann. Bei Produkten mit Herstellersupport (Windows oder auch
    > SuSe/Redhat) kann man immer einen Case aufmachen, wo dann Spezialisten in
    > diesem Bereich unterstützen.
    > Bei unsupporteten Systemen muss man hoffen dass die Community hilft, was
    > bei Unternehmenskritischen Systemen oft nicht reicht.
    Das stimmt so nicht. Manche Firmen - so auch Microsoft - haben guten Support. Aber längst nicht alle. Und bei Open Source kann man durchaus selbst etwas fixen - was bei Closed Source unmöglich ist.. Und wer meint das sei ja nur theoretisch: ich habe das schon gemacht. Und ich bin kein bezahlter Techniker, sondern habe bei meinen privaten Sachen schon Patches für die benutzte Software gemacht. Oft viel einfacher als eine langwierige Kommunikation anzufangen und mein Problem zu erklären.

  9. Re: OpenSource meets Commerz

    Autor: heidegger 04.08.17 - 14:59

    DooMRunneR schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Wir haben 130 Linux Server für verteilte Datenbanksysteme im Einsatz, ohne
    > Support, man hat halt Techniker die sich auskennen, die bräuchte ich bei
    > Windows aber auch, könnte das System aber schon gar nicht so umsetzen.....

    Datenbanksysteme ohne Support - weiß nicht ob das jetzt mutig oder Dummheit ist...

  10. Re: OpenSource meets Commerz

    Autor: ratti 04.08.17 - 18:45

    pragmatiker schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Tip 1: Beginne deine Fragen mit "Wie kann ich..."
    >
    > Tip 2: Lese linux.oneandoneis2.org insbesondere den Abschnitt "Problem #7:
    > That FOSS thing."

    Genau DIESES Hausmeisterliche Gepingel ist der Grund, warum ich keinen Bock mehr auf die Linux-Community habe.

    Es ist hier draussen, im normalen Leben, mit normalen Leuten, überhaupt kein Problem, ganz normal zu sprechen. „Mein VW schaltet beim Aussteigen das Licht nicht aus, mein BMW konnte das“ — kein Problem. In keinem Koch-Forum, in keiner Petunien-Mailingliste wird dermaßen krank kommuniziert. Da werden Zeilenlängen der Frage bemängelt, da ist die Signatur zwei Bytes zu lang, und generell wird sowieso falsch gefragt und zurechtgewiesen.

    Ich nutze gern weiter beruflich Linux — aber weder ich noch meine Kollegen setzen einen Fuß in die Community.

  11. Re: OpenSource meets Commerz

    Autor: schumischumi 07.08.17 - 09:16

    " Und bei Open Source kann man durchaus selbst etwas fixen"
    Das ist der Punkt. Du kannst das vielleicht, aber das macht dich bei dieser Software eigentlich schon zum Spezialisten.
    Meistens muss man für solche Patches programmieren, d.h. Programmierkenntnisse haben und genau in dieser einen Sprache. Ich gehe jetzt mal davon aus, dass z.B. die meisten Datenbankbetreuer nicht wirklich programmieren können (SQL im weitesten Sinn mal aussen vor). Müssen sie auch nicht und gehört auch nicht zu ihrer Jobbeschreibung.
    Und dann muss man auch dieses eine Produkt so gut in den Mechanismen kennen, dass man hier auch noch hand ansetzen kann. MySQL würde ich mich nicht trauen einfach zu patchen, weil ich grad einen vermeintlichen Bug in der Firma gefunden hab.

    Und wenn die Firma selbst keinen (guten) Support anbietet, gehört es zur Produktvalidierung, dass man ggf. gleich Support von Dritten mit einkauft. OpenSource ist hier nicht das Thema, sondern der Support der Software. Man darf nur nicht davon ausgehen, dass nur weil der Code offen liegt, jeder Support machen kann.

    und zu "Linux ist gut dokumentiert, da brauchts in der Regel keine Spezialisten "
    sehr lustig... die doku muss auch jemand lesen, verstehen und dann umsetzen können.
    Auf wikipedia sind auch medizinische Bereiche sehr gut dokumentiert. trotzdem fang ich morgen nicht als Hirnchirurg an. (sry für die übertreibung)

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