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Warum Word und PDF?

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  1. Warum Word und PDF?

    Autor: Nasenbaer 10.03.23 - 23:08

    Zunächst einmal ist es Quatsch, abgesehen von PDF/A, noch weitere Dokumentenformate zu unterstützen, schon gar nicht welche mit Makro-Support.

    Aber davon ab, warum gibt es noch keine einheitlichen Datenstrukturen um Diagnosen, Blutwerte und was nicht alles digital abzulegen? Was hat die Gematik bisher gemacht, also außer teure und unnötige VPN-Konnektoren-Tauschaktionen zu verteidigen? Insbesondere, da die EPA bereits durch Mrs. Praxisgebühr initiiert wurde - das ist knapp 20 Jahre her.

    Außer Polemik fällt mir da nicht viel ein.

  2. Re: Warum Word und PDF?

    Autor: innovator 11.03.23 - 11:39

    Eine Einschätzung allerdings nur für *Krankenhaus*-Behandlungen aus der Branche:

    Es gibt bereits heute technische Möglichkeiten strukturierte Behandlungsdaten (Laborwerte, Vitalparameter, Medikamente, schriftliche Dokumente, Diagnosen etc.) aus sämtlichen Krankenhausaufenthalten (mittels FHIR-Standard) bereitzustellen. Die Informationen ließen sich problemlos auch in die ePA einfügen. Ich arbeite bei einer Firma die ein solches Datenmodell entwickelt hat (was kompatibel zu den bestehenden Standards ist) und was bereits in hunderten Krankenhäusern in Deutschland im praktischen Einsatz ist.

    In die ePA fließen die Daten bislang aber nicht ein, was schade ist.

    Es liegt dabei nicht an den technischen Möglichkeiten sondern meiner Ansicht nach eher an

    a) Unwissenheit der politischen Entscheidungsträger (inkl. Gematik) über diese Möglichkeiten

    b) politische Trägheit (bzw. bislang wenig ambitionierte Vorgaben z.B. von der Gematik hinsichtlich strukturierter Daten - da ist zunächst nur ein kleiner Teil der Behandlungsdaten in den ersten Vorgaben enthalten)

    c) vllt. am wichtigsten und auch zu b) führend: die starke Lobby der Krankenhaus-Informationssystem-Anbieter, welche große Datensilos mit unstandardisierten Behandlungsdaten in den Krankenhäusern betreiben und sich ungern in Richtung einheitlicher Datenstrukturien und v.a. offener Schnittstellen entwickeln wollen, was für das Gesundheitswesen aber total wichtig wäre (das ist meiner Ansicht eine der krassesten Innovationsbremsen im Dt. Krankenhaus-IT-Bereich neben dem zu unflexiblen Datenschutz). Hierzu muss man wissen, dass der Wechsel eines Krankenhaus-Informationsssytems in einer Klinik mit sehr hohen Kosten verbunden ist, so dass die Abhängigkeit von Krankenhaus zu Anbieter sehr groß ist und sozusagen der Markt hier nicht alles regelt.

    Außerhalb des Krankenhausbereichs: Im ambulanten Praxisbereich ist die unheitliche Datenstrukturierung sogar noch etwas ausgeprägter. Ist aber alles lösbar.

    PDFs sind natürlich besser als nichts aber für eine maschinelle Weiterverarbeitung (auch für die Forschung) sind die strukturierten Daten nötig.
    Strukturierte Daten in der ePA werden auch kommen, aber die Hauptfrage ist wieviel Zeit vergeht bis die Politik (den Software-Konzernen) entsprechende Vorgaben macht.

  3. Re: Warum Word und PDF?

    Autor: Nasenbaer 11.03.23 - 13:29

    Das glaube ich dir gern. Ist ja bei SAP nicht anders. Versuch solche Systeme mal durch eins eines anderen Anbieters abzulösen. Und hat rein wirtschaftlich natürlich super Vorteile, wenn der Wechsel zur Konkurrenz kaum mehr möglich ist.

    Die Politik versteht ja so langsam, dass Daten durchaus wertvoll sind aber ob sie verstanden haben, dass sie maschinenlesbar sein müssen, bezweifle ich eher. Für den Laien sind Daten einfach nur Daten ... und die Lobbyarbeit hat sicher auch seinen Anteil daran. Hat man ja gut bei den TI-Konnektoren gesehen.

  4. Re: Warum Word und PDF?

    Autor: schnedan 11.03.23 - 15:44

    ml abgesehen davon das man auf das Open Document Format gehen sollte...

    Welche allg. Formate kennst du die auch jeder Hinterwäldlerarzt ohne Spezialssoftware kann?

  5. Re: Warum Word und PDF?

    Autor: Nasenbaer 11.03.23 - 15:52

    schnedan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ml abgesehen davon das man auf das Open Document Format gehen sollte...
    >
    > Welche allg. Formate kennst du die auch jeder Hinterwäldlerarzt ohne
    > Spezialssoftware kann?

    Für Archivierung reicht PDF wie gesagt völlig aus. PDF/A ist für die dauerhafte Archivierung spezifiziert. Warum sollte man ein editierbares Dokument zur Archivierung ablegen?

  6. Re: Warum Word und PDF?

    Autor: robinx999 12.03.23 - 09:18

    Word verstehe ich auch nicht, ein einheitliches Datenformat wäre sicherlich gut.
    Andrerseits könnte ich mir zumindest vorstellen, dass es mehr benötigt wie nur PDF, weil es soll ja auch z.B.: CDs nach einem CT, oder Röntgen ersetzen, so dass es hier auch hochauflösende Bildformate benötigt auch nach einem System um sich z.B.: bei Schichtaufnahmen durchzuklicken, ob evtl. gar Videoformate benötigt werden wäre die nächste Frage.

  7. Re: Warum Word und PDF?

    Autor: Test_The_Rest 12.03.23 - 09:19

    Nasenbaer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Für Archivierung reicht PDF wie gesagt völlig aus.

    Nein, das reicht keineswegs aus.

    Es sei denn, Du hast eine Möglichkeit erfunden, hochauflösende Röntgen, MRT oder CT Aufnahmen verlustfrei in PDF zu konvertieren.
    Besonders bei Videosequenzen würde mich interessieren, wie Du das anstellst.

  8. Re: Warum Word und PDF?

    Autor: peterdork 12.03.23 - 23:52

    Beides machbar ... also hochauflösende Bilder wie auch Videosequenzen. Theopraktisch.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 12.03.23 23:52 durch peterdork.

  9. Re: Warum Word und PDF?

    Autor: Test_The_Rest 13.03.23 - 06:18

    Also wenn ich Dir jetzt den Inhalt einer CD/DVD von einem MRT zukommen lasse, kannst Du das in PDF umwandeln?

    Und zwar so, daß ein weiter behandelnder Arzt das auch sinnvoll verwenden kann?

    Klingt spannend.

    Oder ist es doch eher theoretisch, denn praktisch? ;)

  10. Re: Warum Word und PDF?

    Autor: peterdork 13.03.23 - 08:26

    In der Praxis würde dann T-Systems für 200 Mio Euro einen neuen Standard entwickeln, der das Embedden von diesen Daten erlaubt 😅 Nach den Entwicklungskosten ist das auch quasi geschenkt mit nur 50 Mio Euro pro Jahr an Lizenz- und Supportkosten.

  11. Re: Warum Word und PDF?

    Autor: Test_The_Rest 13.03.23 - 09:09

    Okay, das ist natürlich gut möglich. :D
    Damit hast Du mich. ;)

  12. Re: Warum Word und PDF?

    Autor: schnedan 13.03.23 - 23:04

    man kann in PDF doch so ziemlich alles einbetten, JPG, Tiff,...

  13. Re: Warum Word und PDF?

    Autor: Test_The_Rest 14.03.23 - 07:00

    Hast Du Dir schon einmal den Inhalt einer MRT/CT DVD angesehen?

    Falls nicht, dann erledige das mal und dann erkläre, wie man das in ein PDF einbetten soll.
    Und zwar so, daß es andere Ärzte auch weiterhin sinnvoll nutzen können.

    Denn es geht bei der Akte nicht nur darum, irgendwelche Dokumente zu sichern, sondern auch darum, Diagnosedaten für die weitere Behandlung vorzuhalten.

    Momentan ist das durch die Dokumentenformateinschränkungen noch nicht gegeben.

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