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Niedrige Löhne als Resultat der Geiz ist Geil Mentalität

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  1. Niedrige Löhne als Resultat der Geiz ist Geil Mentalität

    Autor: Wertzuasdf 05.04.12 - 12:36

    Ich frage mich ja zT ob den Leuten bewusst ist, was sie da bewirken werden, wenn sie sich gegen niedrige Löhne (im Ausland) einsetzen, oder ob ihnen bewusst ist, wie sie das durch ihr generelles Kaufverhalten erst möglich gemacht haben.
    Denn der durchschnittliche Käufer (hierunter fallen wohl auch die meisten Anonymous Leute) kauft meist das billigste, was seinen Qualitätsanforderungen genügt, faire Entlohnung oder Arbeitsbedingungen bei der Herstellung spielen meist eine wenn überhaupt drittrangige Rolle. Diese Ersparnis beim Kauf bringt zwar den einzelnen Käufer einen Vorteil ein, wirkt sich aber auf die gesamte Gesellschaft schlecht aus, da die Löhne bei der Herstellung dementsprechen gedrückt werden müssen, damit das Produkt billig und damit konkurrenzfähig ist. Ist dies im Inland nicht möglich so wird ins Ausland ausgelagert, um die Löhne weiter drücken zu können. Da ebenfalls weltweit kein Mangel an einfachen Arbeitskräften besteht, bildet sich auch kein "Gegendruck" durch den Kampf um Arbeitskräfte aus, der eine minimale faire Entlohnung garantiert. Wenn ein Unternehmen versucht nicht so zu handeln,so kann es nicht mehr mithalten und geht bankrott.
    Deshalb muss man, wenn man sich für eine bessere Gesellschaft und gegen gerine Löhne einsetzt, auch bereit sein, für entsprechende Produkte, sofern es noch möglich ist, viel mehr Geld zu bezahlen. Aber hieran scheitert das Ganze.
    Nehmen wir einfach als Beispielt einmal an, dass ein Käufer im Geschäft die Wahl hätte ein Elektronikprodukt für 500 ¤ zu kaufen oder ein ähnliches Elektronikprodukt aus fairer Herstellung für 1000 ¤. Hier würden sich nun die meisten Käufer für das billigere von beiden entscheiden, und sich dadurch aktiv gegen gute Entlohnung einsetzen.
    Oder anders ausgedrückt: Ich würde die Anonymous Leute gerne einmal weinen sehen wenn ihre Elektronik Spielzeuge das doppelte oder dreifache kosten würden.

  2. Re: Niedrige Löhne als Resultat der Geiz ist Geil Mentalität

    Autor: dopemanone 05.04.12 - 13:14

    ob die meisten sich für das billigere entscheiden, wäre ja die frage. LEIDER gibt es kein produkt, dass doppelt so viel kostet aber bei dem eine faire kette von den materialien bis zum endprodukt garantiert ist.

    das wundert mich schon sehr. denn es wäre ja schon wieder ein prestige-objekt, wenn auf meinem bluray player ein fetter "fairness"-sticker prangt.

  3. Re: Niedrige Löhne als Resultat der Geiz ist Geil Mentalität

    Autor: kmork 05.04.12 - 13:25

    dopemanone schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > LEIDER gibt es kein produkt, dass doppelt so viel kostet aber bei dem eine
    > faire kette von den materialien bis zum endprodukt garantiert ist.

    Das würde ich mir auch wünschen, von mir aus auch für den dreifachen Preis. Ist aber wirklich schwierig, da was in die Gänge zu bringen, weil viele Komponenten ohne diverse Lizenzen nicht so ohne weiteres herstellbar sind (z.B. GSM-Chips).

  4. Re: Niedrige Löhne als Resultat der Geiz ist Geil Mentalität

    Autor: User2 05.04.12 - 18:00

    Niedrige Löhne = Niedrige Kosten für "Mich" = Einverstanden & moralisch verkraftbar.
    Soviel dazu. Aber ganz ganz ehrlich (jezt klingts ja noch glaubhafter),
    ich BRAUCHE viele Dinge nicht. Viele Menschen brauche diverse Dinge nicht, dennoch regelt sich der Markt über Angebot & Nachfrage.

    Da ich alleine aber ganz bestimmt nichts bewegen kann/werde wird sich so schnell auch nichts ändern (oder doch?)

  5. Re: Niedrige Löhne als Resultat der Geiz ist Geil Mentalität

    Autor: Wertzuasdf 05.04.12 - 18:25

    Ja leider ist es mittlerweile so, dass es in manchen Bereichen wie zB in der Elektronik nahezu keine solchen Produkte mehr gibt, was aber den Jahrzehnte langen fehlentscheidungen des einzelnen zuzuschreiben ist.
    Alleine wird man nichts bewegen können, sondern nur sich selbst schaden. Aber wenn in der Gemeinschaft jeder so handeln würde, dann würde es nahezu jedem besser gehen.
    Denn Wirtschaften sind Bereiche, wo Greedy Algorithmen bzw Lösungen nicht funktionieren bzw suboptimal sind; die unsichtbare Hand (http://de.wikipedia.org/wiki/Unsichtbare_Hand) existiert eben nicht. Da jeder einzelne aber hauptsächlich nach seinem eigenen Wohl aus ist wäre es eigentlich die Aufgabe der Staaten selbst, für solche grundlegende Fairness zu sorgen. Diese sind aber leider meist mehr oder weniger unwillig oder unfähig für solche Rahmenbedingungen sicherzustellen.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 05.04.12 18:28 durch Wertzuasdf.

  6. Re: Niedrige Löhne als Resultat der Geiz ist Geil Mentalität

    Autor: kmork 05.04.12 - 22:36

    Wertzuasdf schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da jeder einzelne aber hauptsächlich nach seinem
    > eigenen Wohl aus ist wäre es eigentlich die Aufgabe der Staaten selbst, für
    > solche grundlegende Fairness zu sorgen. Diese sind aber leider meist mehr
    > oder weniger unwillig oder unfähig für solche Rahmenbedingungen
    > sicherzustellen.

    Habe mal gelesen, dass sich ein Wirtschaftssystem sich daran messen lassen muss, inwieweit der Egoismus der Menschen in einer Weise kanalisiert wird, dass er einen positiven Impact auf das Gemeinwohl hat.

    Während das System des Staatskapitalismus und der Zentralplanwirtschaft des Ostblocks mit dem Prämiensystem keine geeigneten Anreize für Anstrengungen und Innovationen zu schaffen vermochte, hat der Egoismus im Kapitalismus, den wir Heute erleben, ausschließlich einen positiven Impact auf das Wohl derer, die ohnehin schon so reich sind, dass sie garnicht wissen, wohin mit dem ganzen Geld.

    Ich denke, zu sinnvollen Rahmenbedingungen gehört unbedingt auch eine Eigentumsordnung, in der festgelegt ist, dass in Unternehmen ab einer bestimmten Größe demokratische Wahlen für die Geschäftsführung stattzufinden haben. Und da meine ich nicht Wahlen, wo irgendwelche Aktionäre, sondern wo Arbeiter und Angestellte das Stimmrecht haben.

    Unter solchen Rahmenbedingungen gäbe es eine völlig veränderte Situation: Die Mitarbeiter können sich mehr mit ihrem Unternehmen identifizieren und ihre Einkommen stünden in einem Verhältnis zu dem Erfolg, den das Unternehmen erwirtschaftet. Unter solchen Rahmenbedingungen würde der Egoismus jedes Einzelnen tatsächlich dem Gemeinwohl dienen.

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