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FT: Google reagiert auf deutsche Datenschutzbedenken

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  1. FT: Google reagiert auf deutsche Datenschutzbedenken

    Autor: Fake Ticker 28.04.10 - 17:33

    Bielefeld. Nach der langen Diskussionen der Datenschützer insbesondere über Google Street View und nach den jüngsten gesetzesentwürfen der Stadt Hamburg hat Google soeben bekannt gegeben, einzulenken. FT gegenüber führte ein Google-Sprecher aus, man würde das Angebot der Google-Dienste dem deutschen Markt und dem deutschen Datenschutzstandard anpassen.
    So werde Google auf die Integration von Deutschland in Street View ebenso verzichten wie auf das Kartografieren von öffentlich empfangbaren WLAN-Stationen. Darüber hinaus werden sämtliche höher auflösende Overlays von Google Maps entfernt, die 3D-Gebäude für in Google Earth innerhalb der deutschen Staatsgrenzen nicht mehr angezeigt.
    Dienste wie Google Mail, Kalender, die Picasa-Webalben und Text&Tabellen werden in Zukunft von Deutschland aus nicht mehr zugänglich sein. Youtube und Panoramio hingegen wird man noch aufrufen können, aber nur mit den Funktionen eines unregistrierten Benutzers und ohne Auswertung etwaiger Orts-, Netzwerk- oder sonstiger Daten.
    Google-Anzeigen wird man ebenfalls als deutscher Kunde in Zukunft nicht mehr schalten können, sämtliche laufende Verträge werden zum Monatsende ohne weiteres Zutun durch die Anzeigenkunden automatisch gekündigt. Webseiten, die mit Google-Adwords arbeiten, blenden keine inhalts- oder ortsbezogenen Anzeigen mehr ein, sondern zufällige Inhalte aus dem gesamten Anzeigenpool.
    Der Webbrowser Chrome, Google Earth und das Mobiltelefon-OS Android werden in Kürze in einer speziellen Deutschland-Version angeboten. Hier sind sämtliche Funktionen, die auf den erweiterten Datenbestand zugreifen oder Daten an Google übermitteln, deaktiviert.
    Personen, die bisher die Google-Dienste genutzt hatten, können kostenlos einen speziellen Datentransfer-Service nutzen. Hierzu genügt es, die deutsche Seite der Suchmaschine google.de aufzurufen. Der Anmelden-Link wurde durch einen Transfer-Button ersetzt. Durch einen Klick auf diesen gelangt man auf eine Seite, auf der man die Accountdaten seines bisherigen Accounts eingeben kann. Auf dem daraufhin erscheinenden Bildschirm wählt der Nutzer dann einen Einzeldownload, einen Komplettdownload oder einen Mail-Versand. Nun werden die bei Google abgelegten Daten entweder zum Download angeboten oder per Mail an die eingegebene Adresse geschickt. Nach Ablauf dieses Vorganges erfolgt eine rückstandsfreie Löschung sämtlicher Daten und des Google-Accounts.
    Dieser Transferdienst wird angeboten, sobald man sich versucht, von Deutschland aus mit einem Google-Account anzumelden.

    In vielen Großstädten haben bereits spontane Freudenfeste begonnen, es wurde auch schon laut, den heutigen 28. April künftig zum deutschen Datenschutztag zu machen.

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