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Nein! Doch! Ooh!

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  1. Nein! Doch! Ooh!

    Autor: Sharra 11.07.17 - 12:19

    Hat ernsthaft jemand irgend etwas anderes erwartet? Ich bin ja schon erstaunt, dass es bei manchen sogar klappt. Dass die Masse sich einen Dreck drum schert, und zwar auf beiden Seiten der Münze, war doch klar.
    Die Behörden unterschlagen Informationen, und der Bürger zuckt mit den Schultern. Primär deswegen, weil er gar keine Ahnung hat.

  2. Re: Nein! Doch! Ooh!

    Autor: twothe 11.07.17 - 12:23

    Es gibt immer ein paar realitätsferne, die denken dass der Staat mit Bürgerdaten nie was illegales macht. Faktisch sieht es aber eigentlich überall anders aus.

    Ich frag mich ja jetzt was denn dann für Konsequenzen auf diese offensichtlich rechtswidrigen Vorgänge folgen.

  3. Re: Nein! Doch! Ooh!

    Autor: Local Horst 11.07.17 - 12:39

    Merkel sitzt das aus und es gibt irgendwo ein Bauernopfer.
    Irgendein armer Tropf irgendwo in einer Verwaltung wird dann wegen Missbrauch entlassen und alles ist geregelt.

    Was hat der NSA Untersuchungsausschuss denn gebracht?

  4. Re: Nein! Doch! Ooh!

    Autor: smirg0l 11.07.17 - 12:43

    twothe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich frag mich ja jetzt was denn dann für Konsequenzen auf diese
    > offensichtlich rechtswidrigen Vorgänge folgen.

    Ich tippe mal wie üblich: Beförderungen und ansonsten rein gar nichts.
    Man kann diese Leute überhaupt nicht zur Rechenschaft ziehen, das ist ja das perfide!

    Klar, man kann und sollte vor das Bundesverfassungsgericht ziehen, aber das äußerste was passiert, ist, dass die das kassieren, und die Politik einen neuen Anlauf nimmt. Und wenn es im hundertsten Anlauf noch immer illegal ist, bzw. nicht verfassungskonform, ist, es hat einfach keine Konsequenzen.

  5. Re: Nein! Doch! Ooh!

    Autor: Sascha Klandestin 11.07.17 - 13:11

    twothe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es gibt immer ein paar realitätsferne, die denken dass der Staat mit
    > Bürgerdaten nie was illegales macht. Faktisch sieht es aber eigentlich
    > überall anders aus.

    Was geschieht denn schlimmes mit Bürgerdaten?

    Wenn die Strafverfolger jemand zu unrecht verurteilen wollen, dann können sie das auch. Ob das nun mit gefälschten Beweisen, erfundenen Aussagen oder illegal erhobenen Daten passiert, ist doch Wurst.

    Strafverfolger brauchen nun mal gewisse Kompetenzen um Personen überwachen, anklagen und inhaftieren zu können. Und die gleichen Möglichkeiten können sie auch aus Dummheit oder Bosheit nutzen, um Unschuldige zu schädigen. Das war schon immer so.

  6. Re: Nein! Doch! Ooh!

    Autor: Lemo 11.07.17 - 13:29

    Sascha Klandestin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > twothe schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Es gibt immer ein paar realitätsferne, die denken dass der Staat mit
    > > Bürgerdaten nie was illegales macht. Faktisch sieht es aber eigentlich
    > > überall anders aus.
    >
    > Was geschieht denn schlimmes mit Bürgerdaten?
    >
    > Wenn die Strafverfolger jemand zu unrecht verurteilen wollen, dann können
    > sie das auch. Ob das nun mit gefälschten Beweisen, erfundenen Aussagen oder
    > illegal erhobenen Daten passiert, ist doch Wurst.
    >
    > Strafverfolger brauchen nun mal gewisse Kompetenzen um Personen überwachen,
    > anklagen und inhaftieren zu können. Und die gleichen Möglichkeiten können
    > sie auch aus Dummheit oder Bosheit nutzen, um Unschuldige zu schädigen. Das
    > war schon immer so.

    Das sehe ich auch so. Natürlich sollte man nicht alles zulassen, was technisch möglich wäre, aber ich sehe das nicht so kritisch.
    Sinnvoller wäre es, wenn man eine Regelung zur schnellen Löschung der Daten nach Abschluss des Falles findet.

  7. Re: Nein! Doch! Ooh!

    Autor: Wolffran 11.07.17 - 13:40

    Sascha Klandestin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > twothe schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Es gibt immer ein paar realitätsferne, die denken dass der Staat mit
    > > Bürgerdaten nie was illegales macht. Faktisch sieht es aber eigentlich
    > > überall anders aus.
    >
    > Was geschieht denn schlimmes mit Bürgerdaten?
    >
    > Wenn die Strafverfolger jemand zu unrecht verurteilen wollen, dann können
    > sie das auch. Ob das nun mit gefälschten Beweisen, erfundenen Aussagen oder
    > illegal erhobenen Daten passiert, ist doch Wurst.
    >
    > Strafverfolger brauchen nun mal gewisse Kompetenzen um Personen überwachen,
    > anklagen und inhaftieren zu können. Und die gleichen Möglichkeiten können
    > sie auch aus Dummheit oder Bosheit nutzen, um Unschuldige zu schädigen. Das
    > war schon immer so.

    Ihre Denkweise ekelt mich an.

  8. Re: Nein! Doch! Ooh!

    Autor: budweiser 11.07.17 - 13:53

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hat ernsthaft jemand irgend etwas anderes erwartet? Ich bin ja schon
    > erstaunt, dass es bei manchen sogar klappt. Dass die Masse sich einen Dreck
    > drum schert, und zwar auf beiden Seiten der Münze, war doch klar.
    > Die Behörden unterschlagen Informationen, und der Bürger zuckt mit den
    > Schultern. Primär deswegen, weil er gar keine Ahnung hat.

    ... oder sein Leben genießt und sich nicht über jeden Scheiß aufregt und seinen Ärger in Form eines Golem-Kommentars ablässt, der eh nach 2 Tagen im Nirwana untergeht.

    ~~~
    "ich werde vom System unterdrückt" twitter ich und lehn mich zurück (Alligatoah)

  9. Re: Nein! Doch! Ooh!

    Autor: twothe 11.07.17 - 14:07

    Sascha Klandestin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was geschieht denn schlimmes mit Bürgerdaten?

    Zum Beispiel wurden sämtliche Biometrie-Daten zur Gesichtserkennung an die Polizei freigegeben. Gleichzeitig lässt man ein Pilotprojekt laufen, mit dem man Bürger in öffentlichen Bereichen erkennen und lokalisieren kann. In Kombination hat man also ein Gerät, bei dem die Polizei ständig überwachen kann, wer wann wo ist. Natürlich um Straftäter zu finden.

    Ist man jetzt naiv könnte man denken: Ja eigentlich ne schöne Sache, wenn dann wer ne Bank ausraubt kommt er nicht weit.
    Wer definiert aber was eine Straftat war? Wer definiert wer Täter ist? Laut Heiko Maas ist es ja jetzt schon eine Straftat, wenn ich im Internet meine Meinung äußere, sofern diese Meinung dann dem Staat nicht genehm ist (heißt dann "Hate Speech"). Wenn ich solche Regierungskritischen Äußerungen dann nicht nach erster Ermahnung unterlasse, dann kommt mich die Polizei holen, die weiß ja immer wo ich gerade bin. Ich kann also willkürlich bestraft werden ohne das ich mich wehren kann.

    Wer das für undenkbar hält, der soll doch einfach mal in die ganzen diktatorisch regierten Staaten gucken, die das exakt genau so machen. Demokratie braucht das Recht für den Bürger sich zur Wehr zu setzen und notfalls ach über Gesetze hinwegsetzen zu können, nämlich genau dann wenn diese Gesetze eigentlich falsch sind. Alle Macht geht vom Volke aus, im Zweifelsfall auch die Gesetzgebung. Im Moment haben wir noch Gerichte, die solche Gesetze für ungültig erklären und Bürger (nach langen und teuren Verhandlungen) freisprechen, aber allein das Wissen das man sich so belasten muss um sein Recht zu bekommen wird Leute davon abhalten es einzufordern.

    Es ist also in einer Demokratie zwingen notwendig, dass sich ein Bürger (im Rahmen) illegal verhalten kann, damit der Staat keine vollständige Kontrolle hat. Der gläserne Bürger ist ein elementarer Schritt hin zu dieser vollständigen Kontrolle durch den Staat, den er schafft diesen privaten Bereich ab, in dem der Bürger sich zur Wehr setzen könnte.

  10. Re: Nein! Doch! Ooh!

    Autor: smirg0l 11.07.17 - 14:10

    budweiser schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sharra schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Hat ernsthaft jemand irgend etwas anderes erwartet? Ich bin ja schon
    > > erstaunt, dass es bei manchen sogar klappt. Dass die Masse sich einen
    > Dreck
    > > drum schert, und zwar auf beiden Seiten der Münze, war doch klar.
    > > Die Behörden unterschlagen Informationen, und der Bürger zuckt mit den
    > > Schultern. Primär deswegen, weil er gar keine Ahnung hat.
    >
    > ... oder sein Leben genießt und sich nicht über jeden Scheiß aufregt und
    > seinen Ärger in Form eines Golem-Kommentars ablässt, der eh nach 2 Tagen im
    > Nirwana untergeht.
    >
    > ~~~
    > "ich werde vom System unterdrückt" twitter ich und lehn mich zurück
    > (Alligatoah)

    Und nicht vergessen, wenn einer später mal fragt: "Wir haben ja von nichts gewusst!"

  11. Re: Nein! Doch! Ooh!

    Autor: Sascha Klandestin 11.07.17 - 14:53

    twothe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sascha Klandestin schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Was geschieht denn schlimmes mit Bürgerdaten?
    >
    > Zum Beispiel wurden sämtliche Biometrie-Daten zur Gesichtserkennung an die
    > Polizei freigegeben. ...
    Du redest über Missbrauchs-Potential, keine tatsächlichen Schäden. Das Missbrauchs-Potential bestreite ich gar nicht. Aber dumme und böse Beamte können dir immer schaden. Nach deiner Logik sollte man den Polizisten alle Waffen wegnehmen und Kampfsport verbieten. Schließlich könnten sie dir damit schaden. Warum macht man das nicht? Weil die Polizisten in der Regel verantwortungsvoll mit ihrer Macht umgehen und uns mehr Nutzen als Schaden.

    > ... Wenn ich solche Regierungskritischen Äußerungen dann
    > nicht nach erster Ermahnung unterlasse, dann kommt mich die Polizei holen,
    > die weiß ja immer wo ich gerade bin. Ich kann also willkürlich bestraft
    > werden ohne das ich mich wehren kann.

    Ich denke, du kannst dich in Deutschland sehr wohl vor Gericht wehren.
    Und das solltest du auch, weil du wohl kaum dein Zuhause aufgeben und auf der Flucht leben willst, bloß weil die Polizei vor deiner Wohnung wartet.

    > Wer das für undenkbar hält, der soll doch einfach mal in die ganzen
    > diktatorisch regierten Staaten gucken, die das exakt genau so machen.

    Diktaturen brauchen keine Überwachung. Die stecken dich einfach so in den Knast, ohne Beweise. Überwachung ist auch eindeutiges Merkmal für Diktaturen.

    Nehmen wir USA und UK. In den Staaten gibt es keinen Datenschutz und im Königreich nahezu Totalüberwachung in der Öffentlichkeit. Trotzdem werden dort grundsätzlich Menschenrechte geachtet. In den Staaten werden Menschen durch Polizisten teilweise massiv diskriminiert, aber dafür braucht die Polizei keine Überwachung. Eher im Gegenteil: Überwachungskameras haben schon Fälle von Polizeigewalt aufgedeckt.

    > Demokratie braucht das Recht für den Bürger sich zur Wehr zu setzen und
    > notfalls ach über Gesetze hinwegsetzen zu können, nämlich genau dann wenn
    > diese Gesetze eigentlich falsch sind. ...
    >
    > Es ist also in einer Demokratie zwingen notwendig, dass sich ein Bürger (im
    > Rahmen) illegal verhalten kann, damit der Staat keine vollständige
    > Kontrolle hat.

    Das ist eine interessante Interpretation: "weil manche Gesetze falsch sind, darf man die Einhaltung der Gesetze nicht (zu gründlich) kontrollieren."
    Das führt zu einer bigotten Situation, in der manches offiziell illegal ist, aber okay, solange man nicht erwischt wird. Das gab es übrigens auch in Diktaturen: die Gesetze sind uneinhaltbar streng, aber man wendet sie nur auf Leute an, die man los werden will.

    Ich würde eher sagen, dass der Staat die Bürger nicht leichtfertig kriminalisieren darf. Wenn morgen blaue Hosen verboten sind, ist das Gesetz falsch. Und nicht die Überwachung, mit der das Gesetz durchgesetzt wird. Also sollte man das Gesetz ändern, statt weg zu sehen. Mir ist also lieber, ich habe Rechtsmittel und kann vor Gericht eine Änderung des Gesetzes erstreiten, als nur noch heimlich blaue Hosen tragen zu dürfen.

    "Wenn kein Gesetz erforderlich ist, ist es erforderlich, kein Gesetz zu erlassen."

  12. Re: Nein! Doch! Ooh!

    Autor: Friko44 11.07.17 - 16:40

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hat ernsthaft jemand irgend etwas anderes erwartet? Ich bin ja schon
    > erstaunt, dass es bei manchen sogar klappt. Dass die Masse sich einen Dreck
    > drum schert, und zwar auf beiden Seiten der Münze, war doch klar.
    > Die Behörden unterschlagen Informationen, und der Bürger zuckt mit den
    > Schultern. Primär deswegen, weil er gar keine Ahnung hat.
    >
    Für den Grad der Bürgerrechtseinschränkung macht überhaupt keinen Unterschied, ob "der Bürger" bisher von dem unbekümmerten Umgang mit der Handyortung wusste oder nicht.
    Arrogante Kommentare wie der Deine schrecken nicht-IT-afine Menschen eher ab, sich näher mit dem Thema zu befassen, als dass es sie ermutigt.

  13. Re: Nein! Doch! Ooh!

    Autor: twothe 11.07.17 - 21:55

    Sascha Klandestin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Weil die Polizisten in der Regel verantwortungsvoll mit ihrer Macht umgehen und uns mehr Nutzen als Schaden.
    Nehmen wir mal eine Situation wo ich einen Polizisten verklage, weil er sich mir gegenüber rechtswidrig verhalten kann. Das ist in unserem Staat möglich und eines der wichtigen Grundlagen der Gewaltenteilung. Jetzt hat dieser Polizist aber Zugriff auf meine Positionsdaten und kann sehen wo ich wann war. Irgendwann nimmt er mich mal bei Seite und sagt: "Ich hab hier übrigens die Positionsdaten wo du letztes Wochenende gewesen bist, als du deiner Frau gesagt hast du wärst auf einer Konferenz. Entweder du lässt die Anklage fallen oder ich veröffentliche die."

    Es entsteht mir dann kein Schaden wenn ich die Klage fallen lasse, aber in dieser Situation wurden Bürgerdaten ganz klar missbraucht. Es gilt der Satz: Daten wecken Begehrlichkeiten.

    > Ich denke, du kannst dich in Deutschland sehr wohl vor Gericht wehren.
    Ja, das hatte ich ja auch oben geschrieben. Die Gerichte sind noch größtenteils integer.

    > Nehmen wir USA und UK. In den Staaten gibt es keinen Datenschutz
    Es gibt in den USA sehr strenge Datenschutzgesetze was die einheimischen Bürger betrifft. Das die nicht immer eingehalten werden ist eine andere Sache.

    > Eher im Gegenteil: Überwachungskameras haben schon Fälle von Polizeigewalt aufgedeckt.
    Menschen verhalten sich anders wenn sie wissen das sie gefilmt werden. Das alleine ist eigentlich schon eine Einschränkung der Freiheit, weil ich mich eben nicht mehr völlig normal verhalten kann, weil ich ja Angst haben muss, dass irgendwas davon hinterher gegen mich verwendet werden kann.

    > Ich würde eher sagen, dass der Staat die Bürger nicht leichtfertig
    > kriminalisieren darf. Wenn morgen blaue Hosen verboten sind, ist das Gesetz
    > falsch. Und nicht die Überwachung, mit der das Gesetz durchgesetzt wird.
    > Also sollte man das Gesetz ändern, statt weg zu sehen. Mir ist also lieber,
    > ich habe Rechtsmittel und kann vor Gericht eine Änderung des Gesetzes
    > erstreiten, als nur noch heimlich blaue Hosen tragen zu dürfen.
    >
    > "Wenn kein Gesetz erforderlich ist, ist es erforderlich, kein Gesetz zu
    > erlassen."
    Wenn du diese Gedanken auf das NetzDG anwendest, wirst du feststellen wie hier der Staat durch die Hintertür Zensur einführt. Offiziell um Hassbotschaften und Gewalt zu verhindern, was ansich nicht mal das Problem wäre, die Einschränkung der Meinungsfreiheit kommt dann auch nur als Kollateralschaden beim Durchsetzen des Gesetzes.

    Soll ich jetzt als Bürger dagegen streiten? Hunderttausende an Euro riskieren in der Hoffnung das mein Anwalt besser ist als der der Regierung? Und wenn ich verliere bin ich auf ewig verschuldet? Das kann ich mir weder finanziell noch zeitlich leisten, also schreib ich halt ein bisschen mehr Volksmeinungskonform auf Facebook, oder nehm halt hin das ein paar meine Beiträge verschwinden, so schlimm ist das ja auch nicht. Und schon hat der Staat durch seine Macht die Bürgerrechte eingeschränkt.

    Es ist gut das es den Rechtsweg gibt, aber es kann nicht sein, dass Bürger für sie immensen Aufwand betreiben müssen, um zu reparieren was die Regierung mal eben in 2 Minuten erlassen hat. Um dieses Kräfteungleichgewicht auszugleichen sind dem Staat strenge Regeln auferlegt, die er eben nicht mal so ein bisschen übertreten darf. Nicht weil der einzelne Schritt jetzt so furchtbar schlimm wäre, sondern weil der stete Tropfen irgendwann den Stein höhlt.

  14. Re: Nein! Doch! Ooh!

    Autor: thinksimple 11.07.17 - 22:54

    Als ich 1989 zur Bundeswehr ging und bei der Sicherheitseinstufung mit dem MAD in Kontakt kam war ich perplex das die mehr über mich wussten als ich selbst. Und das war 1989!!
    Es ist also alles beim Alten geblieben nur etwas einfacher heutzutage.

    Alleinfahrende Autos hin oder her,
    aber Backpapierzuschnitte sind schon eine geile Erfindung.

  15. Re: Nein! Doch! Ooh!

    Autor: Lemo 11.07.17 - 23:11

    Datenschützer haben schon vor 20 Jahren Alarm geschlagen und vor der totalen Überwachung und ihren Folgen gewarnt und welche Folgen haben wir jetzt davon gesehen?

    Keine.

    Kritische Stimmen sind absolut in Ordnung, aber viele Datenschutzfanatiker malen immer gleich den Teufel an die Wand.

  16. Re: Nein! Doch! Ooh!

    Autor: Trockenobst 12.07.17 - 00:15

    twothe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wer das für undenkbar hält, der soll doch einfach mal in die ganzen
    > diktatorisch regierten Staaten gucken, die das exakt genau so machen.

    Nonsense. Diktatorische Staaten mit einem dünnen Lack von Demokratie haben genügend Leute **außerhalb** der Strukturen, die dich vom Motorrad über den Haufen schießen. Wenn gerade "geplant" die Sicherheitskameras in einem Wartungsmodus sind.

    Russland sperrt seine Kritiker ständig irgendwo in Knäste, nach ein paar Tagen, Wochen etc. kommen die alle raus. Das System kann immer seine Neutralität simulieren. Der Steinbeißer aus der Tundra, der dich mit dem Auto überfährt bekommt dann auch 20 Jahre. Das hilft dir als Toten auch nichts, wenn Akteure an der Spitze "Wegwerfmenschen" hat.

    Schau dir Mexiko oder Brasilien intensiv an. Da ist Datensammeln das kleinste Problem der Bürger. Das größere Problem sind einfach illegale Akteure innerhalb des Systems, die sich korrupt und/oder intelligent jeder Überwachung und Konsequenz entziehen.

    Das funktioniert in westlichen Systemen nicht mehr. Diese "Strohmänner"-Diskussionen sind daher wertfrei. Man kann nie eine echte Ideologie außer "Machterhalt" beschreiben. In den USA wäre das mit dem Oligopol der Parteien, und der 100 Familien(-clans) die praktisch 60% aller Top 500 Firmen besitzen und/oder kontrollieren leicht. Aber die haben festgestellt, dass die klassische Konsum- und Medienkontrolle so viel einfacher und wirksamer ist, als die Leute mit der Waffe zu bedrohen.

    Gib ihnen einen gelbblonden Kasper, und sie verausgaben sich an ihm vollständig, statt die "wahren" Hintermänner anzugreifen. Perfekter geht es gar nicht. Für was braucht man da noch Überwachung und ständig Leute die komische Unfälle haben? Die Masse ist dumm und will Brot und Spiele.

  17. Re: Nein! Doch! Ooh!

    Autor: plaGGy 12.07.17 - 08:09

    twothe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sascha Klandestin schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Weil die Polizisten in der Regel verantwortungsvoll mit ihrer Macht
    > umgehen und uns mehr Nutzen als Schaden.
    > Nehmen wir mal eine Situation wo ich einen Polizisten verklage, weil er
    > sich mir gegenüber rechtswidrig verhalten kann. Das ist in unserem Staat
    > möglich und eines der wichtigen Grundlagen der Gewaltenteilung. Jetzt hat
    > dieser Polizist aber Zugriff auf meine Positionsdaten und kann sehen wo ich
    > wann war. Irgendwann nimmt er mich mal bei Seite und sagt: "Ich hab hier
    > übrigens die Positionsdaten wo du letztes Wochenende gewesen bist, als du
    > deiner Frau gesagt hast du wärst auf einer Konferenz. Entweder du lässt die
    > Anklage fallen oder ich veröffentliche die."
    >
    > Es entsteht mir dann kein Schaden wenn ich die Klage fallen lasse, aber in
    > dieser Situation wurden Bürgerdaten ganz klar missbraucht. Es gilt der
    > Satz: Daten wecken Begehrlichkeiten.
    >

    Das ist ja wohl eines der lächerlichsten Beispiel die es auf Golem je gab...
    Warum greift man nun auf etwas zurück, wo der Polizist direkt mal 3-4 Straftaten begehen muss um dir am Ende damit Schaden zuzufügen - mit einer Sache, in der du dich selbst moralisch unsauber verhalten hast.

    Vielleicht sollten wir eher Handys verbieten, oder Leute bestrafen die zu blöd sind ihre Handys beim Fremdgehen auszumachen; Autos weil damit jemand überfahren werden könnte, absichtlich - Die Liste kann man unzählig weiterspinnen. Besser wird's sie deswegen nicht.

  18. Re: Nein! Doch! Ooh!

    Autor: twothe 12.07.17 - 09:49

    plaGGy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum greift man nun auf etwas zurück, wo der Polizist direkt mal 3-4
    > Straftaten begehen muss um dir am Ende damit Schaden zuzufügen - mit einer
    > Sache, in der du dich selbst moralisch unsauber verhalten hast.
    >
    > Vielleicht sollten wir eher [...] Leute bestrafen die zu
    > blöd sind ihre Handys beim Fremdgehen auszumachen

    Schuld ist also das Opfer. Der Blockwart hat ja auch immer nur aufgepasst das sich alle an Gesetze halten. Mit deinen Gedankengänge rennen wir direkt in die nächste Diktatur.

  19. Re: Nein! Doch! Ooh!

    Autor: plaGGy 12.07.17 - 10:45

    Wenn ich mich wirklich erpressbar machen, bin ich genauso Schuld am Ergebnis wie derjenige der es am Ende ausnutzt.

    Mit dem Unterschied das man mir aus der moralischen Fehltritte keinen juristischen Strick drehen kann, dem Polizisten schon: Kompetenzüberschreitung, Nötigung, Erpressung, Verstöße gegen Datenschutzbestimmungen, Bruch des Dienstgeheimnisses und mir fallen noch viele weitere ein.

    Macht in Summa Disziplinarverfahren, vermutlich fristlose Entlassung aus dem Staatsdienst mit Verlust der Pensionsansprüche

    Das aber so ein Kommentar "Mit dir rennen wir in die Dikatur" kommt war klar - undifferenziert, polemisch, typisch eben... hier versammeln sich gerade bei diesen Themen am Ende doch nur die strahlenden Verteidiger der letzten Bastion an Datenschutz und Wider des orwellschen Überwachungsstaates. Ignorieren dabei aber den Fakt, das es in den Diktaturen der Vergangenheit (DDR, UDSSR, Nazi-Regime) und der der Gegenwart (Nordkorea, Ostasien, Afrika) nicht einmal moderner Überwachungstechnik braucht um das Volk blutigst zu unterdrücken, sondern nur einer Menge bezahlter Schläger, Militär und brutaler Geheimdienste.

    Wie bereits oben geschrieben: Wenn dir der Staat ans Bein pinkeln will, ist er kein Rechtsstaat mehr und dann ist es egal ob er deine Handydaten hat oder nicht... du bekommst nen Schauprozess und die geschmierten Richter werfen dich in den Knast.
    Man kann es in Nordkorea jeden Tag beobachten...

    Ich will zumindest nicht alle 3 Tage Post bekommen, das mein Handy in einer 15qkm großen Funkzelle war... und bezahlen wöllte ich sowas mit meinen Steuern auch nicht.

    Es ist außerdem höchst naiv anzunehmen, das der Staat auf solche Dinge verzichten kann, während Cyber-Verbrechen jetzt schon 2-3 Schritte voraus sind. Die digitale Aufrüstung des Staates hat erst begonnen und wenn sie nicht schleunigst fortgesetzt wird, dann können wir uns auch direkt den Hackern aus dem Osten, Nahen Osten ergeben und ihnen Geld und Daten freiwillig übergeben.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 12.07.17 10:51 durch plaGGy.

  20. Re: Nein! Doch! Ooh!

    Autor: ip_toux 12.07.17 - 23:01

    plaGGy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn ich mich wirklich erpressbar machen, bin ich genauso Schuld am
    > Ergebnis wie derjenige der es am Ende ausnutzt.
    >
    > Mit dem Unterschied das man mir aus der moralischen Fehltritte keinen
    > juristischen Strick drehen kann,

    In deiner Nähe wird eine Bank überfallen, einen Tag später klingelt die Polizei an deiner Tür, du bist gerade dabei einen Umzug zu machen und hast nen paar Kollegen dazu um Hilfe gebeten, da Du ein guter Mensch bist gibst du diesen jeweils 10¤

    Und daraus kann man dir jetzt wunderbar einen Juristischen Strick drehen, denn du hast in dem Moment Schwarzarbeiter bei dir zuhause!

    Seid doch mal nicht immer so naiv, es gibt so viele kleine Sachen die man für "Selbstverständlich" hält, juristisch aber eben falsch sind. Anderes Beispiel....

    Es wird ein Kind entführt, zum Zeitpunkt der Entführung hast du dich in der Umgebung aufgehalten, hast aber nur einen Dienstlichen weg erledigt und bist nun wieder auf Arbeit. Nun klopft die Polizei bei deinem Arbeitgeber und verlangt nach dir, dein Arbeitgeber bekommt nur ein paar fetzen mit "Ja Herr ... wir ermitteln im Fall einer Kindesentführung, Sie waren zu dem Zeitpunkt an dem Ort zugegen".

    Hast Du wirklich lust darauf das die Polizei bei deinem Arbeitgeber wegen so etwas aufschlägt? Nur weil du rein zufällig zu dem Zeitpunkt einen Dienstweg erledigt hast?

    Oder gehen wir davon aus das du regelmäßig einen Arbeitsweg durch einen Stadtteil machen musst in dem eine erhöhte Kriminalitätsrate vorhanden ist, ich habe nicht wirklich lust darauf ständig verdächtigt bzw. dann daraufhin von der Polizei besuch zu bekommen.

    Klar sind das alles Extreme bzw. Einzelfälle, aber in unserer heutigen Welt und Zeit ist nichts unmöglich.

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