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Zum Thema Fahrradhelm

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  1. Zum Thema Fahrradhelm

    Autor: Eheran 02.07.19 - 13:19

    >Demzufolge gibt es auch keine Helmpflicht, ich setze vor Fahrtantritt dennoch lieber einen auf - besser albern aussehen und gesund als cool und mit offenem Schädel, denke ich mir.

    Wenn der Schädel offen wäre, dann hätte der Helm auch nicht mehr geholfen. Der kann nur geringe Kräfte aufnehmen. Generell ist die Wirksamheit von Helmen nicht so klar, wie man das in der Werbung gerne darstellt.

    Siehe z.B. hier
    >Das Tragen eines Radhelms reduzierte die Wahrscheinlichkeit einer schweren Verletzung um 10 %, war jedoch statistisch nicht signifikant.

    Oder bei Wiki:
    >Die Höhe des Nutzens [eines Fahrradhelmes] ist dabei umstritten.

    Oder aus der englischen Wiki:
    >New studies, summarised by a random-effects model of analysis, indicate only a statistically non-significant protective effect".

    >Dorothy Robinson reviewed data from jurisdictions where helmet use increased following legislation, and concluded that helmet laws did not demonstrably reduce cyclists' head injuries.

    >Although a causal link is not proven, it is observed that the countries with the best cycle safety records (Denmark and the Netherlands) have among the lowest levels of helmet use.

  2. Re: Zum Thema Fahrradhelm

    Autor: randya99 02.07.19 - 13:22

    Aber gilt das auch für ebikes?

  3. Re: Zum Thema Fahrradhelm

    Autor: ldlx 02.07.19 - 13:28

    Der Schaedel ist bei Unfall ganz schnell mal offen. Frag meinen Unfallgegner von 2009. 3 Wochen Koma (er) vs. 3 Tage Beobachtung (ich).

  4. Re: Zum Thema Fahrradhelm

    Autor: Targi 02.07.19 - 13:33

    > >Demzufolge gibt es auch keine Helmpflicht, ich setze vor Fahrtantritt
    > dennoch lieber einen auf - besser albern aussehen und gesund als cool und
    > mit offenem Schädel, denke ich mir.
    >
    > Wenn der Schädel offen wäre, dann hätte der Helm auch nicht mehr geholfen.
    > Der kann nur geringe Kräfte aufnehmen. Generell ist die Wirksamheit von
    > Helmen nicht so klar, wie man das in der Werbung gerne darstellt.

    Außerdem: Sehr viel gefährdeter als der Kopf sind bei Fahrradunfällen exponierte Körperteile wie Knie, Ellenbogen und Hände/Handgelenke. Wer also ernsthaft aus einer Risikoüberlegung heraus einen Helm aufsetzt, der muss sich auch Knie-, Ellenbogen- und Handprotektoren anziehen. Bevor jetzt Einwände kommen, der Kopf wäre empfindlicher bzw. essentieller: Auch eine Knieverletzung kann lebenslange, schmerzhafte Einschränkungen nach sich ziehen ("Knie heilt nie") .

    Der Punkt ist einfach: Es gibt KEINEN Nachweis für einen Sicherheitsgewinn durch Fahrradhelme, trotzdem bemüht sich jeder Journalist, einfach das nachzuquatschen, was ihm die Werbung eintrichtert, dass es nämlich irgendwie sicherer wäre mit Helm. Ist es aber nicht.

  5. Re: Zum Thema Fahrradhelm

    Autor: superdachs 02.07.19 - 13:41

    Targi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > >Demzufolge gibt es auch keine Helmpflicht, ich setze vor Fahrtantritt
    > > dennoch lieber einen auf - besser albern aussehen und gesund als cool
    > und
    > > mit offenem Schädel, denke ich mir.
    > >
    > > Wenn der Schädel offen wäre, dann hätte der Helm auch nicht mehr
    > geholfen.
    > > Der kann nur geringe Kräfte aufnehmen. Generell ist die Wirksamheit von
    > > Helmen nicht so klar, wie man das in der Werbung gerne darstellt.
    >
    > Außerdem: Sehr viel gefährdeter als der Kopf sind bei Fahrradunfällen
    > exponierte Körperteile wie Knie, Ellenbogen und Hände/Handgelenke. Wer also
    > ernsthaft aus einer Risikoüberlegung heraus einen Helm aufsetzt, der muss
    > sich auch Knie-, Ellenbogen- und Handprotektoren anziehen. Bevor jetzt
    > Einwände kommen, der Kopf wäre empfindlicher bzw. essentieller: Auch eine
    > Knieverletzung kann lebenslange, schmerzhafte Einschränkungen nach sich
    > ziehen ("Knie heilt nie") .
    >
    Selbst wenn ein Knie lange weh tut, man sabbert nicht und muss auch nicht gefüttert werden. Wenn Du mit dem Kopf auf den Asphalt aufschlägst ist die Aussicht darauf deutlich größer.

    > Der Punkt ist einfach: Es gibt KEINEN Nachweis für einen Sicherheitsgewinn
    > durch Fahrradhelme, trotzdem bemüht sich jeder Journalist, einfach das
    > nachzuquatschen, was ihm die Werbung eintrichtert, dass es nämlich
    > irgendwie sicherer wäre mit Helm. Ist es aber nicht.
    Bullshit. Renn mal gegen einen Laternenpfahl und dann setz einen helm auf und mach das noch mal. Dann hast du deinen Beweis.
    Es hat auch nie irgendjemand behauptet dass ein Helm vor jeder Art von Unflal schützt oder Verletzungen gänzlich ausschließt.

    Wegen solchen Ignoranten wie dir müsste es längst eine Helmpflicht geben! Wenn ich dich umfahre oder du mir gegen die Karre donnerst dann sieht das für mich nämlich ganz übel aus wenn du sabberst und schielst oder gar tot bist.

  6. Re: Zum Thema Fahrradhelm

    Autor: foobarJim 02.07.19 - 13:49

    Targi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Außerdem: Sehr viel gefährdeter als der Kopf sind bei Fahrradunfällen
    > exponierte Körperteile wie Knie, Ellenbogen und Hände/Handgelenke. Wer also
    > ernsthaft aus einer Risikoüberlegung heraus einen Helm aufsetzt, der muss
    > sich auch Knie-, Ellenbogen- und Handprotektoren anziehen. Bevor jetzt
    > Einwände kommen, der Kopf wäre empfindlicher bzw. essentieller: Auch eine
    > Knieverletzung kann lebenslange, schmerzhafte Einschränkungen nach sich
    > ziehen ("Knie heilt nie") .

    Mit einem kaputten Knie könnte ich weiterhin meiner Arbeit nachgehen. Aber nicht wenn ich aufgrund einer Kopfverletzung nur noch sabbernd im Bett liege oder tot bin.

    > Der Punkt ist einfach: Es gibt KEINEN Nachweis für einen Sicherheitsgewinn
    > durch Fahrradhelme, trotzdem bemüht sich jeder Journalist, einfach das
    > nachzuquatschen, was ihm die Werbung eintrichtert, dass es nämlich
    > irgendwie sicherer wäre mit Helm. Ist es aber nicht.

    https://ich-trag-helm.de/us-studie-belegt-erneut-schutzwirkung

    Ich höre deinen Einwand, ein Fahrradhelm würde nichts bringen, zum ersten Mal. Bisher hab ich nur Studien gesehen die die Wirksamkeit des Helms belegen.

  7. Re: Zum Thema Fahrradhelm

    Autor: superdachs 02.07.19 - 13:58

    foobarJim schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Targi schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Außerdem: Sehr viel gefährdeter als der Kopf sind bei Fahrradunfällen
    > > exponierte Körperteile wie Knie, Ellenbogen und Hände/Handgelenke. Wer
    > also
    > > ernsthaft aus einer Risikoüberlegung heraus einen Helm aufsetzt, der
    > muss
    > > sich auch Knie-, Ellenbogen- und Handprotektoren anziehen. Bevor jetzt
    > > Einwände kommen, der Kopf wäre empfindlicher bzw. essentieller: Auch
    > eine
    > > Knieverletzung kann lebenslange, schmerzhafte Einschränkungen nach sich
    > > ziehen ("Knie heilt nie") .
    >
    > Mit einem kaputten Knie könnte ich weiterhin meiner Arbeit nachgehen. Aber
    > nicht wenn ich aufgrund einer Kopfverletzung nur noch sabbernd im Bett
    > liege oder tot bin.
    >
    > > Der Punkt ist einfach: Es gibt KEINEN Nachweis für einen
    > Sicherheitsgewinn
    > > durch Fahrradhelme, trotzdem bemüht sich jeder Journalist, einfach das
    > > nachzuquatschen, was ihm die Werbung eintrichtert, dass es nämlich
    > > irgendwie sicherer wäre mit Helm. Ist es aber nicht.
    >
    > ich-trag-helm.de
    >
    > Ich höre deinen Einwand, ein Fahrradhelm würde nichts bringen, zum ersten
    > Mal. Bisher hab ich nur Studien gesehen die die Wirksamkeit des Helms
    > belegen.
    Ich höre das ständig. Vor allem von fundamentalistischen Kampfradlern. Komischerweise setzen sie ihren Kindern dann doch einen Helm auf.

  8. Am Helm sieht man das Rudelverhalten ganz gut.

    Autor: Pecker 02.07.19 - 14:00

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    Was ein Bullshit. Das ein Helm nichts bringen würde, ist absoluter Schwachsinn. Auch beim Skifahren sind Helme absolut wichtig. Und gerade beim Skifahren, wo die Geschwindigkeiten sehr viel höher sind ist ein Helm absolut sinnvoll. Und hier sieht man ganz schön das Rudelverhalten. Früher hatten Helme nur Rennfahrer oder "Idioten", schließlich hatte ja sonst niemand einen Helm. Der Helm bei Skifahren hat sich aber derart stark durchgesetzt, dass eine Helmpflicht dort fast nichts mehr bringen würde, denn nur noch Idioten tragen keinen Helm und das sind recht wenige. Inzwischen ist es also Uncool keinen Helm mehr zu tragen. Man gehört ja dann auch irgendwie nicht zur Gruppe. Aber es sind immer die Idioten, die als letztes Umsteigen.

  9. Re: Zum Thema Fahrradhelm

    Autor: ldlx 02.07.19 - 14:00

    Setze einen Helm auf oder lass es. Darwin regelt das auf die eine oder andere Weise.

  10. Re: Zum Thema Fahrradhelm

    Autor: Targi 02.07.19 - 14:04

    > Bullshit. Renn mal gegen einen Laternenpfahl und dann setz einen helm auf
    > und mach das noch mal. Dann hast du deinen Beweis.
    > Es hat auch nie irgendjemand behauptet dass ein Helm vor jeder Art von
    > Unflal schützt oder Verletzungen gänzlich ausschließt.

    Das ist kein Beweis, das ist dummes Geschwätz. Fakt ist, die handelsüblichen Fahrradhelme schützen bei typischen Verletzungen auf dem Fahrrad NICHT, der Vorposter hatte genügend Quellen angegeben.

  11. Re: Zum Thema Fahrradhelm

    Autor: Peter Brülls 02.07.19 - 14:12

    superdachs schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Bullshit. Renn mal gegen einen Laternenpfahl und dann setz einen helm auf
    > und mach das noch mal. Dann hast du deinen Beweis.

    Genau aus dem Gründe sollte man den Helm dann bei diesen Gelegenheiten aufsetzen:

    * Radfahren (normales, kein Sport)
    * Gehen
    * Treppesteigen
    * Fensterputzen
    * Duschen
    * Autofahren

    Alles das selbe Gefährdungspotential und in etwas das selbe Risiko für Kopfverletzungen.
    >
    > Wegen solchen Ignoranten wie dir müsste es längst eine Helmpflicht geben!
    > Wenn ich dich umfahre

    Dito wenn Dich ein LKW rammt von hinten rammt. Also, trägst Du nun einen Helm beim Autofahren oder nicht?

  12. Re: Zum Thema Fahrradhelm

    Autor: superdachs 02.07.19 - 14:13

    Targi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Bullshit. Renn mal gegen einen Laternenpfahl und dann setz einen helm
    > auf
    > > und mach das noch mal. Dann hast du deinen Beweis.
    > > Es hat auch nie irgendjemand behauptet dass ein Helm vor jeder Art von
    > > Unflal schützt oder Verletzungen gänzlich ausschließt.
    >
    > Das ist kein Beweis, das ist dummes Geschwätz. Fakt ist, die
    > handelsüblichen Fahrradhelme schützen bei typischen Verletzungen auf dem
    > Fahrrad NICHT, der Vorposter hatte genügend Quellen angegeben.

    Was sind denn typische Verletzungen und was ist mit den untypischen ;)

    Es ist immer besser einen Helm zu tragen, selbst wenn er bei einem spezifischen Unfall vielleicht ausgerechnet nicht hilft. Da kann man noch so sehr auf irgendwelchen Studien rumreiten. Die Statistik schützt dich nicht, ein Helm schon.

    Zum Thema Helmpflicht könnte man ja eigentlich auch mal eine Petition starten. Das kostet nichts und ist schnell beschlossen.

  13. Re: Zum Thema Fahrradhelm

    Autor: superdachs 02.07.19 - 14:19

    Peter Brülls schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > superdachs schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Bullshit. Renn mal gegen einen Laternenpfahl und dann setz einen helm
    > auf
    > > und mach das noch mal. Dann hast du deinen Beweis.
    >
    > Genau aus dem Gründe sollte man den Helm dann bei diesen Gelegenheiten
    > aufsetzen:
    >
    > * Radfahren (normales, kein Sport)
    richtig
    > * Gehen
    Unsinn
    > * Treppesteigen
    Auch Unsinn
    > * Fensterputzen
    richtig
    > * Duschen
    Unsinn
    > * Autofahren
    Unsinn
    >
    > Alles das selbe Gefährdungspotential und in etwas das selbe Risiko für
    > Kopfverletzungen.
    > >
    > > Wegen solchen Ignoranten wie dir müsste es längst eine Helmpflicht
    > geben!
    > > Wenn ich dich umfahre
    >
    > Dito wenn Dich ein LKW rammt von hinten rammt. Also, trägst Du nun einen
    > Helm beim Autofahren oder nicht?
    Im Auto habe ich eine Kopfstütze, eine Fhargastzelle, Kopf, Seiten und Frontairbags. Deshalb nutzt ein Helm da nicht mehr viel. Auf dem Rad hast du das alles nicht. Zwar sind Kopfverletzungen beim Radfahren relativ selten, wenn es aber zu einer Kopfverletzung kommt ist die meist sehr schwer wenn der Helm fehlt.

    Was ist überhaupt dein Problem mit einem Helm? Ist das einfach nur dummes Geprolle oder findest du dich dann nicht mehr schön? Ich meine ein Helm stört nicht, kostet nicht viel Geld und schaden tut er auch nicht.

  14. Re: Zum Thema Fahrradhelm

    Autor: daSiFox 02.07.19 - 14:26

    Also als meine 4 Jährige Tochter letztes Jahr den Lenker um 90 Grad verzogen hat, da irgendwo etwas interessantes passiert ist, und so aufgrund dessen mit dem Hinterkopf auf die Straße geknallt ist, war ich persönlich ziemlich froh darüber, dass wir sehr viel Wert auf einen Helm legen.
    Ohne Helm wäre da mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine Platzwunde drin gewesen.

    Ich persönlich trage immer einen Helm beim Biken, auch wenn es nur 1km zum Einkaufen geht. Alleine schon um den Kindern gegenüber ein Vorbild zu sein. Verstehe nicht, wieso alle Welt das immer als "uncool" abstempelt. Beim Motorrad fahren ist es für die Leute doch auch eine Selbstverständlichkeit, welche nicht wirklich hinterfragt wird. Dort sind die Geschwindigkeiten meistens auch noch bedeutend höher und haben definitiv schon das ein oder andere Leben gerettet.

  15. Re: Zum Thema Fahrradhelm

    Autor: Abdiel 02.07.19 - 14:37

    Ich bin einmal über den Lenker abgestiegen und mit dem Kopf seitlich auf den Asphalt geknallt, dass die Brille Funken geschlagen hat. Nie wieder ohne Helm...

    Mein Vater ist jetzt schon zwei Mal auf harter Skipiste mit dem Hinterkopf böse aufgeschlagen und blieb dank Helm unverletzt...

  16. Re: Zum Thema Fahrradhelm

    Autor: Peter Brülls 02.07.19 - 14:55

    superdachs schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Im Auto habe ich eine Kopfstütze, eine Fhargastzelle, Kopf, Seiten und
    > Frontairbags. Deshalb nutzt ein Helm da nicht mehr viel.

    Und das ist schlicht falsch. Autounfälle gehören zur Hauptquelle schwerer Kopfverletzungen.


    > Auf dem Rad hast du das alles nicht.

    Jedoch:

    > Zwar sind Kopfverletzungen beim Radfahren relativ selten,
    > wenn es aber zu einer Kopfverletzung kommt ist die meist sehr schwer wenn der Helm fehlt.

    Das gilt aber eben genau auch für die anderen genannten Dinge. Gerade das Treppensteigen und Fensterputzen.

    > Was ist überhaupt dein Problem mit einem Helm?

    > Ist das einfach nur dummes
    > Geprolle oder findest du dich dann nicht mehr schön?

    Ich trage einen Hut, der deutlich besseren Schutz gegen das Wetter und die Sonne bietet, zwei Risikoverstärker, die ich nicht beeinflussen kann. Im Gegensatz zu Laternen, die eben nicht spontan in meinen Weg springen.

    Und dass man nicht selbst dagegen fährt, kriegt man mit vorausschauenden Fahren hin:

    Schnell fahren nur, wenn die Strecke frei und sicher ist.
    Wenn Autos kommen, grundsätzlich davon ausgehen, dass die Vorfahrt missachtet wird und über Stoppschilder gebrettert sind und so fahren, dass man sicher bremsen kann.
    Wenn Kinder zu sehen sehen: Nicht nur vorausschauend fahren, sondern gleich auf 5 km/h runter.
    Wenn man Ausfahrten nicht einsehen kann: Davon ausgehen, dass jemand da rausbrettert.
    Grundsätzlich in der Mitte der Spur fahren.

    > Ich meine ein Helm stört nicht,

    Ansichtssache.

    > kostet nicht viel Geld und schaden tut er auch nicht.

    Bei Kindern muss ich ständig sehen, dass der Fahrradhelm auf Spielplätzen nicht abgenommen wird, obwohl er da ein erhebliches Gefährungspotenial hat.

    Bei Erwachsenen ist er in der Tat nicht besonders gefährdend, aber sein Nutzen ist eben mehr als zweifelhaft im Vergleich zu anderen Tätigkeiten. Insbesondere im gesamtgesellschaftlichen Blick, wenn Helmpflicht die Leute von

    Beim Reiten setze ich übrigens einen Helm auf, aber eine Fallhöhe von drei Metern ist auch eine andere Hausnummer als eine vom 1,7. Vom Hufschlag mal ganz abgesehen.

    Im übrigens fehlt jetzt immer noch die Angabe, warum Du beim Autofahren keinen Helm trägst. Er stört doch nicht, kostet nicht viel Geld und schaden tut er auch nicht.

  17. Re: Zum Thema Fahrradhelm

    Autor: kayozz 02.07.19 - 15:06

    Vor ein paar Jahren ist bei einer gemeinsamen Fahhradtour vom Sportverein ein Bekannter bergab auf einem Waldweg über den Lenker gegangen und auf einem großen Stein aufgekommen.

    Gebrochener Arm und eine Gehirnerschütterung, aber der Helm war in drei! Teile zerbrochen. Ich bin mir zu 100% sicher ohne den Helm wäre er heute nicht mehr unter uns oder würde die Mahlzeiten durch einen Schlauch einnehmen.


    >Die Höhe des Nutzens [eines Fahrradhelmes] ist dabei umstritten.

    Wenn du schon Wikipedia zitierst, dann bitte vollständig

    > Aus einer Untersuchung von über 4.000 verletzten Fahrradfahrern [...] schloss der Autor, dass „konsequentere Helmnutzung und Ausbau von Fahrradwegen [...] sinnvolle präventive Maßnahmen“ seien.

    > Das britische Verkehrsministerium kam nach Auswertung von 16 Studien zu dem Schluss, dass alle Studien eine Schutzwirkung nachweisen, die Aussagen über das Ausmaß der Schutzwirkung jedoch variieren.

    Diese Variation geht von 5-10% bis zu 88%.

    Die jeweiligen Studien sind deshalb nicht unumstritten, weil, salopp gesagt, nicht genügend Leute gestorben sind um von statistischer Signifikanz zu sprechen. Allein der gesunde Menschenverstand sagt einem aber, dass ein Helm einen Schlag auf den Kopf deutlich abmildert.

    Siehe Melonentest: https://www.youtube.com/watch?v=w4TqyY3fQYM

    Man kann natürlich auch argumentieren, nur bei 16% der Unfälle treten Kopfverletzungen auf, von denen Gehirnverletzungen nur 6% ausmachen, das Riskio eines Unfalls an sich ist schon gering (ca. 16.000 pro Jahr).
    Das macht bei, sagen wir der Einfachheit halber, 16 Millionen Fahrradfahrern in DE eine Wahrscheinlichkeit einer Gehirnverletzung für jeden Fahrradfahrer von 0,006% aus. Mit oder ohne Helm. Dann ist der Nutzen eines Helmes in der Tat sehr gering.

    Aber dann brauchen wir auch keine Airbags.

  18. Re: Zum Thema Fahrradhelm

    Autor: Powerhouse 02.07.19 - 15:18

    kayozz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Vor ein paar Jahren ist bei einer gemeinsamen Fahhradtour vom Sportverein
    > ein Bekannter bergab auf einem Waldweg über den Lenker gegangen und auf
    > einem großen Stein aufgekommen.
    >
    > Gebrochener Arm und eine Gehirnerschütterung, aber der Helm war in drei!
    > Teile zerbrochen. Ich bin mir zu 100% sicher ohne den Helm wäre er heute
    > nicht mehr unter uns oder würde die Mahlzeiten durch einen Schlauch
    > einnehmen.
    >
    > >Die Höhe des Nutzens ist dabei umstritten.
    >
    > Wenn du schon Wikipedia zitierst, dann bitte vollständig
    >
    > > Aus einer Untersuchung von über 4.000 verletzten Fahrradfahrern [...]
    > schloss der Autor, dass „konsequentere Helmnutzung und Ausbau von
    > Fahrradwegen [...] sinnvolle präventive Maßnahmen“ seien.
    >
    > > Das britische Verkehrsministerium kam nach Auswertung von 16 Studien zu
    > dem Schluss, dass alle Studien eine Schutzwirkung nachweisen, die Aussagen
    > über das Ausmaß der Schutzwirkung jedoch variieren.
    >
    > Diese Variation geht von 5-10% bis zu 88%.
    >
    > Die jeweiligen Studien sind deshalb nicht unumstritten, weil, salopp
    > gesagt, nicht genügend Leute gestorben sind um von statistischer
    > Signifikanz zu sprechen. Allein der gesunde Menschenverstand sagt einem
    > aber, dass ein Helm einen Schlag auf den Kopf deutlich abmildert.
    >
    > Siehe Melonentest: www.youtube.com
    >
    > Man kann natürlich auch argumentieren, nur bei 16% der Unfälle treten
    > Kopfverletzungen auf, von denen Gehirnverletzungen nur 6% ausmachen, das
    > Riskio eines Unfalls an sich ist schon gering (ca. 16.000 pro Jahr).
    > Das macht bei, sagen wir der Einfachheit halber, 16 Millionen
    > Fahrradfahrern in DE eine Wahrscheinlichkeit einer Gehirnverletzung für
    > jeden Fahrradfahrer von 0,006% aus. Mit oder ohne Helm. Dann ist der Nutzen
    > eines Helmes in der Tat sehr gering.
    >
    > Aber dann brauchen wir auch keine Airbags.

    Und wofür überhaupt Versicherungen? Jeder für sich, die Statistiken werden uns schon retten.. aber wehe es trifft einen dann doch mal dieser überaus unwahrscheinliche Fall. Dann ist das geheule groß

  19. Re: Zum Thema Fahrradhelm

    Autor: Dl3dtv 02.07.19 - 15:41

    Als, wie es hier genannt wird Bio-Fahrradfahrer, kann ich Ihnen aus mehreren zehntausenden Kilometern Erfahrung sagen: Tragen Sie einen Helm!

    Jedes Jahr erlebt, dass das schwere Verletzungen vermeidet. Allerdings kann man auch niemanden zwingen und wer es eben nicht mag, lässt es, er gefährdet ja seine eigene Gesundheit. Ich für meinen Teil fahre keinen Meter ohne Helm.

  20. Re: Am Helm sieht man das Rudelverhalten ganz gut.

    Autor: AllDayPiano 02.07.19 - 15:43

    https://www.welt.de/sport/article123418931/Schumachers-Helm-ist-beim-Aufprall-zerbrochen.html

    Ein bisschen weniger Geschwindigkeit und der Helm hätte vermutlich noch gehalten.

    Und genau das ist der Punkt des Helmes: Er vergrößert die Spanne der Aufprallgeschwindigkeiten, die noch wenig verletzt überstanden werden können.

    Ein Helm verhindert jedoch keine Quetschung des Gehirns. Das schafft alleine eine niedrigere Beschleunigung aber dafür sind Helme zu steif, müssten also viel Dicker und geposterter sein (vgl. Motorradhelme).

    Schlussendlich hat der Fahrradhelm einen Nachteil: Einen viel zu großen ungeschützten Bereich. Er schützt nornehmlich die Kopfpartie, die bei Unfällen eher selten betroffen ist. Klassische Unfälle sind das Schädel-Hirn-Trauma durch Anprall im Vorderhirnbereich. Hier bringt der Helm am wenigsten - vor allem, wenn er so locker sitzt, dass er sich nach hinten wegschiebt. Im Gegenteil kann ein Helm die Schwere der Verletzungen sogar vergrößern. Dadurch, dass der Helm ringsherum übersteht, erzeugt er bei einem Anprall eine Knickbewegung, die bei dann den Kiefer aufschlagen lässt. Dadurch steigt also das Risiko eines schweren Kieferverletzung (von ausgeschlagenen Zähnen bis hin zum Bruch).

    Dennoch kenne ich keine Stellungnahme von Unfallchirurgen, die der Ansicht sind, ein Helm wäre überflüssig.

    Es kann sein, dass es statistisch nichts ausmacht - dann bleibt zumindest das bessere Gefühl dabei. Bei Homöopathie regt sich ja auch nur derjenige darüber auf, der es unnütz findet, und von irgendwelchen Verwandten und Bekannten zwangsrekrutiert wird.

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