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Und wie definiert man "Diskriminierung" allumfänglich?

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  1. Und wie definiert man "Diskriminierung" allumfänglich?

    Autor: \pub\bash0r 22.10.18 - 10:24

    Wenn eine Pre-Crime Software aufgrund der Daten die sie hat, durch absolut logische, nachvollziehbare Statistik, zu dem Schluss kommt, dass "Schwarze" eher zu Kriminalität neigen, wird es garantiert zu einem Aufschrei kommen. Muss jetzt also der Algorithmus aufgrund unserer Empfindung nachjustiert werden? Aber vielleicht (naja, eher wohl sehr wahrscheinlich) ist die Datenbasis schei***. Weil die eben doch wieder aufgrund von Menschen (welche mal wieder voreingenommen sein dürften) zustande kommen. Wenn (potenziell rassistische) Polizisten mehr "Schwarze" kontrollieren, finden sie natürlich in absoluten Zahlen gesehen auch mehr "schwarze" Kriminelle.

    Egal in welchem Sektor: die Datenbasis entscheidet am Ende über die Güte der Auswertung. Eine KI kann nur lernen, was wir ihr beibringen. Wenn die Leute, die am Ende der KI sagen, was "gut" oder "schlecht" ist, selbst voreingenommen sind, wird auch die KI in diese Richtung getrimmt.

    Insofern: viel Spaß dabei, die Technik "besser" zu machen als die Gesellschaft, in der sie reift.

    (Mal ganz davon abgesehen, dass sicherlich verschiedene Teile der Welt andere Vorstellungen davon haben, was "Diskriminierung" bedeutet.)

  2. Re: Und wie definiert man "Diskriminierung" allumfänglich?

    Autor: ino-fb 22.10.18 - 10:44

    > wie definiert man "Diskriminierung"

    Vielleicht einfach einmal im urspruenglichen Wortsinn - als Unterscheidung.

  3. Re: Und wie definiert man "Diskriminierung" allumfänglich?

    Autor: aLpenbog 22.10.18 - 11:01

    ino-fb schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Vielleicht einfach einmal im urspruenglichen Wortsinn - als Unterscheidung.

    Genau das ist es und lässt sich unendlich weit spinnen. Extrovertierte können sich meist besser verkaufen, der eine ist einen sympatischer bzw. hat ein sympatisches Lächeln, freundliche große Kulleraugen etc. pp. Der andere hat ein Tattoo, ist ggf. für einige Berufe uninteressant, für andere wieder nicht usw.

    Sachliche Tests ohne das alles zu berücksichtigen? Derjenige muss aber natürlich auch menschlich zum Team passen..

  4. Re: Und wie definiert man "Diskriminierung" allumfänglich?

    Autor: Oktavian 22.10.18 - 11:50

    > > wie definiert man "Diskriminierung"
    >
    > Vielleicht einfach einmal im urspruenglichen Wortsinn - als Unterscheidung.

    Nette Idee. Ein Algorithmus und eine KI dienen ja in aller Regel dazu, Entscheidungen zu treffen. Wenn nun die Aspekte, zwischen denen entschieden werden soll, diskriminierungsfrei betrachtet werden sollen, also nicht mehr unterscheidbar sind, nach welchen Kriterien soll denn dann entschieden werden?

    Das Wesen eines Entscheidungskriteriums ist ja gerade, dass es eine Unterscheidung ermöglicht.

  5. Re: Und wie definiert man "Diskriminierung" allumfänglich?

    Autor: ino-fb 22.10.18 - 12:09

    > Wenn nun die Aspekte, zwischen denen entschieden werden soll, diskriminierungsfrei betrachtet werden sollen, also nicht mehr unterscheidbar sind, nach welchen Kriterien soll denn dann entschieden werden?

    Falscher Adressat, denn das war ja genau mein Punkt - sie sollen eben nicht "diskriminierungsfrei [...] also nicht unterscheidbar" sein. Was impliziert, dass u.a. Eingaben nicht nach ideologischem gusto (und da waeren wir wieder bei _dieser_ Bedeutung von 'Diskriminierung') eingeschraenkt werden.

  6. Re: Und wie definiert man "Diskriminierung" allumfänglich?

    Autor: Iruwen 22.10.18 - 12:39

    Die Begrifflichkeit wird übrigens auch an anderen Stellen verwendet, z.B. beim "diskriminierungsfreien Zugang" oder der Preisdiskriminierung:

    > Im Unterschied dazu ist in der Volkswirtschaftslehre die Verwendung des Begriffs Preisdiskriminierung üblich, ohne dass darin ein Werturteil (etwa über die Zulässigkeit oder Unzulässigkeit der Preispolitik) enthalten ist. Dieser Verwendung liegt die Bedeutung des lateinischen Verbs discriminare − "trennen, absondern, unterscheiden" − zugrunde.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Preisdifferenzierung

  7. Re: Und wie definiert man "Diskriminierung" allumfänglich?

    Autor: chefin 22.10.18 - 14:20

    Das Problem liegt viel viel tiefer. Afrikaner mit abweichender Hauptfarbe in Europa sind in hohem Mass entwurzelte Menschen die aufgrund schlechter Zukunftsaussichten hier her gekommen sind. Daher ist ihr Gemütszustand eher verzweifelt und verzweifelte Menschen haben eine deutliche kleinere Hemmschwelle.

    Die selbe Menge an Afrikanier in ihrem Heimatland wird also viel weniger Kriminalität hervorbringen als hier. Noch weiter gehend würde ich sogar sagen, das wenn wir hier 1000 Afrikanier haben, von denen 100 kriminell werden, die selbe Gruppe in Afrika, bei ihren Familien und selbst mit kleinsten Zukunftsaussichten und ein Verdienst am dortigen unteren Limit höchstens 10 Kriminelle hervor bringt. Alleine die Tatsache überhaupt sich mit Arbeit ernähren zu können, ändert die Zukunft eines Menschen.

    Wenn ich aber in Deutschland solche Menschen öfters kontrolliere, ist das schlicht die Erfahrung und Statistik und keine Diskriminierung. Und von meinen oben genannten 1000 werden ich morgens um 11 Uhr nur wenige in der Stadt rumlaufen sehen. Keine 200, weil der rest Arbeitet oder sucht Arbeit und hat keine Zeit für rumlungern. Und aus den 200 die für nichts zu gebrauchen sind, werden die 100 Kriminellen kommen. Diese zu Kontrollieren bedeutet mit 50% Wahrscheinlichkeit einen zu finden, der Dreck m Stecken hat.

    Übrigens: wenn morgen ein meteorit in Europa einschlägt und weite Teile unbewohnbar macht, wir Europäer dann flüchten müssen, werden von 1000 Europäern die nach Afrika geflüchtet sind, locker 100 Kriminell werden. Den wir sind keinen Deut besser oder schlechter, es liegt alles an den äusseren Bedingungen. Und im gegensatz zur USA gibt es sehr wenige Farbige die in Europa geboren wurden. USA hat aufgrund der hohen Zahl an Sklaven aus Afrika viele gebürtige Schwarze. Bei uns sind Schwarze mit bayrischem Akzent immer noch so selten, das man sie als Gimmick bei Film und Fernsehen bucht. Auch sächselnde Schwarze würden ein Quotenrenner sein.

    Diskriminierung ist also nicht, wenn bestimmte Menschengruppen denen man ansieht, das sie entwurzelt sind, öfters kontrolliert. Türken waren mal wirtschaftlich motiviert hier eingereist, aber das was geblieben ist, liegt in der Kriminalitätsrate inzwischen auf unserem Niveau. Die haben genausoviel(oder eher wenig) Spitzbuben wie wir Ansässige. Die werden heute auch nicht mehr kontrolliert, wie vor 30 Jahren. Heute machen nur noch Comidians damit ihre Späße.

    Diskiriminierend wäre also HEUTE wenn man Türken kontrolliert, nur weil sie als Türke erkennbar sind. Vor 30 Jahren dagegen waren sie eine Gruppe mit höherer Kriminalität in bestimmten Bereichen. Eher weniger im Wirtschaftsdeliktbereich, aber im Gewaltbereich. Aber das ist vorbei. Bei Schwarzen dagegen beginnt deren Odysse erst jetzt.

  8. Re: Und wie definiert man "Diskriminierung" allumfänglich?

    Autor: ino-fb 22.10.18 - 14:38

    > entwurzelte [...] verzweifelt

    Passive Opfer, ein Narrativ, beliebt und gefoerdert, aber eben nicht zwingend richtig. Wurzeln werden nicht nur gezogen, das kann man aus ganz verschiedenen, darunter auch sehr zweifelhaften Gruenden auch selbst tun. Ebenso wird man nicht zwingend kriminell, sondern kann es auch schon sein.
    Entwurzelte Menschen zogen in Millionenstaerke auch nach dem zweiten Weltkrieg nach Deutschland, die haben sich in Summe irgendwie anders verhalten. Wie eine ganze Menge ebenfalls Wurzeln verlierende Einwanderer anderer Herkunft heutzutage auch.

  9. Re: Und wie definiert man "Diskriminierung" allumfänglich?

    Autor: Iruwen 22.10.18 - 15:44

    https://de.wikipedia.org/wiki/T%C3%B6tungsrate_nach_L%C3%A4ndern
    Irgendwas läuft in Europa und Asien offenbar richtig und in Afrika und Südmerika ziemlich schief.

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