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Sie wollen nicht das man auf andere Browser umsteigt

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  1. Sie wollen nicht das man auf andere Browser umsteigt

    Autor: Geistesgegenwart 02.05.14 - 08:38

    Das BSI und auch andere staatliche Institutionen in den USA haben vor dem IE gewarnt. Das ist enorm negative publicity, insbesondere nicht IT-affine Menschen verfolgen das nicht in der Tiefe und nehmen das vielleicht allgemein auf, also meiden den IE auch auf Windows 7 + 8. Und das will Microsoft verhindern, die Menschen sollen nicht auf die Idee kommen sich an Firefox oder Chrome zu gewöhnen. Das ist der erste Schritt zum Umstieg auf ein anderes BS.

  2. Re: Sie wollen nicht, dass (!) man auf andere Browser umsteigt

    Autor: Tuxianer 02.05.14 - 14:43

    Geistesgegenwart schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das BSI und auch andere staatliche Institutionen in den USA ...

    Das BSI liegt *noch* nicht in den usa. *Noch* ist Deutschland zwar ein knechtisch kriechender und jeden Tropfen schluckender Vasallenstaat der usa, aber nicht Mitglied dieses Unstaates.


    > ... haben vor dem IE gewarnt.

    Staatliche und nichtstaatliche Einrichtungen in den usa und solche des Deutschen StaatsSchutzes (BKA) sind die größten Nutzer solcher Sicherheitslücken; die warnen nur dann vor etwas, wenn sie selber es nicht nutzen können oder nicht mehr brauchen, weil sie "bessere" Hintertüren eingebaut haben (heart...).


    > Das ist enorm negative publicity, insbesondere nicht IT-affine
    > Menschen verfolgen das nicht in der Tiefe und nehmen das vielleicht
    > allgemein auf, meiden also den IE auch auf Windows 7 und 8.

    ... was auf Systemen ohne die aktuelle Sicherheitsaktualisierung auch sinnvoll ist, da diese jüngste Sicherheitslücke vom IE 6 bis inklusive IE 11, also rauf bis zu den IE-Versionen in Windows 8.1, existiert und offenbar auch genutzt wird.


    > Und das will Microsoft verhindern, die Menschen sollen nicht auf die
    > Idee kommen, sich an Firefox oder Chrome zu gewöhnen.

    1: Ähem: Nein. Auf einem Tablet unter Windows 8.x ist der IE, ob man in ihn verliebt ist oder ihn hasst, der am besten zu nutzende Browser, weil er konsequent auf Schmier und Wisch hin optimiert ist; da kommt nach wie vor kein anderer hin (das wird noch ein Weilchen dauern; MS hat da halt einen strategischen Vorteil). Wer sich mit Filtern und anderen AddOns gegen nervige Werbespionage und Malware schützt, hat eh einen anderen Browser im Einsatz, unabhängig davon, ob es ein klassischer Computer mit Tastatur und Maus oder ein Tablet oder ein Convertible oder ein WasAuchImmer ist. Ob man dazu "IT-affin" sagen muss, würde ich als leicht übertrieben bezeichnen; es gibt auch Autos mit Abstands-Automatik, und die kaufen nicht nur Automechaniker. Oder Kühlschränke mit Abtau-Automatik; auch das kaufen ganz normale Anwender ohne die geringste Ahnung von Thermodynamik und Kondensationsgradienten. Oder Solar-Anlagen mit automatischer Pumpensteuerung; auch das kaufen und nutzen Menschen, die zwar solar-affin aber nicht Solar-technik-affin sind.

    2. Nein: Microsoft hat die Sicherheitslücke breitflächig geschlossen, ohne, dass sich am Look-and-feel des jeweiligen Browsers auch nur das kleinste Detail geändert hat. FF bietet halt im 4-Wochen-Rhythmus seinen mit jeder Version chrome-ähnlicheren, komplett neuen Browser an, also keine Aktualisierung von 2 oder 3 MByte, sondern einen neuen Browser von inzwischen rund 20 MByte, der angeblich irgendwelche - im Unterschied zu MS nie dokumentierte! - Sicherheitsverbesserungen bringen soll. Der neu installiert werden muss. Der dann anders aussieht. Der, auch wenn man das nicht will, seit Version 26? 27? 28? ungefragt die Sicherheitslücke No. 1 im Internet, Flash, mit installert (bei MS kann man Flash rauskicken; nicht so leicht, dafür dauerhaft; wenn erfolgt, wir das Ding auch nicht mehr mit Sicherheitsaktualisierungen reingeschummelt!). Der FF gibt inzwischen (29? 30?) offen zu, nur noch eine Parallel-Version von chrome zu sein; dass kraake seine beiden Browser mehr und mehr verschmelzen wird, haben kritische Beobachter schon vor langem festgestellt, und es bewahrheitet sich mehr und mehr. Der FF ist inzwischen auch zunehmend schlechter konfigurierbar, sprich: er folgt zunehmend mehr den Unternehmens-Vorgaben des Unternehmens, das FF 'unterstützt', sprich: gekauft hat. Der FF wehrt sich nun auch mehr und mehr gegen AddOns: Wie soll man die sinnvoll nutzen und schnell konfigurieren, wenn die AddOn-Leiste weggeklemmt wurde? Z. B. muss man aktuell für QuickJava jedes Mal ein Menü aufklappen, um da was ein- oder auszuschalten - das ist mühsam und nützt niemandem! Ach ja: im aktuellen FF laufen auch einige sehr beliebte Erweiterungen auf einmal nicht mehr. Also beim besten Willen: Eine Sicherheitslücke zu stopfen, bringt niemanden vom IE zu alternativen Browsern! Anders herum scheint es mir eher so zu sein: Wenn ich die neue Version des FF nur sinnvoll nutzen kann, nachdem ich mir ein weiteres, bisher völlig überflüssiges AddOn installiert habe, das wenigstens einen Teil der früheren Funktionalität wiederherstellt, dann ist das genau eines: Nervig! Daher läuft hier so lange ein alter FF, bis ein FF rauskommt, der wieder so tut, wie er soll; wenn ich ein kraake-Dingens haben wollte, dann würde ich mir das installieren, aber das will ich nicht. Und wenn kein brauchbarer FF mehr rauskommt, dann war es das mit dem FF; der alte, lauffähige, kommt dann in den Käfig und wird dort genutzt.

    3. Kann man es einer Firma verdenken, wenn sie versucht, ihre Kundschaft bei Laune zu halten? Weder FF noch irgendein anderer Browser wirbt damit, dass er unter Windows lahmarschig startet und furchtbar viel Speicher frisst; kein Open- oder LibreOffice wirbt damit, dass es kein Pendent zu Outlook bietet und dass Impress gegenüber PowerPoint nach wie vor nicht nur extrem viel langsamer sondern auch wesentlich eingeschränkter funktioniert.


    > Das ist der erste Schritt zum Umstieg auf ein anderes BS.

    Ja, ganz sicher: Ich kaufe mir sicher nie mehr einen [Automarke], weil meine Werkstatt mir beim letzten Service kostenlos eine neue [kleines Teil irgendwo] erneuert hat, weil der Hersteller das aus Sicherheitsgründen empfiehlt??

    Betriebssystemwechsel? Wenn es auf meinen Betriebssystem xyz den tollen anderen Browser abc gibt, warum sollte ich dann ein anderes Betriebssystem installieren? Auf dem der abc-Browser genau gleich läuft wie auf meinem System, dafür aber viele meiner gewohnten Programme gar nicht existieren? Auf dem ich mich an bestimmte andere Vorgehensweisen gewöhnen muss? Das einen Teil meiner Hardware nicht oder nicht so gut unterstützt? Das ich, wenn es ein Linux-Betriebssystem ist, nach spätestens 6 MONATEN (Windows: 5 Jahre!) komplett erneuern muss, weil es ab da keinerlei Unterstützung mehr dafür gibt? Zumal solche Sicherheitswarnungen alltäglich sind, und zwar für alle Browser aller Betriebssysteme; die nutzen sich nur gegenseitig ab.

    Wenn solche Hinweise wirklich etwas bewirken würden, dann müssten spontan alle Android-Spartphone-Nutzer sofort ein Windows-Phone kaufen, weil das derzeit als das sicherste Gerät gelten darf: es gibt nahezu keine Angriffsvektoren darauf, hingegen massenhaft Angriffsmöglichkeiten auf Android-Smartphones. Fakt ist aber, dass die allermeisten Leute die günstigen Android-Geräte kaufen und auf die Unzahl unnötiger apps verweisen, die niemand braucht und die niemand herunterlädt; etwa 90 Prozent der Downloads und Installationen beziehen sich auf eine gute Handvoll apps, und just diese apps gibt es baugleich oder funktionsidentisch für jedes Mobilgerät-BS. Zu unterstellen, dass alle Android-Nutzer von IT keine Ahnung haben, hingegen die Windows-Phone-Nutzer die IT-Spezialisten sind, wäre aber doch wohl falsch.

    PS: Rechtschreibung ist der erste Schritt zur verschriftlichten Kommunikation.

    -----

    Befugnis kann man delegieren. Kompetenz muss man erlangen.

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