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Und alle verlieren den Verstand...

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  1. Und alle verlieren den Verstand...

    Autor: Salzbretzel 26.04.17 - 12:40

    Erst wird ein großteil vom Internet durch unsichere Geräte lahmgelegt.
    Alle reden darüber das unsichere Geräte nicht ins Internet gehören aber nicht passiert.

    Dann werden die unsicheren Geräte aus dem Internet genommen und alle verlieren den Verstand.

    Schon witzig. Ja klar, für die Besitzer ist das wirklich Mist. Aber wenn die Geräte weiterhin für Botnetze rekrutiert werden wäre es in Ordnung?
    Jetzt bemerken die Nutzer endlich das irgendwas mit den Geräten nicht stimmt. Zuvor hat ja ein Neustart schon ausgereicht um das "störrische" (infizierte) Gerät wieder in Gang zu bringen.
    Wenn in Zukunft unsichere Geräte im Internet automatisch zerstört werden besteht wenigstens die kleine Chance das sich etwas ändert. Ohne eine Katastrophe passiert doch nie etwas.

    Man kann klar sagen das die Art wie der Sinneswandel passieren soll echt für den Po ist. Klar - aber der Sinneswandel muss kommen.

  2. Re: Und alle verlieren den Verstand...

    Autor: SuiCid 26.04.17 - 13:15

    Und für die Nutzer ändert sich "nichts".
    1. Ist das Gerät in einem Botnetz, muss man es per ISP-Adapter flashen, da man den Routinen bei Bespielung per Netzwerk etc. nicht trauen kann.
    2. Ist das Gerät gebrickt, muss man es mit einem ISP-Adapter flashen, weil man es nicht per Netzwerk etc. bespielen kann.

    Kann man keinen ISP anschließen, hat man in beiden Fällen ein Problem. Beim einen hat man kein Gerät mehr und beim anderen hat man einen Zugriffspunkt für Hacker im eigenen Netzwerk - die Firewall vom Router ist damit umgangen.
    Was ist schlimmer?

    ---
    Man könnte im zweiten Fall sogar noch dichter am Garantiefall sein, da ein Einsenden ohne offensichtlichen Schaden eigentlich immer eine zu bezahlende Dienstleistung ist. (Wer also sein Gerät auf Verdacht einsendet, zahlt alles selber. Und das kann z.B. bei Billigkameras schnell teurer sein als eine Neuanschaffung. Dann bleibt die alte Kamera im Netz und dos-t munter rum.)
    Vielleicht spart man sogar noch Geld...

    ...oder die Leute lassen endlich die Finger von billiger Hardware und wir werden einige Hersteller los?

  3. Re: Und alle verlieren den Verstand...

    Autor: Salzbretzel 26.04.17 - 14:28

    SuiCid schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ...oder die Leute lassen endlich die Finger von billiger Hardware und wir
    > werden einige Hersteller los?

    Rechne die Arbeitszeit mit herein die du zum absichern und eventuellen Wiederherstellen investieren musst.

    Ein GAU bei den IoT ist so ziemlich das gesündeste was passieren kann. Wenn Hersteller pleite gehen können durch Retouren durch Drecks Hardware wird ein Mindeststandart kommen müssen.
    Ooooooder Lobbyarbeit: Hacker werden als höhere Gewalt eingestuft. Hersteller von der Verantwortung befreit und der dumme Kunde kauft jedes halbe Jahr ein neues Gerät.

    Aber noch habe ich die Hoffnung das sich etwas zum positiven ändern kann.

  4. Re: Und alle verlieren den Verstand...

    Autor: Bouncy 26.04.17 - 14:35

    Salzbretzel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ohne eine Katastrophe passiert doch nie etwas.
    So redet man manchmal auch scherzhaft über den Einsatz von la Bomba. Ein Hacker, der die Schnauze von korruptem Kapitalismus und Pseudodemokratie voll hat, nuked uns dann halt mal weil, naja, ohne Katastrophe passiert ja sonst nie was...

  5. Re: Und alle verlieren den Verstand...

    Autor: SuiCid 26.04.17 - 18:28

    Das mit der (versuchten) Lobbyarbeit kommt - wie immer.
    Die Frage ist, ob Netzwerkbetreiber/Dienste/Geschäfte/... gegenhalten oder ob dann Max Mustermann für den Angriff von Bernd Botnet verknackt werden soll, weil Max sein IoT-Gerät ans... Internet (da-da-daaaam) gehängt hat und Bernd das gehackt hat.

    Der Rest ist offen...
    Wenn die weiterhin nach wenigen Monaten den Support einstellen, wird kauft man wohl auch nicht die Deluxe-Variante eines Produkts. (Machen die auch Verlust bei, wenn die Kunden den Hersteller wechseln.)
    Wenn es dann alternative Dateien zum Flashen gibt, wird man auch nicht die neuste Hardware kaufen, weil die teurer ist und dank Standardsoftware nach kurzer Zeit ersetzt werden muss.

    Hängt vieles von Kunden, Gesetzen und Bastlern ab.

  6. Re: Und alle verlieren den Verstand...

    Autor: forenuser 26.04.17 - 19:59

    Wäre der Konsument Smart (ein Wunschtraum, ich weiß) dann müssten wir uns um IoT keine Sorgen machen da es in den Regalen versauern würde.

    Aber leider leider...

    --
    Für Computerforen: Ich nutze RISC OS - und wünsch' es bleibt auch so.
    Für Mob.-Tel.-Foren: Ich nutze <del>Windows 10 Mobile</del> iOS - und bin froh, dass es kein Android ist. Aber es ist leider auch kein Windows 10 Mobile oder gar webOS.

  7. Re: Und alle verlieren den Verstand...

    Autor: burzum 26.04.17 - 22:20

    forenuser schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wäre der Konsument Smart (ein Wunschtraum, ich weiß) dann müssten wir uns
    > um IoT keine Sorgen machen da es in den Regalen versauern würde.

    Ok du smarter Kerl, du willst mir also ernsthaft erzählten, das du künftig jedes IoT Gerät, sprich Steckdosen, Leuchtmittel, Heizung, Haushaltsgeräte und weiß der Geier noch in welchen Scheiß sie "IoT" reinwürgen werden, auf Herz und Nieren testen wirst? So einen richtigen Security Audit halt? Analyse der Software? Und du glaubst das kann jeder? Realitätsfremd? :)

    Ein Gerät dem ich nicht vertrauen kann kommt mir erst gar nicht in das Haus. Ich behaupte aber mal die Mehrheit der Menschen weiß nicht mal was "IoT" alles umfaßt und schon gar nicht über die Sicherheitsproblematik bescheid.

    Zwei Freunde haben neu gebaut, einer klemmt sein "Smart Home" nicht ans Internet, rein lokales Netzwerk, wobei er sich darüber im Klaren ist das über ein gekapertes Smartphone zum Beispiel auch Zugriff darauf zu bekommen wäre. Der Andere setzt auf einen Hersteller (Name vergessen) und vertraut einfach darauf das alles OK geht (Gut, er ist Manager im IT Bereich, kein Techniker ;)) und hängt es ans Internet. Für mich ist es nur eine Frage der Jahre bis auch sein "Smart Home" in einem Botnetz hängt.

    Ash nazg durbatulûk, ash nazg gimbatul, ash nazg thrakatulûk agh burzum-ishi krimpatul.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 26.04.17 22:25 durch burzum.

  8. Re: Und alle verlieren den Verstand...

    Autor: forenuser 27.04.17 - 13:45

    burzum schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > forenuser schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wäre der Konsument Smart (ein Wunschtraum, ich weiß) dann müssten wir
    > uns
    > > um IoT keine Sorgen machen da es in den Regalen versauern würde.
    >
    > Ok du smarter Kerl, du willst mir also ernsthaft erzählten, das du künftig
    > jedes IoT Gerät, sprich Steckdosen, Leuchtmittel, Heizung, Haushaltsgeräte
    > und weiß der Geier noch in welchen Scheiß sie "IoT" reinwürgen werden, auf
    > Herz und Nieren testen wirst? So einen richtigen Security Audit halt?
    > Analyse der Software? Und du glaubst das kann jeder? Realitätsfremd? :)

    Das habe ich gar nicht geschrieben.
    Aber wenn man sich derlei anlacht, dann setzt man sich doch "vorher" damit auseinander. Man wägt doch Pro/Contra ab, und Sicherheit ist da doch ein recht bedeutens Teilstück...

    > Ein Gerät dem ich nicht vertrauen kann kommt mir erst gar nicht in das
    > Haus. Ich behaupte aber mal die Mehrheit der Menschen weiß nicht mal was
    > "IoT" alles umfaßt und schon gar nicht über die Sicherheitsproblematik
    > bescheid.

    Der Verzicht wäre hier (IMHO) auch der smarte Teile.
    Generell ist der Industrie gegenüber der Verzicht ohnehin das schärfste Schwert im Arsenal. Wer aber, egal was, nur konsumiert. Als ob man im Straßenverkehr nur geradeaus läuft...

    > Zwei Freunde haben neu gebaut, einer klemmt sein "Smart Home" nicht ans
    > Internet, rein lokales Netzwerk, wobei er sich darüber im Klaren ist das
    > über ein gekapertes Smartphone zum Beispiel auch Zugriff darauf zu bekommen
    > wäre. Der Andere setzt auf einen Hersteller (Name vergessen) und vertraut
    > einfach darauf das alles OK geht (Gut, er ist Manager im IT Bereich, kein
    > Techniker ;)) und hängt es ans Internet. Für mich ist es nur eine Frage der
    > Jahre bis auch sein "Smart Home" in einem Botnetz hängt.

    *Ich* würde mir sowas gar nicht anlachen. Ich halte mich ja für einigermassen Technikaffin, aber bei *hüstel* "SmartHome" erkenne ich keinen Vorteil für *mich* wohl aber etliche Gefahren - und die werden durch das bisschen Komfort nicht aufgewogen.

    Das kann/darf/soll ja jeder für sich entscheiden - aber für diese Entscheidung bitte auch seinen Teil der Verantwortung tragen.

    --
    Für Computerforen: Ich nutze RISC OS - und wünsch' es bleibt auch so.
    Für Mob.-Tel.-Foren: Ich nutze <del>Windows 10 Mobile</del> iOS - und bin froh, dass es kein Android ist. Aber es ist leider auch kein Windows 10 Mobile oder gar webOS.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 27.04.17 13:49 durch forenuser.

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