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Ermittlung der IP-Adresse unzuverlässig

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  1. Ermittlung der IP-Adresse unzuverlässig

    Autor: dasa 24.03.18 - 11:18

    In diesem Fall wird es höchstwahrscheinlich so gewesen sein oder die Ermittlung wurde vorsätzlich durch Austausch der IP-Adresse in diese Richtung gelenkt.

    IMHO, kann man generell den IP-Logs nicht vertrauen:
    https://www.heise.de/newsticker/meldung/Tippfehler-bei-IP-Adressaufloesung-Britische-Kinderporno-Ermittler-verdaechtigen-zu-oft-Unschuldige-3926679.html

    Ein Tippfehler lässt sich denk ich in diesem Fall ausschließen. Wie wahrscheinlich ist es schon, dass die per Tippfehler "generierte" IP-Adresse zum russischem Geheimdienst weist?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 24.03.18 11:30 durch dasa.

  2. Re: Ermittlung der IP-Adresse unzuverlässig

    Autor: emuuu 24.03.18 - 13:10

    Grundsätzlich hast du sicher recht, wobei ich das so allgemein nicht sagen würde, da ich rein von den Fähigkeiten her Geheimdienste in einer völlig anderen Liga sehe als "nur" polizeiliche Ermittler.

  3. Re: Ermittlung der IP-Adresse unzuverlässig

    Autor: Natz 24.03.18 - 14:03

    dasa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In diesem Fall wird es höchstwahrscheinlich so gewesen sein oder die
    > Ermittlung wurde vorsätzlich durch Austausch der IP-Adresse in diese
    > Richtung gelenkt.
    > (...)

    Und warum haben auch die Demokraten kein Interesse daran, das aufzuklären? Haben die Echsenmenschen denen das eingeredet?

  4. Re: Ermittlung der IP-Adresse unzuverlässig

    Autor: dasa 24.03.18 - 14:04

    Die festen IP-Adressen des russischem Geheimdienstes sind sicherlich dem FBI, CIA & Co. bekannt. Dynamische IP-Adressen, die der Privatkunde von Telekom & Co. zugeteilt bekommt, sind da problematischer. Wieso dem so ist, ist in meinem Link erläutert. Generell muss erstens sichergestellt werden, das die Logs des Webservers, Mailservers etc. genau genug erstellt werden und vor Manipulationen geschützt sind und zweitens der vom ISP genannte Name zur IP auch wirklich korrekt ist. Tippfehler, Kommunikationsfehler (unverschlüsselter Info-Austausch) etc. dürfen natürlich auch nicht passieren.

  5. Re: Ermittlung der IP-Adresse unzuverlässig

    Autor: dasa 24.03.18 - 14:06

    Natz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und warum haben auch die Demokraten kein Interesse daran, das aufzuklären?
    > Haben die Echsenmenschen denen das eingeredet?

    Ich habe die Demokraten mit keinem Wort erwähnt.

  6. Re: Ermittlung der IP-Adresse unzuverlässig

    Autor: Natz 24.03.18 - 14:20

    dasa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Natz schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Und warum haben auch die Demokraten kein Interesse daran, das
    > aufzuklären?
    > > Haben die Echsenmenschen denen das eingeredet?
    >
    > Ich habe die Demokraten mit keinem Wort erwähnt.

    Aus gutem Grund. Denn hätten Sie mit ihrer These recht, würden die Demokraten Druck machen, dies zu korrigieren, da diese insbesondere Interesse daran haben das aufzuklären.
    Nur passt das dann nicht zu Ihrer Verschwörungstheorie, die IP-Adressen seien höchstwahrscheinlich vorsätzlich ausgetauscht worden.
    Da müssen Sie noch etwas basteln, um überzeugender zu werden. ;)

  7. Re: Ermittlung der IP-Adresse unzuverlässig

    Autor: dasa 24.03.18 - 14:38

    Natz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aus gutem Grund. Denn hätten Sie mit ihrer These recht, würden die
    > Demokraten Druck machen, dies zu korrigieren, da diese insbesondere
    > Interesse daran haben das aufzuklären.

    Meine These: Die Ermittlung der IP-Adresse ist unzuverlässig.
    Diese These gilt allgemein für jede Ermittlung im Netz UND kann nicht von den Demokraten korrigiert werden.

    > Nur passt das dann nicht zu Ihrer Verschwörungstheorie, die IP-Adressen
    > seien höchstwahrscheinlich vorsätzlich ausgetauscht worden.

    Ich habe geschrieben:
    > In diesem Fall wird es höchstwahrscheinlich so gewesen sein ODER die Ermittlung wurde vorsätzlich durch Austausch der IP-Adresse in diese Richtung gelenkt.

    Damit Sie es verstehen. Es gibt zwei Möglichkeiten:
    1. Möglichkeit: Was im Artikel steht entspricht der Wahrheit.
    2. Möglichkeit: Der Verdacht wird auf Russland gelenkt.

    Denn ein Tippfehler wie im folgenden Artikel beschrieben ist IMHO in diesem Fall unwahrscheinlich:
    https://www.heise.de/newsticker/meldung/Tippfehler-bei-IP-Adressaufloesung-Britische-Kinderporno-Ermittler-verdaechtigen-zu-oft-Unschuldige-3926679.html

    Welche Möglichkeit wirklich zutrifft, lässt sich nicht bestimmen, da wie bereits geschrieben die Ermittlung der IP-Adresse und dessen Nutzer unzuverlässig ist.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 24.03.18 14:44 durch dasa.

  8. Re: Ermittlung der IP-Adresse unzuverlässig

    Autor: Natz 24.03.18 - 18:57

    Klar, die Logik bietet erstmal die beiden Möglichkeiten an.
    Und doch ist die Sachlage erdrückend. Neben der IP sprechen weitere Dinge dafür, das Knowhow, ein Motiv, Geschehnisse der letzten Jahre usw.

    Das ist die alte sowjetische Masche, die man derzeit vielerorts erlebt (Putin, Erdogan, Trump, Tabak-, Chemieindustrie, ...). Selbst bei offensichlichten Dingen solange Zweifel säen, bis immer mehr Menschen nicht mehr wissen, was sie glauben sollen.

  9. Re: Ermittlung der IP-Adresse unzuverlässig

    Autor: dasa 24.03.18 - 19:28

    Natz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Klar, die Logik bietet erstmal die beiden Möglichkeiten an.
    > Und doch ist die Sachlage erdrückend. Neben der IP sprechen weitere Dinge
    > dafür, das Knowhow, ein Motiv, Geschehnisse der letzten Jahre usw.
    >
    > Das ist die alte sowjetische Masche, die man derzeit vielerorts erlebt
    > (Putin, Erdogan, Trump, Tabak-, Chemieindustrie, ...). Selbst bei
    > offensichlichten Dingen solange Zweifel säen, bis immer mehr Menschen nicht
    > mehr wissen, was sie glauben sollen.

    Wie bereits geschrieben ist die Ermittlung der IP und des dazugehörigen Nutzers nicht möglich. Mit den Zugriff auf die Infrastruktur kann eigentlich jeder Geheimdienst, Brotkrümel aussäen, die einen Verdacht in ein bestimmte Richtung drehen:
    - Staaten können am BGP rumpfuschen: https://www.heise.de/newsticker/meldung/BGP-Hijacking-IP-Verkehr-der-Grossen-Vier-nach-Russland-umgeleitet-3919524.html
    - Man kann an den Unterseekabel ansetzen: https://netzpolitik.org/2013/glasfaserkabel-und-spionage-u-boote-wie-die-nsa-die-nervenzentren-der-internet-kommunikation-anzapft/
    - Man kann auf Rechenzentren zugreifen: https://de.wikipedia.org/wiki/DE-CIX#%C3%9Cberwachungsma%C3%9Fnahmen_von_Geheimdiensten_am_DE-CIX

    Genauso wie es keine 100% sichere Hard-/Software gibt, ist die IP-Ermittlung nicht 100% sicher.

    Das Knowhow haben viele, selbst Drittweltländer wie Nordkorea. Russland ist nicht der einzige, der einen republikanischen Kandidaten damals lieber im Präsidentenstuhl gesehen hätte. Welche Geschehnisse? Das hätte ich gerne schon etwas genauer. Für mich ist hier nichts offensichtlich.

    Die Amerikaner haben in der Vergangenheit schon mehrmals bombensichere Beweise angeführt, die sich später als Lüge herausgestellt haben:
    - https://forum.golem.de/kommentare/security/ip-adresse-guccifer-2.0-arbeitet-beim-gru/lustig-die-reaktion-im-forum-.../116734,5056989,5057187,read.html#msg-5057001
    - https://de.wikipedia.org/wiki/Rafid_Ahmed_Alwan

    Selbst wenns die Russen waren. So what? Die Amerikaner sind nicht viel besser und haben beispielswiese mit Operation Ajax eine demokratisch gewählte iranische Regierung gestürzt:
    - https://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Ajax
    - http://www.bbc.com/news/world-middle-east-23762970
    - https://www.youtube.com/watch?v=nnnd8pbeJSE

  10. Re: Ermittlung der IP-Adresse unzuverlässig

    Autor: lear 25.03.18 - 08:50

    dasa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > - Staaten können am BGP rumpfuschen: www.heise.de
    Das routing Protokol hat NICHTS mit den IPs zu tun.

    > - Man kann an den Unterseekabel ansetzen: netzpolitik.org
    > - Man kann auf Rechenzentren zugreifen:
    "kabelN" oder "deM" - und das wäre zu spät. Das macht man besser sehr nahe an der Ermittelnden Behörde

    > Genauso wie es keine 100% sichere Hard-/Software gibt, ist die
    > IP-Ermittlung nicht 100% sicher.
    Doch. Was Du hier unterstellst, ist das die ermittelnden Dienste (der "Deep State", gelle?) sich selbst ausgetrickst hätten. Es wäre aber sehr viel einfacher, die Adresse zu erfinden und das ist, was Du hier in letzter Instanz unsterstellst.

    > Das Knowhow haben viele, selbst Drittweltländer wie Nordkorea. Russland ist
    > nicht der einzige, der einen republikanischen Kandidaten damals lieber im
    Könnte auch ein fetter Typ auf seinem Bett im Keller seiner Eltern sein.
    Wir sprechen aber von Aktionen im Kontext anderer Maßnahmen des Kremls, unzähliger Kontakte der Trump-Truppe zu *ES IST IMMER IRGENDEIN AGENT DER RUSSISCHEN REGIERUNG!* und Trumps devotem Verhalten gegenüber Putin.

    > Selbst wenns die Russen waren. So what?
    Ah, das Schutzargument der Putinisten, sogar mit der neuen Diktion direkt vom geliebten Führer.
    Fehlverhalten rechtfertigt nicht anderes Fehlverhalten.

    Und damit das ganz auch klar ist: wer immer uns Trump eingebrockt hat, EGAL WER, soll gefälligst hingerichtet werden. Egal was irgendwer anderes gemacht hat.

  11. Re: Ermittlung der IP-Adresse unzuverlässig

    Autor: dasa 25.03.18 - 10:50

    lear schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > dasa schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > Das routing Protokol hat NICHTS mit den IPs zu tun.

    Lesen Sie bitte mal genauer. Was steht im vorherigen Satz? Na eben "Zugriff auf die Infrastruktur".

    > Doch. Was Du hier unterstellst, ist das die ermittelnden Dienste (der "Deep
    > State", gelle?) sich selbst ausgetrickst hätten. Es wäre aber sehr viel
    > einfacher, die Adresse zu erfinden und das ist, was Du hier in letzter
    > Instanz unsterstellst.

    Ich habe nichts unterstellt sondern nur geschrieben: Keine 100% sichere Hard-/Software -> keine 100% sichere IP-/Nutzer-Ermittlung

    Ermittelnde Dienste sind nicht erwähnt.

    > Könnte auch ein fetter Typ auf seinem Bett im Keller seiner Eltern sein.
    > Wir sprechen aber von Aktionen im Kontext anderer Maßnahmen des Kremls,
    > unzähliger Kontakte der Trump-Truppe zu *ES IST IMMER IRGENDEIN AGENT DER
    > RUSSISCHEN REGIERUNG!* und Trumps devotem Verhalten gegenüber Putin.

    Ich verstehe nicht wie manche Leute immernoch den Aussagen von Regierungsstellen, Institutionen etc., egal ob auf Seiten der Amerikaner, Russen, Chinesen etc., blind vertrauen, ohne mal kurz nachzudenken. Seit dem letzen Irakkrieg mit dem BND Agenten Curveball wissen wir, dass wo der Wille besteht sich auch Beweise fälschen lassen.

    > Ah, das Schutzargument der Putinisten, sogar mit der neuen Diktion direkt
    > vom geliebten Führer. Fehlverhalten rechtfertigt nicht anderes Fehlverhalten.

    Wenn Sie mir damit unterstellen wollen, ich wäre ein Putin Anhänger oder Nazi, weise ich es scharf zurück.

    Sie haben Recht, dass Fehlverhalten nicht anderes Fehlverhalten rechtfertigt. Bei den Sachen, die die U.S. Regierungen nach Ende des 2. Weltkrieges angestellt haben, hält sich mein Mitleid aber in Grenzen. Wäre in Italien Berlusconi oder in Polen Le Pen auf diesselbe Weise wie Trump an die Macht gekommen, würde es mich treffen.

    > Und damit das ganz auch klar ist: wer immer uns Trump eingebrockt hat, EGAL
    > WER, soll gefälligst hingerichtet werden. Egal was irgendwer anderes
    > gemacht hat.

    Ich bin strikt gegen die Todesstrafe. Dass etwas bei der Trump Wahl mit den Veröffentlichungen auf Wikileaks und der Datensammelei auf Facebook nicht gestimmt hat, ist klar und muss im Rahmen der Gesetze verfolgt werden.

    Jetzt ungeachtet der Wahlmanipulation und was aus den FBI Ermittlungen wird:
    So sehr ich die Wahl Trumps ablehne und mir statt der Steigbügelhalterin Clinton, welche sich in der Wahl wirklich dumm angestellt hat, einen anderen, demokratischen Kandidaten gewünscht hätte, muss man dennoch die demokratische Wahl anerkennen.

    Ich hoffe nur, dass Trump eine so abschreckende Wirkung hat, dass er nicht wiedergewählt wird und radikale Gruppen wie die Tea-Party-Bewegung in Vergessenheit geraten.

  12. Re: Ermittlung der IP-Adresse unzuverlässig

    Autor: dasa 25.03.18 - 11:14

    Statt Polen meine ich natürlich Frankreich. Ursprünglich wollte ich Polen und Kaczyński nennen.

  13. Wenn die Ermittlung der IP-Adresse unzuverlässig wäre....

    Autor: M.P. 25.03.18 - 11:21

    wären alle auf IP-Adressen beruhenden Protokolle unzuverlässig ...

    Jedoch kommen irgendwie die Antworten auf alle HTTP-Requests auf meinem Rechner recht zuverlässig an ...

  14. Re: Wenn die Ermittlung der IP-Adresse unzuverlässig wäre....

    Autor: AgentBignose 25.03.18 - 12:02

    M.P. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Jedoch kommen irgendwie die Antworten auf alle HTTP-Requests auf meinem
    > Rechner recht zuverlässig an ...

    Das lässt sich leicht ändern.

    Es geht aber nicht nur um technische Möglichkeiten.

    Hier gilt für große Staaten das selbe wie bei privaten Strafrechtlichen Verfahren:
    Eine IP Adresse darf kein Beweis sein.

    1. Ob tatsächlich diese Adresse vergeben war lässt sich kaum zweifelsfrei beweisen. Zu leicht ist die Adresse im Nachhinein schnell geändert. Die Erfassung erfolgt bei weitem nicht mit ähnlich manipulationssicheren Methoden wie bespw. DNS Spurbeweisen mit Archivprobe und Mehrfachbezeugung.
    Selbst wenn man hier eine Blockchain für die Protokolle hätte, könnte man nicht garantieren dass nicht vor dem speichern Manipuliert wird (immerhin aber, dass später nichts passierte)

    2. Muss der Anschlussinhaber nicht der Täter sein.
    Zum einen ist es möglich, dass der Anschluss infiziert ist (der Heimrouter der Familie oder - auch wenn das sehr peinlich wäre keinesfalls undenkbar - ein Rechner des GRU)
    Zum anderen kann eine Person mit Zugriff gegen die Absichten des Anschlussinhabers gehandelt haben (im privaten, der bekannte im WLan, beim Geheimdienst ein Mitarbeiter mit doppelten Interessen oder gehacktem privat Gerät)

    Persönlich halte ich es für am Wahrscheinlichsten dass:
    - Viele Geheimdienste bei dem Demokratenfusch mitgelesen haben selbstverständlich inkl. den US Diensten selber
    - es aber letztendlich doch der russische Dienst gesamelt und verwendet hat
    - man das aber niemals zweifelsfrei beweisen können wird
    - auch wenn es nicht russische Dienste gewesen wären bzw. völlig unabhängig davon ob sie es waren die Amerikaner von Anfang an dennoch behaupten würden es zweifelsfrei beweisen zu können

    Das aller wichtigste ist aber:
    - Die Demokraten in den USA haben die Wahl manipuliert.
    - Durch die Manipulation des demokratischen Kandidaten selbstverständlich auch die gesamte Wahl
    - Heute hätte die Welt sich über Sanders freuen können statt durch das Kinder Theater um Trump vom Dreck im Hintergrund abgelenkt zu werden

    Das ganze ist ein Riesen Ablenkungsmanöver.
    Es wird scheiße gebaut und dann die Aufmerksamkeit mit Geknatsche darüber wer denn nun verpetzt hat umgelenkt.

    Nicht dass eventuell der GRU dies veröffentlich hat ist der Skandal, sondern der Skandal - neben dem eigentlichen Skandal - ist dass es kein anderer Dienst bekannt gemacht hat.

  15. Re: Wenn die Ermittlung der IP-Adresse unzuverlässig wäre....

    Autor: dasa 25.03.18 - 12:15

    M.P. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > wären alle auf IP-Adressen beruhenden Protokolle unzuverlässig ...
    >
    > Jedoch kommen irgendwie die Antworten auf alle HTTP-Requests auf meinem
    > Rechner recht zuverlässig an ...

    Die drei Schutzziele in der Informationssicherheit sind folgende und werden auch als C.I.A. Prinzip (hat nichts mit dem Geheimdienst zu tun) bezeichnet:
    • Vertraulichkeit (Confidentiality)
    • Integrität (Integrity)
    • Verfügbarkeit (Availability)

    Wenn Sie es genauer haben wollen, beziehe ich mich in meinen vorherigen Texten auf die Integrität. Wenn Akteure wie der U.S. oder russische Geheimdienst ins Spiel kommen, ist diese wohl kaum zu gewährleisten. Dass Sie als Otto-Normalbürger eher nicht mit diesen Akteuren in Kontakt kommen und dadurch die Integrität der zu Ihnen gespeicherten Daten weniger gefährdet ist, ist klar. Zudem muss ich anmerken, dass Sie mit Ihrem Text eher auf die Verfügbarkeit eingehen.

  16. Re: Ermittlung der IP-Adresse unzuverlässig

    Autor: Tet 25.03.18 - 12:26

    dasa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > IMHO, kann man generell den IP-Logs nicht vertrauen:
    > www.heise.de
    >
    > Ein Tippfehler lässt sich denk ich in diesem Fall ausschließen. Wie
    > wahrscheinlich ist es schon, dass die per Tippfehler "generierte"
    > IP-Adresse zum russischem Geheimdienst weist?

    Das ist Unsinn. Den Logs kann man schon vertrauen, denn das Protokoll bietet keine Möglichkeit, Sendeadressen zu fälschen, es sei denn, man übernimmt wesentliche Teile der Infrastruktur und Tippfehler begehen Computer normalerweise nicht. Eine weitere Fehlerquelle wären falsch Zeitstempel, aber auch diese kann man hier ausschließen, da es sich um eine fest zugewiesene IP handelt und nicht um eine dynamische.

    Damit bleiben 3 Möglichkeiten:
    1. Der Hack wurde vom entsprechenden russischen Geheimdienst ausgeführt.
    2. Der Hack wurde von einem unbekannten Hacker mit Wissen und Unterstützung eines US Geheimdienstes ausgeführt.
    3. Der Hack wurde von einem unbekannten Hacker ausgeführt, der nebenbei auch noch den russischen Geheimdienst GRU gehackt hat, um eine falsche Spur zu legen.

    Was am Wahrscheinlichsten ist, darf sich jeder selbst aussuchen.

  17. Re: Ermittlung der IP-Adresse unzuverlässig

    Autor: dasa 25.03.18 - 12:50

    Tet schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist Unsinn. Den Logs kann man schon vertrauen, denn das Protokoll
    > bietet keine Möglichkeit, Sendeadressen zu fälschen, es sei denn, man
    > übernimmt wesentliche Teile der Infrastruktur und Tippfehler begehen
    > Computer normalerweise nicht. Eine weitere Fehlerquelle wären falsch
    > Zeitstempel, aber auch diese kann man hier ausschließen, da es sich um eine
    > fest zugewiesene IP handelt und nicht um eine dynamische.

    Den Logs kann man nur vertrauen, wenn deren Integrität gewahrt ist, was bei solchen Akteuren schwierig festzustellen ist. Denn dass U.S. Behörden die Wahrheit gerne zurechtbiegen, ist spätestens seit Begründung des letzten Irakkriegs unter Berufung auf dem BND Agenten Curveball hinlänglich bekannt. Und mit dem russischen Regime, welcher die Presse auf Linie bringt, brauchen wir erst garnicht anfangen.

    Mit Tippfehler meine ich Fehler, die durch Menschen begangen werden.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 25.03.18 13:06 durch dasa.

  18. Re: Wenn die Ermittlung der IP-Adresse unzuverlässig wäre....

    Autor: bombinho 25.03.18 - 20:20

    M.P. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > wären alle auf IP-Adressen beruhenden Protokolle unzuverlässig ...
    >
    > Jedoch kommen irgendwie die Antworten auf alle HTTP-Requests auf meinem
    > Rechner recht zuverlässig an ...
    Jupp und an deinem Router zumindestens auch die Requests, die andere Server als von deiner IP ausgehend wahrgenommen haben, aber dieser filtert einen guten Teil davon normalerweise heraus.

    Ein gelegentlicher Blick in das Protokoll wird dir da das eine oder andere Mal aufzeigen, dass Pakete mit falscher Nummerierung oder Antworten von Servern, an die nie ein Request herausgegangen ist, hin und wieder in einer nicht zu unterschaetzenden Menge anfallen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 25.03.18 20:24 durch bombinho.

  19. Re: Wenn die Ermittlung der IP-Adresse unzuverlässig wäre....

    Autor: M.P. 26.03.18 - 23:43

    Auf dieser Ebene kann man alle Beweise anzweifeln...

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