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KNX ist doch die unverschämt teure Profi-Lösung!

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  1. KNX ist doch die unverschämt teure Profi-Lösung!

    Autor: Atalanttore 24.03.15 - 15:24

    Quasi die Heimautomatisierungs-SPS für reiche Villenbesitzer und Technikfreaks.

    Wohl mehr Schein als Sein.

  2. Re: KNX ist doch die unverschämt teure Profi-Lösung!

    Autor: MeinSenf 24.03.15 - 15:37

    Technikfreaks machen das gleich ordentlich und lassen sich nicht von einem Elektriker das blaue vom Himmel runterlügen.

  3. Re: KNX ist doch die unverschämt teure Profi-Lösung!

    Autor: Xstream 24.03.15 - 15:57

    Du sagst es, ist halt die Profi-Lösung, kostet dafür etwas mehr kann dafür aber auch mehr und ist sauber standardisiert. Derzeit gibt es X Anbieter mit eigenen Produkten die aber zueinander komplett inkompatibel sind, vielleicht bringt ZigBee oder ZWave da Besserung.

  4. Re: KNX ist doch die unverschämt teure Profi-Lösung!

    Autor: marsie 24.03.15 - 18:38

    Es ist garnicht sooo teuer. Mal ein Beispiel:
    Software gibts quasi umsonst. Auf jeden Fall die 4er letztes Jahr. Musste man nur den ollen Online Kurs durchklicken. Die "gratis" Version reicht für 20 Geräte, reicht also erstmal, man kann ja mehrere Projekte machen. Die Aktoren sind recht teuer mit ca. 20-30¤ pro Kanal. Aber man muss ja nicht sofort für jede Steckdose einen Kanal haben. Die Schalter sind billig. Mein Bruder hat im Wohnzimmer alleine 6 Jalousieschalter zu ca. 20¤ + 2 Lichtschalter. Kommt also auf ca. 150¤ für Schalter. Das ersetzt man mit einem 4-fach Touchschalter für ca. 100¤. Den kann man doppelt belegen usw... Schaltbare Steckdosen per App übern Raspberry. Flur statt 5 Taster einen Präsenzmelder. Das hebt sich alles so ungefähr auf. Dazu kommen noch ein paar Systemgeräte (Spannungsversorgung usw.). Die gibts immer mal wieder bei eBay, ist ja alles standardisiert. Und ein paar Meter Busleitung, 50¤ pro 100 Meter.

    Fakt ist leider aber auch, dass viel abgezockt wird bei KNX. Kann man das selber programmieren und die Geräte einbauen, dann ist es nicht so schlimm. Hier aufm Land gucken die Elektriker einen nur doof an wenn man das anfragt. Da muss dann der teure Spezialist her und das jedes mal, wenn man was dazu haben will... Da wird dann von +10.000¤ geredet für KNX. Macht man das selber, bekommt man das recht günstig hin.

  5. Re: KNX ist doch die unverschämt teure Profi-Lösung!

    Autor: WonderGoal 25.03.15 - 01:29

    Xstream schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du sagst es, ist halt die Profi-Lösung, kostet dafür etwas mehr kann dafür
    > aber auch mehr und ist sauber standardisiert. Derzeit gibt es X Anbieter
    > mit eigenen Produkten die aber zueinander komplett inkompatibel sind,
    > vielleicht bringt ZigBee oder ZWave da Besserung.

    Seit wann sind denn bitte propretäre Systeme jemals eine Besserung gewesen?



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 25.03.15 01:49 durch WonderGoal.

  6. Re: KNX ist doch die unverschämt teure Profi-Lösung!

    Autor: omnia 25.03.15 - 07:05

    Seit dem sie Konkurenz schaffen, und so mehr Preis- und Qualitäts-druck auf andere systeme ausüben. Wenn ein Wirless (Zigbee, ZWave,...) Lichtschalter nur 10Euro kostet wird es schwerer 20 Euro für einen KNX Schalter zu verlangen... (Zumal so ein KNX schalter für unter 5 Euro herstellbar sein sollte in großen Mengen)

  7. Re: KNX ist doch die unverschämt teure Profi-Lösung!

    Autor: katzenpisse 25.03.15 - 08:57

    omnia schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Seit dem sie Konkurenz schaffen, und so mehr Preis- und Qualitäts-druck auf
    > andere systeme ausüben. Wenn ein Wirless (Zigbee, ZWave,...) Lichtschalter
    > nur 10Euro kostet wird es schwerer 20 Euro für einen KNX Schalter zu
    > verlangen... (Zumal so ein KNX schalter für unter 5 Euro herstellbar sein
    > sollte in großen Mengen)

    Würdest du ernsthaft in einem Neubau auf Funklösungen setzen? Ich bevorzuge da ein Kabel, bei dem ich mich nicht mit Empfangsproblemen rumschlagen muss.
    Als Nachrüstoption ist es OK.

  8. Re: KNX ist doch die unverschämt teure Profi-Lösung!

    Autor: smurf 25.03.15 - 09:27

    Natürlich ist Funk suboptimal, aber als Konkurrenz zu KNX sollte ein System, das man als Profi wirklich verwenden und vernetzen kann, mittelfristig trotzdem die Preise drücken.

    Billige Funklösungen gibt es ja schon seit einem Jahrzehnt, aber diese idiotischen Inseln waren und sind nicht professionell einsetzbar.

  9. Re: KNX ist doch die unverschämt teure Profi-Lösung!

    Autor: katzenpisse 25.03.15 - 11:02

    smurf schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Natürlich ist Funk suboptimal, aber als Konkurrenz zu KNX sollte ein
    > System, das man als Profi wirklich verwenden und vernetzen kann,
    > mittelfristig trotzdem die Preise drücken.

    AFAIK gibt es aber momentan keines.

    > Billige Funklösungen gibt es ja schon seit einem Jahrzehnt, aber diese
    > idiotischen Inseln waren und sind nicht professionell einsetzbar.

    Eine Insellösung von einem Hersteller kann man sich nicht ins Haus bauen. Hat der Hersteller in 5 Jahren keine Lust mehr und man braucht in 10 Jahren ein Ersatz- oder Erweiterungsgerät, steht man dumm da.

  10. Re: KNX ist doch die unverschämt teure Profi-Lösung!

    Autor: smurf 25.03.15 - 11:38

    katzenpisse schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Natürlich ist Funk suboptimal, aber als Konkurrenz zu KNX sollte ein
    > > System, das man als Profi wirklich verwenden und vernetzen kann,
    > > mittelfristig trotzdem die Preise drücken.
    >
    > AFAIK gibt es aber momentan keines.
    >
    Was hast du gegen Enocean?

    > Eine Insellösung von einem Hersteller kann man sich nicht ins Haus bauen.

    Sag ich doch. Sobald irgendwas mit irgendwas Anderem reden soll, kann man den ganzen Kram vergessen. Und der Endbenutzer hat den Frust.

  11. Re: KNX ist doch die unverschämt teure Profi-Lösung!

    Autor: Riemen 08.12.19 - 22:23

    Ich habe selber KNX verbaut. Allerdings nur MDT Glastaster als Bedien-Interfaces in den einzelnen Räumen. Die eigentliche Logik steckt in einem anderen zentralen System.

    Ich habe mich auf anraten meines Elektrikers dafür entschieden, war mir damals aber nicht im Klaren, was das bedeutet.

    Wäre ich das gewesen, hätte ich mich auf keinen Fall dafür entschieden.
    KNX ist sowas von 1990: Eine Hand voll Hersteller teilen sich den Markt mit völlig überteuerten Komponenten auf. Ein einfacher Schaltsensor, dessen Logik ich mit Chinateilen für 3¤ selbst zusammenbaue, kostet locker 40¤ und das ist noch einer der günstigsten. Komplexere Bedieneinheiten können schnell hunderte Euros kosten und haben immer noch stark beschränkte, unflexible Funktionalität. Ein Raspi mit nem Touchdisplay kann unendlich viel mehr und kostet nen Bruchteil. Von nem Chinahandy für 100¤ ganz zu schweigen.
    Ja, ich weiß die Zertifizierung usw. kosten die Hersteller auch ne Menge Geld, aber das ist ja gerade Teil des Problems. Wäre diese nicht so teuer, könnten diese die Geräte auch günstiger anbieten.

    Dann ist die Programmierung die Hölle. ETS5 ist furchbar unflexibel. man muss händisch Gruppenadressen an die Schnittstellen der Geräte binden und alles einzeln einstellen. Es gibt keinerlei grafische Darstellung der Vernetzung. Dagegen ist die Programmierung in vielen anderen Systemen, auch in einigen Open-Source-Systemen ein Segen.

    Dann ist der Bus auch technisch ziemlich veraltet. Versucht mal etwas größere Datenmengen, wie z.B. Texte mit wenigen hundert Byte darüber zu senden. Dann ist der Bus ganz schnell blockiert. Wenn man bedenkt, dass es heute möglich ist, HD-Videosignale über die 2 Drähte einer Klingelanlage zu senden, ist das echt ein Armutszeugnis.
    Zu den Sicherheitsproblemen steht ja genug im Artikel.

    Und der größte Hammer: Obwohl man die überteuerten Geräte gekauft hat, darf man sie nicht selbst programmieren, sondern soll sich die Software für 1000¤ kaufen. (Solche Bastellösungen, wie den Kauf der Lite-Version für immer noch 200¤ und die Verteilung auf mehrere Projekte will ich hier gar nicht anfangen. Wenn man ein Haus komplett programmeiren will, wird das ne ziemliche Fummelei.) Warum es hier nicht zumindest eine freie Lizenz für Privatanwender gibt, verstehe ich nicht. Von dem Gedanken, es den Entwicklern so einfach wie möglich zu machen, kostenlose Entwicklungstools und offene Schnittstellen zur Verfügung zu stellen, oder die Software gleich Open Source zu machen, keine Rede. KNX übersieht, dass gerade das Firmen wie Google und Systeme wie Android so groß gemacht hat.

    Kurzum: Ich sehe für KNX eine schwierige Zukunft. Immer mehr Konkurrenzsysteme, wie ZWAVE, Zigbee (Xiaomi, Hue, Ikea usw.) und diverse weitere Open-Source und proprietäre Systeme drängen in den Markt. Wenn sich an der Philosophie und den Preisen nichts ändert, wird sich das System imho langfristig nicht halten können.

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