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Banken selber schuld....
Autor: Tuxraxer007 20.12.21 - 10:21
Bei uns im Nachbarort haben die schon dreimal den selben Geldautomaten gesprengt, beim letzten Mal hat es richtig Sachschaden in benachbarten Geschäft gegeben.
Aber die Banken sind doch selber schuld.
Wenn ich in die Niederlande rüberfahre sehe ich an den meisten Geldautomaten dort Warnhinweise auf installierte Farbpatronen. Wird der Automat gesprengt, ist das Geld in der Kassette direkt mit Farbe unbrauchbar gemacht.
Bei uns scheuen die Banken scheinbar die Investionen in diese Systeme, weil das müssen die ja selber zahlen.
Ein Gesprengter Geldautomat ist ein Fall für die Versicherungen und somit von der Allgemeinheit bezahlt.
Das Ende vom Lied - viele Geldautomatenstandorte werden aufgegeben oder wie bei uns am Ort nicht mehr 24/7 zur Verfügung stehen, sondern nur noch tagsüber zwischen 6 und 22 Uhr. -
Re: Banken selber schuld....
Autor: genussge 20.12.21 - 10:34
Generell wird ein Bargeldautomat immer unattraktiver für Banken wie auch für Kunden. Der Onlinehandel wie auch die Kartenzahlung haben allein durch Corona das Bargeld immer weiter verdrängt.
Und bereits vor der Pandemie wurde das Angebot der Automaten jährlich reduziert. -
Re: Banken selber schuld....
Autor: xoxox 20.12.21 - 10:35
Hab genau dasselbe gedacht. Alle Automaten die ich nutze sind per Farbpatrone geschützt. Wenn die Banken zur Verfügung stehende Technik nicht nutzen, sollen sie nicht rum heulen.
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Re: Banken selber schuld....
Autor: Magroll 20.12.21 - 10:46
Die sind selbst schuld?
Ist das nicht ein Fall von victim blaming? -
Re: Banken selber schuld....
Autor: elcaron 20.12.21 - 10:46
Werden die Versicherungen auch nicht ewig mitmachen.
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Re: Banken selber schuld....
Autor: Steven Lake 20.12.21 - 11:00
Es werden doch auch Automaten mit Farbpatrone gesprengt. Die Frage ist welche Versicherung das überhaupt zulässt. Ist doch wie mit der Hausrat, wo die nur eine bestimmte Summe außerhalb eines Tresors versichern. Wäre ja auch ein massives Problem. Deswegen kostet ja auch Bargeld den Handel Geld. Je mehr Geld, desto höher die Anforderungen an die Sicherheit.
Bei der Sprengung ist doch das Ziel dass die Farbpatrone nicht an alle Scheine kommt. Die Frage ist wie viel die Banken dagegen machen können. Die können auch nicht zu sehr die Sicherheit hoch schrauben, weil sonst der Sprengstoff zu viel wird und das Gebäude zur Ruine wird.
Wenn die Automaten allerdings immer noch mit Gas gesprengt werden, dann sollte es doch relativ einfach sein, das zu verhindern. Braucht ja nur einen Sensor, der das Gas mitbekommt. Entweder wird da eine große Absauganlage aktiviert oder man bringt das Gas zu früh zur Zündung.
Man könnte aber auch noch fieser werden, aber dann könnte man auch sofort das Bargeld abschaffen. Man kann die Seriennummern scannen und Scheine im Automaten werden erst freigeschaltet, wenn es legal entnommen wird. Kassen müssen das Geld scannen, um festzustellen, ob es gültig ist. Wenn man dabei ist, kann man das Geld schön nachverfolgen. -
Re: Banken selber schuld....
Autor: unbuntu 20.12.21 - 11:01
Nö, es gibt ja Sicherheitsvorkehrungen, aber die Banken wollen die halt nicht nutzen. Wer im Straßenverkehr keinen Gurt trägt ist ja auch selbst schuld, wenn er sich verletzt.
Linux ist das beste Betriebssystem, das ich jemals gesehen habe.
- Albert Einstein -
Re: Banken selber schuld....
Autor: M.P. 20.12.21 - 11:02
Ich bin da hin- und hergerissen.
Wenn die technische Möglichkeit besteht, das Sprengen unattraktiv zu machen, sollte man schon erwarten, dass Banken diese auch nutzen...
Insbesondere sind Bankfilialen ja gelegentlich nicht die einzigen Mieter in einem Gebäude.
Ich würde ungerne in eine Wohnung ziehen, die direkt über einem Geldautomaten im 1. Stock liegt, wenn der keine "Farbbeutel" Logos trägt ... -
Re: Banken selber schuld....
Autor: Drumma_XXL 20.12.21 - 15:45
Gasschutz funktioniert viel einfacher mit einer Schleuse am Schlitz. Man kann zwar bei geöffnetem Entnahmefach Gas einleiten aber das kommt halt nur bis zur gasdichten Klappe dahinter die öffnet um das Geld ins Entnahmefach zu lassen und wieder zu geht bevor dieses aufgeht.
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Re: Banken selber schuld....
Autor: MarcusK 20.12.21 - 17:57
Drumma_XXL schrieb:
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> Gasschutz funktioniert viel einfacher mit einer Schleuse am Schlitz. Man
> kann zwar bei geöffnetem Entnahmefach Gas einleiten aber das kommt halt nur
> bis zur gasdichten Klappe dahinter die öffnet um das Geld ins Entnahmefach
> zu lassen und wieder zu geht bevor dieses aufgeht.
mit einen Akkuschrauber lässt sich doch bestimmt an irgendeiner stelle ein Loch für da einleiten vom Gas bohren. Da finde ich die Idee mit dem zünden schon besser. -
Re: Banken selber schuld....
Autor: NativesAlter 20.12.21 - 18:58
Drumma_XXL schrieb:
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> Gasschutz funktioniert viel einfacher mit einer Schleuse am Schlitz. Man
> kann zwar bei geöffnetem Entnahmefach Gas einleiten aber das kommt halt nur
> bis zur gasdichten Klappe dahinter die öffnet um das Geld ins Entnahmefach
> zu lassen und wieder zu geht bevor dieses aufgeht.
Das wäre technisch sehr aufwendig und fehleranfällig und erhöht den Wartungsaufwand enorm - die Gasdichtheit des Mechanismus muß regelmäßig überprüft werden. Die Kosten wird keine Bank freiwillig bezahlen.
Schätze, einfacher und billiger wären Gassensoren kombiniert mit 'ner großen Kartusche Inertgas zum Fluten des Automaten im Bedarfsfall.
Dazu im Auslösefall 'ne mechanische Verriegelung des Automaten und ein stiller Alarm, und das Thema könnte sich weitestgehend erledigt haben.
Just my 2 cents. :)
1 mal bearbeitet, zuletzt am 20.12.21 19:02 durch NativesAlter. -
Re: Banken selber schuld....
Autor: packansack 21.12.21 - 03:24
Das ist wie Fallschirme im Flugzeug. Wegen einem Fail/Einbruch bei 1 von 100.000 Geräten gleich die restlichen 99.999 auch ausstatten? (Ja ich weiß, es sprechen andere Gründe außer Kostengründe gegen Fallschirme im Flugzeug) Dann doch eher eine teurere "high-security" Version von Geldautomat für unsichere Gegenden entwickeln, aber dann: was ist unsicher? Ghetto? Oder auch auf dem Land? Weil man da eher ungestörter an die Arbeit gehen kann. Aber wirklich abgelegen tun diese Automaten ja auch auf dem Land nicht liegen.
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Re: Banken selber schuld....
Autor: mfeldt 21.12.21 - 09:52
Tuxraxer007 schrieb:
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> Bei uns im Nachbarort haben die schon dreimal den selben Geldautomaten
> gesprengt, beim letzten Mal hat es richtig Sachschaden in benachbarten
> Geschäft gegeben.
>
> Aber die Banken sind doch selber schuld.
>
> Wenn ich in die Niederlande rüberfahre sehe ich an den meisten
> Geldautomaten dort Warnhinweise auf installierte Farbpatronen. Wird der
> Automat gesprengt, ist das Geld in der Kassette direkt mit Farbe
> unbrauchbar gemacht.
> Bei uns scheuen die Banken scheinbar die Investionen in diese Systeme, weil
> das müssen die ja selber zahlen.
> Ein Gesprengter Geldautomat ist ein Fall für die Versicherungen und somit
> von der Allgemeinheit bezahlt.
>
> Das Ende vom Lied - viele Geldautomatenstandorte werden aufgegeben oder wie
> bei uns am Ort nicht mehr 24/7 zur Verfügung stehen, sondern nur noch
> tagsüber zwischen 6 und 22 Uhr.
Könnte sein, der Ursprung liegt in der Automatisierung selbst. Man versucht alles und jedes komplett personalfrei zu betreiben und wundert sich dann, wenn es dem Vandalismus anheim fällt. Kameras helfen wenig bis gar nicht.
Geldautomaten, Parkhäuser, U-Bahnen - noch in den 1980ern gab es auf jedem U-Bahnhof in Berlin 3 Mann Personal, wer denn Edding ausgezogen hat wurde in der Regel sofort erwischt und angeschnauzt, der Stift konfisziert, nicht selten die Eltern benachrichtigt. So hat die Jugend gelernt keine Bahnhöfe zu zerstören - heute lernt sie: uns doch egal!
Mal sehen was passiert, wenn demnächst auch Geschäfte und Supermärkte ohne Personal auskommen müssen.



