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Wie charmant

Am 17. Juli erscheint Ghost of Tsushima; Assassin's Creed Valhalla und Watch Dogs Legions konnten wir auch gerade länger anspielen - Anlass genug, um über Actionspiele, neue Games und die Next-Gen-Konsolen zu sprechen! Unser Chef-Abenteurer Peter Steinlechner stellt sich einer neuen Challenge: euren Fragen.
Er wird sie am 16. Juli von 14 Uhr bis 16 Uhr beantworten.
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  1. Wie charmant

    Autor: AllDayPiano 23.06.20 - 13:18

    Es wird also ein legitimes uns legales Unternehmen angegriffen, deren Geschäftsmodell komplett zerstört, nur weil Strafverfolgungsbehörden gerne Zugriff haben wollen?

    Ich frage mich, wie legal diese Operation gewesen sein mag...

    Lasst uns jetzt die Facebook-Server kompromittieren, weil ja kriminelle über Whatsapp chatten können.

    Wie wäre es wohl, wenn man den Stahl von Heckler & Koch heimlich falsch legieren würde, damit deren Waffen niemanden mehr töten können - immerhin haben auch Terroristen diese benutzt?

    Ich entschuldige mich schon jetzt dafür: Falls ein Beitrag beim falschen Adressat landet, oder gar beim ganz falschen Thema landet, dann liegt es

    AN DER VERDAMMTEN SPRINGEREI VON GOLEM.DE!

  2. Re: Wie charmant

    Autor: User_x 23.06.20 - 13:50

    wenn die das nicht bereits sind?

  3. Re: Wie charmant

    Autor: chefin 23.06.20 - 14:33

    Also versteh ich das richtig: Es reicht ein legales Gewerbe zu haben, um allen möglichen Straftätern Unterschlupf zu bieten?

    Zuviel John Wick geschaut glaube ich.

    Natürlich muss jeder mit Behörden kooperieren, sollten strafrechtliche Belange anstehen. Sonst mache ich morgen eine Werkstatt auf die sich drauf spezialisiert Unfallflüchtigen ihren Autos zu richten, damit die Polizei nicht anhand der Unfallspuren nachweisen kann, das er einen Unfall hatte. Kostet dann 3x soviel, aber die welche das brauchen, werden mir das Zahlen. Ich wer stinkreich und deine toten Kinder interessieren mich eher weniger.

    Nein, das ist natürlich kein legales Geschäftsmodell, mit dem ich agieren kann. Sowas fällt unter Sittenwidrig. Genau deswegen gibt es auch ein solches Gesetz. Um derartige Geschäfte zu unterbinden. Und auch verschlüsselte Chatdienste haben sofern möglich der Polizei Zugriff zu gewähren sollte es nötig werden.

  4. Re: Wie charmant

    Autor: Tantalus 23.06.20 - 14:48

    chefin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also versteh ich das richtig: Es reicht ein legales Gewerbe zu haben, um
    > allen möglichen Straftätern Unterschlupf zu bieten?

    Andersrum wird ein Schuh draus: Nur weil Kriminelle Deinen legalen Dienst nutzen, wird dieser dadurch nicht illegal. Und verschlüsselte Kommunikation anzubieten ist eben nicht illegal, sonst hätten nahezu sämtliche Messenger, Banken etc ein riesen Problem.

    > Natürlich muss jeder mit Behörden kooperieren, sollten strafrechtliche
    > Belange anstehen.

    Dafür dürfen sich aber Strafverfolgungsbehörden nicht selbst strafbar machen.

    > Genau deswegen gibt es auch ein
    > solches Gesetz. Um derartige Geschäfte zu unterbinden. Und auch
    > verschlüsselte Chatdienste haben sofern möglich der Polizei Zugriff zu
    > gewähren sollte es nötig werden.

    Es gibt (zumindest in DE und AFAIK auch in EU) kein Gesetz, das mich als Anbieter eines E2E-verschlüsselten Kommunikationsdienstes verpflichtet, Hintertüren in meine Software einzubauen über die die Kunden dann gehackt werden können.

    Gruß
    Tantalus

    ___________________________

    Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.

  5. Re: Wie charmant

    Autor: narfomat 23.06.20 - 15:12

    >Also versteh ich das richtig: Es reicht ein legales Gewerbe zu haben, um allen möglichen Straftätern Unterschlupf zu bieten?

    also erstens mal darfst du einem straftäter SEHR WOHL "unterschlupf" gewähren, sonst würden sich nämlich alle hotels, die straftäter in ihre zimmer lassen, strafbar machen.

    das gleiche gilt selbstverständlich auch für das anbieten von kommunikationsdienstleistungen.

    und das macht auch sinn, weil du als betreiber eines hotels oder chatdienstes logischerweise gar nicht wissen kannst, ob die person der du deinen service anbietest ein straftäter ist, außer dir kann das gegenteil bewiesen werden.

    was aber eben sowieso erst recht keinen sinn macht, weil grade bei kapitalverbrechen die ermittlungsbehörden natürlich dem dienstleister (sollte es sich um SO EINEN dienstleister handeln...) kaum mitteilen werden, das kunde D eine drogenbande oder kunde T ein terrorist(TM) ist.

    mit john wick hat das nicht das geringste zu tun, das beispiel hinkt komplett, weil das hotel in john wick ist ja keine bootschaft in dem staatliche behörden keine verfügungsgewalt hätten, sondern eine neutrale zone, für welche sich die mitglieder einer (kriminellen) vereinigung gegenseitig vertraglich verpflichtet haben, neutral zu bleiben... =)

    >Und auch verschlüsselte Chatdienste haben sofern möglich der Polizei Zugriff zu gewähren sollte es nötig werden.

    >Es gibt (zumindest in DE und AFAIK auch in EU) kein Gesetz, das mich als Anbieter eines E2E-verschlüsselten Kommunikationsdienstes verpflichtet, Hintertüren in meine Software einzubauen über die die Kunden dann gehackt werden können.

    exakt. und darum haben die strafverfolgungsbehörden (oder jemand in deren auftrag, sicher nicht nachweisbar die nummer) das ding ja auch selbst angegriffen...

  6. Re: Wie charmant

    Autor: FreiGeistler 23.06.20 - 16:45

    narfomat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Es gibt (zumindest in DE und AFAIK auch in EU) kein Gesetz, das mich als
    > > Anbieter eines E2E-verschlüsselten Kommunikationsdienstes verpflichtet,
    > > Hintertüren in meine Software einzubauen über die die Kunden dann gehackt
    > > werden können.
    >
    > exakt. und darum haben die strafverfolgungsbehörden (oder jemand in deren
    > auftrag, sicher nicht nachweisbar die nummer) das ding ja auch selbst
    > angegriffen...
    ...was weder in DE noch der Europol gestattet ist. Der Zweck heiligt nicht die Mittel.

  7. Re: Wie charmant

    Autor: 43rtgfj5 02.07.20 - 18:30

    FreiGeistler schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > narfomat schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > > Es gibt (zumindest in DE und AFAIK auch in EU) kein Gesetz, das mich
    > als
    > > > Anbieter eines E2E-verschlüsselten Kommunikationsdienstes
    > verpflichtet,
    > > > Hintertüren in meine Software einzubauen über die die Kunden dann
    > gehackt
    > > > werden können.
    > >
    > > exakt. und darum haben die strafverfolgungsbehörden (oder jemand in
    > deren
    > > auftrag, sicher nicht nachweisbar die nummer) das ding ja auch selbst
    > > angegriffen...
    > ...was weder in DE noch der Europol gestattet ist. Der Zweck heiligt nicht
    > die Mittel.

    Inwiefern nicht gestattet?
    Ich bin durchaus pro Datenschutz und Privatsphäre, aber die Behörden haben hier anscheinend das Endgerät bzw. die Endgeräte von Straftätern gehackt, gegen die ermittelt wird. Das ist technisch das gleiche wie wenn dein normales Handy beschlagnahmt wird, und die deinen PIN knacken indem sie rumprobieren.
    Natürlich dürfen sie nicht mutwillig das Geschäftsmodell zerstören, weil sie es witzig finden. Ist hier aber auch nicht so. Das ist halt schade, dass das Unternehmen da jetzt in Mitleidenschaft gezogen wird, aber die Behörden haben lediglich ein Endgerät eines Straftäters geknackt. An diesem vorgehen ist nichts strafbar.
    Wenn die eine Verschlüsselte Festplatte von dir haben, und die versuchen zu knacken, ist das auch 1:1 das gleiche. Da beschwert sich aber niemand, dass das gemacht wird.

  8. Re: Wie charmant

    Autor: M.P. 02.07.20 - 18:44

    narfomat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > also erstens mal darfst du einem straftäter SEHR WOHL "unterschlupf"
    > gewähren, sonst würden sich nämlich alle hotels, die straftäter in ihre
    > zimmer lassen, strafbar machen.
    >

    Strafbar wird es, wenn das Hotelpersonal sich den Ausweis beim Einchecken nicht zeigen lässt, nicht sicherstellt, dass das Meldeformular korrekt ausgefüllt wird oder ähnliches ...

    Auch ein Portier, der bei Ankunft der Polizei einen verdächtigen Meldezettel versucht aufzuessen wird sich wohl strafbar machen ...

  9. Re: Wie charmant

    Autor: maverick1977 02.07.20 - 19:37

    narfomat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >Also versteh ich das richtig: Es reicht ein legales Gewerbe zu haben, um
    > allen möglichen Straftätern Unterschlupf zu bieten?
    >
    > also erstens mal darfst du einem straftäter SEHR WOHL "unterschlupf"
    > gewähren, sonst würden sich nämlich alle hotels, die straftäter in ihre
    > zimmer lassen, strafbar machen.
    >
    > das gleiche gilt selbstverständlich auch für das anbieten von
    > kommunikationsdienstleistungen.
    >
    > und das macht auch sinn, weil du als betreiber eines hotels oder
    > chatdienstes logischerweise gar nicht wissen kannst, ob die person der du
    > deinen service anbietest ein straftäter ist, außer dir kann das gegenteil
    > bewiesen werden.
    >
    > was aber eben sowieso erst recht keinen sinn macht, weil grade bei
    > kapitalverbrechen die ermittlungsbehörden natürlich dem dienstleister
    > (sollte es sich um SO EINEN dienstleister handeln...) kaum mitteilen
    > werden, das kunde D eine drogenbande oder kunde T ein terrorist(TM) ist.
    >
    > mit john wick hat das nicht das geringste zu tun, das beispiel hinkt
    > komplett, weil das hotel in john wick ist ja keine bootschaft in dem
    > staatliche behörden keine verfügungsgewalt hätten, sondern eine neutrale
    > zone, für welche sich die mitglieder einer (kriminellen) vereinigung
    > gegenseitig vertraglich verpflichtet haben, neutral zu bleiben... =)
    >
    > >Und auch verschlüsselte Chatdienste haben sofern möglich der Polizei
    > Zugriff zu gewähren sollte es nötig werden.
    >
    > >Es gibt (zumindest in DE und AFAIK auch in EU) kein Gesetz, das mich als
    > Anbieter eines E2E-verschlüsselten Kommunikationsdienstes verpflichtet,
    > Hintertüren in meine Software einzubauen über die die Kunden dann gehackt
    > werden können.
    >
    > exakt. und darum haben die strafverfolgungsbehörden (oder jemand in deren
    > auftrag, sicher nicht nachweisbar die nummer) das ding ja auch selbst
    > angegriffen...

    Ist deine Shift-Taste kaputt???

    Es ist schon eine sinnvolle Einrichtung gewesen, dass man Dinge, die man anfassen kann, groß geschrieben wurden. Beispiel gefällig?

    wenn fliegen hinter fliegen fliegen, fliegen fliegen fliegen nach.
    Wenn Fliegen hinter Fliegen fliegen, fliegen Fliegen Fliegen nach.

    Welcher Satz bekommt deiner Meinung nach mehr Sinn?

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