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  5. › Kryptowährung: Belohnung für Bitcoin…

Ich wette...

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  1. Ich wette...

    Autor: 4L3X 10.07.16 - 14:59

    ... im Juli 2020 gibt es nur noch 6,25 bitcoins alle 10 Minuten ;)

  2. Re: Ich wette...

    Autor: Gromran 10.07.16 - 16:01

    Bis dahin ist dieser Blödsinn eh verschwunden.

  3. Re: Ich wette...

    Autor: SoniX 10.07.16 - 16:05

    Weil?

    Meinst du unser Geldsystem funktioniert besser?

    Vll verschwindet auch der Euro auf absehbare Zeit.

  4. Re: Ich wette...

    Autor: Maldino 10.07.16 - 17:29

    Gromran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bis dahin ist dieser Blödsinn eh verschwunden.

    In wiefern ist Bitcoin den Blödsinn? Ist dir bewusst das sämtliche Großbanken und Zentralbanken um die Welt sehr an dieser Technologie interessiert sind? Zuerst weil sie Angst hatten das sie eines Tages überflüssig werden könnten. Dann haben sie gesehen dass sie sehr viel von dem System lernen können und für sich zu Nutze machen können. Letztlich wird gar kein Weg mehr drumherum führen.

    Hier ein Beitrag vom Schweizer Fernehen wie Bitcoin isch auf die Finanzindustrie auswirkt:
    https://www.youtube.com/watch?v=iOCDRZQSUGI

    Hier ein Video von der UBS:
    https://www.youtube.com/watch?v=MBzrUKzTjiw

    Weitere kann jeder selbst suchen =)

    Was die Banken mit Bitcoin im Sinn haben ist wahrscheinlich nicht das was wir wirklich wollen aber es Zeigt wie ernst sie das Thema nehmen und das Bitcoin unglaublich wichtig ist.

    Bitcoin muss sich natürlich noch massiv weiterentwickeln aber da sind auch ganz viele Leute damit beschäftigt. Seit der Erfindung vom Internet gab es nie mehr ein solch großes Projekt. Zum Glück forschen nicht nur Banken daran sondern auch Universitäten, Firmen und ganz viele andere Interessierte.

    Aber auch beim Internet gab es Leute die das alles als Blödsinn abgetan haben. Verschwunden ist es dennoch nicht. Zum Glück!

    Es wird natürlich auch sehr viel Unsinn über Bitcoin geschrieben und als außenstehender kann man schnell mal denken das ist alles nur Energieverschwendung und eine unnötige Technologie. Ich gib dir einfach mal den Tipp dich da mal etwas schlau zu machen. Man kann in dem Gebiete unglaublich viel lernen. Das angeeignete Wissen ist unabhängig davon ob Bitcoin überlebt extrem Wertvoll.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 10.07.16 17:33 durch Maldino.

  5. Re: Ich wette...

    Autor: maverick1977 10.07.16 - 19:18

    Maldino schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was die Banken mit Bitcoin im Sinn haben ist wahrscheinlich nicht das was
    > wir wirklich wollen aber es Zeigt wie ernst sie das Thema nehmen und das
    > Bitcoin unglaublich wichtig ist.

    Die Griechenlandpleite ist auch unheimlich wichtig. Und? Man sieht ja, wie unsere wohl wissenden, in die Zukunft blickenden, dass bearbeiten! Nur weil ein paar geile Banken auf ein System scharf sind, muss dies noch lange nicht die Bestätigung dafür sein, dass es ein gutes System ist!

    Bitcoins sind ebenso unvorhersehbar und unstetig, wie es die Inflation und die Währungssprünge durch die Börse sind. Die einzig wirklich sinnvolle Art, zu zahlen, ist Gold! Gold kann man anfassen und bunkern. Es geht nicht bei "Strom aus" verloren und ist in begrenzten Mengen verfügbar. Dennoch fluktuirt sogar der Goldpreis durch die Börsenspekulanten.

    Das größte Problem ist bei unserem Währungssystem einfach, dass man Papier ohne Gegenwert drucken kann und das die Bundesbank die Hoheit darüber verloren hat. Normalerweise, wenn eine Bank Geld brauchen würde, hätte sie dieses mit Gold bezahlen müssen. So war es in den USA auch mal vorgesehen, bis ein windiger Bankensack das ganze System gekippt hat. Seit dem gibts in den USA mehr Dollars, als Sandkörner an US-Amerikanischen Stränden! Und nichts davon ist wirklich das wert, dass drauf steht, weil es nicht getauscht, sondern blind generiert wurde.

    Und nur weil Bitcoins endlich sind, was ich noch immer bezweifle, weil ich den Code nicht kenne und wenn, nicht verstehen würde, muss Bitcoin garantiert nicht das Heil allen Übels sein, sondern kann auch einfach nur ein weiteres Fass sein, mit dem der Arbeiter geschröpft wird! Denn Schlussendlich ist in der wirklichen Welt mit Bitcoins kaum etwas anzufangen, außer Erpressertrojaner zu beseitigen. Und gerade dafür ist Geld, dass man zurück verfolgen kann doch bedeutend besser, um die miesen Erpresser dingfestmachen zu können!

  6. Re: Ich wette...

    Autor: SoniX 10.07.16 - 19:37

    Ob nun Geld in Papierform, in Münzen, mit oder ohne Gegenwert in Gold, Gold in Barren oder Münzen, andere Edelmetalle, Bitcoins, Altcoins oder weiß der Geier was: Alles ist nur soviel wert wie wir ihm zugestehen. Da unterscheidet sich keine Währung. Insofern ist deine komplette Argumentation hinfällig.

  7. Re: Ich wette...

    Autor: Maldino 10.07.16 - 20:25

    Wie gesagt es sind nicht nur die Banken, die haben momentan einfach vor allem Angst ihr Business langfristig zu verlieren.

    Das Problem an Gold ist, dass du damit nicht im Internet bezahlen kannst und internationale Zahlungen würden sehr lange dauern. Auch große Beträge kannst du nicht ohne erheblichen Aufwand transferieren. Gib noch ganz viele weite Dinge die mit Gold nicht gehen weil es nicht digital ist. Mit Bitcoin kann man noch viel mehr machen als einfache Zahlungen von A noch B. Man kann Transaktionen machen die von möglichen X Schlüssel mit mindestens Y Schlüssel signiert werden müssen. Damit kann man extrem elegante Dinge machen auf die ich jetzt da nicht weiter eingehe, weil es den Rahmen sprengen würde.

    Einige Probleme vom Geldsystem hast du ja auch bereits erwähnt. Das Drucken des Bargelds ist aber noch das kleinste Problem. Das Meiste Geld kommt von den ganz normalen Geschäftsbanken durch Kreditvergabe. Wenn eine Bank einen Kredit vergibt dann wir genau in dem Moment neues Geld geschaffen das erst wieder aus dem System verschwindet wenn der Kredit zurückbezahlt wird. Viele denken das Banken nur Geld weiter verleihen. Falls du das auch denkst dann musst du dich mal informieren =).

    Bitcoins sind genau wegen dem all 4 Jährlich stattfindendem Halving endlich. In den ersten 4 Jahren wurden 50% der Bitcoins generiert, in den nächsten 4 Jahren weitere 25%. Ab jetzt bis in 4 Jahren kommen 12.5% dazu. 2020-2024 nochmals 6.75%. Es kommen also alle 4 Jahre nochmals die Hälfte von dem was noch bis zu 100% fehlt dazu. Beim 64 Halving hat es dann zuwenig Kommastellen und der Blockreward fällt auf 0.

    Theoretisch könnte man diese Regel im Code abändern aber das würde nur dann funktionieren wenn die Mehrheit das will. Da dies aber einer der Grundbausteine von Bitcoin ist wird man dies auch nicht einfach so mal abändern. Das ganze ist also schon sehr sehr fest in den Stein gemeißelt.

    Bei Gold könnte es hingegen passieren das wir plötzlich neue Goldquellen finden. Eventuell besitzen wir in 50 Jahe die Technologie um Gold von Asteroiden zu holen. Das würde dann gemacht werden, egal ob die Mehrheit dafür ist oder nicht.

    Ich selbst nutze Bitoin sehr aktiv in meinem Alltag. Es gibt zwar nicht viele Orte die schon direkt Bitcoin akzeptieren aber ich kann damit meine Debit-Karte von zuhause aus oder sogar mit meinem Smart-Phone aufladen. Mein Guthaben für mein Prepaid Mobile-Abo kann ich mit Bitcoin laden. Amazon Gutscheinecodes kaufen und dann ohne Kreditkarte einkaufen, Filme und Games für die XBox kaufen, Guthaben bei meinem VoIP Anbieter aufladen und noch ganz vieles mehr. Überall wo ich mit Bitcoin bezahlen kann bevorzuge ich das ganz klar der Kreditkarte da es oft günstiger ist und viel einfacher und sicherer geht. Für Leute die sich damit nicht auskenne ist es aktuell vielleicht noch nicht ganz so einfach aber das entwickelt sich gerade enorm.
    Für mich aber ein ganz wichtiger Punkt ist, dass ich mit Bitcoin unabhängig bin von ganzen kaputten Finanzsystem.

    Ein weit verbreiteter Irrtum ist, dass Bitcoin nicht zurückverfolgt werden kann. Man ist da zwar nicht mit Name registriert aber jede Zahlung ist bis zu ihrem Ursprung zurückverfolgbar und genau deshalb werden auch diejenige die damit illegales tun immer wieder gefasst. In Zusammenarbeit mit Europol wurden schon einige Erpressertojaner Kiddis gefasst. Zahlungen in unserem Bankensystem können aber wunderbar verschleiert werden und da steht die Polizei recht schnell mal sau dumm da. Natürlich muss man da schon eher zu den Großkriminellen oder Terrororganisationen gehören um von dieser Verschleierung im Bankensystem zu Profitieren zu können. Siehe --> Pannema-Papers, ist nur eine Möglichkeit gibt noch viele Mehr.

    Unser Bankensystem kann aber auch wunderbar für geopolitische Spielchen missbraucht werden um ganze Ländern unter Druck zu setzten und aus zu bluten zu lassen. Zudem sind die Zahlungsnetzwerke wie SWIFT total veraltet und die kämpfen mit massiven Sicherheitslücken. Hackerangriffe sind dort alltäglich und da verschwindet leider immer wieder sehr seht viel Geld. Die Systeme sind auch unter der Kontrolle der USA. Ich verweise da einfach mal auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/SWIFT

    Der ganze Schindluder der in unserem Bankensystem betrieben wird ist wirtschaftlich die viel grössere Katastrophe als die par Kiddis mit ihren Erpressertrojaner.

  8. Re: Ich wette...

    Autor: Nahkampfschaf 11.07.16 - 01:04

    Gromran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bis dahin ist dieser Blödsinn eh verschwunden.

    "Japan's Largest Bank to Launch Digital Currency in 2017"
    "Canada Has Been Experimenting With A Digital Fiat Currency Called CAD-COIN"
    "Pilotprojekt in Zug: Schweizer Stadt akzeptiert Bitcoins als Zahlungsmittel"
    "US Government Awards $600k in Grants for Blockchain Projects" (Nicht Bitcoin, jedoch FACTOM / FCT bezogen)
    "In Argentina, Bitcoin is a popular phenomenon, and on July 3, the cryptocurrency saved the country’s Uber service thanks to a collaboration with Xapo"

    Kleine Bitcoin/DigitalCurrency Nachrichten erspare ich mir mal, genauso wie Blockchain relevante Nachrichten.

    Gerade Banken/Staaten werden die anonymität (ja, man ist nicht 100% anonym, aber anonymer als mit jedem Bankkonto) sicher nicht als Hauptmerkmal sehen, aber man kann schön erkennen, was Bitcoin hier alles angestoßen hat. So ziemlich jede größere Bank und viele Staaten experimentieren inzwischen mit der Blockchain und auch digitalen Währungen, angelehnt an Bitcoin.

    Mit einem geb ich dir allerdings recht. In DEUTSCHLAND wird man mit Bitcoin so schnell kaum relevante Zahlungsgebiete sehen (man kann hier bei Rewe Online Lebensmittel bestellen, das wars allerdings fast schon). Woanders kann man damit inzwischen problemlos seine Kreditkarte (prepaid) aufladen und an zig stellen (besonders online) bezahlen.

  9. Re: Ich wette...

    Autor: non_sense 11.07.16 - 07:04

    Maldino schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Meiste Geld kommt von
    > den ganz normalen Geschäftsbanken durch Kreditvergabe. Wenn eine Bank einen
    > Kredit vergibt dann wir genau in dem Moment neues Geld geschaffen das erst
    > wieder aus dem System verschwindet wenn der Kredit zurückbezahlt wird.
    > Viele denken das Banken nur Geld weiter verleihen. Falls du das auch denkst
    > dann musst du dich mal informieren =)

    Dann Folge deinen Ratschlag und informiere dich selbst, bevor du dich mit halbwissen um dich schlägst...
    Schon mal was von Refinanzierung gehört? Die Banken drucken nicht das Geld und es findet auch keine geldvermehrung statt, wenn ein Kredit vergeben wurde.

  10. Re: Ich wette...

    Autor: Anonymer Nutzer 11.07.16 - 08:25

    Lies dich mal in die 51-%-Attacke ein. Dann weißt du, warum die Banken an Bitcoin interessiert sind.

  11. Re: Ich wette...

    Autor: deutscher_michel 11.07.16 - 10:06

    Jein die Geldvermehrung findet indirekt durch den Zins statt ...und das Geld wird auch durch die Kreditvergabe indirekt gedruckt, nämlich wenn sich die Bank das Geld von der EZB leiht..

  12. Re: Ich wette...

    Autor: der_wahre_hannes 11.07.16 - 10:13

    deutscher_michel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Jein die Geldvermehrung findet indirekt durch den Zins statt ...und das
    > Geld wird auch durch die Kreditvergabe indirekt gedruckt, nämlich wenn sich
    > die Bank das Geld von der EZB leiht..

    Die EZB wird aber einen Teufel tun und unendlich Geld drucken.

  13. Re: Ich wette...

    Autor: acer66 11.07.16 - 10:40

    non_sense schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Maldino schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Das Meiste Geld kommt von
    > > den ganz normalen Geschäftsbanken durch Kreditvergabe. Wenn eine Bank
    > einen
    > > Kredit vergibt dann wir genau in dem Moment neues Geld geschaffen das
    > erst
    > > wieder aus dem System verschwindet wenn der Kredit zurückbezahlt wird.
    > > Viele denken das Banken nur Geld weiter verleihen. Falls du das auch
    > denkst
    > > dann musst du dich mal informieren =)
    >
    > Dann Folge deinen Ratschlag und informiere dich selbst, bevor du dich mit
    > halbwissen um dich schlägst...
    > Schon mal was von Refinanzierung gehört? Die Banken drucken nicht das Geld
    > und es findet auch keine geldvermehrung statt, wenn ein Kredit vergeben
    > wurde.

    Wohl nicht in der VWL- Vorlesung aufgepasst.

    hier mal ein kleiner Ex-Kurs:



    Der Geldschöpfungsmultiplikator geht davon aus, dass die Zentralbanken Geld
    erschaffen. Dieses von den Zentralbanken geschaffene Geld wird von den Banken
    an Nichtbanken verliehen, wodurch Giralgeld entsteht, das nicht vollständig
    von den Banken gedeckt sein muss. Durch diese Unterdeckung der Kreditvergabe
    der Banken kann Zentralbankgeld mehrfach verliehen werden.
    Die Geldmenge kann durch Aktivitäten der Geschäftsbanken erhöht werden, ohne dass die Zentralbank die Zentralbankgeldmenge (Geldbasis) erhöht (Rothengatter/Schaffer/Spring 2008: 184).
    Dieser Geldschöpfungsvorgang vollzieht sich in drei Schritten:
    1. Das von der Zentralbank geschaffene Geld wird über die Banken als Giralgeld
    an die Nichtbanken weitergereicht.
    2. Die Theorie geht davon aus, dass die Nichtbanken einen Teil des Geldes als
    Giralgeld belassen. Das Geld spaltet sich in Giralgeld und Bargeld auf.
    3. Das Giralgeld wird nun wieder an Nichtbanken verliehen.
    Dieser Prozess, der sich in drei Schritten vollzieht, wird durch folgende Faktoren
    abgebremst:
    • Die Reservehaltung der Banken durch gesetzliche Vorgaben und aus Sicherheitsabwägungen der Banken, ihren Kunden auch Geld auszahlen zu
    können
    • Durch die Bargeldhaltung der Nichtbanken


    Dazu gibt es auch eine schöne Formel einfach mal nach dem Geldschöpfungsmultiplikator googlen

  14. Re: Ich wette...

    Autor: Maldino 11.07.16 - 11:14

    non_sense schrieb:
    > Dann Folge deinen Ratschlag und informiere dich selbst, bevor du dich mit
    > halbwissen um dich schlägst...
    > Schon mal was von Refinanzierung gehört? Die Banken drucken nicht das Geld
    > und es findet auch keine geldvermehrung statt, wenn ein Kredit vergeben
    > wurde.

    Natürlich drucken die Banken kein Geld, das dürfen sie auch gar nicht. Die Banken schaffen Giralgeld was letztlich aber genau so als Geld wahrgenommen wird. Neues Giralgeld kommt tatsächlich wie ich beschrieben habe durch die Kreditvergabe in Umlauf und wird bei der Rückzahlung des Kredits wieder vernichtet.

    Zum Zeitpunkt der Kreditvergabe wird der Kredit durch die gleichzeigt enstehen Schuld bei der Bank "refinanziert". Der Grösste Teil unserer Geldes ist Giralgeld dem in gleicher höhe Schulden gegenüberstehen. Wenn sich der Staat verschuldet dann heißt das auch immer gleichzeitig das mehr Geld im Umlauf ist. Das gleiche gilt für Private. Wenn alle ihre Schulden zurückbezahlten würden dann wäre das ganze Giralgeld weg und wir hätten im Verhältnis nur noch wenig Zentralbankgeld.

    Die Bank muss dazu im Euroraum 1% Reserve halten in vorm von Zentralbankgeld. Hat sie diese nicht kann sie sich die bei anderen Banken oder auch bei der Zentralbank leihen. Durch die Zinssätze auf Zentralbankengeld und auch durch die Menge die sich im Umlauf befindet haben die Zentralbanken einen indirekten Einfluss auch auf die Vergabe der Kredite.

    Dieser Mechanismus funktioniert aktuell aber kaum noch. Die Banken haben nämlich im Überfluss Reserve und könnten eigentlich massenhaft Kredite vergeben. Wegen der wirtschaftlichen und politischen instabilen Lage tun sie das aktuell aber nur sehr zögerlich, da sie fürchten das die Kredite nicht alle zurückbezahlt werden können. Dann würde sich ein Loch auf tun, das sie selbst refinanzieren müssen.

    Das System hat also seine Grenze und tendiert auch zur Blasenbildung. In der Schweiz läuft genau aus diesem Grund gerade eine "Voll Geld Imitative", die das ändern will. Mit Vollgeld ist gemeint dass das Gesamte Geld von der Zentralbank stammen muss und die Banken nur Geld von A nach B weiter verleihen können und nicht eigenes Giralgeld schöpfen dürfen. Das hat natürlich sowohl vor wie auch Nachteile. Bitcoin wäre aber ein solches Vollgeldsystem.

    Hier ein Video vom Schweizer Fernsehen, das nochmals das ganze Thema erklärt:
    https://www.youtube.com/watch?v=o8IiMB0ULtY

    Und da ganz allgemein zum Nachlesen:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Geldsch%C3%B6pfung

    Bücher zum Thema gibt es auch ausreichend. Interessant fand ich zum Beispiel das:
    https://www.amazon.de/Geld-aus-dem-Nichts-erm%C3%B6glichen/dp/3527508171

  15. Re: Ich wette...

    Autor: Maldino 11.07.16 - 11:26

    schachbrett schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Lies dich mal in die 51-%-Attacke ein. Dann weißt du, warum die Banken an
    > Bitcoin interessiert sind.

    Was die 51-%-Attacke ist weiß ich schon seit mehr als 3 Jahren. Das ist aber nicht der Grund weshalb sich Banken dafür interessieren. Die Banken sind vor allem an der Technologie hinter Bitcoin interessiert. Es wird dabei immer vom Blockchain-Technologie gesprochen obwohl eine Blockchain so wie sie die Banken gerne hätten oft total sinnlos ist. Das haben die aber auch schon selbst bemerkt und nennen es jetzt noch allgemeiner "Distributed Ledger Technology" oder kurz DTL. Das Problem ist das sie jetzt auch erst mal die Technologie verstehen müssen und eigentlich Bitcoin nicht so designet ist das es für Banken nützlich ist. Dennoch gibt es einige Elemente von Bitcoin die sich die Banken abschauen können um dadurch ihre Systeme effizienter zu machen.

    Schau mal da welche Banken da sogar schon gemeinsam daran zusammenarbeitet:
    https://en.wikipedia.org/wiki/R3_(company)

    Parallel dazu wird sich natürlich Bitcoin weiterentwickeln und wird immer die offene alternative sein zu der jeder Zugang hat. Der offene Ansatz gefällt mir ehrlich gesagt besser und wird vermutlich langfristig eher überleben.

  16. Re: Ich wette...

    Autor: Anonymer Nutzer 11.07.16 - 11:48

    Maldino schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Was die 51-%-Attacke ist weiß ich schon seit mehr als 3 Jahren. Das ist
    > aber nicht der Grund weshalb sich Banken dafür interessieren. Die Banken
    > sind vor allem an der Technologie hinter Bitcoin interessiert. Es wird
    > dabei immer vom Blockchain-Technologie gesprochen obwohl eine Blockchain so
    > wie sie die Banken gerne hätten oft total sinnlos ist.

    Richtig. Aber genau deswegen ja auch das Interesse. Es geht vor allem darum, dass man Zahlungswege abändern oder blockieren kann. Und gerade bei den Kryptowährungen geht das systembedingt nur effektiv bei >50%. Oder man erschafft eben eine neue Kryptowährung, wo ein derartiger Eingriff vom System her schon möglich ist. Und genau das ist das Interesse der Banken. Es geht schlichtweg darum weiterhin die letzte Hoheit über Zahlungswege zu erhalten.

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