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  5. › Lobbyismus: Texte von Amazon und eBay…

Lobbyismus nicht per se schlecht

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  1. Lobbyismus nicht per se schlecht

    Autor: pholem 11.02.13 - 13:23

    Die meisten Leute beschweren sich tagaus, tagein über die vermeintliche Inkompetenz von Politikern. Nun schalten sich die Köpfe aus der Wirtschaft dazu und helfen dabei, den Kompetenzspiegel zu erhöhen. Dass aus dieser Richtung die Positionen eher einseitig sind bezweifle ich nicht, aber in der Politik geht es immer um das Finden eines Kompromisses gegensätzlicher Positionen. Außerdem haben die Politiker hier das finale Wort. Dass Formulierungen hier von amazon oder ebay kommen, heißt doch nur, dass die Politiker die Formulierungen für vertretbar hielten.
    Wer glaubt, dass jeder Politiker seine Seele an die "böse kapitalistische Wirtschaft" verkauft hat, der irrt sich.

    Wenn Lobbyisten nicht registriert sind oder sonstwas, ist das vielleicht verwerflich. Aber der Punkt ist: Lobbyismus ist nicht per se schlecht.

  2. Re: Lobbyismus nicht per se schlecht

    Autor: Replay 11.02.13 - 14:13

    WTF? Es gibt Länder, deren Politik tatsächlich weitgehend frei von Lobbyisten ist. Norwegen ist eines dieser Nationen. Und siehe da, der Laden läuft erstaunlich gut, die Bevölkerung ist sehr zufrieden. Kann sie auch sein.

    Was kann man daraus schlußfolgern? Daß die Politiker in der EU doof und die Politiker in Norwegen schlau sind? Das könnte man nach Deinem Text durchaus glauben.

    Die Realität sieht eben dergestalt aus, daß unsere Politiker (D und EU allgemein) keinen Arsch mehr in der Hose haben, Entscheidungen gegen wirtschaftliche Interessen und für das allgemeine Volk zu treffen. Und gerade Deutschlands Politik ist extrem von Lobbyisten durchsetzt. Beleuchte nur mal das Thema Tabakwerbung aller Art. Nur in D-Land ist derartige Werbung überhaupt noch erlaubt, obwohl D-Land ein entsprechendes Abkommen gegen Tabakwerbung ratifiziert hat. Aber solange die Tabaklobby Parteitage der FDP sponsert, wird Rösler, an dem ein entsprechendes Verbot scheitert, daran nichts ändern. Na ja, spätestens ab September ist der eh weg vom Fenster ^^

    Wie dem auch sei - Lobbyisten haben nichts in der Politik und Politiker nichts in der freien Wirtschaft zu suchen. So einfach ist (wäre) das.

    Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei, Unwissenheit ist Stärke. Das Ministerium für Wahrheit.

  3. Re: Lobbyismus nicht per se schlecht

    Autor: Uzzi 11.02.13 - 14:23

    Aber sicher doch, Lobbyismus ist per se verwerflich, wenn er nicht transparent ist.

  4. Re: Lobbyismus nicht per se schlecht

    Autor: sasquash 11.02.13 - 14:24

    Replay schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie dem auch sei - Lobbyisten haben nichts in der Politik und Politiker
    > nichts in der freien Wirtschaft zu suchen. So einfach ist (wäre) das.


    Mein Wort zum Sonntag (wenn auch einen Tag zu später dran ;D)

  5. Re: Lobbyismus nicht per se schlecht

    Autor: xUser 11.02.13 - 14:36

    Replay schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > WTF? Es gibt Länder, deren Politik tatsächlich weitgehend frei von
    > Lobbyisten ist. Norwegen ist eines dieser Nationen. Und siehe da, der Laden
    > läuft erstaunlich gut, die Bevölkerung ist sehr zufrieden. Kann sie auch
    > sein.

    Hast du dazu mal etwas genaueres? (Link o.ä.)

  6. Re: Lobbyismus nicht per se schlecht

    Autor: Replay 11.02.13 - 14:56

    http://www.elchburger.de/blog/denis/719-norwegen-veroeffentlicht-einkommen-und-vermoegen-seiner-buerger

    Das sagt alles, da jeder in Norwegen die Hosen runterläßt, alle Einkünfte, Steuerzahlungen, etc. liegen offen vor, für jeden einsehbar.

    Desweiteren gibt es für Politiker Sperrfristen, ab wann sie nach ihrer politischen Tätigkeit wieder für ein Wirtschaftsunternehmen bestimmter Größe tätig sein dürfen.

    Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei, Unwissenheit ist Stärke. Das Ministerium für Wahrheit.

  7. Re: Lobbyismus nicht per se schlecht

    Autor: redmord 11.02.13 - 15:24

    Beim Tabak erstaunt mich immer wieder das Gehampel mit der Werbung und ein paar Aufdrucken, doch das eigentliche Problem wird gänzlich ignoriert: die Additive.
    Additive im Tabak steigern die Abhängigkeit vom Nikotin und lassen den Rauch angenehmer erscheinern als er ist. Dadurch wird die Einstiegshürde zum Rauchen erheblich herabgesetzt.

    Nicht ohne Grund können viele Raucher mit unbehandeltem Tabak überhaupt nix anfangen. Will man die Zahl der Raucher effektiv mindern, muss man an die Additive ran.

  8. Re: Lobbyismus nicht per se schlecht

    Autor: tangonuevo 11.02.13 - 16:16

    pholem schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > der Politik geht es immer um das Finden eines Kompromisses gegensätzlicher
    > Positionen.

    Wie willst du einen Kompromiss finden, wenn eine Seite bei den Diskussionen nicht vertreten ist?

    > Außerdem haben die Politiker hier das finale Wort.

    Du hast vorher gesagt daß die Wirtschaft dem Politiker hilft den Kompetenzspiegel zu erhöhen. Das heisst also, der Lobbyist gibt dem Politiker Informationen, z.b. Statistiken. Du solltest selbst wissen, daß man durch geeignete Statistiken und das geschickte Weglassen von widersprechenden Informationen nun wirklich alles beweisen kann. Der Politiker hat einfach keine Chance, ausser er kennt sich auf dem Gebiet genauso gut wie der Lobbyist aus, dann braucht er ihn aber eigentlich nicht.

    > Wer glaubt, dass jeder Politiker seine Seele an die "böse kapitalistische
    > Wirtschaft" verkauft hat, der irrt sich.

    Nicht nötig. Es reichen schon Politiker mit wenig Ahnung

  9. Re: Lobbyismus nicht per se schlecht

    Autor: Baron Münchhausen. 11.02.13 - 16:30

    Bei der repräsentativen Demokratie geht es darum, dass Interessen vertreten werden.
    Lobbyisten sind Vertreter von Interessen.

    Was per se das Problem des System ist, ist die fehlende Möglichkeit für ALLE gleicher massen und gleich gewertet eine Vertretung der Interessen bei der Repräsentativen zu etablieren.

    Gleicher massen und gleich gewertet bedeutet, dass genau wie bei den Wahlen jede Stimmen gleich viel wert ist, genau so jeder die gleiche Menge, nicht weniger und nicht mehr, Einfluss auf die Repräsentative haben darf.

    Der finanzielle Einfluss ist aufgrund der fehlenden, zeitlichen Beschränkung viel einflussreicher als die Wahlen alle 4 Jahre!

    Uns wird immer wieder gesagt:
    Wenn alle mitbestimmen dürfen wo es lang geht, dann würde jeder nur an seine Interessen denken und damit das System zum Zusammenbrechen bringen.

    Mit dieser Argumentation schießt die Politik sich selbst ins Bein, denn:

    1. Geht es bei der Repräsentativen Demokratie um das Vertreten von Interessen

    und

    2. Ist es nicht bereits so, dass die Interessen genau auf diese Art und Weise vertreten werden, die sie selbst als schlecht bezeichnen, außer dem Unterschied, dass nur die mitmachen, die es sich leisten können?



    4 mal bearbeitet, zuletzt am 11.02.13 16:32 durch Baron Münchhausen..

  10. Re: Lobbyismus nicht per se schlecht

    Autor: tomate.salat.inc 11.02.13 - 17:30

    Sehe ich nicht so. Imho ist es eine Politik die sich danach entscheidet: "Aber der hat gesagt ...."

    Der Politiker kennt sich mit dem Thema nicht ausreichend aus? ... Dann hat er gefälligst nochmal keine Entscheidung darüber zu treffen! Jedes Szenario indem die Politiker wie Marionetten gespielt werden können ist schlicht schlecht!

    Zumal es auf mich wirkt, als ob die Entscheidungen recht einseitig getroffen werden (wo ist die Gegenstelle?)...

  11. Re: Lobbyismus nicht per se schlecht

    Autor: KeysUnlockTheWorld 11.02.13 - 17:39

    Uzzi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber sicher doch, Lobbyismus ist per se verwerflich, wenn er nicht
    > transparent ist.

    +1: genauso ist es.

  12. Re: Lobbyismus nicht per se schlecht

    Autor: SaSi 11.02.13 - 17:55

    was mich nur wundert:

    die sogenannten Lobbyisten - insbesondere beim Datenschutz müssten doch die am besten wissen was die opfern, selbst wenn die irgendwann mal aufhören oder ein konkurenzunternehmen diese personen mit den eigenen waffen schlägt wofür die gekämpft haben???

  13. Re: Lobbyismus nicht per se schlecht

    Autor: pholem 11.02.13 - 18:21

    Zufällig geht es beim Thema Verbraucherschutz genau um einen Eingriff von Politikern in die "freie" Wirtschaft ("Ihr müsst X / Ihr dürft nicht Y"). Wenn ihr der Meinung seid, dass sowas nicht zulässig ist, solltet ihr froh sein, dass es Lobbyisten gibt, die die Freiheit der Wirtschaft verteidigen.

  14. Re: Lobbyismus nicht per se schlecht

    Autor: tangonuevo 11.02.13 - 19:00

    pholem schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Zufällig geht es beim Thema Verbraucherschutz genau um einen Eingriff von
    > Politikern in die "freie" Wirtschaft ("Ihr müsst X / Ihr dürft nicht Y").
    > Wenn ihr der Meinung seid, dass sowas nicht zulässig ist, solltet ihr froh
    > sein, dass es Lobbyisten gibt, die die Freiheit der Wirtschaft verteidigen.

    Ich bin der Meinung das ist zulässig.

  15. Re: Lobbyismus nicht per se schlecht

    Autor: teenriot 11.02.13 - 19:08

    Geduldeter Lobbyismus ist nichts anderes als das Recht des Stärkeren.
    Ist es Zufall das es immer die Wirtschaftsriesen/Monopolisten sind, die sich am stärksten derart engarieren?
    Das Recht des Stärkeren schein ein legitimies Prinzip im Kapitalismus zu sein.
    Aber die Ebene der Politik hat die Aufgabe und die Verantwortung dies sozialverträglich zu steuern.
    Die Einheit von Wirtschaft und Politik ist fast automatisch Faschismus.

  16. Re: Lobbyismus nicht per se schlecht

    Autor: teenriot 11.02.13 - 19:12

    Die Freiheit der Wirtschaft bedeutet Kinderarbeit, Umweltzerstörung, Rechtlosigkeit...
    An oberster Stelle steht die Freiheit des Menschen. Diese ist nicht vereinbar mit einer freien Wirtschaft. Also muss man Prioritäten setzen, was Gottseidank auch gemacht wird. Aber es weicht auf: Beispiel Privatisierung von Stadtwerksbetrieben, der Wasserversorgung...

  17. Re: Lobbyismus nicht per se schlecht

    Autor: Charles Marlow 11.02.13 - 20:44

    ... nur war er bis heute noch nie gut.

    Ist wie mit dem Kapitalismus - im Idealfall die beste aller Lösungen für eine Volkswirtschaft, nur dummerweise gibt's diesen Idealfall nie.

  18. Re: Lobbyismus nicht per se schlecht

    Autor: deutscher_michel 11.02.13 - 20:46

    Gerade bei der Tabakwerbung ist der Grund viel Banaler: Schuld an der Nicht-Umsetzung ist allein Rösler und der weigert sich mit der Begründung auf einen § der damit gar nichts zu tun hat (gab neulich ne Doku dazu). Hintergrund ist, u.A. dass FDP-Veranstaltungen massive von Reemtsma & Co gesponsort werden - hab die Zahlen nicht im Kopf aber es gab genügend Videomatherial wo die entsprechenden Plakate auf FDP-Veranstaltungen ordentlich präsent waren... Lobbyismus at its best.

    Wann ratifiziert Deutschland endlich das Anti-Korruptionsabkommen der Uno? ..erbärmlich diese Bananenrepublik

  19. Re: Lobbyismus nicht per se schlecht

    Autor: Salzbretzel 11.02.13 - 22:56

    pholem schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > [...]aber in der Politik geht es immer um das Finden eines Kompromisses gegensätzlicher Positionen.
    Korrekt, dafür sollten aber beide Seiten bekannt sein. Natürlich kann der Lobbyist auch ehrlich sein, beide Seiten hinreichend erörtern - jedoch kann sich der Politiker darauf nicht verlassen und sollte sich selbst darum kümmern Wissen zu beschaffen.
    In diesem Fall geht es um den Verbraucherschutz. Ich frage mich wie viele Seiten von Verbraucherverbänden angefordert wurden.

    Zum Lobbyismus - ja, er ist nicht grundsätzlich schlecht. Leider ist er auch nicht grundsätzlich gut.

    "Das Genie: Ein Blitz, dessen Donner Jahrhunderte währt" (Knut Hamsun)

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