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Heute hatten wir den ersten Kunden ...

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  1. Heute hatten wir den ersten Kunden ...

    Autor: Pumeluk2 14.08.12 - 20:34

    ... der die 100 Euro bezahlt hat. Welche Version des Trojaners er auf dem Rechner hatte wissen wir nicht, denn sie habe ihn wieder freigeschaltet.

    Allerdings nur für eine Woche, dann hätte er erneut überweisen müssen.

    Für 40 Euro haben wir ihm das Ding entfernt und waren damit deutlich günstiger ;)

    Nichtsdestotrotz: Bringt den Leuten bei das man sich in Deutschland nicht von Straftaten per Ucash Überweisung freikaufen kann!

  2. Re: Heute hatten wir den ersten Kunden ...

    Autor: Sharra 14.08.12 - 21:01

    Und wie willst du das machen?
    Jeder normaldenkende Mensch würde sofort merken, dass BKA und co nicht auf irgendwelche Paymentanbieter setzen, sondern direkt per Überweisung einfordern würden, wenn es denn gerechtfertigt wäre.
    Aber das setzt eben Denken vorraus.

    Erstaunlich finde ich allerdings dass du den Trojaner angeblich entfernt hast, aber keine Ahnung hast, welche es denn war. Woher weisst du dann, dass er entfernt wurde? Im Endeffekt hast du für ein bisschen rumfrickeln 40¤ kassiert, kannst aber auch keine Garantie geben, dass das Teil nicht morgen wieder zickt.

  3. Re: Heute hatten wir den ersten Kunden ...

    Autor: red creep 14.08.12 - 21:41

    40 Öcken um die Kaspersky/Avira/Bitdefender CD einzulegen und zu starten? Ihr habt das Ding entfernt? Wie viele "PC-Spezialisten" braucht man um eine Malware zu entfernen? Seid ihr mti einem ganzen Team angerückt um die CD zu booten? Ich finde das ja etwas happig.

  4. Re: Heute hatten wir den ersten Kunden ...

    Autor: s1ou 14.08.12 - 22:38

    Aha, 40 Euro sind viel. Wenn du dir einen Maurer bestellst, dem die Hand schüttelst und er wieder nach Hause fährt kostet das deutlich mehr als 40¤, nur für die Anfahrt.

  5. Re: Heute hatten wir den ersten Kunden ...

    Autor: Anonymer Nutzer 14.08.12 - 22:50

    red creep schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 40 Öcken um die Kaspersky/Avira/Bitdefender CD einzulegen und zu starten?
    > Ihr habt das Ding entfernt? Wie viele "PC-Spezialisten" braucht man um eine
    > Malware zu entfernen? Seid ihr mti einem ganzen Team angerückt um die CD zu
    > booten? Ich finde das ja etwas happig.

    Wenn er sagt "wir" redet er umgangssprachlich von der Firma in der er arbeitet. Außerdem weißt Du doch gar nicht ob der Trojaner einfach nur entfernt wurde (was oft gar nicht mehr möglich ist ohne dabei wichtige Systemdateien zu löschen) oder das Betriebssystem direkt neu aufgesetzt wurde. Solange Du nicht einmal das weißt kannst Du erst einmal nur Mutmaßungen über den anfallenden Zeitaufwand aufstellen.

    Dann muss der Arbeitnehmer seinen Stundenlohn erhalten. Dabei musst Du die Arbeitgeberanteile einkalkulieren. Denn wenn Du 2000 ¤ Brutto verdienst kostest Du den Arbeitgeber noch wesentlich mehr. Nicht einmal Arbeitsmaterial, geschweige denn Schulungen sind dort mit einkalkuliert.

    Dann weißt Du auch nicht ob der Rechner gebracht wurde oder ob jemand raus gekommen ist. Das heißt die Pauschale für die Anfahrt fällt auch noch an. Die Pauschale muss Benzinkosten, Verschleiß des PKW, Steuern und Versicherung sowie die Arbeitszeit einkalkulieren.

    Also wie Du da mal eben so sagen kannst "40 Öcken" wären teuer erschließt sich mir nicht. Vielleicht kannst Du das ganze ja mal argumentativ untermauern.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 14.08.12 22:50 durch Rod-Trendy.

  6. Re: Heute hatten wir den ersten Kunden ...

    Autor: Ampel 14.08.12 - 23:10

    Pumeluk2 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Nichtsdestotrotz: Bringt den Leuten bei das man sich in Deutschland nicht
    > von Straftaten per Ucash Überweisung freikaufen kann!

    Man kann auch den Leuten beibringen das Sie anstelle Windows dann Linux nutzen sollen ,dann müssten Sie auch keine 100 Euro zahlen oder die 40 Euro in eurem Laden.
    Aber lieber zahlen ,das scheint bei den meisten das einfachste Mittel zu sein. Bei den leichtgläubigen Anwendern oder "Nutzern". Jedenfalls muss ich mir keine gedanken über sowas machen da ich Linux Nutze und sowas mir noch auf die Kiste kommt ,da sowas nur auf Windows Pc Systemen greift.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 14.08.12 23:20 durch Ampel.

  7. Re: Heute hatten wir den ersten Kunden ...

    Autor: Ampel 14.08.12 - 23:13

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Erstaunlich finde ich allerdings dass du den Trojaner angeblich entfernt
    > hast, aber keine Ahnung hast, welche es denn war. Woher weisst du dann,
    > dass er entfernt wurde? Im Endeffekt hast du für ein bisschen rumfrickeln
    > 40¤ kassiert, kannst aber auch keine Garantie geben, dass das Teil nicht
    > morgen wieder zickt.

    Für 40 Euro hätte ich beim Kunden (mit Rücksprache) das Windows von der Kiste geschmissen und durch ein Linux ersetzt. Dann hätte ich 100% Gewissheit das er defintiv weg wäre (Malaware) und der Kunde auch für die nächste Zeit keine mehr bekommt. Für 80 Euro wäre ich sogar bereit zusätzlich eine Datensicherung ( max. 1GB) zu machen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 14.08.12 23:18 durch Ampel.

  8. Re: Heute hatten wir den ersten Kunden ...

    Autor: Ampel 14.08.12 - 23:16

    s1ou schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aha, 40 Euro sind viel. Wenn du dir einen Maurer bestellst, dem die Hand
    > schüttelst und er wieder nach Hause fährt kostet das deutlich mehr als 40¤,
    > nur für die Anfahrt.

    In manchen Regionen kostet allein nur die Anfahrt schon 50-100 Euro . In einigen Bereichen kann auch schon ein einfacher Kostenvoranschlag bis zu 250 Euro und mehr kosten. Da sind 40 Euro lachhaft. Für 37,50 Euro krieg ich ne große Sushi Platte beim Lieferservice und die wird noch frei Haus geliefert Inkl. entweder nem Bierchen dazu oder kleines Fläschchen japanischen Pflaumenwein.

  9. Re: Heute hatten wir den ersten Kunden ...

    Autor: divStar 14.08.12 - 23:31

    40 Euro sind für einen professionellen Dienst vollkommen in Ordnung. Der Ladenbesitzer muss Steuern zahlen, Mitarbeiter bezahlen, Geräte einkaufen etc. etc. etc. Außerdem garantiert er in einem gewissen Maße für seine Leistung.

    Aber den Leuten kann man nicht beibringen, dass sie nicht überweisen sollen. Es ist auch ganz klar warum: weder die GVU, noch irgendeine andere Organisation schrecken davor zurück ihre Forderungen SO gigantisch werden zu lassen, dass sie dabei locker das Leben des Betroffenen komplett zerstören, indem sie ihm unbezahlbare Schulden auferlegen, denn Kostendeckelung gibt es nicht - und angeklagt kann ja nun jeder werden.
    Diese Organisationen verbreiten Angst - das ist die einzige Erklärung, warum Menschen bereit sind 100 Euro zu zahlen, in der Hoffnung, dass keine dieser Organisationen davon erfährt und ihr Leben ruiniert.

    Musik, Video, Ereignisse usw. zu kopieren liegt in der Natur des Menschen. Abgaben zahlen dagegen nicht. Und auch jene, die großartige Filme machen, haben die Ideen dazu oftmals "basierend auf etwas anderem" gehabt - aber müssen dafür halt nicht zahlen.

    Ich kann die zahlenden Leute gut verstehen - ihre Angst vor der persönlichen durch GVU und Konsorten hervorgerufenen Apokalypse ist nicht unbegründet. Nur muss man eben aufmerksam sein .. wenn es wirklich die GVU oder so war, dann werden die sich weder mit 100 Euro zufrieden geben, noch auf rechtliche Mittel verzichten. Die Macher solcher Trojaner zu bezahlen bringt also schlicht nichts.

  10. Re: Heute hatten wir den ersten Kunden ...

    Autor: seta 14.08.12 - 23:35

    ich bin ja selbst Linux User, und nutze jede Gelegenheit das zu erwähnen.

    Allerdings funktioniert ein Java drive-by auf allen Systemen im Prinzip gleich, das ist keine Lücke in Windows. Das selbe gilt für *potentielle* Flash und Browser Lücken die die GVU hier aufführt.

    Nicht Linux schützt dich hier, sondern nur das der Programmierer der Malware nicht weiss wie bzw es einfach nicht implementiert.

    Aber ja ohne rootkit, was echt selten ist (aber auch vorkommt, bzw siehe su bug usw...) kann die Malware nur bedingt was anstellen.

  11. Re: Heute hatten wir den ersten Kunden ...

    Autor: BountyOrc 14.08.12 - 23:52

    Wenn es für den Kunden okay war 40¤ zu bezahlen, gibts doch eigentlich kein Problem.

  12. Re: Heute hatten wir den ersten Kunden ...

    Autor: Anonymer Nutzer 14.08.12 - 23:59

    Ampel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In manchen Regionen kostet allein nur die Anfahrt schon 50-100 Euro . In
    > einigen Bereichen kann auch schon ein einfacher Kostenvoranschlag bis zu
    > 250 Euro und mehr kosten.
    Das ist richtig. Allerdings kann das Geld nur verlangt werden wenn vorher deutlich darauf hingewiesen wurde. Es gibt da nämlich noch so etwas wie Verhältnismäßigkeit. Wenn Du nicht bereit bist die Zahlung zu leisten weil Du nicht hinreichend informiert wurdest dann wird man in letzter Instanz bei dem Gericht landen. Jeder Richter würde einem da das Recht zusprechen, aufgrund der Verhältnismäßigkeit. Das jetzt bloß niemand mit Argumenten von 500 km Anreise kommt. Wir reden über regionale Dienste. Man kann schon so pauschal festhalten das, je nach Branche, 30 ¤ bis 60 ¤ gerechtfertigt sind. Oft wird es für den Kunden nochmals teurer wenn er von der Leistung absieht. Beispielsweise haben wir privat einmal den Fall gehabt das wir bei einem örtlichen Dienst jemanden haben rauskommen lassen. Der hat uns auch klar darauf hingewiesen das die Anfahrt mit 27 ¤ Grundpauschale berechnet wird. Wenn wir die Leistung dann nach dem Kostenvoranschlag in Anspruch nehmen wäre es bei den 27 ¤ geblieben. Hätten wir jedoch abgelehnt wäre noch einmal eine Pauschale von 13 ¤ für den Aufwand drauf gekommen womit man letztendlich bei 40 ¤ liegt. Grundsätzlich ist dafür "das nicht passiert ist" schon einmal hoch, aber über das Risiko sollte man sich zumindest dann im klaren sein wenn man vorher korrekt aufgeklärt wurde.

    > Da sind 40 Euro lachhaft. Für 37,50 Euro krieg
    > ich ne große Sushi Platte beim Lieferservice und die wird noch frei Haus
    > geliefert Inkl. entweder nem Bierchen dazu oder kleines Fläschchen
    > japanischen Pflaumenwein.
    Ja, das bekommt man wohl für den Preis. Nur hat man bei solchen Lieferdiensten sehr oft einen Mindestbestellwert von ab 100 ¤. Was auch immer jetzt ein Lieferdienst mit PC-Wartung zu tun hat. Aber gut das man darüber gesprochen hat.

  13. Re: Heute hatten wir den ersten Kunden ...

    Autor: Anonymer Nutzer 15.08.12 - 00:18

    Ampel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Für 40 Euro hätte ich beim Kunden (mit Rücksprache) das Windows von der
    > Kiste geschmissen und durch ein Linux ersetzt. Dann hätte ich 100%
    > Gewissheit das er defintiv weg wäre (Malaware) und der Kunde auch für die
    Das musst Du hier natürlich nicht sagen, aber mich würde mal interessieren ob Du Angestellter oder selbstständig bist? In Rücksprache ist ja grundsätzlich in Ordnung, nur weiß der Kunde dann auch sicher worauf er sich einlässt? Denn er wird für die 40 ¤ ja wohl kaum eine mehrstündige Linux-Schulung bekommen.

    Wenn Du jetzt sagst das wäre gar nicht notwendig wäre ich gerne bereit mich auf das Experiment einzulassen Dir den dreifachen Satz zu zahlen und mir das dann anhand meiner Mutter zu beweisen. Zugegebenermaßen ist es (nur durch meine persönlichen Erfahrungen im privaten Bekannten- und Freundeskreis) in den letzten zehn Jahren besser geworden und die Leute haben zumindest ansatzweise einen Sinn für Gefahren im Internet, für Notwendigkeit von Updates und Virenscannern und dem Umgang mit Standardprogrammen wie einem Web-Browser entwickelt, allerdings mit Einschränkungen.

    So weiß meine Mutter beispielsweise auch nach mehrfachem erklären nicht wie die Favoriten funktionieren und nutzt stattdessen ständig die Chronik, nutzt immer wieder den Internet Explorer anstelle des Firefox (ich habe den Firefox mit diversen Extensions etwas aufgebohrt) und schreckt vor jeglichen Bezahlvorgängen im Internet zurück. Letzteres ist natürlich besser anstatt in eine Falle zu rennen. Aber es zeigt das es einigen Leuten die nicht mit dem PC groß geworden sind einfach noch immer an Spürsinn fehlt, vor allen Dingen dann wenn sie eher in die Kategorie Gelegenheitsnutzer fallen. Aber es liegt definitiv nicht an meinen Erklärungen.

    Ich gebe Dir Brief und Siegel darauf das meine Mutter da nicht der einzige Präzedenzfall ist und das eben nicht "jede Oma Gentoo kompilieren und mit entsprechenden Parametern installieren" könnte. Solchen Leuten ein Linux System anzubieten (auch in Rücksprache) kann fatale Folgen für eine Firma haben. Natürlich hast Du das Risiko das sie sich unter Windows wieder einen Virus einfangen werden und die Schuld hinterher auf "unsachgemäße Arbeit der Firma" schieben werden. Aber wenn diese Nutzer mit dem Linuxsystem nicht zurecht kommen wird sich das genauso rumsprechen. Wenn man dann Schulungen anbietet heißt es das man "erst etwas aufgezwungen [jawohl so erinnern sie sich dann auf einmal daran] bekommt und nun mit Schulungen abgezockt wird". Dann wollen sie wieder alles wie es war am besten kostenlos. Wenn sie dann dennoch etwas zahlen müssen kann man froh sein wenn sie sich nicht jemand anderen bestellen oder härtere Methoden aufrollen. Das geht dann gerne mal schnell in die Richtung von Drohung mittels Anwalt. Am besten ist es den Benutzern immer das zu geben an das sie sich gewöhnt haben und sie zu sensibilisieren was schief gelaufen sein könnte und wie man das in Zukunft vermeiden kann: Nutzen von ausreichend starken Passwörtern, aktuell halten von Virenscannern und einspielen der Updates bei einzelnen Programmen oder beim Herunterfahren die Updates des Betriebssystems einspielen sowie Sensibilisierung für illegale Inhalte im Web und die Methoden wie man Benutzer abzuzocken versucht. Meistens sind sie dafür offen.

    So kommt es immer wieder mal vor das ich Bekannten Windows neu installieren muss weil sie sich über veraltete Browser ein- oder mehrere Trojaner eingefangen haben. Wenn ich dann bei der Installation darum bitte ein ausreichend langes Passwort einzugeben das am besten mindestens ein Sonderzeichen und mindestens eine Zahl enthält (jetzt bitte nicht mit Sinn und Zweck von Passphrasen kommen http://xkcd.com/936/) bekomme ich überraschend oft die Antwort "das brauche ich eigentlich nicht, da geht eh keiner dran". Wenn ich ihnen dann erkläre das der Rechner unter Umständen über das Internet erreichbar sein kann und auch Programme Rechte einfordern können, welche über einen eingeschränkten Benutzer hinaus gehen, reagieren die Leute oft total verwundert. Denn sie assoziieren die Notwendigkeit eines Passworts sehr oft damit das man das Passwort benötigt damit andere Familienmitglieder "nicht an die Daten kommen". Das dies bei physikalischem Zugriff auf das Gerät ein absurder Gedanke ist wird den meisten Leuten erst dann bewusst wenn ich ihnen das erkläre. Sie sehen dann aber schnell ein wofür Passwörter notwendig sind und nutzen sie brav.



    4 mal bearbeitet, zuletzt am 15.08.12 00:24 durch Rod-Trendy.

  14. Re: Heute hatten wir den ersten Kunden ...

    Autor: cry88 15.08.12 - 09:35

    du kannst wegen des internet explorers folgendes machen: benenn firefox in internet explorer um, änder das icon, pass die ui noch ein wenig an und lösch den internet explorer. so kannst du den fast jeden unterschieben :)

  15. Re: Heute hatten wir den ersten Kunden ...

    Autor: Der Held vom Erdbeerfeld 15.08.12 - 11:00

    Ampel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Man kann auch den Leuten beibringen das Sie anstelle
    > Windows dann Linux nutzen sollen ,dann müssten Sie auch
    > keine 100 Euro zahlen oder die 40 Euro in eurem Laden.

    Irgendwie scheinst Du nicht verstanden zu haben, wie der IT/EDV-Dienstleistungssektor (Oder die Welt an sich, was das angeht ...) funktioniert.

    Wenn der Kunde mit seinem Betriebssystem zu Dir kommt, das für seine Anwendungen als Plattform nötig ist (Auch wenn das "nur" Spiele sein sollten ...) oder das ihm einfach nur gefällt, dann besteht Deine verdammte Aufgabe darin, dieses System in Ordnung zu bringen. Es steht Dir darüber hinaus frei, die Preise der Branche zu unterbieten und dem Kunden Alternativen vorzuschlagen, die Du persönlich vorziehen würdest - aber nur dann, wenn diese auch auf das Anwenderprofil des Kunden zutreffen.

    Anstatt den Leuten beizubringen, dass sie auf ihr gewohntes Betriebssystem mit sämtlichen nur darauf laufenden Anwendungen verzichten sollen, um sich auf ein neues Betriebssystem einzustellen, dass für viele Anwendungen auf absehbare Zeit noch gar keine valide Plattform ist ...

    ... könnte man den Leuten ja auch einfach mal die Grundlagen vermitteln, die jeder Anwender unabhängig von Anwendungsbereich und Betriebssystem beherrschen sollte. Wenn Du uns hier im Golem-Forum mit Deinem aggressiven Linux-Feldzug auf die Nerven gehst, ist das eine Sache, aber wenn Du Deine Kunden mit potentiellen Jüngern verwechselst, bist Du gefährlicher als jeder Abzocker in der Branche.

    Was glaubst Du denn, was passiert, wen man jedem DAU vor eine Linux-Kiste setzt? Wenn bei Windows was nicht läuft, gibt es Support und die Hilfe von nebenan. Bei Linux müsste der Support von uns Wenigen geleistet werden, die sich auskennen, und mal ehrlich - abgesehen vom gemeinsamen Kernel kennt von uns doch auch nur jeder seine Handvoll Distributionen wirklich so weit in- und auswendig, dass man dafür tatsächlich hochwertigen Support bieten könnte.
    So lange Du nur Opa Knarz und Lieschen Müller zu Linux bringst, weil die im Grunde nur stabile Schreibmaschinen und Internet-Kisten brauchen, kannst Du das womöglich noch stemmen. Aber was machst Du, sobald Du es zwei Dutzend leute sind? Was machst Du, wenn Opa Knarz fragt, warum sein Enkel auf Besuch nicht Call of Duty auf seinem Rechner zocken kann und wenn Lieschen Müller in ihrem Heimbüro die auf Windows zugeschnittene Firmen-Softwarelösung nicht nutzen kann?

    Werd' mal pragmatisch, Junge. Im Service-Bereich interessiert Deine Meinung niemanden, sondern nur die kundenspezifischen und nachhaltigen Lösungen, die Du - natürlich gerne zu fairen Preisen - anbieten kannst.

  16. Re: Heute hatten wir den ersten Kunden ...

    Autor: win.ini 15.08.12 - 12:54

    Der Held vom Erdbeerfeld schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ampel schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Man kann auch den Leuten beibringen das Sie anstelle
    > > Windows dann Linux nutzen sollen ,dann müssten Sie auch
    > > keine 100 Euro zahlen oder die 40 Euro in eurem Laden.
    >
    > Irgendwie scheinst Du nicht verstanden zu haben, wie der
    > IT/EDV-Dienstleistungssektor (Oder die Welt an sich, was das angeht ...)
    > funktioniert.
    > [...]

    +1

  17. Re: Heute hatten wir den ersten Kunden ...

    Autor: narf 15.08.12 - 13:50

    >Für 40 Euro hätte ich beim Kunden (mit Rücksprache) das Windows von der Kiste geschmissen und durch ein Linux ersetzt.

    was machst du wenn der mit seinem PC DOOM27 spielen will? machst du das dann unter linux mit wine oder lässt du es unter xen oder vmware laufen?

    >Dann hätte ich 100% Gewissheit das er defintiv weg wäre (Malaware) und der Kunde auch für die nächste Zeit keine mehr bekommt.

    soso. 100% gewissheit...

    >Für 80 Euro wäre ich sogar bereit zusätzlich eine Datensicherung ( max. 1GB) zu machen.

    und für 120euro machst du 2 datensicherungen (max 2GB)??

    uaaaahh! so viele fische wie man an dich verteilen müsste gäbs in keinem grossen supermarkt...

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