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Noch vor verlassen des Saals einen neuen Job?

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  1. Noch vor verlassen des Saals einen neuen Job?

    Autor: deutscher_michel 10.08.17 - 13:28

    Experten in so einem Bereich können sich ihre Firmen aussuchen - vermutlich hatten die beiden am gleichen Tag bereits diverse Angebote in der Tasche, Alles andere würde mich wundern.

    Abgesehen davon ist es ist extrem unprofessionell so eine Kündigung eines Vortragenden noch auf dem Kongress zu machen - vermutlich hat die PR Abteilung geschlafen..

  2. Re: Noch vor verlassen des Saals einen neuen Job?

    Autor: Technik Schaf 10.08.17 - 13:36

    Die PR Abteilung wird da nicht viel Mitspracherecht gehabt haben. Vermute hier geht es ganz klar darum ein Zeichen zu setzen. Ihr veröffentlicht "Firmen geheimnisse" (etwas von dem wir nicht wollen das es andere wissen weil wir dann womöglich weniger Kohle machen können) also fliegt ihr raus. Hier geht es nur um Abschreckung bloß nichts zu tun das dem hoch heiligen Vorstand nicht gefällt.

    waren es echte firmengeheimnisse hatten sie wohl kaum gewartet und viel mehr als nur gekündigt. War wohl das einzige was das aktuelle Recht zu lässt. Dankbarer Weise haben Mitarbeiter zumindest noch ein paar wenige Rechte

  3. Re: Noch vor verlassen des Saals einen neuen Job?

    Autor: User_x 10.08.17 - 13:45

    die sprechen aber von midularer malware? greift salesforce nun seine eigenen kunden an? das wäre weit mehr als ein firmengeheimnis und ehrer ein angriff auf andere.

  4. Re: Noch vor verlassen des Saals einen neuen Job?

    Autor: teenriot* 10.08.17 - 13:47

    Meinst du wirklich Firmen reißen sich um Leute die Betriebsgeheimnisse leichtfertig ausplaudern?

  5. Re: Noch vor verlassen des Saals einen neuen Job?

    Autor: Muhaha 10.08.17 - 13:54

    teenriot* schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Meinst du wirklich Firmen reißen sich um Leute die Betriebsgeheimnisse
    > leichtfertig ausplaudern?

    Es geht hier um Expertise und nicht um pikiertes Höflichkeitskleinklein. Man weiß aus Erfahrung, dass da nicht irgendwelche Vollhonks Vorträge halten, sondern ausgesprochene Fachleute und Spezialisten.

    Gute Firmenchefs und Personaler wissen zudem, dass man durch kompetente Mitarbeiterführung genug Loyalität erzeugen kann, um Firmengeheimnisse ziemlich sicher zu machen.

  6. Re: Noch vor verlassen des Saals einen neuen Job?

    Autor: RaZZE 10.08.17 - 13:54

    deutscher_michel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Experten in so einem Bereich können sich ihre Firmen aussuchen - vermutlich
    > hatten die beiden am gleichen Tag bereits diverse Angebote in der Tasche,
    > Alles andere würde mich wundern.
    >
    > Abgesehen davon ist es ist extrem unprofessionell so eine Kündigung eines
    > Vortragenden noch auf dem Kongress zu machen - vermutlich hat die PR
    > Abteilung geschlafen..

    Ich denke eher dass die beiden nach der Aktion sehr interessante Job Angebote bekommen haben.

  7. Re: Noch vor verlassen des Saals einen neuen Job?

    Autor: Oktavian 10.08.17 - 13:56

    > Experten in so einem Bereich können sich ihre Firmen aussuchen

    Ja, solange sie die wichtigste Voraussetzung der Branche erfüllen: Integrität.

    Möchte man wirklich jemanden einstellen, der gegen ausdrückliche Anweisung des Managements sicherheitsrelevante Internas ausplaudert? Bei aller Qualifikation, damit katapultiert man sich ins aus. So einem Mitarbeiter kann man auch in Zukunft nicht vertrauen.

    Wäre es wenigstens irgendwelche dunklen Machenschaften gewesen, die da veröffentlicht wurden, dann könnte man noch verstehen, dass die höhere moralische Ziele verfolgt haben. Aber nix davon.

    Sorry, der Rauswurf war absolut gerechtfertigt. Auch in Deutschland hätte man dafür die fristlose Kündigung bekommen. Und deren Namen sind bekannt, das wird schwierig mit einer neuen Anstellung in einem Bereich, der auch nur ein Mindestmaß an Vertrauen benötigt.

  8. Re: Noch vor verlassen des Saals einen neuen Job?

    Autor: EWCH 10.08.17 - 14:07

    > Ihr veröffentlicht
    > "Firmen geheimnisse" (etwas von dem wir nicht wollen das es andere wissen
    > weil wir dann womöglich weniger Kohle machen können) also fliegt ihr raus.
    > Hier geht es nur um Abschreckung bloß nichts zu tun das dem hoch heiligen
    > Vorstand nicht gefällt.

    jaja, die schlimmen Kapitalisten. Nur dass die Entwickler von genau dieser "Kohle" bezahlt werden. Wer Sicherheit moechte arbeitet nunmal als Angestellter, entwickelt Software (oder was auch immer) fuer seinen Arbeitgeber und der hat dann auch die Rechte daran. Wer bereit ist mehr Risiko selbst zu tragen arbeitet freiberuflich und darf dann selbst entscheiden ob er seine Entwicklung als open source freigibt oder auf einer Messe ausplaudert.

  9. Re: Noch vor verlassen des Saals einen neuen Job?

    Autor: Buddhisto 10.08.17 - 14:20

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sorry, der Rauswurf war absolut gerechtfertigt. Auch in Deutschland hätte
    > man dafür die fristlose Kündigung bekommen. Und deren Namen sind bekannt,
    > das wird schwierig mit einer neuen Anstellung in einem Bereich, der auch
    > nur ein Mindestmaß an Vertrauen benötigt.

    Der Rauswurf ist/war wahrscheinlich rechtlich gerechtfertigt. Die Frage ist, was war der Beweggrund der beiden. Wenn es dabei um den Wechsel von open- zu closed-source geht, und die beiden unter der Prämisse das es open-source wird, an dem Projekt gearbeitet haben. Kann man den Punkt "Vertrauen" als zwei-schneidiges Schwert sehen ;). [hätte, hätte, Fahrradkette]

    so long...

  10. Re: Noch vor verlassen des Saals einen neuen Job?

    Autor: Muhaha 10.08.17 - 14:24

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Experten in so einem Bereich können sich ihre Firmen aussuchen
    >
    > Ja, solange sie die wichtigste Voraussetzung der Branche erfüllen:
    > Integrität.

    Und das stellt man nicht fest, wenn man es nur bei Oberflächlichkeiten belässt, sondern sich diese Leute genau anschaut. Denn solche Geschichten passieren oft genug, wenn seitens der Firma Versprechen gebrochen wurden, wenn durch eine Reihe von Fehlverhalten seitens der Firmenführung keine Spur mehr von Loyalität beim Arbeitnehmer mehr vorhanden ist.

    > Möchte man wirklich jemanden einstellen, der gegen ausdrückliche Anweisung
    > des Managements sicherheitsrelevante Internas ausplaudert?

    Warum nicht? Vielleicht besteht das Management bei Salesforce aus inkompetenten Vollhonks, die keinen Schimmer von dem haben, was sie eigentlich tun müssten?

    > Bei aller
    > Qualifikation, damit katapultiert man sich ins aus. So einem Mitarbeiter
    > kann man auch in Zukunft nicht vertrauen.

    Das kann man so sehen, keine Frage. Aber wer als Firmenchef oder Personalverantwortlicher so denkt, der wird mit Sicherheit bald selbst Opfer so eines "Leaks". Das beste Mittel gegen Geheimnisverrat ist Loyalität. Die man sich erst verdienen muss. Wer in seinen Mitarbeitern keine Loyalität erzeugen kann, braucht sich nicht zu wundern, wenn so etwas passiert.

    > Sorry, der Rauswurf war absolut gerechtfertigt.

    Niemand hier sagt, dass der Rauswurf unberechtigt sei. Nur Du.

  11. Re: Noch vor verlassen des Saals einen neuen Job?

    Autor: Cok3.Zer0 10.08.17 - 15:00

    Z.B. Netflix benutzt Carbon Black, die brauchen gar keine Malware ;)

  12. Re: Noch vor verlassen des Saals einen neuen Job?

    Autor: chefin 10.08.17 - 15:14

    Man kann Menschen wieder und wieder anschauen, in den Kopf schauen kann keiner. Was der Mensch alles sagt und verspricht muss sich an dem messen was er getan hat.

    Das Risiko das diese 2 wieder unloyal gegenüber der Firma werden ist höher als bei anderen. Man kann keinem in den Kopf schauen, daher bleibt nur sich die Vergangenheit heran zu ziehen.

  13. Re: Noch vor verlassen des Saals einen neuen Job?

    Autor: Dino13 10.08.17 - 15:18

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Gute Firmenchefs und Personaler wissen zudem, dass man durch kompetente
    > Mitarbeiterführung genug Loyalität erzeugen kann, um Firmengeheimnisse
    > ziemlich sicher zu machen.

    Wunschdenken. Geht nur über hohe Pönale. Prinzipiell frag ich mich warum man anhand eines Vortrags einen solch sensiblen Job geben sollte.

  14. Re: Noch vor verlassen des Saals einen neuen Job?

    Autor: KarstenS2 10.08.17 - 15:23

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wäre es wenigstens irgendwelche dunklen Machenschaften gewesen.

    Ein Werkzeug welches Malware verteilt stufst du nicht darunter ein?

  15. Re: Noch vor verlassen des Saals einen neuen Job?

    Autor: Muhaha 10.08.17 - 15:37

    Dino13 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Wunschdenken.

    Nö. Realität.

    > Geht nur über hohe Pönale.

    Ist ein Teil davon, aber Loyalität lässt sich nicht einfach kaufen. Es gehört mehr dazu.

    > Prinzipiell frag ich mich warum
    > man anhand eines Vortrags einen solch sensiblen Job geben sollte.

    Weil die Vortragenden auf solchen Konferenzen in der Regel sehr kompetente Spezialisten sind und keine Praktikannten, die mal was eben aus Wikipedia zusammenschlunzen.

  16. Re: Noch vor verlassen des Saals einen neuen Job?

    Autor: Muhaha 10.08.17 - 15:38

    chefin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Das Risiko das diese 2 wieder unloyal gegenüber der Firma werden ist höher
    > als bei anderen. Man kann keinem in den Kopf schauen, daher bleibt nur sich
    > die Vergangenheit heran zu ziehen.

    Quatsch!

  17. Re: Noch vor verlassen des Saals einen neuen Job?

    Autor: Sea 10.08.17 - 15:41

    völlig normale Werkzeuge für Pentester und Security Spezis.
    Ne Schusssichere Weste wird auch getestet, indem man drauf schiesst.
    Heisst ja nicht das man deswegen mit der Waffe auf Menschen schiessen will.
    Aber ich muss mein Lab mit den Tools beschiessen, die ein Angreifer auch nutzen würde. Und die haben solche Tools schon lange ...

  18. Re: Noch vor verlassen des Saals einen neuen Job?

    Autor: Bouncy 10.08.17 - 15:47

    Wahrscheinlicher ist eine Ausschlußklausel die besagt, dass sie für x Jahre keinen inhaltlich ähnlichen Job annehmen dürfen. Nur dann hat ein Arbeitgeber ein Druckmittel, das das Ausplaudern von Firmengeheimnissen verhindert, sonst wäre ja völlige Anarchie angesagt, weil jeder Arbeiter wertvoll wäre, der über Interna plappert...

  19. Re: Noch vor verlassen des Saals einen neuen Job?

    Autor: Oktavian 10.08.17 - 16:15

    > > Wäre es wenigstens irgendwelche dunklen Machenschaften gewesen.
    >
    > Ein Werkzeug welches Malware verteilt stufst du nicht darunter ein?

    Nein, das ist wie ein Küchenmesser. Ich kann damit wunderbar leckere Gerichte kochen, oder meinem nächsten den Kopf abtrennen. Es ist nur ein Werkzeug.

    Vor vielen Jahren habe ich auch mal einen Virus geschrieben, einfach um zu verstehen, wie die Dinger funktionieren. Es gar sogar Bücher darüber, die sehr detailliert die Mechanismen erklärten.

    Wenn heute in Security-Abteilungen Mitarbeiter genau das tun, würde mich das nicht nur nicht wundern, ich würde es für eine Selbstverständlichkeit halten.

  20. Re: Noch vor verlassen des Saals einen neuen Job?

    Autor: berritorre 10.08.17 - 16:18

    Tja, so einfach ist das alles leider nicht.

    Was bringt es einer Firma, wenn sie hervorragende Spezialisten haben, die dann aber Firmengeheimnisse ausplaudern und der Firma schaden?

    Ich gebe dir völlig recht, solche Spezialisten haben meist eine sehr gute Position beim Verhandeln. Aber da kommen meist noch ein paar Faktoren dazu. Wer neben der Spezialisierung auch noch andere positive Faktoren aufweisen kann hat eine noch wesentlich bessere Position. Und ich denke da gehört auch dazu diese Software eben nicht vorzustellen, wenn der Arbeitgeber es nicht wünscht. Wer es dann doch macht, wird das sicher nicht als Plus in seinem CV finden. Je nachdem wie gut er ist, mag er trotzdem Firmen finden die ihn nehmen. Aber auch die werden sich das schon genauer überlegen und welches Risiko ein solches Verhalten eines Mitarbeiters für die Firmen bergen kann.

    Wie schlimm jetzt dieser Vortrag für Salesforce kann ich nicht einschätzen. Aber wenn in meiner Firma jemand Informationen öffentlich machen würde, die geheim bleiben müssen, dann müsste ich ihn entlassen. Alles andere wäre der Todesstoss für die Firma. Wenn du mit sensiblen Daten von Firmen arbeitest, und die Mitarbeiter diese veröffentlichen, dann kann der Mitarbeiter noch so ein Spezialist sein, er ist leider für die Firma nicht mehr tragbar.

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