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Warum nicht (de)zentral auf der eigenen Karte?

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  1. Warum nicht (de)zentral auf der eigenen Karte?

    Autor: photoliner 07.08.17 - 10:00

    Ich verstehe bis heute nicht, warum man nicht einfach ein einheitliches Zugangssystem gebaut hat, welches auf Arztseite definiert, wer auf welche Bereiche Zugriff hat?
    Die Daten liegen auf meiner Karte mit entsprechenden Tags zur Zugangsberechtigung. Der Arzt mit den entsprechenden Zertifikaten kann dann auf eben nur diese Daten zugreifen. Mein Hausarzt sollte alles einsehen können. Mein Orthopäde braucht aber nicht auf meine Blutwerte zugreifen.
    Das Schöne daran ist: Über die Arzt- und Apothekenverbände und Krankenkassen kann ich dann jederzeit Zertifikate verteilen oder entziehen.
    Wir sind heute bereits so weit, dass sich nahezu unendlich viele Informationen auf solchen Telefonkarten speichern lassen, selbst wenn dort GB-weise CT-Aufnahmen darauf abgelegt werden.
    Warum nutzt man das nicht? Um Verlust vorzubeugen kann man zusätzlich einen Abgleich bei seiner Krankenkasse (als "Art Clouddienst") machen. Meine KK hat sowieso alle Befunde, damit dies abgerechnet werden kann. Beim Kartenwechsel, weil nach X Jahren die Gültigkeit erlischt, müssen die Daten dann eh neu aufgebracht werden.

  2. Re: Warum nicht (de)zentral auf der eigenen Karte?

    Autor: TheDragon 07.08.17 - 11:11

    Weil dann die Karten sündhaft teuer wären. Aktuell sind das Chip-Karten (analog wie eine SIM) auf der ein minimaler Prozessor mit minimalem Speicher sitzt. Die eigentlich relevanten Daten (bei Röntgen oder MRT könnten das schnell mal Gigabyte werden) sollten dann nach ursprünglichem Plan in eine zentrale Cloud abgelegt werden. Das klappt aber nur bedingt.


    T.

  3. Re: Warum nicht (de)zentral auf der eigenen Karte?

    Autor: photoliner 07.08.17 - 11:22

    So sind die Karten aktuell aufgebaut. Das müsste dann aber nicht mehr sein, weil das ver-/entschlüsseln ja auch auf dem Client passieren könnte. Dort habe ich sowieso schon Rechenkapazitäten zur Verfügung stehen.
    Und so sündhaft teuer kann der Speicher im Kartenformat nicht sein, sonst hätte des Gyn, der meine Freu betreut, nicht die Sono--Bilder auf einem solchen Medium gespeichert und uns ausgehändigt.

  4. Re: Warum nicht (de)zentral auf der eigenen Karte?

    Autor: Anonymer Nutzer 07.08.17 - 11:34

    photoliner schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > So sind die Karten aktuell aufgebaut. Das müsste dann aber nicht mehr sein,
    > weil das ver-/entschlüsseln ja auch auf dem Client passieren könnte. Dort
    > habe ich sowieso schon Rechenkapazitäten zur Verfügung stehen.
    > Und so sündhaft teuer kann der Speicher im Kartenformat nicht sein, sonst
    > hätte des Gyn, der meine Freu betreut, nicht die Sono--Bilder auf einem
    > solchen Medium gespeichert und uns ausgehändigt.
    Es macht aber einen Unterschied, ob ich die Sono-Bilder einer Untersuchung speichere oder ob ich schwer krank bin und wöchentlich Untersuchungen habe, wo bei jeder Untersuchung einige GB an Daten anfallen. Damit müsste man bei einer lokalen Speicherung dennoch alle Daten auch woanders speichern damit nicht plötzlich die Bilder von vor 3 Monaten gelöscht werden mussten.

  5. Re: Warum nicht (de)zentral auf der eigenen Karte?

    Autor: .02 Cents 07.08.17 - 11:39

    > hätte des Gyn, der meine Freu betreut, nicht die Sono--Bilder auf einem
    > solchen Medium gespeichert und uns ausgehändigt.

    Das ist kein Beweis für irgendwas. Das bedeutet lediglich, dass der Arzt bei der Kasse deutlich mehr für diese Dienstleistung abrechnen kann, als er für das Medium und dessen Handling bezahlt. Außerdem ist die persönliche Übergabe von solchen Daten ohne irgendeinen Sicherheitsmechanismus nur unter sehr naiver Betrachtung ein vergleichbares Szenario.

    Abgesehen davon: Womit liest du denn diese auf einem Gesundheitskarten Medium gespeicherten Daten wieder aus? Ich kenne es eher, das Ärzte nach wie vor CD / DVD brennen ... dürfte für die meisten im Handling einfacher sein.

  6. Re: Warum nicht (de)zentral auf der eigenen Karte?

    Autor: photoliner 07.08.17 - 11:45

    Das dürften aber Probleme sein, die man beheben kann. Sei es mittels Komprimierung oder verschlüsselter Ablage (solch großer oder veralteter Daten) bei Dritten, wie etwa den KKs oder deren Rechenzentren. Da bekommt man allerdings ein weiteres Problem: Up/Download. Auch wenn es nicht mehr so viele von ihnen gibt, aber Landärzte (der Name impliziert es bereits) dürften im Mittel nicht so gut angebunden sein, wie deren Kollegen in den Ballungsgebieten und Versorgungszentren.

  7. Re: Warum nicht (de)zentral auf der eigenen Karte?

    Autor: photoliner 07.08.17 - 11:50

    Es sollte zeigen, dass die Behauptung, dass es "sündhaft teuer" sei, solche Speichermedien zu verwenden, nicht haltbar ist. Jede an die KK geschriebene Mail, jeder Anruf kostet unterm Strich mehr (weil diverse Prozesse angesteuert werden), als einmal alle 5-10 Jahr eine neue Karte mit dickem Speicher auszustellen.

    Ich persönlich will die Karte doch gar nicht auslesen?! Und wenn ich es wollen würde, müsste ich mir, wie beim ePerso auch, ein entsprechendes Kartenlesegerät holen. Vielleicht hätte dieser dann auch endlich mal eine reale Verwendungsmöglichkeit, indem er mir Zugang verschafft.
    Wäre doch auch mal eine Überlegung wert: Kombination aus beiden: ePerso und eGK.

  8. Re: Warum nicht (de)zentral auf der eigenen Karte?

    Autor: /mecki78 07.08.17 - 12:54

    TheDragon schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Weil dann die Karten sündhaft teuer wären. Aktuell sind das Chip-Karten
    > (analog wie eine SIM) auf der ein minimaler Prozessor mit minimalem
    > Speicher sitzt. Die eigentlich relevanten Daten (bei Röntgen oder MRT
    > könnten das schnell mal Gigabyte werden) sollten dann nach ursprünglichem
    > Plan in eine zentrale Cloud abgelegt werden. Das klappt aber nur bedingt.

    Bedingt? Du meintest "gar nicht". Denn wenn das auch nur im Ansatz klappen könnte, warum bekommen dann die Patienten eine gebrannte CD oder DVD mit den Daten in die Hand und müssen die dann wieder zum Arzt bringen? Das war bei jedem so, den ich kenne und der in den letzten 12 Monaten ein MRT machen musste. Genau damit das nicht mehr der Fall ist, wurde ja das System eingeführt. Bisher hat sich aber nichts gegenüber der alten Karte verändert. Also zumindest nichts wovon ich was sehen oder mitbekommen würde.

    /Mecki

  9. Re: Warum nicht (de)zentral auf der eigenen Karte?

    Autor: LinuxMcBook 07.08.17 - 16:08

    photoliner schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mein Hausarzt sollte alles einsehen
    > können. Mein Orthopäde braucht aber nicht auf meine Blutwerte zugreifen.
    > Das Schöne daran ist: Über die Arzt- und Apothekenverbände und
    > Krankenkassen kann ich dann jederzeit Zertifikate verteilen oder
    > entziehen.

    Und genau das ist der Grund, wieso die Patienten nicht selbst entscheiden sollten, welcher Arzt welche Daten einsehen kann.

    Natürlich braucht der Orthopäde unter bestimmten Umständen auch die Blutwerte.
    Ist der Schmerz im Gelenk nun eine Verletzung oder eine Entzündung? Usw.
    Die Folge, wenn Patienten wahllos irgendwelche Untersuchungsergebnisse "verheimlichen" würden, wären nur wieder diese Doppeluntersuchungen die jährlich Milliarden kosten.

  10. Re: Warum nicht (de)zentral auf der eigenen Karte?

    Autor: photoliner 08.08.17 - 11:39

    Es hat doch niemand behauptet, dass der Patient dies zu bestimmen hat?! Es sollte lediglich ein (zugegeben nicht ganz durchdachtes) Beispiel sein. Ein Beispiel dafür, dass man (also die Projektierungsgruppe) sich vor Einführung Gedanken machen sollte, welcher Arzt welche Befunde ohne vorherige Nachfragen einsehen darf.
    Bei Bedarf und nach vorheriger Rücksprache könnte ein Arzt zusammen mit dem Patienten andere für ihn gesperrte Befunde/Fachbereich öffnen. Ich ziele hier mal auf psychologische Bereiche ab.

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