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Datenschutz = kein Schutz von Daten sondern Schutz von Menschen!

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  1. Datenschutz = kein Schutz von Daten sondern Schutz von Menschen!

    Autor: dsb 18.01.16 - 15:57

    Herr Hauke Gierow scheint nicht gerade viel Ahnung von Datenschutz zu haben.
    Das sieht man bereits an der Einleitung!
    Datenschutz ist nämlich gerade nicht der Schutz von Daten, auch wenn dies der Name für Leihen vermuten lässt, sondern, wie jeder weiß, der schon einmal eine Grundschulung im Datenschutz genießen durfte, der Schutz von Menschen, bzw. deren Persönlichkeitsrecht auf informationeller Selbstbestimmung, die sich aus Artikel 1 u. 2 unseres Grundgesetzes ableiten!
    Dieses Recht ist genau wie die Pressefreiheit laut unserer Verfassung ein Grundrecht aller Menschen die hier leben!

    Das Recht auf vergessene Links ist unnötig?
    Oder ist es vielleicht eher nicht an einer Gewinnmaximierung orientiert und damit unbequem?

    Wo es ein Recht gibt, gibt es auch immer Menschen die dieses Recht versuchen zu missbrauchen.
    Ich kann diesem Argument nicht folgen? Trotzdem bleibt das wahren von Grundrechten doch ein heeres Ziel!

    Das Ausblenden betrifft vor allem Medien?
    Habe ich da was falsch Verstanden?
    Google und andere Recherche-Dienste sind doch for allem genau dazu da, zur Recherche und kein Medium an sich.
    Die Pflicht zum Löschen betrifft ja auch nur solche Dienste. Die eigentlichen Quellen bleiben von einer Löschung erstmal unberührt, oder sehe ich das falsch?
    Wo wird hier das erwähnte Archivprivileg betroffen?

    Natürlich gilt deutsches bzw. europäisches Recht für in Deutschland bzw. Europa lebende Menschen.
    Daher ist eine Beschränkung der Google-Suchergebnisse, auf nationale Instanzen der Suchmaschine, welches ja mit einfachsten Mitteln umgangen werden kann, auch nicht zielführend!
    Dies würde nur dazu führen, dass bald viele Benutzer die nicht zensierten Instanzen standartmäßig aufrufen würden.

    Natürlich geht es um inhaltlich richtige (legale) Inhalte.
    Diese Erwähnung ist eigentlich überflüssig!

    Aber legal sind Inhalte eben nur, wenn sie nach geltendem Recht erforderlich sind.
    Dazu gehört auch das schon heute nach § 20 Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) geltende Recht auf Löschung der Daten!
    Das Recht "Vergessen zu werden" nach Artikel 17 der Europäischen Grundverordnung zum Datenschutz (EU)DSGVO, stellt auch keine grundlegend anderen Vorraussetzungen auf, als diese ohnehin durch das BDSG und das Allgemeine Persönlichkeitsrecht gelten!

    Das für amerikanische Firmen wie der "Electronic Frontier Foundation (EFF)" ein Recht auf Löschung von personenbezogenen Daten und ein "Recht auf Vergessen werden" fremd ist, ist allgemein bekannt (die NSA lässt Grüssen).
    Außerdem beruht die Kritik der EFF auf einer Version der (EU)DSGVO, welche von July letzten Jahres stammt.

    Ist die Frage nicht aber:"Wollen wir das? Wollen wir in Deutschland oder Europa wirklich "amerikanische Datenschutz-Verhälnisse?

    Was die Presse oder Meinungsfreiheit betrifft:
    Ist der Hauptgrund eines geschriebenen Artikels oder einer News oder Nachricht nicht, die "aktuelle" Information von Interessierten?
    Oder ist dem Verfasser hier das Beibehalten der auch noch nach Jahrzehnten wirkende Prangerfunktion wichtig(er)?

    Die Presse- und Meinungsfreiheit ist wie anfangs schon erwähnt genauso ein Grundrecht, wie die "Informationelle Selbsbestimmung" als Teil des "Allgemeinen Persönlichkeitsrechtes"!

    Nur in einer gegenseitigen Anerkennung kann eine sinnvolle Abgrenzung der beiden Grundrechte stattfinden!
    Wo das allgemeine Informationsinteresse der Gesellschaft aufhört, endet die Legitimation Personen für ihre Vergehen - ja selbst für Straftaten - ihr Leben lang an den Pranger zu stellen!

    "An der Datenspeicherung von Facebook können die Unternehmen und Behörden aber nichts ändern ..." (laut dem Autor diese Artikels)

    Nein? Auch nicht wenn sie sich auf andere Kommunikationswege, welche nicht von Firmen "abgehört" werden bewegen??
    Was für unsinnige Argumente sind das?

    Was Datenschutz und Informationsfreiheit angeht:
    Natürlich kann Datenschutz wie jeder andere Schutz auch vorgeschoben werden, aber genau deshalb ist ja die Bundesbeauftragte für den Datenschutz (bfdi) auch gleichzeitig die Bundesbeauftragte für die Informationsfreiheit!
    Dies gilt ebenfalls für viele Landesdatenschutzbeauftragte!
    Auch hier müssen Rechte gegeneinander abgewogen werden! Und dies können Gerichte nun einmal besser als Journalisten (wie dieser Artikel deutlich zeigt)!



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 18.01.16 15:58 durch dsb.

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