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Riesenerfolg für den Java-Programmierer

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  1. Riesenerfolg für den Java-Programmierer

    Autor: Javanese 23.10.10 - 10:47

    Auf http://de.wikipedia.org/wiki/Minecraft#Resonanz lesen wir:

    "Im Oktober 2010 nutzten mehr als 700.000 Menschen die kostenlose Classic-Version des Spiels, mehr als 350.000 Menschen hatten für 9,95 Euro die Survival-Version gekauft."

    Hut ab vor dem Minecraft-Autoren Markus Persson! So ein (an sich) einfaches Spiel-Prinzip und so eine einfache, an die guten alten 8-Bit-Spiele erinnernde Graphik. Schier unglaublich.
    Das scheint ein Genie-Streich zu sein, der genau den Puls der Massen erwischte, vielleicht ein bißchen ähnlich wie damals bei Tetris.
    Einfachheit besticht!

    Das freut mich sehr für den Autor, diesem (fast) Ein-Mann-Entwickler. Er ist inzwischen also mehrfacher Millionär, und diese ganze Werbung, die durch die verbrecherische Hacker-Attacke entsteht, wird noch einmal viele Menschen zu diesem Spiel bringen.

    Weiter so! Er macht es den Großen vor.


    P.S. Als Java-Entwickler, der ich mir seit ca. einem Jahrzehnt diese so dummen wie falschen Vourteile gegen Java anhören muß, ist der Erfolg dieses Java-Spieles eine weitere eine Genugtuung.

  2. Re: Riesenerfolg für den Java-Programmierer

    Autor: 0o9i8u7z 23.10.10 - 14:52

    Stimme dem ganzen Beitrag zu, allerdings fühle ich mich genötigt, zu einer Aussage meinen Senf dazuzugeben:

    Javanese schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > P.S. Als Java-Entwickler, der ich mir seit ca. einem Jahrzehnt diese so
    > dummen wie falschen Vourteile gegen Java anhören muß, ist der Erfolg dieses
    > Java-Spieles eine weitere eine Genugtuung.
    Ein "Vorurteil" ist jedoch nach wie vor belegbar: Dass Java alles andere als ressourcenschonend ist - was ich gerade im Hinblick auf dieses Spiel sehr schade finde. Es sieht aus, als würde es auf einem 486 laufen (zumindest, wenn man die Sichtweite auf "Near" reduziert), schluckt aber viel zuviel Arbeitsspeicher - 2, besser 3 GB Arbeitsspeicher sollte man für das Spiel schon haben...

    Versuche mal, Minecraft auf einem Rechner zum Laufen zu bringen, der nur 512 MB RAM hat... Innerhalb kürzester Zeit wird die Swap-Partition bzw. die Auslagerungsdatei beansprucht, was natürlich alles andere als toll für die Performance ist...

  3. Re: Riesenerfolg für den Java-Programmierer

    Autor: CJK 23.10.10 - 17:36

    0o9i8u7z schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ein "Vorurteil" ist jedoch nach wie vor belegbar: Dass Java alles andere
    > als ressourcenschonend ist

    Das liegt aber nicht an Java, sondern am Spiel selber. Man kann auch in Java resourcenschonend programmieren. Nur machen das die wenigsten Java-Programmierer.

    Gut, das ist nicht nur auf die Java-Programmierer beschränkt. Eigentlich kümmert sich heutzutage kaum noch ein Programmierer darum resourcenschonend zu programmieren, da die Geräte inzwischen mit sehr viel Speicher und Festplattenplatz daherkommen. Nur hat man als Benutzer nicht viel davon, wenn jedes Programm sich soviel Speicher, wie nur möglich krallt. Da ist der Speicher in null-komma-nix weg :(

  4. Re: Riesenerfolg für den Java-Programmierer

    Autor: Legobauer 24.10.10 - 15:07

    CJK schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 0o9i8u7z schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ein "Vorurteil" ist jedoch nach wie vor belegbar: Dass Java alles andere
    > > als ressourcenschonend ist
    >
    > Das liegt aber nicht an Java, sondern am Spiel selber. Man kann auch in
    > Java resourcenschonend programmieren.

    Das stimmt.
    Daß Minecraft soviel Speicher benötigt, liegt nicht an Java, sondern an dem technischen Verfahren, wie Markus Persson dieses gigantisch große "Quader-Universum" speichert und die Quader untereinander so verknüpft, daß sie schnellstmöglich im Sichtbereich des Spielerblickes gezeichnet werden können.

    Das geht weiter als ein "Oct-Tree". Zwar verstehe ich das Verfahren noch nicht ganz (es liegt außerhalb meines bescheidenen Fachgebietes), kommt mir aber anhand dessen, was ich als normaler Software-Entwickler verstehe, doch recht schlau vor.
    Es wird hier auf Javagaming.org etwas näher unter professionellen Java-Entwicklern diskutiert, inklusive Persson: http://www.javagaming.org/index.php?topic=20505.0


    P.S. Mein Vorredner hat auch in dem Punkt Recht, daß viele Java-Programmierer nicht sehr Resourcen-schonend programmieren. Das liegt an ihnen, weil sie :
    1. oft Kinder unserer heutigen Zeit sind, d.h. in Zeiten von verschwenderisch mächtiger Hardware leben. Siehe nur, was heutige Betriebssysteme und Programme für Prozessor- und Arbeitsspeicher-Fresser sind!
    2. von der hohen Stufe von Java als Hochsprache doch sehr verwöhnt werden. Soviele Vorteile das hat, so macht es eben die Leute auch ein bißchen faul.
    Weil die Zeit oft knapp ist, programmieren sie eben eher in groben Klötzen los, anstatt ihre Algorithmen auszufeilen und sparsam vorzugehen. Die Java-Entwickler sind oft sehr abgehoben von Bytes und Prozessor (müssen dafür auch keine "Memory-Leaks" mehr aufspüren! :-)
    Doch die engen Hardware-Grenzen von früher zwangen die Entwickler dazu, sich viel mehr anzustrengen und das bißchen Vorhandene auszunutzen. Lustigerweise steigerten sie aber genau dadurch ihr eigentlichen Potentiales immens, wie im richtigen Leben: "Not macht erfinderisch!"
    (... und Wohlstand faul und träge ... das gilt auch für Programmierer und ihre Sprachen!)

  5. Re: Riesenerfolg für den Java-Programmierer

    Autor: Sonic77 25.10.10 - 19:49

    CJK schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das liegt aber nicht an Java, sondern am Spiel selber. Man kann auch in
    > Java resourcenschonend programmieren. Nur machen das die wenigsten
    > Java-Programmierer.

    Man muss sich schon entscheiden - entweder man programmiert mit Netz und doppeltem Boden (aka "Garbage Collection") - oder aber man programmiert ressourcenschonend.

  6. Re: Riesenerfolg für den Java-Programmierer

    Autor: Mönsch 26.10.10 - 10:37

    Bei erfahrenen Entwicklern schließt sich beides nicht aus.

    Man kann bei aufgespanntem Netz so vorgehen, daß man nicht unnötigerweise hineinfällt. In Ihrem genannten Beispiel wäre das evtl. mittels Objekt-"Pools" möglich, also Wiederverwendung von Objekten, usw.

    Solche Strategien werden in vielen Java-Büchern erklärt. Folgendes älteres Optimierungs-Buch ist deswegen interessant, da von zwei JVM-Entwicklern bei SUN geschrieben:

    "JavaTM Platform Performance, Strategies and Tactics. Steve Wilson, Jeff Kesselman" :
    http://java.sun.com/docs/books/performance/1st_edition/html/JPTOC.fm.html

    Anhang "A. The Truth About Garbage Collection" beispielsweise.

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