1. Foren
  2. Kommentare
  3. Security
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Mitschnitte des Google Assistant…

6, setzen: Leider nichts verstanden, Google!

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. 6, setzen: Leider nichts verstanden, Google!

    Autor: marvin_42 15.07.19 - 10:27

    Hey Google,
    die Zeitungsmeldungen zeigen zwei essentielle Probleme mit dem Google - Assistenten auf.

    Erstens zeichnet ihr (auch) Gespräche auf, die offensichtlich nichts mit der Bedienung von Google zu tun haben. Eure KI ist also fehlerhaft und eure Regeln für die Aufzeichnung.

    Zweitens können Mitarbeiter nicht nur auf die Aufzeichnungen zugreifen, sondern diese auch auf mobile Datenträger kopieren und mit nach Hause nehmen. Das geht wohl gar nicht!

    Das Problem ist nicht, dass ein Whistleblower eure Probleme an die Öffentlichkeit trägt. Sondern dass Euer Umgang mit Nutzerdaten und mit Whistleblowern ein Selbstverständnis offenbart, das große Sorgen macht.

    Arbeitet daran, bevor man euch zwingt (oder die Kunden weg laufen), und lasst die Menschen in Ruhe, die auf die Probleme aufmerksam machen. Noch besser: Nehmt sie ernst, und sorgt dafür, dass sie euren internen Prozeduren in Zukunft ausreichend vertrauen, und Probleme intern melden statt an die Presse zu gehen.

  2. Re: 6, setzen: Leider nichts verstanden, Google!

    Autor: Yo 15.07.19 - 11:00

    So sehr ich Deine (künstliche) Entrüstung nachvollziehen kann - aber nur Menschen mit dem IQ eines Eimer Wassers konnten ernsthaft glauben das die Wanze im Wohnzimmer NICHT ALLES MITSCHNEIDET. Die Werbewirtschaft experimentiert doch schon lange mit Techniken um mit versteckten Audiosignalen festzustellen ob ihre Werbung auch gesehen wird. Es gab ja sogar mal eine App mit der man so ne Art Punkte sammeln konnte.
    Das die nun die Wohnzimmer abhören um festzustellen wie hoch die Penetrationsquota mit ihrem Werbemüll ist, ist nur die logische Konsequenz.
    Und das Mitarbeiter von Google, aber auch Amazon, an die Audiodaten kommen ist doch überhaupt kein Problem. Meines erachtens sind Käufer von solchen Produkten selbst Schuld - die haben ihr Hirn schon an der Kasse abgegeben.

    // Yo

  3. Re: 6, setzen: Leider nichts verstanden, Google!

    Autor: ZeldaFreak 15.07.19 - 11:04

    marvin_42 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Erstens zeichnet ihr (auch) Gespräche auf, die offensichtlich nichts mit
    > der Bedienung von Google zu tun haben. Eure KI ist also fehlerhaft und eure
    > Regeln für die Aufzeichnung.


    Darum geht es ja gerade. Die hören sich ja genau diese Gespräche an, um zu verstehen warum das Gerät reagiert hat, damit es beim nächsten mal nicht mehr reagiert.

    Wer sich ein solches Gerät anschafft, muss um diesen Umstand wissen. Wenn die Geräte tatsächlich nur Aufnahmen rausschicken, wo das Gerät aufleuchtet, sprich reagiert, ist das ja schon gut.

    Mir persönlich fehlt das Feature dass man dem Gerät sagen kann, dass es das Mikrofon deaktivieren soll, zumindest für eine bestimmte Zeit.

  4. Re: 6, setzen: Leider nichts verstanden, Google!

    Autor: MrTridac 15.07.19 - 13:41

    ZeldaFreak schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mir persönlich fehlt das Feature dass man dem Gerät sagen kann, dass es das
    > Mikrofon deaktivieren soll, zumindest für eine bestimmte Zeit.

    Das können die nicht einbauen.
    Weil: Die Funktion wäre nur ohnehin nur Makulatur und das Mikro wäre trotzdem an, auch wenn der Assistent so tut als sei es deaktiviert.
    Das würden dann aber Sicherheitsforscher irgendwann herausfinden und Google sähe wieder blöd aus. Da lassen die es lieber gleich weg.
    So ehrlich zu sein, die Funktion tatsächlich korrekt zu implementieren, können Konzerne heutzutage nicht mehr.
    Außerdem wäre das aus deren Sicht geldverschwendung, da der Assistent nicht dafür gedacht ist, Leuten das Leben leichter zu machen, sondern nur dafür möglichst offiziell Mikros in alle Haushalte zu bekommen.
    (der letzte Absatz ist der obligatorische Aluhut-Kommentar)

  5. Re: 6, setzen: Leider nichts verstanden, Google!

    Autor: Michael H. 15.07.19 - 14:11

    ZeldaFreak schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > marvin_42 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Erstens zeichnet ihr (auch) Gespräche auf, die offensichtlich nichts mit
    > > der Bedienung von Google zu tun haben. Eure KI ist also fehlerhaft und
    > eure
    > > Regeln für die Aufzeichnung.
    >
    > Darum geht es ja gerade. Die hören sich ja genau diese Gespräche an, um zu
    > verstehen warum das Gerät reagiert hat, damit es beim nächsten mal nicht
    > mehr reagiert.
    > Wer sich ein solches Gerät anschafft, muss um diesen Umstand wissen. Wenn
    > die Geräte tatsächlich nur Aufnahmen rausschicken, wo das Gerät
    > aufleuchtet, sprich reagiert, ist das ja schon gut.


    +1
    Bei aller Liebe zum Datenschutz... aber ich frag mich ab und zu in was für Bereichen so manche Leute hier wohl arbeiten oder wie lange sie darin schon arbeiten.

    Denn irgendwie scheint es diesen entgangen zu sein, wie heute alles funktioniert... da hockt man sich nicht mehr hin, schreibt 100 Zeilen Code, sagt, passt scho und veröffentlicht das dann.

    Gerade das durchgehende Feedback, die Live-Fehleranalyse als auch die Nutzungsdaten sowie Eingabedaten in Echtzeit, sind Instrumente die man heute einfach benötigt. Vor allem im KI- und Automationsbereich.

    Auch geht mir nach Jahren immer noch der Käufer für die ominösen Daten die gesammelt werden ab.
    Man kann Geld mit den Daten machen... aber die Daten verkaufen.. das blieb selbst bis heute noch aus oder es ist an mir vorbeigegangen.

    Google macht einfach Kohle damit dass man die Algorithmen von Google nutzen kann... nicht die Daten... ergo dürfte die Info, Ingo Müller, 48, ledig, Nördlich von Berlin sesshaft, KFZ Mechatroniker, vorliebe für asiatische Frauen mit übergroßen Brüsten so nicht an Pornhub gehen. Sondern eher, dass auf Google besonders viele Menschen in Deutschland nach asiatischen, großbrüstigen Frauen googlen und es sich lohnt die Asian Abteilung von Pornhub Keywordtechnisch auf Page 1 bei den Werbeanzeigen schalten zu lassen...

    Die Daten, sei es Microsoft, Amazon oder Google, die gesammelt werden... sind für diese Unternehmen im Eigennutz so viel mehr wert, als dass sie im Verkauf je wären.

    Funktioniert unsere Soft-/Hardware
    Wie wird sie genutzt, wie können wir die nächste Generation besser machen um unseren Umsatz zu steigern
    Welche Fehler treten auf und wie können wir sie beheben um besser als die Konkurrenz zu sein
    Wo können wir den Usern entgegen kommen, wo können wir es angenehmer im Handling machen, damit die User unser Gerät besser als das der Konkurrenz finden...

    usw usw usw...

    Und selbst wenn es in Richtung vollautomatischer Assistent geht... wenn ich vor mich hinmurmle, boa ne Pizza wär jetz geil... und der Assistent prüft ob noch ne Tiefkühlpizza in der Kühltruhe ist, ob die Geschäfte noch offen haben und anhand dessen fragt, ob sie deine Standardpizza beim Pizzadienst um die Ecke bestellen soll, braucht man entsprechende Daten, ob so ne Funktion lohnenswert ist.

    Und ob das jemand will, entscheidet nicht der TE oder sonst wer, sondern die Kunden die es kaufen.

    > Mir persönlich fehlt das Feature dass man dem Gerät sagen kann, dass es das
    > Mikrofon deaktivieren soll, zumindest für eine bestimmte Zeit.

    Bei Alexa gibt den Mikrofonknopf. Da kann man das deaktivieren und es passiert nichts mehr.
    Was aber den Sinn und Zweck so eines Assistenten infrage stellt, wenn man diesen jedes mal wieder manuell einschalten muss... da kann man genau so gut auf das Mikrofonsymbol in der Googlesuche gehen und lossprechen oder die Anlage per Hand anschalten oder den Thermostat runterdrehen etc...

    Ich prüfe regelmäßig in der App meine Logs und was öfter drauf ist, ist die Alexawerbung im TV oder wenn im TV jemand Alex heisst oder phonetisch ähnlich klingende Worte erscheinen. Da isses mir relativ egal. Außerdem kann ich die Daten auch löschen.

  6. Re: 6, setzen: Leider nichts verstanden, Google!

    Autor: kbot 17.07.19 - 09:50

    [Fehler]



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 17.07.19 09:52 durch kbot.

  7. Re: 6, setzen: Leider nichts verstanden, Google!

    Autor: kbot 17.07.19 - 09:51

    MrTridac schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ZeldaFreak schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Mir persönlich fehlt das Feature dass man dem Gerät sagen kann, dass es
    > das
    > > Mikrofon deaktivieren soll, zumindest für eine bestimmte Zeit.
    >
    > Das können die nicht einbauen.
    > Weil: Die Funktion wäre nur ohnehin nur Makulatur und das Mikro wäre
    > trotzdem an, auch wenn der Assistent so tut als sei es deaktiviert.
    > Das würden dann aber Sicherheitsforscher irgendwann herausfinden und Google
    > sähe wieder blöd aus. Da lassen die es lieber gleich weg.
    > So ehrlich zu sein, die Funktion tatsächlich korrekt zu implementieren,
    > können Konzerne heutzutage nicht mehr.
    > Außerdem wäre das aus deren Sicht geldverschwendung, da der Assistent nicht
    > dafür gedacht ist, Leuten das Leben leichter zu machen, sondern nur dafür
    > möglichst offiziell Mikros in alle Haushalte zu bekommen.
    > (der letzte Absatz ist der obligatorische Aluhut-Kommentar)

    Mein Google Home Mini hat dafür extra einen Schalter.
    Bringt ja auch nix, das mit Audio-Befehlen zu de-/aktivieren, da ohne Mikro auch kein Audio-Befehl mehr geht...

  8. Re: 6, setzen: Leider nichts verstanden, Google!

    Autor: FreiGeistler 28.07.19 - 16:15

    Michael H. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Google macht einfach Kohle damit dass man die Algorithmen von Google nutzen
    > kann... nicht die Daten... ergo dürfte die Info, Ingo Müller, 48, ledig,
    > Nördlich von Berlin sesshaft, KFZ Mechatroniker, vorliebe für asiatische
    > Frauen mit übergroßen Brüsten so nicht an Pornhub gehen. Sondern eher, dass
    > auf Google besonders viele Menschen in Deutschland nach asiatischen,
    > großbrüstigen Frauen googlen und es sich lohnt die Asian Abteilung von
    > Pornhub Keywordtechnisch auf Page 1 bei den Werbeanzeigen schalten zu
    > lassen...

    Unsinn.
    Google ist der vorherrschende Werbedienstleister.
    Natürlich schauen sie, dass sie die wertvollen Daten nicht verschenken.
    Google verwertet die Daten selbst. Profilbildung gehört natürlich dazu.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena), Berlin
  2. ivv GmbH, Hannover
  3. über duerenhoff GmbH, Düsseldorf
  4. KBV Kassenärztliche Bundesvereinigung, Berlin

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (u. a. Battlefield 5 für 14,99€, Star Wars Jedi: Fallen Order für 24,99€, Battlefield 1 für...
  2. 3,50€
  3. (u. a. Anno 2205 Ultimate Edition für 11,99€, Rayman Legends für 4,99€, The Crew 2 - Gold...
  4. 79,99€ (Release 10. Juni)


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Summit Lite im Test: Auch Montblancs günstige Smartwatch ist zu teuer
Summit Lite im Test
Auch Montblancs "günstige" Smartwatch ist zu teuer

Montblancs Summit Lite ist eine Smartwatch für Fitnessbegeisterte, die nach echter Uhr aussieht. Den Preis halten wir trotz hervorragender Verarbeitung für zu hoch.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Soziales Netzwerk Bei Facebook entsteht eine Smartwatch im Geheimen
  2. Wearable Amazfit bringt kompakte Smartwatch für 100 Euro
  3. T-Touch Connect Solar Tissots Smartwatch ab 935 Euro in Deutschland verfügbar

No-Regret-Infrastruktur: Wasserstoffnetze für Stahl und Chemie
No-Regret-Infrastruktur
Wasserstoffnetze für Stahl und Chemie

Die Organisation Agora Energiewende schlägt vor, sich beim Bau von Wasserstoffleitungen und Speichern zunächst auf wenige Regionen zu konzentrieren.
Von Hanno Böck

  1. Brennstoffzellenfahrzeug Fraunhofer IFAM entwickelt wasserstoffspeichernde Paste
  2. Wasserstoff Lavo entwickelt Wasserstoffspeicher fürs Eigenheim
  3. Energiewende EWE baut einen Wasserstoffspeicher bei Berlin

Börse: Was zur Hölle ist ein SPAC?
Börse
Was zur Hölle ist ein SPAC?

SPACs sind die neue Modewelle an der Börse: Firmen, die es eigentlich nicht könnten, gehen unter dem Mantel einer anderen Firma an die Börse. Golem.de hat unter den Mantel geschaut.
Eine Analyse von Achim Sawall

  1. Wallstreetbets Trade Republic entschuldigt sich für Probleme mit Gamestop
  2. Tokyo Stock Exchange Hardware-Ausfall legte Tokioter Börse lahm