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  5. › Mordprozess: Amazon will Alexa…

Hier muss man differenzieren

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  1. Hier muss man differenzieren

    Autor: Keridalspidialose 13.11.18 - 11:46

    Wenn eine Angeklagter sich weigert sein Smartphone oder seine verschlüsselte Festplatte freizugeben, dass ist das aus meiner Sicht von seinem Zeugnisverweigerungsrecht abgedeckt.

    Hier handelt es sich aber um mögliche Beweismittel die damit nichts zu tun haben, da sie den Opfern gehören. Es ist für mich ähnlich wie eine Funkzellenabfrage bei Mobilfunkanbietern, technisches Gerät im Umfeld ddes Tatortes dass zu Aufklärung beitragen kann. Oder auch Briefe und ander Schriftstücke der Opfer in ihrer Wohnung, oder deren Daten auf ihrem PC. All das dürften die Ermittler einsehen, wenn die Möglichkeit besteht dass dort Hinweise zu finden sind.

    Natürlich ist es nötig dass es zuvor eine rechtliche Prüfung gibt und einen richterlichen Beschluss.

    ___________________________________________________________

  2. Re: Hier muss man differenzieren

    Autor: Anonymer Nutzer 13.11.18 - 13:03

    Keridalspidialose schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn eine Angeklagter sich weigert sein Smartphone oder seine
    > verschlüsselte Festplatte freizugeben, dass ist das aus meiner Sicht von
    > seinem Zeugnisverweigerungsrecht abgedeckt.

    Richtig aber wenn nicht gerade der Amazonserver Menschenrechte eingeräumt bekommt und von seinem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch machen will, ist es irrelevant. Wenn du deine Daten irgendwo ablegst wo die Ermittler heran kommen können, dann hast du (meist) Pech.

  3. Re: Hier muss man differenzieren

    Autor: Kay_Ahnung 13.11.18 - 13:16

    nixidee schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Keridalspidialose schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wenn eine Angeklagter sich weigert sein Smartphone oder seine
    > > verschlüsselte Festplatte freizugeben, dass ist das aus meiner Sicht von
    > > seinem Zeugnisverweigerungsrecht abgedeckt.
    >
    > Richtig aber wenn nicht gerade der Amazonserver Menschenrechte eingeräumt
    > bekommt und von seinem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch machen will, ist
    > es irrelevant. Wenn du deine Daten irgendwo ablegst wo die Ermittler heran
    > kommen können, dann hast du (meist) Pech.

    Naja das Problem in diesem fall ist ja wohl das die Ermittler da nicht so einfach rankönnen und es gibt auch allgemein sowas wie Datenschutz.

  4. Re: Hier muss man differenzieren

    Autor: Anonymer Nutzer 13.11.18 - 13:40

    Kay_Ahnung schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Naja das Problem in diesem fall ist ja wohl das die Ermittler da nicht so
    > einfach rankönnen und es gibt auch allgemein sowas wie Datenschutz.
    Genau, nicht so einfach. Sie benötigen einen richterlichen Beschluss. Welcher Datenschutz soll bei Mordopfern greifen?

  5. Re: Hier muss man differenzieren

    Autor: Kay_Ahnung 13.11.18 - 13:43

    nixidee schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kay_Ahnung schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > >
    > > Naja das Problem in diesem fall ist ja wohl das die Ermittler da nicht
    > so
    > > einfach rankönnen und es gibt auch allgemein sowas wie Datenschutz.
    > Genau, nicht so einfach. Sie benötigen einen richterlichen Beschluss.
    > Welcher Datenschutz soll bei Mordopfern greifen?

    Genau deswegen benötigen sie ja den Beschluss weil sie, vermutlich aus Datenschutzgründen, nicht auf die Daten zugreifen können. Auch Mordopfer haben ein recht auf Datenschutz, da kann dann auch nicht einfach die Polizei hergehen und alle deine Daten durchschauen. (zumindest soweit ich weiß. Gab ja auch mal den fall wo eine Mutter klagen musst um auf den Facebookaccount des Kindes zugreifen zu können.

  6. Re: Hier muss man differenzieren

    Autor: Anonymer Nutzer 13.11.18 - 16:20

    Kay_Ahnung schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Genau deswegen benötigen sie ja den Beschluss weil sie, vermutlich aus
    > Datenschutzgründen, nicht auf die Daten zugreifen können. Auch Mordopfer
    > haben ein recht auf Datenschutz, da kann dann auch nicht einfach die
    > Polizei hergehen und alle deine Daten durchschauen. (zumindest soweit ich
    > weiß. Gab ja auch mal den fall wo eine Mutter klagen musst um auf den
    > Facebookaccount des Kindes zugreifen zu können.
    Ich glaube du vermengst einiges. Datenschutz ist im Strafrecht eh nachrangig (natürlich mit Abwägung, also pauschal alle Daten aller Bürger durchwühlen wäre natürlich nicht zulässig). Bei der Klage der Mutter ging es m.W. um ein Grundsatzurteil. Sollte aktuell kein Problem sein an den Account zu kommen als Erbe (aus dem Halbwissen heraus, vom letzten Erbfall).

  7. Re: Hier muss man differenzieren

    Autor: Kay_Ahnung 13.11.18 - 16:36

    nixidee schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kay_Ahnung schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > >
    > > Genau deswegen benötigen sie ja den Beschluss weil sie, vermutlich aus
    > > Datenschutzgründen, nicht auf die Daten zugreifen können. Auch Mordopfer
    > > haben ein recht auf Datenschutz, da kann dann auch nicht einfach die
    > > Polizei hergehen und alle deine Daten durchschauen. (zumindest soweit
    > ich
    > > weiß. Gab ja auch mal den fall wo eine Mutter klagen musst um auf den
    > > Facebookaccount des Kindes zugreifen zu können.
    > Ich glaube du vermengst einiges. Datenschutz ist im Strafrecht eh
    > nachrangig (natürlich mit Abwägung, also pauschal alle Daten aller Bürger
    > durchwühlen wäre natürlich nicht zulässig). Bei der Klage der Mutter ging
    > es m.W. um ein Grundsatzurteil. Sollte aktuell kein Problem sein an den
    > Account zu kommen als Erbe (aus dem Halbwissen heraus, vom letzten
    > Erbfall).

    Hast recht sorry in diesem fall ging es anscheinend um das Persönlichkeitsrecht der Gesprächspartner der Tochter.

    "Der Fall ist rechtlich komplex und betrifft das Erbrecht sowie Persönlichkeitsrechte der Verstorbenen. Datenschutzbestimmungen umfassen zwar ausschließlich natürliche Personen, Gesetze dazu gelten daher nicht für Verstorbene. "
    "Allerdings gibt es bestimmte Persönlichkeitsrechte über den Tod hinaus, etwa die Übergabe von Urheberrechten an Angehörige. "
    "Der Zugriff von Angehörigen auf Konten in sozialen Medien berührt meist nicht nur die verstorbene Person, sondern in erheblichem Maße auch die Privatsphäre von Lebenden, mit denen sie korrespondierte."
    (https://netzpolitik.org/2018/bundesgericht-raeumt-mutter-das-erbrecht-am-facebook-konto-von-verstorbenener-tochter-ein/)

  8. Re: Hier muss man differenzieren

    Autor: Huanglong 14.11.18 - 08:49

    Keridalspidialose schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn eine Angeklagter sich weigert sein Smartphone oder seine
    > verschlüsselte Festplatte freizugeben, dass ist das aus meiner Sicht von
    > seinem Zeugnisverweigerungsrecht abgedeckt.
    >
    > Hier handelt es sich aber um mögliche Beweismittel die damit nichts zu tun
    > haben, da sie den Opfern gehören. Es ist für mich ähnlich wie eine
    > Funkzellenabfrage bei Mobilfunkanbietern, technisches Gerät im Umfeld ddes
    > Tatortes dass zu Aufklärung beitragen kann. Oder auch Briefe und ander
    > Schriftstücke der Opfer in ihrer Wohnung, oder deren Daten auf ihrem PC.
    > All das dürften die Ermittler einsehen, wenn die Möglichkeit besteht dass
    > dort Hinweise zu finden sind.
    >
    > Natürlich ist es nötig dass es zuvor eine rechtliche Prüfung gibt und einen
    > richterlichen Beschluss.


    Der unterschied zu Sachen die in der Wohnung eines Toten liegen und Daten die bei Amazon liegen, ist der, dass die nun mal bei Amazon liegen und Amazon nicht tot ist. Der Tote hat die Daten Amazon zur Aufbewahrung übergeben. Das wäre ungefähr so als würde der Tote seine Briefe vor seinem Tot einen Bekannten geben. Da kann die Polizei dann auch nicht einfach in die Wohnung des Bekannten gehen und die Briefe holen.

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