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Drogen und Programmieren

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  1. Drogen und Programmieren

    Autor: Crass Spektakel 10.01.20 - 10:16

    Ich kenne mehrere sehr geniale Programierer, teilweise seit ihrer Jugendzeit.

    Und einige davon sind auf Drogen gekommen. Und immer ist es anschliessend leistungstechnisch fürchterlich bergab gegangen.

    Das eklatanteste Beispiel, ein Kumpel und ich haben in den 1980/1990ern Software entwickelt. Egal was man ihm als Problemstellung gab, binnen eines Nachmittages hatte er eine brauchbare Lösung in Assembler zusammengebastelt, binnen eines weiteren Tages wars dann perfekt. Er zeichnete sich ein Laufdiagramm auf Papier für die Teilprobleme und setzte das so schnell in Assembler um wie er tippen konnte. Welcher Assembler war egal, 6502, 68000, 8086, einfach loslegen.

    Auf C ist er binnen einer Woche umgestiegen nachdem wir Linux kurz nach der ersten Testversion entdeckt haben. Mehrere Komponenten um Floppies und SVGA aus der offiziellen Entwicklungslinie stammen von uns. Naja, mehrheitlich von ihm.

    Mal eben so hat er eines der ersten MMORPGs entwickelt. Eine Art Fallout 4 welches in ASCII-Grafik in Mailboxen lief mit einer enormen Spieltiefe, man konnte durch die riesige Landkarte laufen, Dungeons betreten, Festungen bauen und SKills und Levels lernen. Gerade seine Path-Finding-Algorithmen waren der Hammer, in welchem anderen MMORPG konnte man eintippen "walk to nuke town" und der Held machte sich effizient und ohne hängen zu bleiben auf den Weg.

    Nur so als Spaß haben wir einige Tools entwickelt mit denen wir unsere Spieltaktik in anderen Onlinespielen optimierten. Dazu sammelten diese Programme sämtliche Informationen aus dem ASCII-Stream von Modem- und Telnetverbindungen und berechneten daraus ziemlich optimale Strategien - ein Fall von extremen Travelling Salesman mit dem wir praktisch jedesmal gewonnen haben.

    Dann fingen die Drogen an. Anfangs nur Zigarretten und Hasch. Das war der Moment wo er zwar noch gute Ideen hatte und sie halbwegs zuverlässig umsetzte aber er war nicht mehr in der Lage sie zu perfektionieren. Es ging einfach nicht. Er saß vor einem offensichtlichem Fehler und verstand es nicht mehr.

    Später ging in kurzen Schüben auch mit Alkohol, Absinth und (gottseidank sehr selten) mit härteren Drogen weiter. Er war ziemlich wahrscheinlich nie dauerhaft süchtig nach härterem Zeug aber laut eigener Aussage war er nach einmaligem LSD-Consum nicht mehr in der Lage komplexe Algorithmen im Kopf zu entwickeln. Nie mehr. Von heute auf morgen.

    Heute macht er immer noch was "mit Computern". Allerdings braucht er inzwischen für die Installation eines Ubuntu-Systems zwei Wochenenden. Dabei kann er stundenlang Icons auf dem Desktop sortieren ohne Sinn und Verstand aber z.B. eine Inkompatiblität einer Grafikkarte die man mit einer Option in X11.conf korrigieren kann... das schafft er nur frisch ausgeschlafen auf nüchteren Magen. Und dann ist der Tag rum. Joint, ruhige Kugel, Feierabend.

    Ein echtes Wrack.

    Drogen und hochwertige geistige Arbeit passen nicht zusammen.

  2. Re: Drogen und Programmieren

    Autor: sevenacids 12.01.20 - 16:23

    Plakativ und pauschalisierend. Ich habe Leute getroffen, die mit THC wesentlich fokussierter und effizienter - und vor allem geistig kreativer - gearbeitet haben. LSD wird auch zu unrecht verteufelt, in der offiziellen Liste der schädlichsten Drogen steht es fast ganz unten - und Alkohol an erster Stelle. Es kommt dabei auch immer darauf an in welchem Rahmen - Umfeld, geistige Verfassung - man es konsumiert. Ohne Anleitung und ohne Führung mit jemanden, der damit Erfahrung hat, würde ich keinem raten sowas zu nehmen.

    Was du vermutlich eigentlich anprangerst ist der Missbrauch von Drogen. Das ist gut und richtig. Aber bitte nicht pauschal alles verteufeln nur weil einer damit nicht umgehen konnte. Denn Drogen und hochwertige geistige Arbeit müssen sich nicht ausschließen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 12.01.20 16:25 durch sevenacids.

  3. Re: Drogen und Programmieren

    Autor: crack_monkey 13.01.20 - 11:18

    Pauschalisieren hin oder her, Drogen jeglicher Form sind mist wenn sie Außerhalb von Krankheitsbedingten Fällen genutzt werden (sowohl Psychische als auch Körperliche Erkrankungen schließe ich hier mit ein). Es gibt keinen Grund außerhalb solcher Sachen Drogen zu konsumieren und ich kann auch beim besten willen keinen für Ernst nehmen der fest der Überzeugung ist LSD ist unschädlicher als Alkohol auch wenn LSD tatsächlich eine schwache Droge ist und normal kein Suchtpotenzial hat. Aber allein schon der Wille es zu nehmen, zeigt das man Tendenzen zum abrutschen hat.
    Wozu brauch ich so einen schrott? Keiner kann mir erzählen das hier jemand dauerhaft Drogen nimmt, seien sie noch so weich, und keinerlei Probleme hat, denn zu mindestens vom Kopf her wird er eines haben sonst bräuchte man es nicht.
    Mir fehlt halt komplett jeder Grund warum man sowas im klaren und gesunden Verstand nehmen sollte (außer das oben erwähnte), dazu zähle ich auch Alkohol.

    Nein ich bin kein Miesepeter, aber ich brauche weder zum abschalten noch um Spaß haben zu können irgend eine Art von Droge, Punkt.

    Am besten finde ich auch solche Aussagen: "Ohne Anleitung und ohne Führung mit jemanden, der damit Erfahrung hat, würde ich keinem raten sowas zu nehmen."

    Mal Ernsthaft: Mit Führung würdest du das jedem empfehlen oder was soll so eine Aussage?

    Das ist schon ein Punkt wo ich anfange bei jemanden an der geistigen Zurechnungsfähigkeit zu zweifeln.

    Wie gesagt neben dem Aspekt der Behandlung aufgrund von Erkrankungen kann mir keiner wirklich ernsthaft erläutern warum man überhaupt Drogen braucht. Meiner Meinung nach brauchen es nur Personen die eh schon ein Problem haben.

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