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Und wo liegt nun der Unterschied zu Alexa?

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Er wird sie am 16. Juli von 14 Uhr bis 16 Uhr beantworten.
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  1. Und wo liegt nun der Unterschied zu Alexa?

    Autor: derdiedas 17.02.17 - 12:33

    Das eine ist in einer Puppe das andere in einer Schwarzen Röhre.

    Und ja die Puppe ist primär für Kinder, aber Kinder können genauso schnell Alexa rufen und damit aktivieren (Wahrscheinlich noch leichter als bei der Puppe). Und den LED Ring sieht man auch nicht immer.

    Die Rechtlichen Gegebenheiten sind bei beiden Geräten exakt gleich. Und somit müsste auch für Alexa das gleiche Urteil lauten. Denn bekommt meine Tochter Besuch von einer Freundin die Alexa heißt ist dies eine Stimmenaufnahme von Personen die dem nicht zugestimmt haben. Das gleiche im Büro oder in der Nachbarschaft wenn im Sommer die Türe aufsteht (Und Echo hat eine enorme Reichweite).

    Wenn das Urteil so krass bei der Puppe ausfällt, müsste es äquivalent auch bei Alexa und Co durchgesetzt werden.

    Ich wette aber das sich das niemand traut...

    Gruß DDD

  2. Re: Und wo liegt nun der Unterschied zu Alexa?

    Autor: maxmoon 17.02.17 - 12:48

    Das hat mich auch gewundert, doch kam ich da mit gesundem Menschenverstand nicht weiter. Von daher vermute ich einfach, dass Amazon als Großkonzern einfach mehr Macht hat und der Wirtschaftswachstum in Deutschland auch von Amazon zu einem großen Teil abhängt und daher keiner denen ans Bein pinkeln will.

  3. Re: Und wo liegt nun der Unterschied zu Alexa?

    Autor: Oktavian 17.02.17 - 12:52

    > Und ja die Puppe ist primär für Kinder, aber Kinder können genauso schnell
    > Alexa rufen und damit aktivieren (Wahrscheinlich noch leichter als bei der
    > Puppe). Und den LED Ring sieht man auch nicht immer.

    Genau diese LED macht aber den Unterschied. Sie leuchtet zuverlässig, kann nicht abgeschaltet werden.

    > Die Rechtlichen Gegebenheiten sind bei beiden Geräten exakt gleich.

    Weiterer Unterschied ist, dass Alexa nicht zur dauerhaften Aufzeichnung der Sprache dient. Der Besitzer kann nicht nachhören, was im Raum alles gesagt wurde. Die Sprache wird bei Amazon verarbeitet.

    Zudem tarnt sich Alexa nicht als ein Alltagsgegenstand. Das Ding sicht nicht aus wie eine Puppe, ein Wecker oder ein Autoschlüssel, sondern hat eine eigene Formgebung.

    > Wenn das Urteil so krass bei der Puppe ausfällt, müsste es äquivalent auch
    > bei Alexa und Co durchgesetzt werden.

    Es gibt eben nicht unerhebliche Unterschiede zwischen diesen Produkten. Der Zweck ist ein anderer, und Alexa hält sich streng an die Vorgabe, die Übertragung deutlich zu machen und Alexa ist nicht getarnt.

  4. Re: Und wo liegt nun der Unterschied zu Alexa?

    Autor: Rot5 17.02.17 - 12:57

    https://dejure.org/gesetze/TKG/90.html

    "Es ist verboten, Sendeanlagen oder sonstige Telekommunikationsanlagen zu besitzen, herzustellen, zu vertreiben, einzuführen oder sonst in den Geltungsbereich dieses Gesetzes zu verbringen, die ihrer Form nach einen anderen Gegenstand vortäuschen oder die mit Gegenständen des täglichen Gebrauchs verkleidet sind und auf Grund dieser Umstände oder auf Grund ihrer Funktionsweise in besonderer Weise geeignet und dazu bestimmt sind, das nicht öffentlich gesprochene Wort eines anderen von diesem unbemerkt abzuhören oder das Bild eines anderen von diesem unbemerkt aufzunehmen."

  5. Re: Und wo liegt nun der Unterschied zu Alexa?

    Autor: derdiedas 17.02.17 - 12:58

    LED's können defekt sein, Echo ist so klein das man es auch gut übersehen kann und somit ist das Gerät für außenstehende nicht erkennbar = Wanze!

    Zudem kann man wenn man einen Entwickleraccount hat alle Sprachaufzeichnungen einsehen. Also nochmals = Wanze!

    Die Puppe agiert technisch genauso wie Alexa - da gibt es außer der Formgebung die für solch ein Urteil unrelevant sein sollte keinerlei Unterschied.

  6. Interessant ...

    Autor: Missingno. 17.02.17 - 12:59

    Die ganzen "Spionage-Kuli-Kameras" von Pearl sind also absolut illegal?

    --
    Dare to be stupid!

  7. Re: Interessant ...

    Autor: Berner Rösti 17.02.17 - 13:02

    Missingno. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die ganzen "Spionage-Kuli-Kameras" von Pearl sind also absolut illegal?

    Ja.

  8. Re: Und wo liegt nun der Unterschied zu Alexa?

    Autor: maxmoon 17.02.17 - 13:03

    Rot5 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > dejure.org
    >
    > "Es ist verboten, Sendeanlagen oder sonstige Telekommunikationsanlagen zu
    > besitzen, herzustellen, zu vertreiben, einzuführen oder sonst in den
    > Geltungsbereich dieses Gesetzes zu verbringen, die ihrer Form nach einen
    > anderen Gegenstand vortäuschen oder die mit Gegenständen des täglichen
    > Gebrauchs verkleidet sind und auf Grund dieser Umstände oder auf Grund
    > ihrer Funktionsweise in besonderer Weise geeignet und dazu bestimmt sind,
    > das nicht öffentlich gesprochene Wort eines anderen von diesem unbemerkt
    > abzuhören oder das Bild eines anderen von diesem unbemerkt aufzunehmen."

    Also Alexa sieht für mich wie ein normaler Alltagsgegenstand aus. Nämlich ein Bluetoothlautsprecher. Jeder Jugendliche hat einen und da gehe ich nicht davon aus, dass mich ein Lautsprecher ausspionieren könnte.

  9. Re: Interessant ...

    Autor: dergnu 17.02.17 - 13:06

    Berner Rösti schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Missingno. schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Die ganzen "Spionage-Kuli-Kameras" von Pearl sind also absolut illegal?
    >
    > Ja.

    Glaub ich nicht. Grad mal bei Pearl geguckt, scheinens zeichnen die auf internen Speicher auf. Das ist dann keine Telekommunikationsanlage.

  10. Re: Und wo liegt nun der Unterschied zu Alexa?

    Autor: Oktavian 17.02.17 - 13:06

    > LED's können defekt sein, Echo ist so klein das man es auch gut übersehen
    > kann und somit ist das Gerät für außenstehende nicht erkennbar = Wanze!

    Damit ist aber die Geräteklasse nicht per se verboten, sondern allenfalls macht sich der Besitzer und Nutzer dieses einen Gerätes strafbar (StGB 201).

    Der Zweck des Gerätes ist nicht dafür, denn die LED funktioniert zuverlässig. Defekte LEDs sind extrem selten. Bei der Puppe hier war sie häufig defekt und konnte abeschaltet werden. Beides trifft auf ALexa nicht zu.

    > Zudem kann man wenn man einen Entwickleraccount hat alle
    > Sprachaufzeichnungen einsehen. Also nochmals = Wanze!

    Auch hier gilt immer noch die LED. Die Aufzeichnung ist nicht heimlich. Das Gerät tarnt sich nicht als ein anderer Gegenstand.

    Wenn der Besitzer das Gerät aber versteckt aufstellt und zur Aufzeichnung nutzt, macht er sich strafbar. Der Zweck des Gerätes ist aber eben nicht die verdeckte Aufzeichnung.

    > Die Puppe agiert technisch genauso wie Alexa - da gibt es außer der
    > Formgebung die für solch ein Urteil unrelevant sein sollte keinerlei
    > Unterschied.

    Doch, das macht einen gewaltigen Unterschied. Es entscheidet mit darüber, ob der Zweck des Gerätes illegal ist, oder ob der Zweck legal ist, die Nutzung ist nur illegal.

  11. Re: Interessant ...

    Autor: Missingno. 17.02.17 - 13:06

    Und wer verknackt jetzt Pearl auf drölf Fantastillionen?
    http://www.pearl.de/kw-1-spionage.shtml

    --
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  12. Re: Interessant ...

    Autor: Oktavian 17.02.17 - 13:10

    > Die ganzen "Spionage-Kuli-Kameras" von Pearl sind also absolut illegal?

    Nein, denn diese Geräte können nicht senden, sind also im Sinne des Gesetzes keine Sende- oder Telekommunikationsanlagen. So ein Gerät mit WLAN, Bluetooth oder ähnlichem ist allerdings illegal.

  13. Re: Und wo liegt nun der Unterschied zu Alexa?

    Autor: dergnu 17.02.17 - 13:14

    maxmoon schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also Alexa sieht für mich wie ein normaler Alltagsgegenstand aus. Nämlich
    > ein Bluetoothlautsprecher. Jeder Jugendliche hat einen und da gehe ich
    > nicht davon aus, dass mich ein Lautsprecher ausspionieren könnte.

    Ich kenne das Gerät nur von Erzählungen. Wohin funkt es denn die Aufnahmen und zu welchem Zweck?

  14. Re: Interessant ...

    Autor: Missingno. 17.02.17 - 13:19

    Was ist mit USB (dieser Kaugummi-Dose-Webcam)? Oder bei Verwendung von Wifi-SD-Karten? Oder mal ganz blöd gefragt, was ist mit Smartphones bzw. den ganzen mobilen Geräten mit integrierter Kamera/Mikrofon? Die sind nach ihrer Funktionsweise ziemlich gut geeignet heimlich aufzunehmen.

    --
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  15. Re: Interessant ...

    Autor: Oktavian 17.02.17 - 13:29

    > Was ist mit USB (dieser Kaugummi-Dose-Webcam)?

    Können nicht senden, sind somit legal.

    > Oder bei Verwendung von
    > Wifi-SD-Karten?

    Wenn du diese Karte in eine Wecker-Kamera einsetzt und jemanden heimlich filmst, machst Du Dich strafbar (StGB 201). Die Geräte an und für sich sind aber legal.

    > Oder mal ganz blöd gefragt, was ist mit Smartphones bzw.
    > den ganzen mobilen Geräten mit integrierter Kamera/Mikrofon? Die sind nach
    > ihrer Funktionsweise ziemlich gut geeignet heimlich aufzunehmen.

    Klar, aber sie täuschen der Form nach kein anderes Gerät vor. Sie sehen aus wie ein Smartphone. Falls Du damit heimlich aufzeichnest, §201.

  16. Re: Und wo liegt nun der Unterschied zu Alexa?

    Autor: M.P. 17.02.17 - 13:32

    dergnu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich kenne das Gerät nur von Erzählungen. Wohin funkt es denn die Aufnahmen
    > und zu welchem Zweck?

    Eingebautes Mikrofon und WLAN-Verbindung -> beide Kriterien erfüllt...
    Soweit ich weiß, wird die Spracherkennung auch nicht im Gerät selber gemacht...

  17. Re: Und wo liegt nun der Unterschied zu Alexa?

    Autor: Oktavian 17.02.17 - 13:37

    > > Ich kenne das Gerät nur von Erzählungen. Wohin funkt es denn die
    > Aufnahmen
    > > und zu welchem Zweck?
    >
    > Eingebautes Mikrofon und WLAN-Verbindung -> beide Kriterien erfüllt...
    > Soweit ich weiß, wird die Spracherkennung auch nicht im Gerät selber
    > gemacht...

    Es wird dennoch schwierig mit dem Wortlaut des Gesetzes, da Alexa nicht "dazu bestimmt ist" einen anderen "unbemerkt abzuhören". Die Sprache wird zwar aufgezeichnet und nach Amazon geschickt, aber der Zweck ist eben nicht, dass sie abgehört wird sondern elektronisch verarbeitet.

  18. Re: Interessant ...

    Autor: Missingno. 17.02.17 - 13:39

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Was ist mit USB (dieser Kaugummi-Dose-Webcam)?
    > Können nicht senden, sind somit legal.
    Natürlich sendet die, nur eben kabelgebunden. Wenn das nicht als (Funk-)Sendeanlage zählt, dann eben als sonstige Telekommunikationsanlage. Oder sind kabelgebundene Anlagen generell legal? Wohl eher nicht.

    > Klar, aber sie täuschen der Form nach kein anderes Gerät vor.
    Doch. Sie täuschen vor ein Telefon, Tablet bzw. Notebook zu sein, sind aber heimliche Überwachungsgeräte. Ansonsten gilt ja genauso, dass die Puppe nichts vortäuscht, sie sieht ja aus wie eine Puppe und falls man heimlich damit aufzeichnet, §201.

    --
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  19. Re: Interessant ...

    Autor: Oktavian 17.02.17 - 13:48

    > Natürlich sendet die, nur eben kabelgebunden. Wenn das nicht als
    > (Funk-)Sendeanlage zählt, dann eben als sonstige Telekommunikationsanlage.
    > Oder sind kabelgebundene Anlagen generell legal? Wohl eher nicht.

    Können diese Dosen-Geräte die Daten über USB übertragen zeitgleich während sie aufnehmen? Ich kenne diese Dinger so, dass man damit aufnehmen kann und zu einem späteren Zeitpunkt steckt man sie in den Rechner und läd die Dateien runter.

    Zeitgleich könnte tatsächlich ein Problem sein.

    > Doch. Sie täuschen vor ein Telefon, Tablet bzw. Notebook zu sein, sind aber
    > heimliche Überwachungsgeräte.

    Bei diesen Geräten erwartet man aber ein Mikrophon und ich erwarte, dass das Gerät senden kann. Wenn so etwas auf dem Tisch liegt, bin ich mir bewusst, dass es prinzipiell aufzeichnenund senden könnte. Wer es tut, macht sich strafbar, aber das Gerät tarnt sich nicht. Der Besitzer missbraucht nur seine Eigenschaften.

    Ein Wecker, den mir jemand unterschiebt und der mich belauscht, mit dem rechne ich nicht, denn der Wecker hat üblicherweise kein Mikrophon und keinen Sender.

    > Ansonsten gilt ja genauso, dass die Puppe
    > nichts vortäuscht, sie sieht ja aus wie eine Puppe und falls man heimlich
    > damit aufzeichnet, §201.

    In einer Puppe erwarte ich kein Mikrophon. Allenfalls kann ein Mikro drin sein, mit dem sie autonom auf Umgebungsgeräusche reagiert, aber ich erwarte nicht, dass sie senden kann.

  20. Re: Und wo liegt nun der Unterschied zu Alexa?

    Autor: maxmoon 17.02.17 - 13:55

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > > Ich kenne das Gerät nur von Erzählungen. Wohin funkt es denn die
    > > Aufnahmen
    > > > und zu welchem Zweck?
    > >
    > > Eingebautes Mikrofon und WLAN-Verbindung -> beide Kriterien erfüllt...
    > > Soweit ich weiß, wird die Spracherkennung auch nicht im Gerät selber
    > > gemacht...
    >
    > Es wird dennoch schwierig mit dem Wortlaut des Gesetzes, da Alexa nicht
    > "dazu bestimmt ist" einen anderen "unbemerkt abzuhören". Die Sprache wird
    > zwar aufgezeichnet und nach Amazon geschickt, aber der Zweck ist eben
    > nicht, dass sie abgehört wird sondern elektronisch verarbeitet.

    Bei Amazon ist es wie bei vielen Firmen auch ein Geschäftsmodell Daten zu sammeln (zu spionieren). Doch da der Benutzer blind den AGBs zugestimmt hat, kann rein juristisch nicht nicht von "unbemerkt abhören" oder "Spionage" die Rede sein oder irre ich mich da? Aber nur weil etwas elektronisch verarbeitet wird, heißt es ja noch lange nicht, dass man machen darf was man will! Selbst in der Spionage werden heute viele Sachen elektronisch verarbeitet, das macht die Sache noch lange nicht legal.

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