Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. Security
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Nach EuGH-Urteil: Politiker und…

Warum geht man Google an den Kragen...

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Warum geht man Google an den Kragen...

    Autor: caso 15.05.14 - 17:17

    ...und nicht den Betreibern der Seiten mit den illegalen oder unliebsamen Inhalten?

    Hier noch ein Vergleich:
    Wenn ein peinlicher Bericht über mich auf den Titelseiten der Tageszeitungen erscheint dann gehe ich auch nicht gegen Kioskbetreiber vor Gericht.

  2. Re: Warum geht man Google an den Kragen...

    Autor: Schattenwerk 15.05.14 - 17:26

    Solltest du tun. Es gibt immerhin um einiges mehr Kioske, welche man Verklagen könnte ;)

  3. Re: Warum geht man Google an den Kragen...

    Autor: waswiewo 15.05.14 - 17:27

    Genau das frage ich mich auch die ganze Zeit. Das Urteil ist doch völlig realitätsfremd und kann viel zu leicht missbraucht werden.

    Ich fänd es angemessener, wenn es nur ein Recht auf Löschung bei Google & Co gäbe, wenn die Quelle auf die der Eintrag verweist nicht mehr vorhanden ist.

  4. Re: Warum geht man Google an den Kragen...

    Autor: Gungosh 15.05.14 - 17:36

    Weil das Internet Neuland ist (gilt auch für Bürgerrechte, Freiheit und so Sachen, das ist auch alles Neuland für Politiker)

    _____________________________
    <loriot>Ach was?</loriot>

  5. Re: Warum geht man Google an den Kragen...

    Autor: Sukram71 15.05.14 - 17:38

    caso schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ...und nicht den Betreibern der Seiten mit den illegalen oder unliebsamen
    > Inhalten?

    Weil das oft nicht möglich ist. Weil der Betreiber im Ausland nicht greifbar ist oder die illegalen Inhalte bereits 1000 mal gespiegelt wurden. Oder weil der Inhalt eben nicht illegal ist, wie ein alter Zeitungsbericht über einen Insolvenz, die der Wahrheit entspricht.

    Dann ist einen Google-Sperre oft wirksamer, als zu versuchen Webseiten in Togo oder Russland hinterher zu laufen.

  6. Re: Warum geht man Google an den Kragen...

    Autor: nykiel.marek 15.05.14 - 18:02

    Das soll also ein Kriterium für die Rechtsstaatlichkeit sein? Weil es leichter geht? Dann schlage ich doch vor, ab sofort nur die Verbrecher zu verurteilen die sich selbst gestellt und ein umfassendes Geständnis abgelegt haben. Ist doch viel leichter!
    LG, MN

  7. Re: Warum geht man Google an den Kragen...

    Autor: Sukram71 15.05.14 - 18:09

    Das Gericht hat eben gesagt, dass *auch* Google verantwortlich ist, wenn es darauf verlinkt.

    Wenn deine Freundin anonym peinliche Nacktbilder von dir mit deinem Namen ins Internet stellt Und die 1000 mal gespiegelt werden, dann bist du froh, dass es die Möglichkeit gibt, sich an Google zu wenden und du nicht 1000 ausländischen Serverbetreiber hinterher laufen musst. ;-)

    Nur wo fängt das an und wo hört das auf?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.05.14 18:11 durch Sukram71.

  8. Re: Warum geht man Google an den Kragen...

    Autor: nykiel.marek 15.05.14 - 18:13

    Nein, bin ich nicht! Mir wäre das immer noch viel lieber, als die Zensur, der jetzt wohl die Tür geöffnet wurde!
    LG, MN

  9. Re: Warum geht man Google an den Kragen...

    Autor: Sukram71 15.05.14 - 18:17

    Ja. Das ist die Kehrseite der Medaille.

  10. Re: Warum geht man Google an den Kragen...

    Autor: stuempel 15.05.14 - 19:08

    In meinem Fall sind es Newsgroup-Einträge aus den 90ern - einer Zeit, in der man noch gar keine Suchmaschinen nutzte. Die Originale habe ich aufwendig aus Deja-/Google News entfernen lassen. Aber was bringt mir das bei den Fullquotes?

    Und jetzt soll mir noch einer erzählen, dass ich Mitte der 90er in die Zukunft hätte denken sollen. Damals war es absolut verpönt, unter falschen Namen, geschweige denn Pseudonymen zu posten.

  11. Re: Warum geht man Google an den Kragen...

    Autor: Private Paula 15.05.14 - 19:14

    Sukram71 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn deine Freundin anonym peinliche Nacktbilder von dir mit deinem Namen
    > ins Internet stellt Und die 1000 mal gespiegelt werden, dann bist du froh,
    > dass es die Möglichkeit gibt, sich an Google zu wenden und du nicht 1000
    > ausländischen Serverbetreiber hinterher laufen musst. ;-)

    Was aber nicht bedeutet, dass die Bilder verschwunden.

    Als sich Leyen die Geschichte mit dem STOPP Schild ausgedacht hat, waren alle voll der Haeme. Hier ist das nicht anders. Die Inhalte verschwinden nicht, sondern sind nur ueber eine grosse Suchmaschine nicht mehr auffindbar. Vielleicht wendet man sich auch noch an Microsoft.

    Aber wer hat einen Ueberblick ueber *ALLE* Suchmaschinen, und wendet sich an die Dutzenden Unternehmen, um die Suchergebnisse loeschen zu lassen.

    Und hat das EU Urteil ueberhaupt eine rechtliche Verbindlichkeit fuer Unternehmen im Nicht-EU-Ausland? Kann man einen chinesischen Suchmaschinenbetreiber nach dem EU Recht dazu zwingen etwas aus dem Index zu loeschen? Der wird einfach sagen "Ihr koennt mich mal", und sich lachend umdrehen.

    Gut, in Zukunft werde ich kein Google mehr benutzen, sondern Nicht-EU Suchmaschinen, um etwas zu finden. Gut, dass Du Dich besser fuehlst, wenn man die Nacktbilder nicht mehr bei Google finden kann.

    Die DNS Sperren bei den grossen deutschen Internetanbietern fuer Nazi Webseiten im Nicht-EU Ausland hat ja auch dafuer gesorgt, dass Seiten wie die der NSDAP/AO nicht mehr zu besuchen sind.

    BTW: Muss Google die Suchergebnisse vollstaendig aus dem Index streichen, oder nur fuer deutsche/EU Nutzer?

    --
    Warum UNIX/Linux schaedlich ist:
    'kill' macht Menschen zu brutalen, blutruenstigen Bestien,
    'killall' zuechtet regelrecht Massenmoerder,
    'whoami' loest bei psychisch labilen Personen Existenzkrisen aus!

  12. Re: Warum geht man Google an den Kragen...

    Autor: nykiel.marek 15.05.14 - 19:16

    Alles was man so tut oder eben auch schreibt, kann Konsequenzen nach sich ziehen. Um das zu erkennen muss man kein Hellseher sein.
    LG, MN

  13. Re: Warum geht man Google an den Kragen...

    Autor: derPhiL 15.05.14 - 19:19

    Ich find so pauschal verurteilen wie ihr das tut kann man das auch nicht. Klar, die Beispiele die Google hier nennt sind (bewusst?) einseitig, jedoch hat das Gericht ja deutlich gemacht, dass nicht grundsaetzlich geloescht werden kann. Jeder erwartet nun genauerere spezifikationen, das ist der part der wohl am meissten stoert, doch ich denke noch immer, dass der einzige der bestimmen kann welche Informationen andere ueber jemanden veroeffentlichen, die Person selbst ist. Wenn private sexbilder veroeffentlicht werden (nehmen wir doch das mal als Beispiel) waeren eure kommentare auch nicht so einseitig. Nun muss sich halt jemand mit genug Gehalt (...) darueber den Kopf zerbrechen, wo man die Linie zieht.. beim es einfach mal variable in den Raum zu stellen hat es sich das Gericht zu einfach gemacht.

  14. Re: Warum geht man Google an den Kragen...

    Autor: Private Paula 15.05.14 - 19:19

    stuempel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und jetzt soll mir noch einer erzählen, dass ich Mitte der 90er in die
    > Zukunft hätte denken sollen. Damals war es absolut verpönt, unter falschen
    > Namen, geschweige denn Pseudonymen zu posten.

    Nein, es war nicht verpoent. Die Leute waren nur so doof und haben sich Namen von beruehmten Personen ausgesucht, und sind dadurch aufgefallen. Haette man sich statt "Boris Becker" im Usenet "Peter Mueller" genannt, waere es keiner Sau aufgefallen.

    Aber auch in den 90ers haette man sich denken koennen, das alles, was man oeffentlich schreibt, Konsequenzen haben wird.

    --
    Warum UNIX/Linux schaedlich ist:
    'kill' macht Menschen zu brutalen, blutruenstigen Bestien,
    'killall' zuechtet regelrecht Massenmoerder,
    'whoami' loest bei psychisch labilen Personen Existenzkrisen aus!

  15. Re: Warum geht man Google an den Kragen...

    Autor: Jonnie 16.05.14 - 10:18

    caso schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ...und nicht den Betreibern der Seiten mit den illegalen oder unliebsamen
    > Inhalten?
    >
    > Hier noch ein Vergleich:
    > Wenn ein peinlicher Bericht über mich auf den Titelseiten der
    > Tageszeitungen erscheint dann gehe ich auch nicht gegen Kioskbetreiber vor
    > Gericht.

    Full Ack !

  16. Re: Warum geht man Google an den Kragen...

    Autor: bofhl 16.05.14 - 11:25

    Sukram71 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Gericht hat eben gesagt, dass *auch* Google verantwortlich ist, wenn es
    > darauf verlinkt.
    >
    > Wenn deine Freundin anonym peinliche Nacktbilder von dir mit deinem Namen
    > ins Internet stellt Und die 1000 mal gespiegelt werden, dann bist du froh,
    > dass es die Möglichkeit gibt, sich an Google zu wenden und du nicht 1000
    > ausländischen Serverbetreiber hinterher laufen musst. ;-)

    Nur wird dir das auch nicht helfen - denn Google sperrt diese Links/Daten nicht weltweit, nur der Zugang von Europa/Deutschland aus ist eben nicht mehr möglich!

    Geh per TOR auf die US-Webseite von Google und du bekommst die in Europa fehlenden Links immer noch angezeigt!

    >
    > Nur wo fängt das an und wo hört das auf?

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. ENGAGEMENT GLOBAL gGmbH, Bonn
  2. Unternehmercoach GmbH, Eschbach
  3. Dataport, Hamburg
  4. M-net Telekommunikations GmbH, München

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-68%) 8,99€
  2. (-60%) 23,99€
  3. (-90%) 5,99€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Disintegration angespielt: Fast wie ein Master Chief mit Privatarmee
Disintegration angespielt
Fast wie ein Master Chief mit Privatarmee

Gamescom 2019 Ein dick gepanzerter Held auf dem Schwebegleiter plus bis zu vier Fußsoldaten, denen man Befehle erteilen kann: Das ist die Idee hinter Disintegration. Golem.de hat das Actionspiel ausprobiert.
Von Peter Steinlechner

  1. Omen HP erweitert das Command Center um Spiele-Coaching
  2. Games Spielentwickler bangen weiter um Millionenförderung
  3. Gamescom Opening Night Hubschrauber, Historie plus Tag und Nacht für Anno 1800

Hyundai Kona Elektro: Der Ausdauerläufer
Hyundai Kona Elektro
Der Ausdauerläufer

Der Hyundai Kona Elektro begeistert mit Energieeffizienz, Genauigkeit bei der Reichweitenberechnung und umfangreicher technischer Ausstattung. Nur in Sachen Emotionalität und Temperament könnte er etwas nachlegen.
Ein Praxistest von Dirk Kunde

  1. Elektroauto Neuer Chevrolet Bolt fährt 34 km weiter
  2. Elektroauto Porsches Elektroauto Taycan im 24-Stunden-Dauertest
  3. Be emobil Berliner Ladesäulen auf Verbrauchsabrechnung umgestellt

10th Gen Core: Intel verwirrt mit 1000er- und 10000er-Prozessoren
10th Gen Core
Intel verwirrt mit 1000er- und 10000er-Prozessoren

Ifa 2019 Wer nicht genau hinschaut, erhält statt eines vierkernigen 10-nm-Chips mit schneller Grafikeinheit einen Dualcore mit 14++-Technik und lahmer iGPU: Intels Namensschema für Ice Lake und Comet Lake alias der 10th Gen macht das CPU-Portfolio wenig transparent.
Von Marc Sauter

  1. Neuromorphic Computing Intel simuliert 8 Millionen Neuronen mit 64 Loihi-Chips
  2. EMIB trifft Foveros Intel kombiniert 3D- mit 2.5D-Stacking
  3. Nervana NNP-I Intels 10-nm-Inferencing-Chip nutzt Ice-Lake-Kerne

  1. UMTS: 3G-Abschaltung kein Thema für die Bundesregierung
    UMTS
    3G-Abschaltung kein Thema für die Bundesregierung

    Nutzer, die kein LTE in ihren Verträgen festgeschrieben haben, sollten wechseln, da 3G zunehmend abgeschaltet werde. Das erklärte das Bundesverkehrsministerium und sieht keinen Grund zum Eingreifen.

  2. P3 Group: Wo die Mobilfunkqualität in Deutschland am niedrigsten ist
    P3 Group
    Wo die Mobilfunkqualität in Deutschland am niedrigsten ist

    Die Qualität des Mobilfunks in Deutschland ist in den einzelnen Bundesländern sehr unterschiedlich. Dort, wo Funklöcher gerade ein wichtiges Thema sind, ist die Versorgung gar nicht so schlecht.

  3. Mecklenburg-Vorpommern: Funkmastenprogramm verzögert sich
    Mecklenburg-Vorpommern
    Funkmastenprogramm verzögert sich

    Wegen fehlender Zustimmung der EU ist das Geld für ein Mobilfunkprogramm in Mecklenburg-Vorpommern noch nicht verfügbar. Dabei hat das Bundesland laut einer P3-Messung große Probleme.


  1. 18:00

  2. 18:00

  3. 17:41

  4. 16:34

  5. 15:44

  6. 14:42

  7. 14:10

  8. 12:59