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Eigener VPN + Virtuelle Maschine

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  1. Eigener VPN + Virtuelle Maschine

    Autor: reset3 18.05.22 - 12:08

    Wenn man ernsthaft vollständig anonym unterwegs sein will, dann benutzt man wohl eine Virtuelle Maschine (die nach jeder "Aktion" dann auch sofort gelöscht/neu aufgesetzt wird) in Kombination mit einem VPN.

    Ein solchen VPN kann man sehr einfach und günstig auch selbst aufsetzen. Solange man also nicht zwangsläufig seine Geo-Location ändern will (um zB Netflix zu schauen) kann man auch einfach damit arbeiten.
    Vorteil: Man hat seine Daten selbst in der Hand.
    Nachteil: Mangels Shared-IP werden die Spuren nicht wirklich gut verwischt.

    Dann also wohl doch IPA.

  2. Re: Eigener VPN + Virtuelle Maschine

    Autor: Vogel22 18.05.22 - 12:25

    reset3 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn man ernsthaft vollständig anonym unterwegs sein will, dann benutzt man
    > wohl eine Virtuelle Maschine (die nach jeder "Aktion" dann auch sofort
    > gelöscht/neu aufgesetzt wird) in Kombination mit einem VPN.

    Das genügt noch nicht. Du musst die VM komplett neu aufsetzen, und dabei jedes Mal ein anderes Betriebssystem, Browser, AddOns, Programme, Bildschirm, (virtualisierte) Hardware, Sprach- und Regionseinstellungen, usw. usf installieren/einstellen. Denn die Tracking- und Werbeanbieter haben Cookies schon längst hinter sich gelassen und arbeiten heute mit allen Daten, die sie server- und clientseitig irgendwie abgreifen können, u.a. Rendering-Eigenschaften, Browsereinstellungen und -fähigkeiten, installierten AddOns, ... So lässt sich ein ziemlich detaillierter Fußabdruck von einem Nutzer erfassen, der auf einem Gerät sich i.d.R. nur selten ändert - auch wenn du die VM komplett (gleich) neu aufsetzt.

  3. Re: Eigener VPN + Virtuelle Maschine

    Autor: unbuntu 18.05.22 - 12:28

    Dagegen gibts ja Fingerprint-Addons. Entweder welche, die es blocken, oder (noch besser) welche, die ein Rauschen einfügen und den Fingerprint somit komplett nutzlos machen. Wer einen haben will soll ihn bekommen. Und zwar immer einen anderen.

    "Linux ist das beste Betriebssystem, das ich jemals gesehen habe." - Albert Einstein

  4. Re: Eigener VPN + Virtuelle Maschine

    Autor: reset3 18.05.22 - 12:28

    Guter Punkt. Ubuntu Live DVD + Unterschiedliche User Agents sollten da auch noch dazu kommen.

  5. Re: Eigener VPN + Virtuelle Maschine

    Autor: stacker 18.05.22 - 12:29

    reset3 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nachteil: Mangels Shared-IP werden die Spuren nicht wirklich gut verwischt.
    Das halte ich für einen Euphemismus. Das ist nicht nur ein Nachteil, sondern für viele Anwendungsfälle ein KO-Kriterium.

  6. Re: Eigener VPN + Virtuelle Maschine

    Autor: reset3 18.05.22 - 12:36

    stacker schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > reset3 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Nachteil: Mangels Shared-IP werden die Spuren nicht wirklich gut
    > verwischt.
    > Das halte ich für einen Euphemismus. Das ist nicht nur ein Nachteil,
    > sondern für viele Anwendungsfälle ein KO-Kriterium.

    Eruiere?

  7. Re: Eigener VPN + Virtuelle Maschine

    Autor: Screeny 18.05.22 - 12:41

    VPNs sind normalerweise darauf ausgelegt, dass das Ziel den einzelnen Zugriff nicht auf Dich zurückführen kann. Ohne Shared-IP ist genau dieser Vorteil weg.

    VPN wird auch gerne für illegale Zwecke genutzt, hier ist das ebenfalls maßgeblich.
    Dazu kommt die Nutzung von VPN in Staaten ohne Pressefreiheit, etc - auch dort wäre die Identifizierbarkeit eher ein gravierender Nachteil.

  8. Re: Eigener VPN + Virtuelle Maschine

    Autor: reset3 18.05.22 - 12:45

    Screeny schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > VPNs sind normalerweise darauf ausgelegt, dass das Ziel den einzelnen
    > Zugriff nicht auf Dich zurückführen kann. Ohne Shared-IP ist genau dieser
    > Vorteil weg.

    Sehr richtig, daher meinte ich eben auch, dass das Aufsetzen eines eigenen VPNs wohl wenig bringen würde. Ich glaub wir reden nur aneinander vorbei ;-)

  9. Re: Eigener VPN + Virtuelle Maschine

    Autor: Schattenwerk 18.05.22 - 12:56

    Welches Addon kannst du empfehlen? Vorzugsweise Firefox.

  10. Re: Eigener VPN + Virtuelle Maschine

    Autor: unbuntu 18.05.22 - 13:35

    Ich benutze Brave als Browser, da ist sowas schon eingebaut. Sonst heißen die halt Canvas Blocker, Canvas Defender etc. Die sind zwar nur für den Canvas-Fingerprint, aber der wird am meisten benutzt. Man kann sich natürlich auch lauter weiteren Addons für Geo-Fingerprint, Web-GL-Fingerprint usw. installieren, aber weiß nicht ob das Sinn macht.

    "Linux ist das beste Betriebssystem, das ich jemals gesehen habe." - Albert Einstein

  11. Re: Eigener VPN + Virtuelle Maschine

    Autor: Private Paula 18.05.22 - 14:12

    Ich benutze WebGL/Canvas/Font/AudioContext Fingerprint Defender. Bei vielen Seiten poppen die auf wie Lichter an Weihnachtsbaeumen.

    --
    Warum UNIX/Linux schaedlich ist:
    'kill' macht Menschen zu brutalen, blutruenstigen Bestien,
    'killall' zuechtet regelrecht Massenmoerder,
    'whoami' loest bei psychisch labilen Personen Existenzkrisen aus!

  12. Re: Eigener VPN + Virtuelle Maschine

    Autor: john4344 18.05.22 - 17:33

    Fingerprinting Blocker bewirken genau das Gegenteil. Je mehr Blocker, grade gegen Fingerprinting ihr installiert habt, desto einfacher seid ihr zu identifizieren…

  13. Re: Eigener VPN + Virtuelle Maschine

    Autor: violator 18.05.22 - 17:46

    Das liegt aber nicht unbedingt daran, dass dich einer ausspioniert, sondern weil der Fremdserver ja wissen muss was er wie an dich ausliefern muss. Ein Webfont kann schlecht an dich ausgeliefert werden, wenn dein PC nicht verrät, ob er schon installiert ist oder nicht.

  14. Re: Eigener VPN + Virtuelle Maschine

    Autor: atlantex 18.05.22 - 18:20

    Brave wird auch eindeutig erkannt laut diesem Test.

    www amiunique org / fp

  15. Re: Eigener VPN + Virtuelle Maschine

    Autor: Niaxa 18.05.22 - 21:06

    Ich verstehe nicht wovor ihr Angst habt und euch so krass schützen müsst xD. Als ob alle Staatsfeind NR 1 wären xD.

  16. Re: Eigener VPN + Virtuelle Maschine

    Autor: 43rtgfj5 18.05.22 - 21:50

    Niaxa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich verstehe nicht wovor ihr Angst habt und euch so krass schützen müsst
    > xD. Als ob alle Staatsfeind NR 1 wären xD.

    Haben sich die Juden in den Niederlanden damals bestimmt auch gedacht, bis dann ein irrer Österreicher Deutschland übernommen hat und sich über die Liste gefreut hat, die die Niederländer über ihre Religionszugehörigkeiten hatten.
    Aber jaja, wir lernen ja aus der Geschichte, sowas kann nicht nochmal passieren. Lebe du weiter in deiner Bubble und hoffe, dass sowas wirklich nie wieder passieren wird.

  17. Anonymisierung vs. Proxying in eigene Netze

    Autor: Cryptokrat 19.05.22 - 00:41

    reset3 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn man ernsthaft vollständig anonym unterwegs sein will, dann benutzt man
    > wohl eine Virtuelle Maschine (die nach jeder "Aktion" dann auch sofort
    > gelöscht/neu aufgesetzt wird) in Kombination mit einem VPN.
    >
    > Ein solchen VPN kann man sehr einfach und günstig auch selbst aufsetzen.

    Kann es sein, dass Dir Funktionsweise und Sinn eines VPNs völlig unbekannt sind? Es ist doch Unfug, selbst einen VPN-Server aufzusetzen, außer, er dient nicht etwa Anonymisierungszwecken, sondern dem Proxying in ein eigenes Netz, aber da hast Du dann den Artikel in den falschen Hals bekommen, fürchte ich.

  18. Re: Eigener VPN + Virtuelle Maschine

    Autor: gdh 19.05.22 - 07:42

    Eigener VPN zu Hause macht Sinn, wenn ich von draußen ins lan möchte oder wenn ich von einem dubiosen access point ins Internet möchte und darüber wichtige Dinge mache.

    Vm von dem VPN immer zu zernichten, wenn der zu Hause steht macht in meinen Augen nur begrenzt sinn.

    Darf man nach der Motivation fragen? Und welcher VPN genutzt wird (WireGuard,OpenVPN,etc)

  19. Re: Anonymisierung vs. Proxying in eigene Netze

    Autor: Potrimpo 19.05.22 - 07:49

    Du hast vollkommen recht.

    Wenn ich Verkehr Tunneln möchte innerhalb eines Netzwerks via Internet (z.B. Firmenserver to Client), setz ich natürlich ein eigenes VPN auf, egal ob physisch oder virtuell. Da brauch man aber auch nichts löschen/neu aufsetzen, da alles in meiner Hand).

    Für die Dienste, die hier angesprochen sind, zur (vermeintlichen) Anonymisierung, oder Geoblocking, taugt der eigene VPN-Server genau gar nichts.

  20. Re: Anonymisierung vs. Proxying in eigene Netze

    Autor: xploded 19.05.22 - 08:29

    Potrimpo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du hast vollkommen recht.
    >
    > Wenn ich Verkehr Tunneln möchte innerhalb eines Netzwerks via Internet
    > (z.B. Firmenserver to Client), setz ich natürlich ein eigenes VPN auf, egal
    > ob physisch oder virtuell. Da brauch man aber auch nichts löschen/neu
    > aufsetzen, da alles in meiner Hand).
    >
    > Für die Dienste, die hier angesprochen sind, zur (vermeintlichen)
    > Anonymisierung, oder Geoblocking, taugt der eigene VPN-Server genau gar
    > nichts.

    Es kommt immer darauf an, was ich machen möchte. Man kann mit einem eigenen VPN ja durchaus kreativ sein. Man setzt verschiedene Gateways auf und steuert den Verkehr über die verbundenen Clients. Man ein Tor Exit, mal ein normaler Ausgang, ein anderer VPN mit anderer Geolocation.
    Ein eigener VPN kann aber auch ganz andere Gründe haben. Nehme ich das örtliche Freibad. Bieten freies WLAN an, haben aber nur HTTP(S) freigegeben. Mails mögen auch noch funktionieren, habe ich nicht getestet. Was aber geblockt wird, ist zum Beispiel SSH - was ich aber für meine Tätigkeit ab und an brauche. Hier hilft dann der eigene VPN über TCP/443 und lässt mich das machen, was ich machen möchte.
    Ich will mich nicht weiter darüber auslassen, was man alles in einem offenen WLAN anstellen kann, alleine hierfür reicht schon ein eigener VPN daheim.
    "Anonymisierung" findet hier natürlich nicht wirklich statt, aber mir reicht es auch schon, das ich mein offenes Internet dabei habe - und niemand (vor Ort) mitlesen kann.
    Und zu guter Letzt: Natürlich kann der eigene VPN auch für Geoblocking aushelfen, wenn man die Brille richtig rum aufsetzt. Du bist irgendwo im Ausland und das heimische Angebot wird geblockt. VPN an und du bist daheim.

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