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  5. › NSA-Enthüller: Edward Snowden nimmt…

Einer muss es aussprechen!

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  1. Einer muss es aussprechen!

    Autor: kunst8 13.07.13 - 07:38

    Ich selbst bin Informatiker und kann Snowden gut verstehen. Selbst Philosophen und Soziologen reden heute schon von einer "Demokratischen Diktatur"

    Solch eine Diktatur stützt sich mehr auf Informationen als auf Waffen. Daten bestimmen ob wir ein Konto bei der Bank bekommen, ob wir eine medizinische Maßnahme bekommen oder nicht, ob wir eine Wohnung bekommen, wo hin wir reisen dürfen, welche Versicherung wir abschließen können oder nicht und vieles mehr.

    Gesammelte Faktoren aus vielen kleine Daten bestimmen darüber.

    Keiner verwaltet diese Daten. Sie ergeben sich aus unserem Tun.

    Snowden hat mehr angestoßen und ausgesprochen, als was wir uns heute vorstellen können.

    Er verdient unseren Respekt.

  2. Re: Einer muss es aussprechen!

    Autor: Anonymer Nutzer 13.07.13 - 10:50

    Das jetzige Szenario haben sich einige schon vor zehn Jahren vorgestellt.
    Und deine Ausführung der sich auf Informationen stützenden Diktatur ist für mich auch eher grotesk.
    Bei Diktaturen geht es um Macht. Macht über das Volk und Staatliche Behörden.
    Eine Diktatur wird natürlich immer wieder mit manipulierten Informationen aufgebaut aber Propaganda ergibt sich nicht aus Handlungen des diktierten Volkes.
    Wenn du wirklich der Ansicht bist das Daten von Zahnarzt besuchen oder abgeschlossenen Bausparverträgen eine Diktatur entstehen lassen würde ich dir mal anraten einfach mal die ersten Seiten von Mein Kampf zu lesen.
    Diktaturen wollen das Volk in die Ideologien und Ansichten des Diktierenden zwängen. Und zwar mit aller Macht. Wo siehst du da Parallelen zum Prism-Fall?
    Ich würde dir aufjedenfall dringend abraten sowas mal in einer Uni zu erwähnen. Es wirkt aufjedenfall auf mich so, als wenn du dir weder über Diktaturen als auch über Datenschutz Gedanken gemacht hast.


    Edit: Und natürlich ist das was Herr Snowden getan hat wichtig.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.07.13 10:54 durch Tzven.

  3. Re: Einer muss es aussprechen!

    Autor: Nemorem 13.07.13 - 12:00

    Tzven schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das jetzige Szenario haben sich einige schon vor zehn Jahren vorgestellt.
    > Und deine Ausführung der sich auf Informationen stützenden Diktatur ist für
    > mich auch eher grotesk.
    > Bei Diktaturen geht es um Macht. Macht über das Volk und Staatliche
    > Behörden.
    > Eine Diktatur wird natürlich immer wieder mit manipulierten Informationen
    > aufgebaut aber Propaganda ergibt sich nicht aus Handlungen des diktierten
    > Volkes.
    > Wenn du wirklich der Ansicht bist das Daten von Zahnarzt besuchen oder
    > abgeschlossenen Bausparverträgen eine Diktatur entstehen lassen würde ich
    > dir mal anraten einfach mal die ersten Seiten von Mein Kampf zu lesen.
    > Diktaturen wollen das Volk in die Ideologien und Ansichten des Diktierenden
    > zwängen. Und zwar mit aller Macht. Wo siehst du da Parallelen zum
    > Prism-Fall?
    > Ich würde dir aufjedenfall dringend abraten sowas mal in einer Uni zu
    > erwähnen. Es wirkt aufjedenfall auf mich so, als wenn du dir weder über
    > Diktaturen als auch über Datenschutz Gedanken gemacht hast.
    >
    > Edit: Und natürlich ist das was Herr Snowden getan hat wichtig.

    Diktatoren wollen Macht? Was glaubst du sind Daten? Wissen ist Macht und Daten sind irrsinnig viel Wissen. Jeder hat ein paar Geheimnisse für die er zumindest die Füße stillhalten würde. Und einige haben sicher Geheimnisse, für die sie auch töten würden. Atomare Abschreckung ist ein Scheißdreck dagegen, wenn man die Führungsspitzen fremder Nationen einfach an der kurzen Leine halten kann und muckt einer auf gegen den sich nichts finden lässt (bei Politikern wohl eher selten) fingiert man eben etwas oder setzt jemanden erpressbareren auf sie an.

    Dir scheint leider das nötige Informatikwissen zu fehlen und die "paar Daten" (pro Person schnell mehr als ein Schiffscontainer ausgedruckt A4) scheinen dich nicht zu beunruigen. Aber vielleicht wäre es sinnvoll dies eine mal auf Menschen zu hören, die wissen was ein Algorythmus gefüttert mit den Leben von Menschen letzten Endes macht. Einschätzung, Vorhersage und in letzter Disziplin Einflussnahme und Steuerung.

  4. Re: Einer muss es aussprechen!

    Autor: Anonymer Nutzer 13.07.13 - 13:03

    Wissen ist Macht und deshalb müssen Diktatoren viel Wissen?

    Gut das man hier nicht tatsächlich aufeinander trifft denn alleine für die Begrifflichkeit "Atomare Abschreckung" würde ich idR ebenfalls das Niveau auf meine Art drücken.
    Meine IT Kenntnisse reichen aufjedenfall soweit um zu verstehen das man mit Überwachung des Netzverkehrs nicht 8 Milliarden Menschen besser Steuern oder Einschätzen kann. Und ein Algorithmus hat auch nichts mit Tanzen zutun. Und wenn du dich in Zukunft noch mehr durch Technik beeinflussen und Steuern lassen willst is das ja auch Ok. Und das mit den Daten Größenordnungen,"mehr als ein Schiffscontainer an A4 seiten",ist ja so unglaublich gaga das ich mich ernsthaft frag ob du nur schlecht Trollst oder ob du Tatsächlich glaubst das eine einzelne Person in 10 jahren mehrere Milliarden Gigabyte an Daten erzeugt und diese dann auch noch von einer Maschine so berechnet(Algorithmus) werden das der Erzeuger dadurch Steuerbar wird? Ich bau mir jetzt erstmal ein Programm das mir ausrechnet wie oft Harry Potter in so einen Container passt. Is ja unglaublich das du tatsächlich annimmst ich würde galuben du hättest mal eine Universität von innen gesehen.^^

  5. Re: Einer muss es aussprechen!

    Autor: throgh 14.07.13 - 11:26

    Die Quintessenz der Daten ist es doch. Diese ermöglicht nicht direkt eine "Kontrolle", aber eine Analyse der Vorlieben und Bedürfnisse. Damit meine ich, dass "Geld" leider der Motor dieses Planeten ist oder zumindest der Motor für die Menschen sich in irgendeiner Weise zu bewegen. Solange eine Zahl mit genügend Stellen angeboten wird für etwas, wird sich auch ein Mensch in Bewegung versetzen. Und das führt dazu, dass man stringent einen Weg beginnt zu gehen. Man sieht zum Beispiel, dass die Menschen aus Bequemlichkeit gerne ONLINE einkaufen, auch gerne digitale Ware - Bücher in Dateiform etc. Und man folgert hieraus diverse Annehmlichkeiten wiederum für die Industrie, schnell und einfach Geld zu generieren. Was geschieht? Man konzentriert sich nur noch auf diese Wege und lässt alles Andere auf Sicht aussterben und zwingt ebenso andere Hersteller, die sich vielleicht doch der weiteren Perspektive geschrieben, ebenso dorthin.

    Das sind schleichende Prozesse. Das ist nicht Etwas, was von langer Hand geplant wurde oder wo eine riesige Verschwörung zu erkennen ist. Aber es ergibt sich irgendwann das gleiche Endergebnis!

  6. Re: Einer muss es aussprechen!

    Autor: Anonymer Nutzer 14.07.13 - 13:33

    Die Vorlieben der meisten Menschen werden als Suchanfragen freiwillig bei Google eingetippt. Und das Google das Netzverhalten der Nutzer analysiert ist ja unabhängig von dem was die NSA macht. Bis auf die möglichkeit das bei Prism ggf Crawler von Google eingesetzt werden sind die Absichten doch recht unterschiedlich.

    Wenn wie hier oft zu lesen, dass Internet so wichtig ist das man einen Krieg dafür sollte, würde ich meinen das diejenigen schon jetzt die großen Verlierer bei Prism sind. Denn ohne das Internet scheinen diese Menschen ja nicht mehr zurecht zu kommen. Technische Sklaverei wobei der versklavte auch nur im Netz selbst seine Meinung zum System äußert. Wenn das Internet wirklich so wichtig ist das es geschützt werden muss hat man damit automatisch Prism und Tempora gerechtfertigt.

  7. Re: Einer muss es aussprechen!

    Autor: Subsessor 15.07.13 - 10:13

    Tzven schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und das mit den Daten
    > Größenordnungen,"mehr als ein Schiffscontainer an A4 seiten",ist ja so
    > unglaublich gaga das ich mich ernsthaft frag ob du nur schlecht Trollst
    > oder ob du Tatsächlich glaubst das eine einzelne Person in 10 jahren
    > mehrere Milliarden Gigabyte an Daten erzeugt

    Also nur um ein bischen Konstruktivität in die Sache zu bringen: in solch einen Container passen gut 12GB Daten ausgedruckt... und 12GB kann jeder zehn Jahre alte Heim-PC noch gut verarbeiten.

    Wie ich darauf komme?
    Die Maßen von Containern (1) wie auch von Papier (2,3) sind bekannt. Das Volumen zu berechnen und wieviele Blätter Din A4 (der Einfachheit nur nach Volumen gerechnet - natürlich passt am Ende weit weniger rein) in einen solchen Container (in diesem Fall das kleinste Modell) passen, ist kein problem. Da die meisten Behörden aus Gründen von Faulheit und Lesbarkeit (eigene Erfahrung) in Unterlagen nur einseitig drucken
    gehen wir insgesammt von 5,29 Mio Seiten aus.

    Eine Seite in Word mit Standardeinstellungen (Times New Roman, SG12, ZA 1,15) fasst etwa 3800 Zeichen. Macht in Ascii 3800 Byte. Bilder benötigen weit mehr Speicher - Absätze, Freizeilen und Tabellen dagegen benötigen weit weniger Speicher dank weniger Zeichen. Kompression sei hier außer acht gelassen.
    Da in personenbezogenen Profilen wahrscheinlich keine Bilder auftauchen lassen wir diese ebenfalls außer acht.
    Nehmen wir an, dass diese Profile menschenlesbare Berichte sein sollen gehen wir also von besagten Absätzen, Freizeilen und Tabellen aus.

    Rechnen wir also der Einfachheit mit maximal ca. 2500 Byte je Seite.

    Das ganze zusammen macht also 13'225'000'000 Byte = 12,3 Gibyte


    Es handelt sich also nicht um irgendwelche Traumgrößen...


    [1] https://de.wikipedia.org/wiki/ISO-Container
    [2] http://de.wikipedia.org/wiki/DIN_A4
    [3] http://de.wikipedia.org/wiki/Papier



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 15.07.13 10:22 durch Subsessor.

  8. Re: Einer muss es aussprechen!

    Autor: Anonymer Nutzer 16.07.13 - 01:16

    Würde mich aber wundern wenn in einen Container mit zulässigen Gesamtgewicht von
    über 32.000 kg nochnichtmal eine halbe Europallete des alten Testaments passt.

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