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beste Idee bis jetzt

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  1. beste Idee bis jetzt

    Autor: chriz.koch 26.06.14 - 17:06

    Politisch wird das ja eh nicht zu beenden sein, da sind die Amis unhaltbar.

    Dann eben die nächst beste Lösung: Überwachung dermaßen teuer machen, dass die NSA bald so viel Kohle verbraucht, dass die USA da schnell das einsehen haben werden.
    Klingt nach der besten Idee zum Thema bis jetzt.

    Müssen wir drauf hoffen, dass Verschlüsselung bald richtig Massentauglich wird.

  2. Re: beste Idee bis jetzt

    Autor: matok 26.06.14 - 17:36

    Es ist wirklich witzig, wenn Skype genannt wird. Und abseits von Skype gibt es keine ähnliche Software auf dem Markt, die sich ähnlich einfach bedienen lässt? Oh doch, die gibt es. Nutzt nur keiner, weil die Privatssphäre nur wenige interessiert. Wir haben hier kein technologisches Problem, sondern offensichtlich einfach keinen Bedarf.

  3. Re: beste Idee bis jetzt

    Autor: Malocchio 26.06.14 - 18:12

    > Software auf dem Markt, die sich ähnlich einfach bedienen lässt?
    > Oh doch, die gibt es. Nutzt nur keiner, weil die Privatssphäre nur
    > wenige interessiert.

    Aha, welche denn? Einfach nur einfach bedienen, oder auch mit den gleichen Features und der gleichen Userbasis. Und was ist mit der Videokonferenzsoftware, die Skype als nächstes vielleicht ablösen wird, hat die sichere Verschlüsselung? Die Leute suchen sich doch nicht die Software allein danach aus, ob sie besonders sicher ist. Das heißt aber nicht im Umkerhschluss, dass den Leuten deshalb ihre Privatssphäre egal ist. So ein Argument wäre ein logischer Fehlschluß.

    Skype ist ein sehr gutes Beispiel, das zeigt, dass die Benutzerfreundlichkeit nicht unter Verschlüsselung leiden muss. Bei Skype wissen die meisten Nutzer gar nicht einmal, dass die Streams verschlüsselt werden, weil's einfach transparent funktioniert. Das muss der Standard sein. Wohlgemerkt damit ist dies kein Plädoyer für Skype, sondern ein Plädoyer dafür, dass man es so machen muss wie Skype minus der Hintertür. Das ist hier das Argument der eingladenen Experten: es ist technisch möglich Ende-zu-Ende-Verschlüsselung transparent für den User zu gestalten, es ist sogar möglich damit Marktführer zu werden. Es ist kein valides Argument Verschlüsselung sei gar nicht userfreundlich machbar.

    > Nutzt nur keiner, weil die Privatssphäre nur wenige interessiert.
    > Wir haben hier kein technologisches Problem, sondern offensichtlich
    > einfach keinen Bedarf.

    Nach diesem Schema, könnte man auch behaupten die Menschen auf der Welt haben auch kein Bedarf nach sauberen Trinkwasser. „Gibt ja genug einfachste technische Möglichkeiten Wasser zu säubern und zu desinfizieren, das ist so leicht an einem Tag zu erlernen. Aber diese einfachen Methoden nutzt nur keiner, weil sauberes Wasser nur wenige interessiert. Wir haben hier also kein technologisches Problem, wenn schon so einfach Dinge nicht gemacht werden, sondern einfach keinen Bedarf. Ihnen dann eine anständige Infrastruktur mit Trinkwasserleitungen und Kläranlagen hinzustellen, ist dann ja auch nicht nötig.“

    Ich verstehe einfach die Logik hinter deiner Argumentation nicht. Den Weg, den diese Expertenkommission vorschlägt, funktioniert ja ohne die Nutzer. Der Markt bringt es nicht fertig Verschlüsselung durchzusetzen, was auch niemanden verwundern sollte: es ist zusätzliche Arbeit und kostet GELD! Also muss man hier Ordnungspolitisch eingreifen. Denn die Leute wollen auch Privatssphäre, aber sie wollen nicht nur Privatssphäre. Wenn man Privatssphäre in Software dann fatalerweise optional macht, dann setzt die sich logsicherweise nicht durch.

    Und nein ist nicht die individuelle Verantwortung der Nutzer, es ist die Aufgabe der Politik, zumindest in Staaten, die sich als demokratisch gerieren, für das Grundrecht auf Privatssphäre auch im Zeitalter der vernetzten Alltagscomputer zu sorgen. Weil Privatssphäre ein Grundrecht ist, und es ist die Pflicht des Staates die Grundrechte der Bürger zu schützen. Ob das der Wirtschaft oder dir nicht gefällt ist scheißegal, solltest du unter einem demokratischen Regime leben und leiden, musst du dich damit abfinden, dass die Grundrechte unantastbar sind.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 26.06.14 18:22 durch Malocchio.

  4. Re: beste Idee bis jetzt

    Autor: matok 27.06.14 - 00:15

    Malocchio schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aha, welche denn? Einfach nur einfach bedienen, oder auch mit den gleichen
    > Features und der gleichen Userbasis. Und was ist mit der
    > Videokonferenzsoftware, die Skype als nächstes vielleicht ablösen wird, hat
    > die sichere Verschlüsselung?

    Die Userbasis spielt für die Frage, OB es Alternativsoftware mit sicherer Verschlüsselung und einfacher Bedienung gibt, überhaupt keine Rolle. Und ja, die gibt es. Z.B. Jitsi.

    > Die Leute suchen sich doch nicht die Software
    > allein danach aus, ob sie besonders sicher ist. Das heißt aber nicht im
    > Umkerhschluss, dass den Leuten deshalb ihre Privatssphäre egal ist. So ein
    > Argument wäre ein logischer Fehlschluß.

    Richtig, richtig. Es heißt aber, dass Privatssphäre und Datenschutz keine hohe Priorität haben. Wer geschlossene Software von anerkannten Datenkraken nutzt, dem kann man nicht wirkllich ein Interesse an Datenschutz nachsagen, erstrecht nicht nach Snowden. Wenn ich Spionagetools doof finde, dann kann ich sie nicht weiterhin nutzen, als wäre nichts. Auch Skype hat mal bei einem Nutzer angefangen. Wenn niemand einen Anfang macht, wird es nie etwas. Aber so ist eben die Einstellung der meisten Leute. Erstmal die anderen und irgendwann ich. So funktioniert das aber nicht.
    Deshalb sage ich, wir haben kein technisches Problem, wir haben ein Konsequenzproblem.

    > Das ist hier das Argument der eingladenen Experten: es ist technisch
    > möglich Ende-zu-Ende-Verschlüsselung transparent für den User zu gestalten,
    > es ist sogar möglich damit Marktführer zu werden. Es ist kein valides
    > Argument Verschlüsselung sei gar nicht userfreundlich machbar.

    Es ist eben kein gutes Argument. Es gibt in Jitsi ein einfach zu bedienendes Tool, dass offen ist und auf Verschlüsselungsstandards setzt. Interessiert nur keinen. Skype ist jedoch ein gutes Beispiel dafür, dass die Leute ignorant sind, denn sie bleiben dabei. Es ist also ein gutes Beispiel für das eigentliche Problem, die Menschen.

    > Nach diesem Schema, könnte man auch behaupten die Menschen auf der Welt
    > haben auch kein Bedarf nach sauberen Trinkwasser. „Gibt ja genug
    > einfachste technische Möglichkeiten Wasser zu säubern und zu desinfizieren,
    > das ist so leicht an einem Tag zu erlernen. Aber diese einfachen Methoden
    > nutzt nur keiner, weil sauberes Wasser nur wenige interessiert. Wir haben
    > hier also kein technologisches Problem, wenn schon so einfach Dinge nicht
    > gemacht werden, sondern einfach keinen Bedarf. Ihnen dann eine anständige
    > Infrastruktur mit Trinkwasserleitungen und Kläranlagen hinzustellen, ist
    > dann ja auch nicht nötig.“

    Du sprichst von Dritte Welt Ländern? Nein, die haben nicht die Wahl: Nehme ich sauberes oder dreckiges Wasser. Die haben ein Interesse, aber eben nicht die Wahl.

    > Ich verstehe einfach die Logik hinter deiner Argumentation nicht. Den Weg,
    > den diese Expertenkommission vorschlägt, funktioniert ja ohne die Nutzer.

    Er funktioniert eben nicht. Es gibt den Stoff, die Leute müssen ihn nur nutzen. Machen sie aber nicht, weil sie sich keine Gedanken über die Konsequenzen ihres Handelns machen. Das ist die Argumentation.

    > Der Markt bringt es nicht fertig Verschlüsselung durchzusetzen, was auch
    > niemanden verwundern sollte: es ist zusätzliche Arbeit und kostet GELD!

    Jitsi ist OpenSource und frei! Sichere Software ist in der Regel frei verfügbar und das ist auch gut. Wenn ein Markt dahinter steckt, stecken auch wieder Interessen dahinter.

    > Und nein ist nicht die individuelle Verantwortung der Nutzer, es ist die
    > Aufgabe der Politik, zumindest in Staaten, die sich als demokratisch
    > gerieren, für das Grundrecht auf Privatssphäre auch im Zeitalter der
    > vernetzten Alltagscomputer zu sorgen. Weil Privatssphäre ein Grundrecht
    > ist, und es ist die Pflicht des Staates die Grundrechte der Bürger zu
    > schützen.

    1. Es gibt keine Grenzen für Internetservices, was die Rechtslage etwas schwierig macht.
    2. Mama zeigt kein großes Interesse, gegen die USA und andere vorzugehen.

    Die Menschen können also gerne weiter nach Ausreden suchen oder einfach Fakten schaffen durch entsprechende Handlungen.

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