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Warum ist das so!

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  1. Warum ist das so!

    Autor: RienNeVaPlus 07.07.13 - 00:20

    Wie viele andere auch, möchte ich etwas kritisieren, dass die Person Snowden 100% Aufmkersamkeit erhält, wärend der eigentliche Skandal kaum beachtung findet. Gleichzeitig möchte ich Golem hier ein Kompliment ausstatten, dieses Symptom scheint hier am wenigsten ausgeprägt zu sein - ich möchte also mehr die Mainstreammedien wie SPON etc. kritisieren.

    Warum ist das so? Und warum stößt man so häufig auf die Couch-Potato-Meinung "ick mach nix, also is mir das egal"?

    Ich vermute, dass das mit der Berichterstattung zusammenhängt. Wenn man sich die Mühe macht und sich mit den (leider meist sehr trockenen) Beiträgen über den aufgedeckten Überwachungsstaat auseinandersetzt, wird man schnell feststellen, dass die verwertbarste Aussage schlicht 'Dein Internetverkehr wird mitgeschnitten' lautet. Nur ganz selten, wird dieser weitreichende Ansatz zuendegedacht.

    Doch was bedeutet das konkret? Ich habe das gefühl, die meisten Leser interpretieren hierbei als Maximalrisiko, dass ihre Pornoseiten-History auffliegt. Das scheint mir aber noch nicht einmal die Spitze des Eisbergs zu sein; denn:
    Das Internet ist längst nicht mehr nur dieses Ding in diesem Browser. Wir tragen fast alle ein Mikrofon sowie zwei Kameras rund um die Uhr mit uns, unsere Fahrzeuge verfügen über Internetzugänge, sogar Kühlschränke können twittern!

    Warum wird hiervon kein kreatives Szenario entwickelt und für den Nicht-Nerd im Mainstream verbreitet? Durch die entstandene Situation ist eine nahezu 100%ige Überwachung realisierbar. Sowohl Aufenthaltsort, als auch Ton & Bild. Und das ist nur der Anfang: Dass meine Daten auch manipulierbar sind, möchte ich garnicht weiterdenken.

    Nach einigen Tagen Selbstobservation kann ich berichten, dass ich ungefähr jede halbe Stunde einen Blick auf mein iPhone werfe: die Geheimdienste können hierbei ohne große Probleme unbemerkt einen Schnappschuss anfertigen und versenden. Zudem trage ich es nicht nur tagsüber ungefähr 99% der Zeit in höhrreichweite bei mir, sondern habe es selbst nachts im Schlafzimmer neben mir liegen. Ich erwähne das, weil ich oft das Argument lese, dass "Wichtige dinge ja sowieso nicht online/telefonisch, sondern in Person besprochen werden".
    Just in diesem Moment befinden sich vier Kameras in meiner unmittelbaren Umgebung: zwei am iPhone; eine am Bildschirm sowie eine an meinem Tablet. Verwenden tue ich diese so gut wie nie - wozu also? Habe ich für meinen eigenen Käfig bezahlt? Dass sämtliche Kameras unbemerkt aktiviert werden können, ist kein Geheimnis. Eine echte Innovation wäre hier eine Kamera, welche technisch so aufgebaut ist, dass bei Aufnahme sets ein Signal (z.B. eine rote Diode &/ Ton) aktiviert wird; das wäre mmn. ein erstrebenswertes Gesetz.

    Nun mag es der Menscheit nicht schaden, wenn man mich überwacht, die Chancen stehen auch gut, dass ich nie etwas davon erfahre, oder gar dadurch in Schwierigkeiten gerate. Aber ich denke in erster Linie auch nicht an mich, sondern an die Situationen von Menschen die in der Vergangenheit für 'Freiheit & Bürgerrechte' wichtig waren.
    Wären Revolutionen & Aufklärung mit den heutigen technischen Mitteln überhaupt noch möglich gewesen? Eine Kontrolle des Outputs der Medien ist schon jetzt faktisch realisierbar. 'Problempersonen' lassen sich ohne nachvollziehbare Verbindung zum Täter durch manipulation digitaler Informationen 'deaktivieren'. Gab es gerade erst, erinnert ihr euch an Petraeus? Hatte mich damals schon an 'Staatsfeind Nr.1' erinnert.

    Wir dürfen ein derartiges System in keinem Fall einer Weiterentwicklung überlassen. Wir befinden uns erst am Anfang des Digitalen Zeitalters, ist es schon zu spät?

    Danke für's lesen.

  2. Re: Warum ist das so!

    Autor: niyop 07.07.13 - 22:52

    +1

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