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Der Polizist wäre bei mir schon seinen Job los

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  1. Der Polizist wäre bei mir schon seinen Job los

    Autor: TrollNo1 22.07.20 - 09:27

    Allein für die Aussage "Jeder meiner Kollegen könnte sich mit meinem Passwort anmelden"

    Das wäre für mich ein Kündigungsgrund. Sowas von naiv, mit seinen Zugangsdaten zu ultra sensiblen Daten umzugehen. Den würde ich sogar in Regress nehmen, sodass er eine gewisse Mitschuld bekommt.

    Das ist, wie wenn ich den Motor laufen lasse und ins Haus gehe. "Jeder könnte das Kind umgefahren haben!"

    Menschen, die mich im Internet siezen, sind mir suspekt.

  2. Re: Der Polizist wäre bei mir schon seinen Job los

    Autor: demon driver 22.07.20 - 09:46

    TrollNo1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Allein für die Aussage "Jeder meiner Kollegen könnte sich mit meinem
    > Passwort anmelden"
    >
    > Das wäre für mich ein Kündigungsgrund

    Aber nur, wenn das auch wirklich ein hinreichend schwerwiegender Verstoß gegen konkrete arbeitsvertraglichen Pflichten darstellt. Und wenn die gemeinsame Nutzung eines Computers mit Zugangsdaten, die nicht die eigenen sein müssen, eine "betriebliche Übung" darstellt, also von den Beschäftigten seit langem so gehandhabt wird und Vorgesetzte Bescheid wissen und nichts dagegen sagen, könnte es schwer werden, eine solche Kündigung zu rechtfertigen.

  3. Re: Der Polizist wäre bei mir schon seinen Job los

    Autor: honk 22.07.20 - 09:51

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >Und wenn die
    > gemeinsame Nutzung eines Computers mit Zugangsdaten, die nicht die eigenen
    > sein müssen, [...] von den
    > Beschäftigten seit langem so gehandhabt wird und Vorgesetzte Bescheid
    > wissen und nichts dagegen sagen, könnte es schwer werden, eine solche
    > Kündigung zu rechtfertigen.
    Genau so scheint es gewesen zu sein, wenn erst jetzt jeder eigene Zugangsdaten erhält und sich verpflichten muss, diese nicht weiterzugeben. Unglaublich, aber dann wohl eher ein Grund den Vorgesetzten zu feuern als den Polizisten, der die gängige Praxis umgesetzt hat.

  4. Re: Der Polizist wäre bei mir schon seinen Job los

    Autor: Lanski 22.07.20 - 10:03

    TrollNo1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Allein für die Aussage "Jeder meiner Kollegen könnte sich mit meinem
    > Passwort anmelden"
    >
    > Das wäre für mich ein Kündigungsgrund. Sowas von naiv, mit seinen
    > Zugangsdaten zu ultra sensiblen Daten umzugehen. Den würde ich sogar in
    > Regress nehmen, sodass er eine gewisse Mitschuld bekommt.
    >
    > Das ist, wie wenn ich den Motor laufen lasse und ins Haus gehe. "Jeder
    > könnte das Kind umgefahren haben!"

    Wieso nur der eine Polizist? Offenbar deren komplette Führungsriege und IT ebenfalls.
    Denkst du das wusste niemand oder es wäre nicht gängige Praxis?

    Ich würde die nicht rauswerfen ich würde denen nen Lehrgang aufhalsen alle 3 Monate, zusätzlich zur normalen Arbeit und zwar allen, egal welche Position und welche Abteilung.
    Und wer das nicht macht darf bis er sich umentscheidet unbezahlt zuhause verbringen.

    Diese Truppe hat offenbar nicht verstanden was sie macht, wofür sie steht und wie sensibel der Kram ist den sie da bearbeiten. Nicht nur der eine Mann, der ganze Laden ist auszumisten.

  5. Re: Der Polizist wäre bei mir schon seinen Job los

    Autor: TrollNo1 22.07.20 - 10:05

    Ihr habt beide Recht. Ich bin naiverweise davon ausgegangen, dass da selbstverständlich jeder Polizist seine eigenen Zugangsdaten mit eigenem Passwort hat. Denn dann wäre das unverantwortlich. Der muss ich doch gefragt haben, warum jemand seine Zugangsdaten will und nicht die eigenen nimmt.

    Menschen, die mich im Internet siezen, sind mir suspekt.

  6. Re: Der Polizist wäre bei mir schon seinen Job los

    Autor: Samui 22.07.20 - 10:08

    Naja, ich arbeite in einem großeren Untenehmen und wir haben eine Datenbank mit einem gemeinsamen Account um die Bürokratie so gering zu halten wie möglich.

    Beispiel: "Account: Mustermann Password: Mustermann" für alle Mitarbeiter.

    Die Ursachen des Problems liegen ja nicht im Zugang, sondern an Polizisten die das missbraucht haben. Mit genug Krimineller Energie, wird man auch die Zugansdaten eines Kollegen rausbekommen und genauso an die Daten kommen können. Demnach wäre jetzt ein Unschuldiger suspendiert und ein Krimineller immer noch auf freien Fuß.

  7. Re: Der Polizist wäre bei mir schon seinen Job los

    Autor: TrollNo1 22.07.20 - 10:18

    Stehen in eurer Datenbank auch so sensible Daten wie die Adressen von Prominenten, Wer wann welche Drogen genommen hat, Vorstrafen, welches kennzeichen auf wen zugelassen ist usw?

    Unsere Firmendatenbank ist evtl. auch nicht so mega gut gesichert, aber das ist im schlimmsten Fall dann ein Datenleck, bei dem Kundenanschriften ausgeleitet werden können oder so.

    Hier geht es um Polizeidatenbanken. Da erwarte ich schon fast, dass der Zugang über biometrische unfälschbare Merkmale gehen muss. Venenscanner, Fingerabdruck, Irisscan. Das Zeug ist hochsensibel und sollte entsprechend gesichert sein.

    Menschen, die mich im Internet siezen, sind mir suspekt.

  8. Re: Der Polizist wäre bei mir schon seinen Job los

    Autor: haichen 22.07.20 - 10:23

    "..einem gemeinsamen Account um die Bürokratie so gering zu halten wie möglich. "
    Da sollen doch wahrscheinlich eher Lizenzen gespart werden.

  9. Re: Der Polizist wäre bei mir schon seinen Job los

    Autor: Lanski 22.07.20 - 10:30

    Samui schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Naja, ich arbeite in einem großeren Untenehmen und wir haben eine Datenbank
    > mit einem gemeinsamen Account um die Bürokratie so gering zu halten wie
    > möglich.
    >
    > Beispiel: "Account: Mustermann Password: Mustermann" für alle
    > Mitarbeiter.
    >
    > Die Ursachen des Problems liegen ja nicht im Zugang, sondern an Polizisten
    > die das missbraucht haben. Mit genug Krimineller Energie, wird man auch die
    > Zugansdaten eines Kollegen rausbekommen und genauso an die Daten kommen
    > können. Demnach wäre jetzt ein Unschuldiger suspendiert und ein Krimineller
    > immer noch auf freien Fuß.

    Das ist allerdings ein Argument ...
    Also biometrische Zugänge schaffen ... wäre jetzt mein Vorschlag.
    Zumindest dort wo es eindeutig sein muss.

  10. Re: Der Polizist wäre bei mir schon seinen Job los

    Autor: Samui 22.07.20 - 10:39

    haichen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > "..einem gemeinsamen Account um die Bürokratie so gering zu halten wie
    > möglich. "
    > Da sollen doch wahrscheinlich eher Lizenzen gespart werden.


    Muss ich enttäuschen. Da ist unser Controlling hinterher. Wurde vorher geklärt und genug Lizensen gekauft.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 22.07.20 10:39 durch Samui.

  11. Re: Der Polizist wäre bei mir schon seinen Job los

    Autor: rizla 22.07.20 - 10:40

    Samui schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Ursachen des Problems liegen ja nicht im Zugang, sondern an Polizisten
    > die das missbraucht haben. Mit genug Krimineller Energie, wird man auch die
    > Zugansdaten eines Kollegen rausbekommen und genauso an die Daten kommen
    > können. Demnach wäre jetzt ein Unschuldiger suspendiert und ein Krimineller
    > immer noch auf freien Fuß.

    Solche kriminelle Energie hinterlässt aber häufig Spuren, sodass man effektiv ermitteln kann. Wenn die Zugangsdaten aber komplett offen sind, dann sind Ermittlungen sehr schwierig, da man keinerlei Anhaltspunkte hat und es eine Vielzahl an möglichen Personen gibt, die mit wenig Aufwand an die Daten kommen konnten.

  12. Re: Der Polizist wäre bei mir schon seinen Job los

    Autor: foobarJim 22.07.20 - 10:56

    Samui schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Naja, ich arbeite in einem großeren Untenehmen und wir haben eine Datenbank
    > mit einem gemeinsamen Account um die Bürokratie so gering zu halten wie
    > möglich.
    >
    > Beispiel: "Account: Mustermann Password: Mustermann" für alle
    > Mitarbeiter.

    Ich kenne natürlich euer Szenario nicht aber bei dem was Polizisten an Datenbanken arbeiten ist es geradezu alternativlos auf Benutzerebene zu autentifzieren und zu autorisieren.

    > Die Ursachen des Problems liegen ja nicht im Zugang, sondern an Polizisten
    > die das missbraucht haben. Mit genug Krimineller Energie, wird man auch die
    > Zugansdaten eines Kollegen rausbekommen und genauso an die Daten kommen
    > können. Demnach wäre jetzt ein Unschuldiger suspendiert und ein Krimineller
    > immer noch auf freien Fuß.

    Na mit dem Argument kann man ja komplett auf eine Autorisierung verzichten. Gerade Anwender von solch sensiblen Daten, wie die auf die Polizisten Zugriff haben, müssen im Umgang mit Zugangsdaten geschult werden damit kein Unsinn damit angestellt werden kann.

  13. Re: Der Polizist wäre bei mir schon seinen Job los

    Autor: Peter V. 22.07.20 - 16:26

    TrollNo1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Allein für die Aussage "Jeder meiner Kollegen könnte sich mit meinem
    > Passwort anmelden"
    >
    > Das wäre für mich ein Kündigungsgrund. Sowas von naiv, mit seinen
    > Zugangsdaten zu ultra sensiblen Daten umzugehen. Den würde ich sogar in
    > Regress nehmen, sodass er eine gewisse Mitschuld bekommt.
    >
    > Das ist, wie wenn ich den Motor laufen lasse und ins Haus gehe. "Jeder
    > könnte das Kind umgefahren haben!"
    Zum Glück wirst Du nie in relevanter Position Personalkompetenz erhalten.

  14. Re: Der Polizist wäre bei mir schon seinen Job los

    Autor: TrollNo1 23.07.20 - 07:15

    Du hast keine Ahnung, wer ich bin. Ich könnte im BKA sitzen, in einer der oberen Etagen von Bosch, Daimler etc. Ich könnte im Europaparlament sitzen...

    Oder alles davon nicht. Wie kommst du darauf, so eine Annahme zu machen? Und sogar noch für die Zukunft, Respekt! Was kostet anderes Wahrsagen so bei dir? Wann werde ich im Lotto gewinnen? Welche Zahlen muss ich tippen? Gibst du Garantie auf dein Geschwätz?

    Und schlussendlich: Hast du irgendwas Relevantes zu sagen?

    Menschen, die mich im Internet siezen, sind mir suspekt.

  15. Re: Der Polizist wäre bei mir schon seinen Job los

    Autor: Tockra 24.07.20 - 11:26

    Peter V. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > TrollNo1 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Allein für die Aussage "Jeder meiner Kollegen könnte sich mit meinem
    > > Passwort anmelden"
    > >
    > > Das wäre für mich ein Kündigungsgrund. Sowas von naiv, mit seinen
    > > Zugangsdaten zu ultra sensiblen Daten umzugehen. Den würde ich sogar in
    > > Regress nehmen, sodass er eine gewisse Mitschuld bekommt.
    > >
    > > Das ist, wie wenn ich den Motor laufen lasse und ins Haus gehe. "Jeder
    > > könnte das Kind umgefahren haben!"
    > Zum Glück wirst Du nie in relevanter Position Personalkompetenz erhalten.


    Sorry, aber deine Aussage ist echt nicht reflektiert.
    TrollNo1 hat recht, so ein Fahrlässiges Verhalten MUSS Konsequenzen für die Person haben. Das sind vertrauliche Daten, zu denen die Polizei Zugriff hat. Adressen und Vorstrafen sind da wohl die wichtigsten Informationen. Da erhält keine Privatperson in Deutschland Zugriff drauf. Ich könnte als Polizist jetzt hingehen und herausfinden, wo meine gesamte 9. Klasse aus meiner Schulzeit heute wohnt. Selbst über das mächtigste mir bekannte Werkzeug, die sozialen Medien, könnte ich nicht jeden kontaktieren.
    Wer nicht sieht, dass das eine Große Macht ist, die man mit sehr viel Bedacht und am besten nicht unreglementiert einsetzen sollte, der versteht da scheinbar irgendwas nicht.
    Natürlich muss es Folgen haben, wenn man damit Mist baut.
    Ich denke ein guter Vergleich ist die Verwendung bzw. der Zugriff auf die Dienstwaffe.
    Wenn du die Dienstwaffe rumliegen lassen würdest oder mit deinen Kollegen teilen würdest, würde dann die Ausrede zählen, dass jeder den Passanten in die Schulter hätte schießen können?
    Da würde auch weiterermittelt werden. Das ist in meinen Augen genau zu Fahrlässig. Körperlicherschaden kann genau so schlimm sein, wie der Schaden der durch diese Abfragen entstehen kann.
    Und das ist der Punkt. Die Polizei mit ihren Sonderrechten sollte nicht von irgendwelchen Idioten unterwandert sein, sondern besser sein als du und ich. Wenn ein Beamter seinen Pflichten nicht nachkommt bzw. durch Unachtsamkeit dritte gefährdet, was hier eindeutig der Fall war, dann sollte er auch Konsquenzen erleben.

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