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"Grundsätzliches Problem bleibt ungelöst"

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  1. "Grundsätzliches Problem bleibt ungelöst"

    Autor: Zoy 22.07.20 - 13:22

    In finde, gerade dieser Abschnitt hat es richtig auf dem Punkt gebracht.

    Ein Polizist braucht nur etwas zu behaupten, schon ist man sehr schnell vorbestraft.
    "Herr X hat mich geschubst" (3 Monate aufwärts, § 114 StGB)
    oder
    "Herr Y hat sich mit Gewalt gewehrt, das Handy auszuhändigen" (6 Monate aufwärts, wenn im Rucksack irgendein Gegenstand drin ist, den man als Waffe benutzen könnte, § 113 StGB Abs. 2 .1)

    Wie soll ein Normalbürger sich noch trauen, irgendwas dagegen zu machen, wenn er Fehlverhalten seitens der Polizei sieht?

    Also ehrlich gesagt, ich würde mich aus dem Staub machen, wenn ich ein Polizisten sehen würde, der jemanden unnötig schlägt und tritt und die Acht unnötig eng anlegt.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 22.07.20 13:22 durch Zoy.

  2. Re: "Grundsätzliches Problem bleibt ungelöst"

    Autor: Peter V. 22.07.20 - 16:36

    Zoy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In finde, gerade dieser Abschnitt hat es richtig auf dem Punkt gebracht.
    >
    > Ein Polizist braucht nur etwas zu behaupten, schon ist man sehr schnell
    > vorbestraft.
    > "Herr X hat mich geschubst" (3 Monate aufwärts, § 114 StGB)
    > oder
    > "Herr Y hat sich mit Gewalt gewehrt, das Handy auszuhändigen" (6 Monate
    > aufwärts, wenn im Rucksack irgendein Gegenstand drin ist, den man als Waffe
    > benutzen könnte, § 113 StGB Abs. 2 .1)
    >
    > Wie soll ein Normalbürger sich noch trauen, irgendwas dagegen zu machen,
    > wenn er Fehlverhalten seitens der Polizei sieht?
    >
    > Also ehrlich gesagt, ich würde mich aus dem Staub machen, wenn ich ein
    > Polizisten sehen würde, der jemanden unnötig schlägt und tritt und die Acht
    > unnötig eng anlegt.
    Glaubst Du wirklich an das was Du schreibst? Jeder kann sich Prinzipiell Straftaten ausdenken und andere damit ins Gefängnis bringen. Für gewöhnlich ist an 99,9% der Vorwürfe gegenüber der Polizei überhaupt nichts dran. Bestenfalls sind das Schutzbehauptungen.

  3. Re: "Grundsätzliches Problem bleibt ungelöst"

    Autor: rubberduck09 22.07.20 - 16:39

    So wie mir ein Polizist mal eine Verletzung seiner Person angedichtet hat weil er MICH in den Bauch geschlagen hat. Ja warum haut er mich denn auch? Ich habe NICHT zurückgeschlagen, meine Wampe (ich bin unsportlich) war ihm schlicht zu hart.

  4. Re: "Grundsätzliches Problem bleibt ungelöst"

    Autor: Zoy 22.07.20 - 16:56

    Peter V. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Glaubst Du wirklich an das was Du schreibst?
    Wieso nicht?

    Ich finde es erschreckend, wie selbst im Fachforum blind so der Staatsgewalt vertraut wird, obwohl offensichtlich von allen Seiten der Rechtsstaat immer weiter ausgehöhlt wird.

    Peter V. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Jeder kann sich Prinzipiell Straftaten ausdenken und andere damit ins Gefängnis bringen. Für gewöhnlich
    Für den Normalbürger untereinander besteht immerhin Waffengleichheit. Auf einer Anzeige wegen wirklich bösen Sachen erfolgen erst mal intensive Ermittlungen.
    Polizisten hingegen sind "sehr gute" Zeugen, den wird so gut wie immer geglaubt. Wo jetzt 113/114 StGB schon mal da ist, reichen Kleinigkeiten für verheerendes Unheil.

  5. Re: "Grundsätzliches Problem bleibt ungelöst"

    Autor: theFiend 22.07.20 - 17:40

    Peter V. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Für gewöhnlich
    > ist an 99,9% der Vorwürfe gegenüber der Polizei überhaupt nichts dran.
    > Bestenfalls sind das Schutzbehauptungen.

    Es gibt sicher auch Schutzbehauptungen, aber mit Deinen 99,9% haste doch SEHR hoch gegriffen. Allein bei mir im oberbayerischen Umfeld gab es die letzten Jahre einige Fälle in denen Polizisten dienstlich wie im privaten Umgang mit extremer Gewaltanwendung, auch gegen Jugendliche und vor anderen Zeugen aufgefallen sind. Strafe ist nie erfolgt, oder im absoluten Bagatellbereich.

    Und solange sich die Polizei keine interne, unabhängige Ermittlungseinheit leisten kann, muss sie sich jeden Vorwurf in diese Richtung gefallen lassen. Ob die dann berechtigt sind oder nicht, wird man nie rausbekommen. Aber schon die statistische Unschärfe sagt, das deine 99,9% absolut nicht richtig sein können...

  6. Re: "Grundsätzliches Problem bleibt ungelöst"

    Autor: Peter V. 22.07.20 - 20:09

    rubberduck09 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > So wie mir ein Polizist mal eine Verletzung seiner Person angedichtet hat
    > weil er MICH in den Bauch geschlagen hat. Ja warum haut er mich denn auch?
    > Ich habe NICHT zurückgeschlagen, meine Wampe (ich bin unsportlich) war ihm
    > schlicht zu hart.
    Hat er bestimmt einfach so gemacht. Böser Polizist.

  7. Re: "Grundsätzliches Problem bleibt ungelöst"

    Autor: Peter V. 22.07.20 - 20:12

    Zoy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Peter V. schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Glaubst Du wirklich an das was Du schreibst?
    > Wieso nicht?
    >
    > Ich finde es erschreckend, wie selbst im Fachforum blind so der
    > Staatsgewalt vertraut wird, obwohl offensichtlich von allen Seiten der
    > Rechtsstaat immer weiter ausgehöhlt wird.
    Wie ich soll niemanden vertrauen aber dir schon?

    > Gefängnis bringen. Für gewöhnlich
    > Für den Normalbürger untereinander besteht immerhin Waffengleichheit. Auf
    > einer Anzeige wegen wirklich bösen Sachen erfolgen erst mal intensive
    > Ermittlungen.
    > Polizisten hingegen sind "sehr gute" Zeugen, den wird so gut wie immer
    > geglaubt. Wo jetzt 113/114 StGB schon mal da ist, reichen Kleinigkeiten für
    > verheerendes Unheil.
    Das heißt also, bei einem Polizisten wird nicht ermittelt? Wäre mir neu. Es wird bei solche Sachen immer ermittelt egal ob Polizisten Opfer oder Täter sind und es wird ein unabhängiges Urteil gefällt und diese Urteile sprechen eine sehr deutliche Sprache.

  8. Re: "Grundsätzliches Problem bleibt ungelöst"

    Autor: Peter V. 22.07.20 - 20:15

    theFiend schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es gibt sicher auch Schutzbehauptungen, aber mit Deinen 99,9% haste doch
    > SEHR hoch gegriffen. Allein bei mir im oberbayerischen Umfeld gab es die
    > letzten Jahre einige Fälle in denen Polizisten dienstlich wie im privaten
    > Umgang mit extremer Gewaltanwendung, auch gegen Jugendliche und vor anderen
    > Zeugen aufgefallen sind. Strafe ist nie erfolgt, oder im absoluten
    > Bagatellbereich.
    Gerade bei dem Punkt "vor anderen Zeugen" macht mich hier sehr skeptisch. Bei einer nachweislichen Körperverletzung im Amt, was sich mit mehreren Zeugen problemlos belegen lassen sollte, ist die Beamtenlaufbahn vorbei.

    > Und solange sich die Polizei keine interne, unabhängige Ermittlungseinheit
    > leisten kann, muss sie sich jeden Vorwurf in diese Richtung gefallen
    > lassen. Ob die dann berechtigt sind oder nicht, wird man nie rausbekommen.
    > Aber schon die statistische Unschärfe sagt, das deine 99,9% absolut nicht
    > richtig sein können...
    Es wird Intern und Extern ermittelt. Nur um deinen Elan zu bremsen.

  9. Re: "Grundsätzliches Problem bleibt ungelöst"

    Autor: theFiend 22.07.20 - 20:57

    Peter V. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Gerade bei dem Punkt "vor anderen Zeugen" macht mich hier sehr skeptisch.
    > Bei einer nachweislichen Körperverletzung im Amt, was sich mit mehreren
    > Zeugen problemlos belegen lassen sollte, ist die Beamtenlaufbahn vorbei.

    Der verletzte 16 Jährige hat dann "eine verdächtige Handbewegung gemacht, und die Handlung des Beamten war eine eingeübte Abwehrhandlung". Hat keiner ausser dem Beamten so gesehen, aber hey, natürlich alles super konsequent. Man kann auch versuchen wirklich alles zu relativieren...

    > > Aber schon die statistische Unschärfe sagt, das deine 99,9% absolut
    > nicht
    > > richtig sein können...
    > Es wird Intern und Extern ermittelt. Nur um deinen Elan zu bremsen.

    Natürlich, darum bleiben auch all die Fälle von überzogenem Schusswaffengebrauch ect. ewig ungeklärt. Ich will hier nicht sagen das alles ewig pauschalisiert werden muss, aber das relativiere das jeden Fall so hinstellt als wären Polizisten nur die ewigen Opferlämmer ist einfach auch absolut Naiv...

    Da werden wir aber sicher nicht übereinkommen, insofern wars das jetzt zum Thema...

  10. Re: "Grundsätzliches Problem bleibt ungelöst"

    Autor: TrollNo1 23.07.20 - 09:25

    theFiend schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der verletzte 16 Jährige hat dann "eine verdächtige Handbewegung gemacht,
    > und die Handlung des Beamten war eine eingeübte Abwehrhandlung". Hat keiner
    > ausser dem Beamten so gesehen, aber hey, natürlich alles super konsequent.
    > Man kann auch versuchen wirklich alles zu relativieren...

    Aber wehe der Polizist macht eine "verdächtige Handbewegung" und ich mache dann eine eingeübte Abwehrhandlung. Dann werd ich meines Lebens nicht mehr froh...

    Menschen, die mich im Internet siezen, sind mir suspekt.

  11. Re: "Grundsätzliches Problem bleibt ungelöst"

    Autor: Zoy 24.07.20 - 07:26

    Peter V. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie ich soll niemanden vertrauen aber dir schon?
    Du lenkst mit der "Argumentation" ab.
    Es geht nicht um Vertrauen.
    Du hast Fakten, das ist das Gesetzbuch, in denen drastische Strafen für Kleinigkeiten stehen.
    Du hast Google.
    Du hast den Artikel hier, du hast Berichte von anderen.
    Damit kannst du dir die aktuelle Lage selber zusammenstellen.

    > Das heißt also, bei einem Polizisten wird nicht ermittelt? Wäre mir neu. Es
    > wird bei solche Sachen immer ermittelt egal ob Polizisten Opfer oder Täter
    > sind und es wird ein unabhängiges Urteil gefällt und diese Urteile sprechen
    > eine sehr deutliche Sprache.
    Was für ein Quatsch.
    Kennst du das Sprichwort "Der eine Krähe hakt der anderen Krähe kein Augen aus"?
    Es wird natürlich nur selten ermittelt, du musst doch nur hier den Artikel lesen, dann hast du die Spitze des Eisberges.
    Schon allein dass Polizisten "gute Zeugen" sind widerspricht deiner Behauptung "unabhängig".
    Wer bei der Staatsanwaltschaft eine Dienstaufsichtsbeschwerde macht, muss mit einer Retourkutsche wie eine Anzeige nach § 113 / § 114 rechnen - sprich dem droht sofort eine Vorstrafe.
    Das war schon immer so, auch vor der Verschärfung. Du wirst diesbezüglich einige Berichte finden wenn du nach Erfahrungsberichte von Opfern polizeilicher Gewalt suchst.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 24.07.20 07:44 durch Zoy.

  12. Re: "Grundsätzliches Problem bleibt ungelöst"

    Autor: Zoy 24.07.20 - 07:42

    Peter V. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Gerade bei dem Punkt "vor anderen Zeugen" macht mich hier sehr skeptisch.
    > Bei einer nachweislichen Körperverletzung im Amt, was sich mit mehreren
    > Zeugen problemlos belegen lassen sollte, ist die Beamtenlaufbahn vorbei.
    Nur der "Nachweis" stellt sich in der Praxis als sehr schwierig raus. Nix problemlos.
    Die Argumentation vor Gericht ist, dass Polizisten schnell rausfliegen, wenn sie sich was zu Schulden kommen lassen und bei Polizisten daher eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit besteht, dass sie die Wahrheit sagen. Darum gelten Polizisten, die auch noch oft zu mehreren aufkreuzen und zusammenhalten, per se als glaubwürdiger.
    Kein Polizist wird so blöd sein und vor 50 Zeugen jemanden vermöbeln, nur nach einiger Zeit im Dienst weiß man, was geht und was nicht, wie groß der Spielraum ist.

    Gegen Polizisten aussagen ist außerdem gefährlich, ein Schubser ist schnell behauptet - eine Vorstrafe droht.

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