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Wie ist so etwas möglich?

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  1. Wie ist so etwas möglich?

    Autor: /mecki78 12.10.16 - 17:09

    Ein Kraftwerk, das ich durch einen Hackerangriff von außen auch nur gefährden kann, dürfte gar keine Zulassung bekommen IMHO und gehört sofort vom Netz. Die IT Infrastruktur zum Kraftwerksbetrieb muss von der restlichen Struktur physisch unüberwindbar getrennt sein. D.h. selbst, wenn ein Hacker alle Rechner mit Netzzugang im Kraftwerk unter seiner Kontrolle hat, darf ihm das nicht ermöglichen auch nur im entferntesten in den Kraftwerksbetrieb einzugreifen. Und Rechner, die etwas mit dem Kraftwerksbetrieb zu tun haben, die haben keine von außen zugänglichen USB Ports zu besitzen, wozu bitte sollten die so etwas brauchen? Und deren Netz hat auch nichts nur in der Nähe von einem Internetzugang zu suchen.

    Selbst in unserer Firma gibt es ein derart physisch getrenntes, gesichertes Netz und bei uns geht es nicht um Menschenleben, Schäden im Mrd Bereich und die Zukunft ganzer Landstriche. Für mich klingt es also so, als ob hier irgendwer auf ganze Linie bei der Planung der IT versagt hat.

    /Mecki

  2. Re: Wie ist so etwas möglich?

    Autor: David64Bit 13.10.16 - 10:36

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ein Kraftwerk, das ich durch einen Hackerangriff von außen auch nur
    > gefährden kann, dürfte gar keine Zulassung bekommen IMHO und gehört sofort
    > vom Netz. Die IT Infrastruktur zum Kraftwerksbetrieb muss von der
    > restlichen Struktur physisch unüberwindbar getrennt sein. D.h. selbst, wenn
    > ein Hacker alle Rechner mit Netzzugang im Kraftwerk unter seiner Kontrolle
    > hat, darf ihm das nicht ermöglichen auch nur im entferntesten in den
    > Kraftwerksbetrieb einzugreifen. Und Rechner, die etwas mit dem
    > Kraftwerksbetrieb zu tun haben, die haben keine von außen zugänglichen USB
    > Ports zu besitzen, wozu bitte sollten die so etwas brauchen? Und deren Netz
    > hat auch nichts nur in der Nähe von einem Internetzugang zu suchen.
    >
    > Selbst in unserer Firma gibt es ein derart physisch getrenntes, gesichertes
    > Netz und bei uns geht es nicht um Menschenleben, Schäden im Mrd Bereich und
    > die Zukunft ganzer Landstriche. Für mich klingt es also so, als ob hier
    > irgendwer auf ganze Linie bei der Planung der IT versagt hat.

    Ich nehme stark an, dass bei einer Zulassung fürs KKW erst mal nur der Kerntechnische Bereich betrachtet wird. Die sind in den meisten Fällen auch komplett von den anderen Bereichen getrennt. Ausser den Dampfleitungen haben (zumindest in deutschen KKWs) auch die Turbinenhäuser keine direkte Verbindung zum Kerntechnischen Bereich. (Bestes Beispiel: Auf youtube gibt es einen Rundgang durch Tschernobyl. Da ist alles miteinander Verbunden - zwar mit schweren Stahltüren, aber es ist trotzdem Verbunden.)

    Das Blöde ist aber, dass sobald eine Steuerung für den Kraftwerksbetrieb "online" und offen ist - und sei es nur die Turbinen oder Generatorsteuerung - kann der jenige indirekt in den Betrieb des Reaktors eingreifen. Heutige Kernreaktoren gehen sofort und automatisch in die "RESA" bzw. den "SCRAM"/"reactor trip", wenn der Generator oder die Turbine ausfällt. Man kann auf der Homepage von Areva z.B. auch Nachlesen, wie so eine Steuerung in etwa funktioniert.

    Solange wir also keine Passiv gekühlten Reaktoren haben, sind diese einem Extrem hohen Risiko ausgesetzt, wenn zwar die Reaktorsteuerung selbst nicht online ist, dafür aber die Peripherie. Ausser es ist ein Nachfüllkran...das ist wirklich "egal".

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