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  5. › ÖPNV: Das Rhein-Main-E-Ticket gehört…

Von den Koreanern lernen

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  1. Von den Koreanern lernen

    Autor: PearNotApple 17.03.16 - 10:21

    Ich kann nur meinen Kopf schütteln, wenn ich den Artikel lese. Warum tun sich die deutschen ÖPNV-Betreiber so schwer? Warum nicht etwas einführen, was sich bewährt hat und jeder kocht eigenes Süppchen?
    In Südkorea (nicht mit dem Nachbarn im Norden verwechseln) gibt es schon lange T-Money. Es ist damit so einfach mit Bussen, U-Bahnen oder Taxen zu fahren. Mehr noch: Damit lässt sich in vielen Stores bezahlen und wieder aufladen.
    Das System war so erfolgreich, dass es nach Neuseeland und in die Niederlande exportiert wurde.

    Wer das System live in Aktion sehen möchte, sollte einfach mal Amsterdam besuchen und dort mit einem Bus fahren. Dieser Tipp gilt auch auf den Autor des Artikels. ;o)

  2. Re: Von den Koreanern lernen

    Autor: as (Golem.de) 17.03.16 - 10:29

    Hallo,

    PearNotApple schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In Südkorea (nicht mit dem Nachbarn im Norden verwechseln) gibt es schon
    > lange T-Money. Es ist damit so einfach mit Bussen, U-Bahnen oder Taxen zu
    > fahren. Mehr noch: Damit lässt sich in vielen Stores bezahlen und wieder
    > aufladen.

    Ganz so einfach ist es nicht. Ich hab' ja auch eine T-Money-Karte bzw. dieses niedliche Anhängerding, das kostetet zwar mehr, aber egal. ;) Ich konnte mangels Sprachkenntnissen in einem normalen U-Bahnhof die Karte nicht ohne Hilfe des Personals kaufen. Englisch war so 'ne Sache.

    Aaaaber: Insgesamt ging das alles trotzdem in dem kleinen U-Bahnhof schneller als am Frankfurter Flughafen mit der RMV-Karte. ;) Es hilft aber auch, dass das Tarifsystem in Seoul einigermaßen einfach für Touristen ist.

    > Wer das System live in Aktion sehen möchte, sollte einfach mal Amsterdam
    > besuchen und dort mit einem Bus fahren. Dieser Tipp gilt auch auf den Autor
    > des Artikels. ;o)

    In den Bildern ist eine OV-Chipkaart, das ist meine. Ich war fasziniert. :) Allerdings hatte ich tatsächlich zuviel bezahlt. Irgendwie hatte der ÖPNV-Tag mich damals 15 Euro gekostet (Amsterdam). Anscheinend war das ohne Preisschwelle wie ich es von der Oyster-Card gewöhnt bin. Fallen gibt es überall.

    Das E-Ticket in Neuseeland (Auckland) ist dieses Jahr in der Planung.

    gruß

    -Andy (Golem.de)

    --
    Okuna alias Openbook: @marble
    Instagram: @aroundthebluemarble
    Twitter: @AndreasSebayang
    ( Vorsicht, Bahn- und Flugzeugbilder ;) )

    https://www.golem.de/specials/autor-andreas-sebayang/

  3. Re: Von den Koreanern lernen

    Autor: Berner Rösti 17.03.16 - 10:31

    PearNotApple schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich kann nur meinen Kopf schütteln, wenn ich den Artikel lese. Warum tun
    > sich die deutschen ÖPNV-Betreiber so schwer? Warum nicht etwas einführen,
    > was sich bewährt hat und jeder kocht eigenes Süppchen?

    Der Fehler steckt hier im System. Das ÖPNV-System ist ein bunter Flickenteppich hunderter kleiner Verkehrsverbünde, die wiederum aus noch mehr Verkehrsbetrieben wechseln. Da will natürlich jeder was vom Kuchen abhaben und natürlich auch mitreden.

    Mit solch einem bunten Haufen Lokalfürsten bekommst du kein überregional einheitliches System auf die Beine gestellt, das ja zunächst einmal hohe Investitionskosten mit sich bringt. Dann kommt eben noch hinzu, dass fachfremde Entscheidungsträger in den jeweiligen Gremien sitzen, denen auf bunten Powerpoint-Präsentationen das blaue vom Himmel versprochen wird. E-Ticket – wow, wie modern!

  4. Re: Von den Koreanern lernen

    Autor: da1jo 17.03.16 - 10:34

    Ja kenne ich auch war schon 2 mal in Amsterdam jedesmal das Touri ticket besorgt ganz einfach am Automaten und fertig im Bus oder Tram Ein und Aus checken fertig. Geht einfach , kriegt man überall , kostet nicht viel.

  5. Re: Von den Koreanern lernen

    Autor: PearNotApple 17.03.16 - 11:06

    Danke erst einmal für die Antwort.

    > Ganz so einfach ist es nicht. Ich hab' ja auch eine T-Money-Karte bzw.
    > dieses niedliche Anhängerding, das kostetet zwar mehr, aber egal. ;) Ich
    > konnte mangels Sprachkenntnissen in einem normalen U-Bahnhof die Karte
    > nicht ohne Hilfe des Personals kaufen. Englisch war so 'ne Sache.
    Ja, nicht alle können Koreanisch - ist ja eine schwere Sprache, genauso wie Deutsch ;o)
    Aber es gibt T-Money-Automaten überall an U-Bahnstationen, wo man die Sprache des Menüs einstellen kann. Ich glaube Englisch, Koreanisch und Chinesisch stehen zur Auswahl. Die schönen Kärtchen kann man am Ende wieder zurückgeben und man erhält den Pfand wieder. Übrigens ist die Fahrt mit den ÖPNVs in Südkorea deutlich günstiger (weil subventioniert) als hier.

    > In den Bildern ist eine OV-Chipkaart, das ist meine. Ich war fasziniert. :)
    > Allerdings hatte ich tatsächlich zuviel bezahlt. Irgendwie hatte der
    > ÖPNV-Tag mich damals 15 Euro gekostet (Amsterdam). Anscheinend war das ohne
    > Preisschwelle wie ich es von der Oyster-Card gewöhnt bin. Fallen gibt es
    > überall.
    Ja, nichts ist perfekt.

    >> Das E-Ticket in Neuseeland (Auckland) ist dieses Jahr in der Planung.
    Aber in Wellington schon lange im Einsatz. Und die Kunden sind begeistert.

  6. Re: Von den Koreanern lernen

    Autor: drsnuggles79 17.03.16 - 11:31

    Ja das System durfte ich in Amsterdam auch kennenlernen, wirklich spitze. Es sagt vieles über den Zustand der hiesigen Ausbildung (und auch Geisteshaltung) aus, dass Deutschland in manchen Bereichen gefühlt Jahrzehnte hinterherhinkt.

  7. Re: Von den Koreanern lernen

    Autor: Moe479 17.03.16 - 11:33

    Es ist sowieso eine meiner wilden Theorien, dass man sich das ganze erfassen und abrechnen weitgehend sparen könnte und damit die Fahrten insgesamt um einiges günstiger sein durften ... denn der Zug/Bus fährt sowieso im Takt, bzw. sollte er das, egal wie voll oder leer er ist ... aber das wird im heiligem Produktions-Land des Autos nicht passieren, also die Öffi-Flat für jeden ... obwohl das und noch vieles mehr dafür spräche ...



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 17.03.16 11:43 durch Moe479.

  8. Re: Von den Koreanern lernen

    Autor: as (Golem.de) 17.03.16 - 12:22

    Hallo,

    Moe479 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es ist sowieso eine meiner wilden Theorien, dass man sich das ganze
    > erfassen und abrechnen weitgehend sparen könnte und damit die Fahrten
    > insgesamt um einiges günstiger sein durften ... denn der Zug/Bus fährt
    > sowieso im Takt, bzw. sollte er das, egal wie voll oder leer er ist ...
    > aber das wird im heiligem Produktions-Land des Autos nicht passieren, also
    > die Öffi-Flat für jeden ... obwohl das und noch vieles mehr dafür spräche
    > ...

    da gibt es eine interessante, recht neue Studie die von den Piraten in Auftrag gegeben wurde:

    https://www.rbb-online.de/wirtschaft/beitrag/2015/06/piraten-studie-fahrscheinloser-oepnv-berlin.html

    Für Berlin freilich. Andere Städte, andere Kosten.

    gruß

    -Andy (Golem.de)

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    ( Vorsicht, Bahn- und Flugzeugbilder ;) )

    https://www.golem.de/specials/autor-andreas-sebayang/

  9. Re: Von den Koreanern lernen

    Autor: Hellstorm 19.03.16 - 11:37

    PearNotApple schrieb:
    ----------------------------------------
    > Übrigens ist die Fahrt mit den
    > ÖPNVs in Südkorea deutlich günstiger (weil subventioniert) als hier.

    Liegt das nicht eher an dem niedrigeren Einkommen in Korea? In Taiwan ist der ÖPNV auch wesentlich günstiger als in Deutschland, aber Korea und Taiwan sind auch einfach nicht so reich wie Deutschland.

    Für einen ordentlichen Vergleich kannst du nur Japan zur Rate ziehen, da ist es ungefähr gleich wie in Deutschland. Und dort sind insbesondere Monatskarten teils lächerlich teuer (Ich habe beispielsweise 26000 Yen pro Monat für eine einfache Strecke von einem Vorort Nagoyas nach Nagoya bezahlt... also ca. 15-20 km). Das liegt aber imho daran, dass die Firmen dort die Zugfahrkarten bezahlen und es deswegen keinen Anreiz gibt, die Preise niedriger zu gestalten. Einzelfahrkarten sind aber stattdessen gefühlt günstiger (aber nur, wenn man nicht zwischen mehreren Betreibern umsteigen muss, weil es eben keinen Verkehrsverbund gibt).

    Von daher hat imho jedes Land seine Probleme mit dem ÖPNV.

  10. Re: Von den Koreanern lernen

    Autor: Moe479 19.03.16 - 21:33

    Das ist über den steuerlichen Absatz hintenherum durchs Auge in die Brust staatlich subventioniert ... ,genauso wie hier, man kann ja auch seine Km oder Tickets selbst absetzen oder die Firma auch die Tickets und Tankquittungen gegen die Abgaben legen nur der arbeitslose Arbeitslose und die aufstockende Webdesignerin haben es wohl schwerer dabei, da sie garnicht soviel abgaben haben ... dafür bekommen die dann Sozialtickets subventioniert vom Land/Staat ...

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