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Ich muss den Algorithmus nicht verstehen

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  1. Ich muss den Algorithmus nicht verstehen

    Autor: dgultsch 15.02.18 - 12:36

    Ich muss den Algorithmus nicht erst 'verstehen' um zu Wissen das diese Verbrecherorganisation abgeschafft gehört.

  2. Re: Ich muss den Algorithmus nicht verstehen

    Autor: jsm 15.02.18 - 12:53

    Jo. Aber es hilft dabei wenn man sich dagegen zur Wehr setzen will.

  3. Re: Ich muss den Algorithmus nicht verstehen

    Autor: Anonymer Nutzer 15.02.18 - 12:56

    dgultsch schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich muss den Algorithmus nicht erst 'verstehen' um zu Wissen das diese
    > Verbrecherorganisation abgeschafft gehört.

    Na ja, grundsätzlich ist die Idee an sich nicht schlecht (oder leihen Sie jedem unbedarft Geld?). Früher kannte einen noch der Bankmitarbeiter - heute ist das selten... (Abgesehen davon, dass die Schufa auch von Mobilfunkanbietern etc. Abgefragt werden kann.)
    Dass dies als kommerzielle Operation früher oder später schief geht, ist ein anderes Problem...

    Mein Vorschlag wäre dass man - am Besten Europaweit - einen einheitlichen und offenen Standard definiert.
    Eventuell sollte so eine Organisation nur Daten sammeln und diese nach Zustimmung zu Verfügung stellen, so dass eine Bank die Daten einsehen kann, aber selbst entscheiden muss.

  4. Re: Ich muss den Algorithmus nicht verstehen

    Autor: HowlingMadMurdock 15.02.18 - 13:06

    Dgultsch hat Recht. Diese Vereine gehören verboten.

    https://www.heise.de/newsticker/meldung/Scoring-zur-Bonitaetspruefung-schwer-fehlerbehaftet-752169.html

  5. Re: Ich muss den Algorithmus nicht verstehen

    Autor: AllDayPiano 15.02.18 - 13:10

    Kann ich bestätigen. Der Santanderbank ist die Kinnlade heruntergefallen, nachdem ich ihr sagte, dass ich mein Auto finanziert habe "Ich sehe das hier gar nicht" (ich wollte die Finanzierung umschulden, da mir die Zinsen zu hoch sind)...

  6. "Verbrecherorganisation"

    Autor: demon driver 15.02.18 - 13:37

    dgultsch schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich muss den Algorithmus nicht erst 'verstehen' um zu Wissen das diese
    > Verbrecherorganisation abgeschafft gehört.

    In einem System, das allein auf Profit basiert und der Wohlstand des nichtvermögenden Individuums darauf, wie es ihm gelingt, seine Arbeitskraft unter den stark zufallsbedingten Umständen von persönlichen Voraussetzungen, Region, Konjunktur von Produktionsmittelbesitzern ausbeuten zu lassen oder in der "Selbständigkeit" selbst auszubeuten, ist die "Verbrecherorganisation", die Leute dahingehend "bewertet", wie wahrscheinlich sie geliehenes Geld ohne zu zicken zurückzahlen werden, nur eine von vielen. Und im Kontext des Systems und seines reibungslosen "Funktionierens" ist sie, wie so manches andere, nur eine von zahlreichen "Notwendigkeiten" mit ähnlichem Charakter.

  7. Re: Ich muss den Algorithmus nicht verstehen

    Autor: Trockenobst 15.02.18 - 14:40

    dgultsch schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich muss den Algorithmus nicht erst 'verstehen' um zu Wissen das diese
    > Verbrecherorganisation abgeschafft gehört.

    Dann gibt es nichts mehr auf Pump und jeder doofe Telefon-Vertrag wird erst abgebucht, dann sechs Wochen gewartet dass das Geld sicher ist und dann kannst du weiter telefonieren. Kann man so machen, ja.

    Die Firmen sammeln dann selbst die Daten und du kommst wieder her ins Netz und jammerst, dass bei den Leuten wo es die letzten 5 Tage im Monat nicht mehr auf dem Konto reicht, jetzt hungern müssen weil kein Cent auf Pump.

    Die Datensammlung geht weiter, ist nur verstückelt und dann passieren so Sachen wie Leute die in den Keller müssen um dort Geld reinzuschmeißen damit der Strom geht.

    Absolut besser natürlich!

  8. Re: "Verbrecherorganisation"

    Autor: Trockenobst 15.02.18 - 14:51

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > nichtvermögenden Individuums darauf, wie es ihm gelingt, seine Arbeitskraft
    > unter den stark zufallsbedingten Umständen von persönlichen
    > Voraussetzungen, Region, Konjunktur von Produktionsmittelbesitzern
    > ausbeuten zu lassen

    Niemand braucht in jedem Zimmer einen Fernseher oder muss in der teuren Großstadt von Minute zu Minute hetzen. Das System ist nicht optimal, keine Frage.
    Es wandern pro Jahr 200.000 Leute aus, die eine bessere Umgebung für ihren Lebensentwurf suchen. Das die meisten Leute das nicht wollen, nicht können, aus der schulischen Bildung auf solche Optionen nicht vorbereitet werden etc. pp. kann ja letztendlich erst mal nicht dem System angelastet werden. Genausowenig 4¤ jeden Morgen für einen hippen US-Kaffe zu zahlen, von denen 0,04¤ beim Kaffebauer ankommen. Da haben wir keine Informationsdefizite, sondern nur "Umsetzungslücken".

    Wer die Schufa als Teil des Systems sieht, sagt nichts anders aus als dass der moderne Mensch "defakto" keine echten Optionen und somit auch keine Eigenentscheidungsfähigkeit besitzt. Und das ist nicht was ich jeden Tag sehe. In meinem IT-Projekt aktuell sind Ex-Köche, Ex-Jubelperser, Ex-Pädagogen.

    Jeder mit seinem Weg, und keiner von denen findet die Selbstverteidigung gegen das System ist dass man anderen was "schufa-geschütztes" wegnehmen muss, damit man "eine Chance" hat. Ich tippe darauf, dass es nicht um Schulbücher geht.

  9. Re: Ich muss den Algorithmus nicht verstehen

    Autor: AllDayPiano 15.02.18 - 15:28

    Jetzt übertreib mal nicht. Du malst hier Horrorgeschichten an die Wand, die so gar nicht stimmen.

    Wie schon im anderen Thread gesagt: Auch vor der Schufa war die nachgelagerte Bezahlung ganz gängige Praxis. Wer nicht gezahlt hat, dem wurde die Leitung abgehängt.

    Schwarze Schafe gibt's trotzdem immer. Mit und ohne Schufa.

  10. Re: Ich muss den Algorithmus nicht verstehen

    Autor: Schattenwerk 15.02.18 - 16:30

    DetlevCM schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Na ja, grundsätzlich ist die Idee an sich nicht schlecht

    Die Umsetzung ist aber Bullshit. Die Schufa meint sie wäre unfehlbar. Eine Bekannte hatte das Problem, dass in ihrem Schufa-Eintrag ein nicht geleisteter Offenbarungseid auftauchte. Dies hatte bei einer neuen Wohnung zu massiven Problemen geführt und ist dort erst aufgefallen.

    Das Problem: Sie war gar nicht betroffen. Offenbar existierte eine andere Person mit gleichen Namen in der Stadt (leider eine sehr gebräuchliche Namenskombination), weswegen es hier zu Vermischungen kam.

    Man musste viel telefonieren, war beim Amtsgericht und hat sich die "Falschheit" dieses Eintrags bestätigen lassen etc. Daraufhin verschwand der Eintrag für 2-3 Wochen aus der Schufa. Dann kam er wieder. Schufa meinte, dass man es geprüft hat und alles richtig war.

    In dem Moment behauptete also, dass die Schufa alles richtig wissen würde, obwohl Amtsgericht samt zuständiger Gerichtsvollzieher schriftlich bestätigt haben, dass dies nicht stimmt. Am Ende musste man klagen, dann verschwand es urplötzlich für immer.

    Es hat unnötig Zeit, Geld und Nerven gekostet. Bislang war mir der Schufa-Laden egal, seit dieser Aktion, Überheblichkeit und Arroganz spucke ich nur auf diesen Laden.

  11. Re: Ich muss den Algorithmus nicht verstehen

    Autor: ssj3rd 15.02.18 - 19:15

    dgultsch schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich muss den Algorithmus nicht erst 'verstehen' um zu Wissen das diese
    > Verbrecherorganisation abgeschafft gehört.


    Kenne deinen Feind

  12. Re: Ich muss den Algorithmus nicht verstehen

    Autor: AllDayPiano 15.02.18 - 20:09

    Genau das ist nämlich das Problem an der Schufa.

    1) Die Datenbasis ist absolut intransparent. Man hat keine Chance einzusehen, welche EInträge woher stammen und wie sie dort hinein gekommen sind.

    2) Ohne die Selbstauskunft, bei der die Schufa wirklich alles erdenkliche unternimmt, dass sie ja keiner anfordert, erfährt man überhaupt nichts.

    Was soll das überhaupt? Dieses Unternehmen ist in der Lage, mir einen wirtschaftlichen Schaden zuzuführen. Das Ranking entscheidet, ob ich einen Kredit zu 3%, oder wie aus Neugier kürzlich angefragt, 5% bekomme. Aus irgendwelchen Gründen ist mein Scoring nicht optimal und ich hab damit auf Deutsch die Arschkarte.

    Solche Falscheintragungen sind nicht nur ärgerlich - sie verursachen ganz reale wirtschaftliche Schäden.

    Gerade im o.g. Fall sollte man gegen die Schufa Strafanzeige erstatten und auf dem Zivilweg eine einstweilige Anordnung erwirken. Das kostet einem enorme Mühen, die als Schaden nicht bezifferbar sind, und damit nicht erstattungs- bzw. einklagefähig sind. Und eine Strafanzeige versandet ohnehin.

    Dieser Wildwuchs gehört verboten. Die Schufa gehört ersatzlos gestrichen. Das, was die Schufa ursprünglich mal war, ist sie heute nicht mehr.

    M.m.n. ist ein Verein wie die Schufa juristisch eigentlich nicht tragfähig.

  13. Re: Ich muss den Algorithmus nicht verstehen

    Autor: freebyte 15.02.18 - 23:34

    dgultsch schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich muss den Algorithmus nicht erst 'verstehen' um zu Wissen das diese
    > Verbrecherorganisation abgeschafft gehört.

    Das ist genau die selbe Diskussion wie um Glyphosat: Du siehst nur Übel, hast aber keine Vorstellung was passiert, wenn man dieses Übel entfernt. Ich kann es Dir sagen: Bei Glyphosat findet wieder ein Fallback auf Herbizide zurück die man froh war nicht mehr einsetzen zu müssen.

    Und ohne Schufa macht man halt wieder die traditionellen Scorings: Jahreslohnbescheid Vorjahr und Vorvorjahr, Personalausweis, die Wohnsitze der letzten 10 Jahre, manuelle Abfrage bei den zuständigen Mahnregistern an den vorherigen Wohnsitzen über erwirkte und vollstreckte Mahnbescheide, die Kontoauszüge der letzten 12 Monate und noch paar andere Dokumente.

    Wenn Du mir jetzt damit kommst "Das ist nach den Datenschutzgesetzen nicht erlaubt": Mit den oben angeführten Angaben haben meine Eltern anno 1962 den Kredit für ihren Hausbau beantragt und das obwohl der Mann der Schwester meiner Mutter im Vorstand der lokalen Volksbank war.

    fb

  14. Re: Ich muss den Algorithmus nicht verstehen

    Autor: AllDayPiano 16.02.18 - 06:42

    > Das ist genau die selbe Diskussion wie um Glyphosat: Du siehst nur Übel,
    > hast aber keine Vorstellung was passiert, wenn man dieses Übel entfernt.
    > Ich kann es Dir sagen: Bei Glyphosat findet wieder ein Fallback auf
    > Herbizide zurück die man froh war nicht mehr einsetzen zu müssen.

    Glyphosat müsste auch überhaupt nicht verboten werden, wenn der Einsatz damit verantwortungsbewusst wäre.

    Ist er aber nicht!

    Und wenn die Anwender nicht in der Lage sind, mit den Werkzeugen richtig umzugehen, dann muss der Einsatz entweder restriktiver gestaltet werden (im Falle von Glyphosat wäre das z.B. eine Beschränkung auf einen Zeitraum, in dem keine Insekten ihre Brut ablegen), oder komplett verbieten.

    Es ist nicht das Problem der Allgemeinheit, wenn einige wenige durch parasitären Wildwuchs ein eigentlich legitimes Mittel missbrauchen!

    > Und ohne Schufa macht man halt wieder die traditionellen Scorings:
    > Jahreslohnbescheid Vorjahr und Vorvorjahr, Personalausweis, die Wohnsitze
    > der letzten 10 Jahre, manuelle Abfrage bei den zuständigen Mahnregistern an
    > den vorherigen Wohnsitzen über erwirkte und vollstreckte Mahnbescheide, die
    > Kontoauszüge der letzten 12 Monate und noch paar andere Dokumente.

    Also so, wie es heute bei jeder Neuvermietung üblich ist. Zwar wird auf den Zugriff auf Mahnregister und die Kontrolle der letzten Wohnorte verzichtet, aber dennoch musste ich vor der letzten Vertragsunterschreibung Kontoauszüge des letzten halben Jahres vorlegen, dazu Ausweis natürlich und eine Erkärung, dass keine Vorstrafen etc. vorliegen.

    > Wenn Du mir jetzt damit kommst "Das ist nach den Datenschutzgesetzen nicht
    > erlaubt": Mit den oben angeführten Angaben haben meine Eltern anno 1962 den
    > Kredit für ihren Hausbau beantragt und das obwohl der Mann der Schwester
    > meiner Mutter im Vorstand der lokalen Volksbank war.

    Es ist doch aber nochmal was ganz ganz anderes, ob man von 5000 Euro, oder von 500.000 Euro spricht. Denkst Du nicht?

  15. Re: "Verbrecherorganisation"

    Autor: demon driver 16.02.18 - 09:26

    Trockenobst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > demon driver schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > > nichtvermögenden Individuums darauf, wie es ihm gelingt, seine Arbeitskraft
    > > unter den stark zufallsbedingten Umständen von persönlichen
    > > Voraussetzungen, Region, Konjunktur von Produktionsmittelbesitzern
    > > ausbeuten zu lassen
    >
    > Niemand braucht in jedem Zimmer einen Fernseher oder muss in der teuren
    > Großstadt von Minute zu Minute hetzen.

    Viele haben keine Alternative zu dem, was sie tun, außer binnen Jahresfrist in der Hartz-IV-Überwachungsanstalt zu landen.

    > Das System ist nicht optimal, keine Frage.
    > Es wandern pro Jahr 200.000 Leute aus, die eine bessere Umgebung für ihren
    > Lebensentwurf suchen.

    Ein "Lebensentwurf", der sich auch im Ausland in aller Regel nur auf irgendwelche Formen der Ausbeutung der eigenen Arbeitskraft durch andere (ob nun Arbeitgeber oder Kunden) beschränkt – das gleiche beschissene Spiel also, nur mit leicht geänderten Nebenbedingungen.

    > Das die meisten Leute das nicht wollen, nicht können,
    > aus der schulischen Bildung auf solche Optionen nicht vorbereitet werden
    > etc. pp. kann ja letztendlich erst mal nicht dem System angelastet werden.

    Dem System ist anzulasten, dass alles, was in ihm passiert, von der "Bildung" bis zu Produktion und Dienstleistungen, zwangsläufig und unwiderruflich dem Primat des Profits folgt und folgen muss, nicht dem Nutzen für die Menschen.

    > Genausowenig 4¤ jeden Morgen für einen hippen US-Kaffe zu zahlen, von denen
    > 0,04¤ beim Kaffebauer ankommen. Da haben wir keine Informationsdefizite,
    > sondern nur "Umsetzungslücken".

    Nö, das ist unmittelbare Folge eines profitgesteuerten Systems, bei dem jeder Versuch, irgendwas zu "regulieren", selbst wo er gut gemeint und gut gedacht ist, nur ein Tropfen auf dem heißen Stein bleiben muss – so wie eine Kritik an den Kreditwürdigkeits-Scores nur eine Kritik an auch nur einem der kleineren Symptome eines schon im Kern kranken und dysfunktionalen Systems bleiben muss (auch wenn sie für sich gesehen natürlich richtig ist).

    > Wer die Schufa als Teil des Systems sieht, sagt nichts anders aus als dass
    > der moderne Mensch "defakto" keine echten Optionen und somit auch keine
    > Eigenentscheidungsfähigkeit besitzt.

    Nö. Die "Entscheidungsfähigkeit" bewegt sich aber nun mal in einem vom Wirtschaftssystem sehr eng gesteckten Rahmen. Selbst deutlich oberhalb der Armutsgrenze sind für viele die Wahlmöglichkeiten, selbst wenn sie in ihrer konkreten Arbeitssituation welche haben, etwa im Hinblick auf die Arbeitszeit, entweder zuwenig Zeit übrig zu haben oder zuwenig Geld.

    (Man kann sich natürlich auch einreden, dass das, was man für den Lebensunterhalt zu tun gezwungen ist, irgendwie als Lebensinhalt reicht. Dann kann man aber mal fragen, wieviele ihren Job in der Form noch tun würden, wären sie nicht aus ökonomischen Gründen dazu gezwungen, die wiederum daraus folgen, dass weltweit pausenlos der Profit maximiert werden muss, anstatt "nur" menschliche Bedürfnisse zu befriedigen.)

    > Und das ist nicht was ich jeden Tag
    > sehe. In meinem IT-Projekt aktuell sind Ex-Köche, Ex-Jubelperser,
    > Ex-Pädagogen.
    >
    > Jeder mit seinem Weg, und keiner von denen findet die Selbstverteidigung
    > gegen das System ist dass man anderen was "schufa-geschütztes" wegnehmen
    > muss, damit man "eine Chance" hat. Ich tippe darauf, dass es nicht um
    > Schulbücher geht.

    Den letzten Abschnitt hab ich nicht verstanden.

  16. Re: Ich muss den Algorithmus nicht verstehen

    Autor: Schrödinger's Katze 16.02.18 - 10:47

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Jetzt übertreib mal nicht. Du malst hier Horrorgeschichten an die Wand, die
    > so gar nicht stimmen.

    > Wie schon im anderen Thread gesagt: Auch vor der Schufa war die
    > nachgelagerte Bezahlung ganz gängige Praxis. Wer nicht gezahlt hat, dem
    > wurde die Leitung abgehängt.

    Da ist der Schaden aber schon angerichtet und wird auf den ehrlichen (=dummen) Kunden umgelegt. Toll. Zudem kommen noch weitere Kosten (Inkasso), welche zusätzlich auf alle anderen Kunden umgelegt werden. Was ne tolle Idee.

    > Schwarze Schafe gibt's trotzdem immer. Mit und ohne Schufa.

    Mit der Schufa bekommen schwarze Schafe halt nichts mehr (kein Schaden) oder deutlich weniger (geringerer Schaden) oder nur einmal und danach nie wieder (ebenfalls geringerer Schaden).

    Ohne Schufa hast du halt zig neue Probleme:
    - steigende Preise (die Ausfälle werden auf alle anderen umgelegt)
    - kein Rechnungskauf mehr im Internet (das würde ein Großteil der älteren Kundschaft ausschließen)
    - keine Postpaid-Verträge mehr (Handy, Internet) - nur noch Prepaid
    - generell alle Verbrauchsgüter und Dienstleistungen nur noch per Vorkasse (Inkasso ist heute deutlich schwieriger und teurer als früher, das macht niemand mehr freiwillig)
    - bei jedem Quatsch darfst du erstmal 20 Unterlagen zusammentragen, auf den neusten Stand bringen (Gehaltskopien) und an irgendwelche windigen Unternehmen/Privatpersonen schicken (Datenschutz RIP)

    Wenn du das anders siehst: Leih mir mal Geld. Die Information, dass ich in der Vergangenheit nie pünktlich die Raten zurückbezahlt habe bzw. auch teilweise überhaupt nichts zurückbezahlt habe, scheint dich ja nicht zu interessieren. Und komm mir nicht mit "Ich-verleih-kein-Geld", du bist jetzt eine Bank und das ist dein Hauptgeschäftsbereich. Alternativ kannst du natürlich auch gerne ein Kreditkartenunternehmen sein oder ein Vermieter.

  17. Re: Ich muss den Algorithmus nicht verstehen

    Autor: AllDayPiano 16.02.18 - 11:12

    Schrödinger's Katze schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > AllDayPiano schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Jetzt übertreib mal nicht. Du malst hier Horrorgeschichten an die Wand,
    > die
    > > so gar nicht stimmen.
    >
    > > Wie schon im anderen Thread gesagt: Auch vor der Schufa war die
    > > nachgelagerte Bezahlung ganz gängige Praxis. Wer nicht gezahlt hat, dem
    > > wurde die Leitung abgehängt.
    >
    > Da ist der Schaden aber schon angerichtet und wird auf den ehrlichen
    > (=dummen) Kunden umgelegt. Toll. Zudem kommen noch weitere Kosten
    > (Inkasso), welche zusätzlich auf alle anderen Kunden umgelegt werden. Was
    > ne tolle Idee.

    Und wo besteht der Unterschied zu jetzt? Richtig. Es gibt keinen.

    > > Schwarze Schafe gibt's trotzdem immer. Mit und ohne Schufa.
    >
    > Mit der Schufa bekommen schwarze Schafe halt nichts mehr (kein Schaden)
    > oder deutlich weniger (geringerer Schaden) oder nur einmal und danach nie
    > wieder (ebenfalls geringerer Schaden).

    Das ist totaler Käse. Es gibt und gab schon vorher ein Risikomanagement, das festgelegt hat, ob jemand einen Kredit bekommt, und falls ja, welche Höhe und weiterhin zu welchem Zinssatz. Die Schufa ist nur ein *zusätzlicher* Parameter, der dort mit hinein spielt. Für die Bank ist nur interessant: Hast du schon Verpflichtungen und liegt ein Offenbarungseid vor. Diese Information haben sie schon, denn die muss der Kunde selbst mitteilen. Lügt er, macht er sich strafbar, wenn er nicht mehr zahlen kann. Und Betrugsdelikte werden sehr rigoros verfolgt in Deutschland.

    > Ohne Schufa hast du halt zig neue Probleme:
    > - steigende Preise (die Ausfälle werden auf alle anderen umgelegt)

    Die Quote der Nichtzahler ist mit und ohne Schufa vorhanden. Die Kosten trägt der gemeine Kunde schon jetzt. Das ist ein klassisches Risiko das längst eingepreist ist.

    > - kein Rechnungskauf mehr im Internet (das würde ein Großteil der älteren
    > Kundschaft ausschließen)

    Wo kannst Du noch auf Rechnung kaufen? Amazon? Da kostet der Rechnungskauf, weil Amazon eine Versicherung hat, die Ausfälle absichert. Die 1,50 Euro Gebühr sind die Versicherungsprämie.

    Ansonsten gibt es kaum noch Händler, die einen Kauf auf Rechnung erlauben oder zumindest eine gewisse Anzahl vorangegangener, reibungsloser Bestellungen und Bezahlungen erwartet.

    > - keine Postpaid-Verträge mehr (Handy, Internet) - nur noch Prepaid

    Das ist totaler Käse. Seit es Telefonverträge / Handy gibt, sind diese nachgelagert zu bezahlen. Auch damals gab es Nichtzahler, und auch damals schon war das mit eingepreist.

    > - generell alle Verbrauchsgüter und Dienstleistungen nur noch per Vorkasse
    > (Inkasso ist heute deutlich schwieriger und teurer als früher, das macht
    > niemand mehr freiwillig)

    Anders herum: Nenne mir Verbrauchsgüter, die nicht im Voraus bezahlt werden müssen. Entweder erfolgt der Kauf zug um zug, oder mit Vorauszahlung. Die Zahlung auf Rechnung ist extrem selten. Solche Dinge wie 30 Tage Zahlpause sind nebenbei auch nur klassische Kreditgeschäfte.

    > - bei jedem Quatsch darfst du erstmal 20 Unterlagen zusammentragen, auf den
    > neusten Stand bringen (Gehaltskopien) und an irgendwelche windigen
    > Unternehmen/Privatpersonen schicken (Datenschutz RIP)

    Ja ist halt einfach so. Ist doch mit Schufa nicht anders. Ansonsten habe ich (außer bei Kredit- oder Mietverträgen) noch nie irgendwelche Unterlagen gesammelt und weggeschickt. Ich weiß nicht, wo Dir das alles passiert.

    > Wenn du das anders siehst: Leih mir mal Geld. Die Information, dass ich in
    > der Vergangenheit nie pünktlich die Raten zurückbezahlt habe bzw. auch
    > teilweise überhaupt nichts zurückbezahlt habe, scheint dich ja nicht zu
    > interessieren. Und komm mir nicht mit "Ich-verleih-kein-Geld", du bist
    > jetzt eine Bank und das ist dein Hauptgeschäftsbereich. Alternativ kannst
    > du natürlich auch gerne ein Kreditkartenunternehmen sein oder ein
    > Vermieter.

    Die Schufa war ja für Banken auch sinnvoll. Aber sie beschränkt sich nunmal nicht mehr darauf.

    Es spricht für mich auch prinzipiell nichts gegen so einen Verein. Ich verstehe, dass Kreditgeber ihr Geld absichern wollen. Für mich sollte allerdings so ein System zu 100% tranpsarent sein. Und das ist es nicht. Man hat also keinerlei Rechtsmittel, da man nichts beweisen kann. Und die graue Eminenz reibt sich die Hände.

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