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Bauern dürfen keine Saat vermehren

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  1. Bauern dürfen keine Saat vermehren

    Autor: derdiedas 04.03.12 - 15:31

    Denn diese Recht das Bauern seit anbeginn der Landwirtschaft ausüben wird Ihnen durch das Patentrecht und die Zulassungsverordnung für Pflanzenanbau abgesprochen. und Monsanto ist die Nr. 1 in der implementierung und durchsetzung des Patentrechts für den Ackerbau.

    (typos by mobile)



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 04.03.12 15:33 durch derdiedas.

  2. Re: Bauern dürfen keine Saat vermehren

    Autor: original registriert 04.03.12 - 15:37

    trotzdem beliebt es mir ein rätsel, warum golem zum thema monsanto die überschrift #AntiSec gewählt hat - was hat patentrecht mit "security" zu tun?

  3. Re: Bauern dürfen keine Saat vermehren

    Autor: booyakasha 04.03.12 - 21:02

    Es handelt sich hierbei offensichtlich um einen Kraftakt als Teil der Antisec Operation.
    Sicherheit kann ein sehr weitläuffiger Begriff sein. Wenn ein Unternehmen wie Monsanto skruppellos die Landwirtschaft ausnimmt und dabei unsere Nahrungsmittel dermassen verändert, dann kann das nicht gut sein.

    Ausserdem kann und darf das Saatgut von Monsanto nur für eine einzige Ernte verwendet werden. Dazu kommt Saatgut, dass weitere Produkte des selbe Herstellers benötigt, um überhaupt gedeihen zu können.

    An gewissen Orten können sich die Landwirte die Preise für diese Produkte nicht mehr leisten. Sie wären auf eine Saatgut angewiesen, das sich reproduzieren lässt.

    Die Biodiversität leidet ebenfalls darunter. Wald wird gerodet um Platz für günstiges Ackerland zu machen. Samen werden günstig bei Monsanto eingekauft und die heimischen Sorten (Mais) werden vertrieben.

    Bei Schädlingsbefall verhaltet sich dieses Saatgut ganz anders als die bisher angebauten Sorten. Weiter müssen Schädlingsbekämpfer zu überteuerten Preisen gekauft werden, da die bisherigen Mittel oder Massnahmen wirkungslos sind.

    Wer sich diese Schädlingsbekämpfer nicht leisten kann, geht das Risiko ein, seinen gesamten Ertrag zu verlieren.

    Hier ist es wo die Sicherheit nötig wird. Firmen wie Monsanto sind viel zu mächtig, als dass man Ihnen keine Beachtung schenen sollte.

    Mit dem Essen spielt man nicht. Das habe ich schon als kleines Kind erfahren. Es wird Zeit, dass es mal jemand den Typen bei Monsanto sagt.

  4. Re: Bauern dürfen keine Saat vermehren

    Autor: Replay 05.03.12 - 11:45

    Dazu braucht Monsanto nicht mal Patente. Die haben ein sog. Terminator-Saatgut, welches nur einmal aufgeht und nicht vermehrt werden kann. Man muß es eben immer wieder neu kaufen.

    Was Gentechnik in der Landwirtschaft anstellt, sieht man am Honig. Niemand kann garantieren, daß Honig aus Südamerika frei von gentechnisch veränderten Bestandteilen ist. Das trifft auch auf Soja zu, das hauptsächlich aus Südamerika kommt und fast überall enthalten ist (so etwa im Brot).

    Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei, Unwissenheit ist Stärke. Das Ministerium für Wahrheit.

  5. Re: Bauern dürfen keine Saat vermehren

    Autor: teleborian 05.03.12 - 13:10

    Der Zusammenhang da ist ein anderer.
    Wenn sich der Blütenstaub von Monsantopflanzen mit herkömmlichen vermischt, muss der betreffende Bauer dann den daraus ergebenen Samen Lizenzieren um ihn verkaufen zu dürfen und den allenfalls wegen genetischer Mischung fortpflanzungsfähigen Samen für die Nachzucht vernichten.

  6. Re: Bauern dürfen keine Saat vermehren

    Autor: abracadaboum 05.03.12 - 22:53

    Replay schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dazu braucht Monsanto nicht mal Patente. Die haben ein sog.
    > Terminator-Saatgut, welches nur einmal aufgeht und nicht vermehrt werden
    > kann. Man muß es eben immer wieder neu kaufen.

    Schon etwa seit den 50er Jahren verwenden Bauern sogenannte F1-Hybride, da die einfach viel mehr Ertrag bringen. Aber nur diese eine Generation bringt den hohen Ertrag d.h. das was du erntest, kannst du zwar aussähen bringt aber viel weniger. Übrigens ein Mechanismus den man immer noch nicht komplett versteht und den sich die Natur komplett selbst ausgedacht hat.

    Die Situation, dass sich der Bauer sein Saatgut kauft und nicht herstellt gibt es also schon länger und auch ganz ohne Biotechnologie und Patente.

    Eine Weitere Fehlinformation ist, dass die Terminator-Technologie in erster Linie dem Gängeln der Bauern dient. Dem ist nicht so, vielmehr ist es eine Technologie um die Verbreitung und Gentransfer bei GVOs zu unterbinden (und oft gefordert für die Zulassung).

    Nicht falsch verstehen, ich hab nicht das geringste Interesse Monsanto zu verteidigen, deren Geschäftsgebaren ist einfach nur übel. Nur werden, sobald es um Biotechnologie allgemein und Grüne-Gentechik im speziellen geht, gerne viele Tatsachen so vermischt, dass das Gesamtbild am Ende nicht mehr ganz der Wahrheit entspricht => FUD.

    > Was Gentechnik in der Landwirtschaft anstellt, sieht man am Honig. Niemand
    > kann garantieren, daß Honig aus Südamerika frei von gentechnisch
    > veränderten Bestandteilen ist.

    Und? Was ist dann mit dem Honig? Ich kenne so ziemlich jede zugelassene transgene Pflanze und viele damit verbundenen Studien und mir ist absolut kein einziger Fall bekannt, bei dem der Verzehr einer solchen Pflanze bzw. deren Früchte schädliche Auswirkungen hatte.

    Zudem ist unsere Definition von GVOs sowieso total widersprüchlich: Wenn ich einen Sack Korn neben einen Gammastrahler stelle und anschließend auf die gewünschte Mutation selektiere (weiß der Henker was da sonst noch mutiert ist) geht das glatt ungeprüft und ohne Zulassungsverfahren als Biosaatgut durch. Kennzeichnungspflicht? Nix da!
    Wenn ein Biologe hingegen dieselbe Mutation gezielt gentechnisch herbeiführt, unter kontrollierbaren Bedingungen und mit allen Sicherheitsvorkehrungen, dann ist die Kacke am dampfen. Und warum? Ganz einfach: Weil es dann auf dem Etikett stehen muss (böses Gen-Wort).

  7. Re: Bauern dürfen keine Saat vermehren

    Autor: Bankai 06.03.12 - 13:12

    abracadaboum schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Und? Was ist dann mit dem Honig? Ich kenne so ziemlich jede zugelassene
    > transgene Pflanze und viele damit verbundenen Studien und mir ist absolut
    > kein einziger Fall bekannt, bei dem der Verzehr einer solchen Pflanze bzw.
    > deren Früchte schädliche Auswirkungen hatte.

    Dann frage ich mich aber, warum es in Amerika Bauern gibt, deren Tiere nach Fütterung dieser so harmolen Pflanzen steril werden...

  8. Re: Bauern dürfen keine Saat vermehren

    Autor: abracadaboum 06.03.12 - 14:08

    > Dann frage ich mich aber, warum es in Amerika Bauern gibt, deren Tiere nach
    > Fütterung dieser so harmolen Pflanzen steril werden...

    Eine gewagte Behauptung ohne Quellenangabe.

  9. Re: Bauern dürfen keine Saat vermehren

    Autor: S4bre 08.03.12 - 11:47

    AntiSec grad auch deswegen weil Monsantos Machtapparat sich in die direkte öffentliche Kontrollinstanz der eigenen Aktivitäten erstreckt und zwar in die Food & Drug Agency (FDA) und darüber hinaus. Eine fröhliche Mitarbeitermigration zwischen beiden Parteien findet seit vielen Jahren statt, manchmal wechseln sogar die gleichen PErsonen mehrfach zwischen beiden Arbeitgebern hin und her. Hier nicht von einem Interessenskonflikt der Kontrollinstanz ausgehen zu wollen wäre wohl etwas naiv.
    Der Bock macht sich hier selbst zum Gärtner und das in aller Seelenruhe und unbehelligt von jeglichen Korruptionsvorwürfen, dank der beherrschenden Stellung auf dem US-amerikanischen Agrarmarkt. Eigentlich hätte gegen diese Firma schon lange ein Anti-Trust Verfahren stattfinden müssen, gegen Microsoft gab es aus weit nichtigeren Anlässen ja bereits solche.

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