Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. Security
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Oracle: Sicherheitsupdate für Java 7…

Im Studium bekommt man eingetrichtert....

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Im Studium bekommt man eingetrichtert....

    Autor: derdevil100 16.07.14 - 11:49

    (zumindest indirekt), dass ein typischer Beruf nach dem Informatikstudium der eines Java SE Anwendungsentwicklers ist, der normale Desktop/GUI-Programme entwickelt.

    Ich finde, an den Unis/FH's sollte darüber ganz klar aufgeklärt werden, dass dem NICHT so ist! Wenn man mal die Stellenbörsen nach allen gängigen Sprachen durchsucht, dann kommt man zu folgendem Ergebnis:

    Es gibt eigentlich nur folgende Bereiche:
    - Beratung
    - Hardwarenahe Entwicklung (Assembler, C)
    - Buzzword-Webentwicklung (JEE/ASP)
    - Normale Webentwicklung (PHP etc.)
    - Mobile Entwicklung (Java, Objective-C)
    - Spieleentwicklung (C++) (sehr wenig Stellen)
    - Rechenintensive Software (C++) (sehr wenig Stellen)

    Selbst mit den besten Java SE Kenntnissen, wird man in JEE komplett untergehen, da dies etwas völlig neues ist. Außerdem würde ich keinen Schritt freiweillig in den JEE-Buzzworddschungel setzen. Gleiches gilt für ASP.

    Android-Apps mittels Java entwickeln ist auch etwas völlig neues. Kann man im entfernten aber stehen lassen, man muss sich aber einarbeiten.


    Wo sind bitte die massenhaften Java-Stellen, in denen Desktop/GUI-Programme entwickelt werden? Macht man im Studium fast durchgehend, wird darauf getrimmt, aber die Realität sieht anders aus.

    Ich bin jetzt in der Situation, dass ich mich in etwa 1 Monat anfangen werde mich für Absolventenstellen zu bewerben. Hatte ursprünglich immer den Job eines Java-Desktop/GUI-Programme-Entwicklers angepeilt, welcher aber 2014 nur noch Illusion ist. Gemerkt habe ich dies aber auch erst vor kurzer Zeit, als man denn mal aus Spaß nach Stellen vorab gesucht hat.
    Seit einigen Wochen arbeite ich mich exessiv in Android-App-Entwicklung und PHP, JavaScript und Node.JS ein und versuche dort irgendwo unterzukommen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 16.07.14 11:50 durch derdevil100.

  2. Re: Im Studium bekommt man eingetrichtert....

    Autor: Drag 16.07.14 - 11:56

    Das mag in deinem Studium so gewesen sein, in meinem aber definitiv nicht. Eine Programmiersprache ist nur ein Werkzeug und das eigentliche Programmieren damit reine "Rückenmarksarbeit". Natürlich sollte man dazu in der Lage sein sich in mehrere Programmiersprachen einzuarbeiten aber dafür reicht die Zeit im eh schon knappen Studium einfach nicht. Das muss man nebenbei oder eben danach machen, je nachdem wie realistisch die Anforderungen der Firmen sind.

    "Nobody should call themselves a professional if they only knew one language."
    - Bjarne Stroustrup

    https://www.youtube.com/watch?v=NvWTnIoQZj4



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 16.07.14 11:56 durch Drag.

  3. Re: Im Studium bekommt man eingetrichtert....

    Autor: gbpa005 16.07.14 - 12:00

    Naja, die Daten sind nicht 100%ig aktuell: https://www.gulp.de/kb/mk/chanpos/Marktstudie_Java_Cplusplus_Csharp.html
    Dennoch kann ich über einen Mangel an Projekten im Java SE-Bereich nicht klagen. Ich sehe auch derzeitig nicht, dass es einbrechen würde. Dennoch ist es natürlich immer gut, viele Sprachen zu können und die Auswahl der Sprache am Anwendungszweck zu orientieren.

  4. Re: Im Studium bekommt man eingetrichtert....

    Autor: elgooG 16.07.14 - 12:03

    Das ist leider ein Mangel deines Studiengangs. Man hat dir eine einzige Welt gezeigt und dir Scheuklappen aufgesetzt, obwohl es tausende Welten gibt.

    Auch J2EE war fester Bestandteil meiner Ausbildung. Desktopanwendungen wurden in Pascal/Qt/Java/C# gebaut. Man hat uns nie auf eine bestimmte Richtung getrimmt, sondern - so wie es eben sein soll - alle Spektren beigebracht und auch die Fähigkeit gelehrt sich in neue Themen einzuarbeiten.

    Deiner Auflistung zu Technologien in Bezug auf Stellen, würde ich auch nochmal überdenken. Außerdem solltest du mal überlegen was jetzt tatsächlich Buzzwords sind und wo du nur glaubst, dass es sich um solche handelt.

    Kann Spuren von persönlichen Meinungen, Sarkasmus und Erdnüssen enthalten. Ausdrucke nicht für den Verzehr geeignet. Ungelesen mindestens haltbar bis: siehe Rückseite



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 16.07.14 12:04 durch elgooG.

  5. Re: Im Studium bekommt man eingetrichtert....

    Autor: lestard 16.07.14 - 12:06

    1. Zumindest bei mir wurde im Studium auch Java EE angesprochen und wir haben auch ein kleines Beispielprojekt mit JSF gebastelt.
    2. Es war immer klar, dass Java nur eine Programmiersprache unter vielen ist. Wenn man eine gelernt hat, dann kann man alle anderen auch in vertretbarer Zeit lernen. Und natürlich kann man auch relativ schnell Android, JavaEE oder sonstige APIs lernen. Sooo schwer fand ich das zumindest auch nicht.
    3. Mit der neuen JavaFX Version kam einiger Schwung in den Java-Desktop-Bereich, weil der Qualitative Unterschied zum alten Swing enorm ist. Ich arbeite seit knapp 1 1/2 Jahren in diesem Bereich und soweit ich es mitbekomme, gibt es JavaFX-Projekte wie Sand am Meer. Vor allem weil jetzt viele Firmen ihre Swing-Applikationen migriert haben wollen.

    EDIT: Die Nachricht war an den Thread-Ersteller gerichtet. Sorry



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 16.07.14 12:08 durch lestard.

  6. Re: Im Studium bekommt man eingetrichtert....

    Autor: Pete Sabacker 16.07.14 - 12:33

    Auch ich kann das so nicht bestätigen. Java-GUIs kamen zwar vor, aber der Kern von Java liegt dann bei uns dann doch eher in Client-Server-Anwendungen und im grundsätzlichen Verständnis von Datenstrukturen und Algorithmen.

    Gab auch Professoren, die Ruby oder Python anwendeten, C++, C sowie C# kamen auch dran. Vielfältig genug war es auf jeden Fall.

  7. Re: Im Studium bekommt man eingetrichtert....

    Autor: JensM 16.07.14 - 12:36

    derdevil100 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > (zumindest indirekt), dass ein typischer Beruf nach dem Informatikstudium
    > der eines Java SE Anwendungsentwicklers ist, der normale
    > Desktop/GUI-Programme entwickelt.
    >

    > Selbst mit den besten Java SE Kenntnissen, wird man in JEE komplett
    > untergehen, da dies etwas völlig neues ist.

    Also entweder kann man sagen, dass JSE und JEE das gleiche ist, Syntax und Technik (Multithreading, Garbage Collection etc verstehen).

    Oder man kann nichtmal JSE mit sich selbst vergleichen. Denn als Swingentwickler kannst du in SWT zum Beispiel auch nichts wiederverwenden. Du musst dich in eine andere Architektur und andere Bibliotheken einarbeiten.

    > Android-Apps mittels Java entwickeln ist auch etwas völlig neues. Kann man
    > im entfernten aber stehen lassen, man muss sich aber einarbeiten.

    Ich glaube als Javaentwickler kannst du dich da schneller einarbeiten als in PHP. :)

    > Wo sind bitte die massenhaften Java-Stellen

    Überall.

    > , in denen Desktop/GUI-Programme
    > entwickelt werden?

    Es ist in der Tat hauptsächlich Webentwicklung gefragt. Ist aber eigentlich kein Geheimnis.

    > Macht man im Studium fast durchgehend, wird darauf
    > getrimmt, aber die Realität sieht anders aus.

    Ihr habt wirklich Java Desktop-UI programmierung im Studium gemacht?

    Wir haben entweder technisches gelernt, da ist keine UI nötig. Oder, wenn eine Oberfläche notwendig war, konnte man die meist bauen womit man wollte. Außer es gab nen Auftraggeber für ein Projekt, der was bestimmtes wollte.

    Aber wir hatten keine Swing, SWT oder JavaFX Vorlesung. :)

    > Ich bin jetzt in der Situation, dass ich mich in etwa 1 Monat anfangen
    > werde mich für Absolventenstellen zu bewerben. Hatte ursprünglich immer den
    > Job eines Java-Desktop/GUI-Programme-Entwicklers angepeilt, welcher aber
    > 2014 nur noch Illusion ist. Gemerkt habe ich dies aber auch erst vor kurzer
    > Zeit, als man denn mal aus Spaß nach Stellen vorab gesucht hat.

    Ich denke, die meisten Firmen, die ja händeringend Entwickler suchen, nehmen auch jemanden, der noch kein JEE gemacht hat. Du bist Berufsanfänger und da gehn sie normalerweise davon aus, dass du dich da erst ein bisschen einfinden musst.

    Ich bin jetzt seit 3 Jahren berufstätig und habe auch ohne JEE-Vorwissen angefangen.
    Selbst wenn du schon Fit mit Tomcat bist, müsstest dich für den neuen Arbeitgeber vielleicht in JBoss einarbeiten. Wenn du bisher mit Hibernate gearbeitet hast ist Eclipselink vielleicht auch ne Umstellung. Ne Firma wird fast nie einen neuen Mitarbeiter finden, der 100% das Profil hat, das sie brauchen. Denn keine 2 Firmen machen _exakt_ dasselbe.

    Ich arbeite jetzt seit 3 Jahren mit Eclipse RCP / RAP. Bewerbe mich dennoch gerade an 3 Stellen, die allesamt keine Eclipse Plattform machen. Und bin da bisher nirgends auf Granit gestoßen, im Gegenteil.



    > Seit einigen Wochen arbeite ich mich exessiv in Android-App-Entwicklung und
    > PHP, JavaScript und Node.JS ein und versuche dort irgendwo unterzukommen.

  8. Re: Im Studium bekommt man eingetrichtert....

    Autor: Panzergerd 16.07.14 - 16:39

    Aktuell findet ja eine Wanderung von Desktopanwendungen zu Webanwendungen statt, und in letzterem gibt es etliche Stellen.
    JEE ansich ist da auch nicht unbedingt so wichtig, da viele der dort integrierten Funktionen bereits schon Jahre zuvor über Frameworks wie Hibernate und Spring abgebildet wurden. Die Berherrschung eben solcher ist gefragt. Zusätzlich gibt es dann noch Frontend-Frameworks wie Struts, JSF, Vaadin etc., die dir durch deine Unkenntnis wohl wie Buzzwords vorkommen, obwohl es sich hier nur um Produktnamen handelt.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. BWI GmbH, Rostock
  2. Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Erlangen
  3. Lidl Digital, Neckarsulm
  4. Stadtwerke München GmbH, München

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 64,90€ (Bestpreis!)


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Cyberangriffe: Attribution ist wie ein Indizienprozess
Cyberangriffe
Attribution ist wie ein Indizienprozess

Russland hat den Bundestag gehackt! China wollte die Bayer AG ausspionieren! Bei großen Hackerangriffen ist oft der Fingerzeig auf den mutmaßlichen Täter nicht weit. Knallharte Beweise dafür gibt es selten, Hinweise sind aber kaum zu vermeiden.
Von Anna Biselli

  1. Double Dragon APT41 soll für Staat und eigenen Geldbeutel hacken
  2. Internet of Things Neue Angriffe der Hackergruppe Fancy Bear
  3. IT-Security Hoodie-Klischeebilder sollen durch Wettbewerb verschwinden

Rohstoffe: Lithium aus dem heißen Untergrund
Rohstoffe
Lithium aus dem heißen Untergrund

Liefern Geothermiekraftwerke in Südwestdeutschland bald nicht nur Strom und Wärme, sondern auch einen wichtigen Rohstoff für die Akkus von Smartphones, Tablets und Elektroautos? Das Thermalwasser hat einen so hohen Gehalt an Lithium, dass sich ein Abbau lohnen könnte. Doch es gibt auch Gegner.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Wasserkraft Strom aus dem Strom
  2. Energie Wie Mikroben Methan mit Windstrom produzieren
  3. Erneuerbare Energien Die Energiewende braucht Wasserstoff

Mädchen und IT: Fehler im System
Mädchen und IT
Fehler im System

Bis zu einem gewissen Alter sind Jungen und Mädchen gleichermaßen an Technik interessiert. Wenn es dann aber um die Berufswahl geht, entscheiden sich immer noch viel mehr junge Männer als Frauen für die IT. Ein wichtiger Grund dafür ist in der Schule zu suchen.
Von Valerie Lux

  1. IT an Schulen Intelligenter Stift zeichnet Handschrift von Schülern auf
  2. 5G Milliardenlücke beim Digitalpakt Schule droht
  3. Medienkompetenz Was, Ihr Kind kann nicht programmieren?

  1. Fredrick Brennan: "Ich bereue es, 8chan gegründet zu haben"
    Fredrick Brennan
    "Ich bereue es, 8chan gegründet zu haben"

    Wo sich Attentäter austauschen: Auf dem Imageboard 8chan wächst Hass und Nazi-Ideologie. Er habe nie gedacht, dass Leute sich so radikalisieren könnten, sagt der Gründer.

  2. BSI-Präsident: "Emotet ist der König der Schadsoftware"
    BSI-Präsident
    "Emotet ist der König der Schadsoftware"

    Das BSI sieht eine weiterhin steigende Bedrohung durch Gefahren im Internet, vor allem setzt demnach die Schadsoftware Emotet der Wirtschaft zu. BSI-Präsident und Bundesinneminister betonen ihre Hilfsbereitschaft in Sachen Cybersicherheit, appellieren aber auch an die Verantwortung von Verbrauchern und Unternehmen.

  3. Flip 2: Samsungs digitales Flipchart wird größer und kann Office 365
    Flip 2
    Samsungs digitales Flipchart wird größer und kann Office 365

    Das Samsung Flip 2 ist im Kern wieder ein Flipchart, an welchem Teams ihre Ideen zu digitalem Papier bringen können. Ein Unterschied: Es wird auch eine 65-Zoll-Version geben. Außerdem kann es in Verbindung mit Office 365 genutzt werden.


  1. 07:00

  2. 19:25

  3. 17:18

  4. 17:01

  5. 16:51

  6. 15:27

  7. 14:37

  8. 14:07