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Bei der Anzahl an 3rd Party Plugins und Werbung - wie soll das funktionieren?

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  1. Bei der Anzahl an 3rd Party Plugins und Werbung - wie soll das funktionieren?

    Autor: derdiedas 10.04.19 - 16:30

    90%+ der Webseitenbetreiber (ich wette auch golem.de) wissen doch überhaupt nicht welche Daten durch den Besuch auf Ihrer Seite abfließen. Denn das würde bedeuten das sie die verlinkte Werbung zu jedem Zeitpunkt überwachen und analysieren können.

    Und der DSGVO ist es shit egal das es der Werbetreibende war, der illegal Daten gesammelt hat. Der Webseitenbetreiber hat das Problem - soll ich einen Kunden verklagen weil ich verklagt werde und habe ich als kleiner "Fisch" überhaupt eine Chance gegen die Konzerne die auf meiner Plattform werben?

    Da steht noch einiges als Fettnäpfchen zur Verfügung die Rechtlich überhaupt nicht ausdiskutiert wurden und alle erst auf urteile der Gerichte warten. Das rechtliche Minenfeld ist auf jeden Fall für Webseiten die Werbung schalten gigantisch.

    Viel Spaß also - ich hole mir schon einmal einen 3 Jahresvorrat an Popcorn ;-)

    Gruß DDD

  2. Re: Bei der Anzahl an 3rd Party Plugins und Werbung - wie soll das funktionieren?

    Autor: MrAnderson 10.04.19 - 16:33

    Warum? Ich gehe davon aus, dass doch jeder Webseitenbetreiber, der Scripte einbindet die Daten übertragen, einen "Auftragsdatenverarbeitungsvertrag" mit dem jeweiligen Anbieter geschlossen hat, in dem das alles geklärt ist. ^^

  3. Re: Bei der Anzahl an 3rd Party Plugins und Werbung - wie soll das funktionieren?

    Autor: violator 10.04.19 - 16:45

    Dann frag mal Willi Müller vom TSG Hintertupfingen, der die Website verwaltet, ob seine Plugins da Cookies verwenden und wie ER die Cookies der Plugins deaktivieren kann, wenn der Nutzer das so anklickt.

  4. Re: Bei der Anzahl an 3rd Party Plugins und Werbung - wie soll das funktionieren?

    Autor: marcperlmichel 10.04.19 - 16:45

    Also, ich habe auf meinen Seiten ein WP-Plugin installiert und ein allgemeines Opt-in für das Tracking aktiviert.

  5. Re: Bei der Anzahl an 3rd Party Plugins und Werbung - wie soll das funktionieren?

    Autor: Tantalus 10.04.19 - 16:50

    violator schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dann frag mal Willi Müller vom TSG Hintertupfingen, der die Website
    > verwaltet, ob seine Plugins da Cookies verwenden und wie ER die Cookies der
    > Plugins deaktivieren kann, wenn der Nutzer das so anklickt.

    Der Willy vom TSG Hintertupfingen wird, wenn er so wenig Ahnung hat, aber einen der vielen verfügbaren Webentwickler für die Pflege seiner Seite beauftragt haben, und *der* sollte so etwas wissen.

    Gruß
    Tantalus

    ___________________________

    Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.

  6. Re: Bei der Anzahl an 3rd Party Plugins und Werbung - wie soll das funktionieren?

    Autor: unbuntu 10.04.19 - 18:16

    Haha, sowas kostet doch Geld. Nein, Support braucht man doch nicht, die Website funktioniert doch.

    "Linux ist das beste Betriebssystem, das ich jemals gesehen habe." - Albert Einstein

  7. Re: Bei der Anzahl an 3rd Party Plugins und Werbung - wie soll das funktionieren?

    Autor: fox82 10.04.19 - 18:23

    derdiedas schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 90%+ der Webseitenbetreiber (ich wette auch golem.de) wissen doch überhaupt
    > nicht welche Daten durch den Besuch auf Ihrer Seite abfließen. Denn das
    > würde bedeuten das sie die verlinkte Werbung zu jedem Zeitpunkt überwachen
    > und analysieren können.

    Golem braucht noch ein wenig, bis die Leute die fürs Tracking zuständig sind auch die Infos die in den eigenen Artikeln stehen aufgesaugt haben. Siehe mein @Golem Kommentar dazu.

    Andere Website Betreiber haben sich vor ziemlich genau einem Jahr darauf vorbereitet, und diverse Tracker (Google Analytics...) rausgeworfen und zB durch Matomo ersetzt.

    Für User kann ich nur empfehlen: uMatrix installieren. Da sieht man dann welche externen Scripts etc. eingebunden sind, und kann genau festlegen was man zulassen möchte. Google Analytics wird da natürlich per default blockiert, braucht ja auch niemand.

  8. Re: Bei der Anzahl an 3rd Party Plugins und Werbung - wie soll das funktionieren?

    Autor: berritorre 10.04.19 - 20:54

    Sowas war bisher für kleine Seiten wirklich nicht nötig. So eine Vereinsseite konnte man ganz gut auch ohne professionelle Hilfe betreiben. Deswegen ist es halt wie immer: es wird die Kleine am meisten treffen. Die grossen haben die Ressourcen und das Geld das hinzukriegen. Dem Betreiber einer kleinen Seite wächst das schnell über den Kopf hinaus.

    Mal wieder wurde eine an sich gute Idee so bürokratisiert, verkompliziert, etc., dass sie dafür sorgt, dass die Grossen das Netz noch mehr dominieren als bisher schon, denn von den kleineren werden viele aufgeben. Nicht alle jetzt, aber spätestens wenn es die ersten Klagen gegeben hat und das in den Medien bekannt wird, dann werden einige ganz schnell aufgeben. Das ist ein ganz anderes Kaliber als die Impressumspflicht.

  9. Re: Bei der Anzahl an 3rd Party Plugins und Werbung - wie soll das funktionieren?

    Autor: fox82 10.04.19 - 21:34

    berritorre schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sowas war bisher für kleine Seiten wirklich nicht nötig. So eine
    > Vereinsseite konnte man ganz gut auch ohne professionelle Hilfe betreiben.
    > Deswegen ist es halt wie immer: es wird die Kleine am meisten treffen. Die
    > grossen haben die Ressourcen und das Geld das hinzukriegen. Dem Betreiber
    > einer kleinen Seite wächst das schnell über den Kopf hinaus.

    Es braucht Dienstleister, Opensource Angebote etc. die nicht nur am Papier "DSGVO konform" sind (weil sie beim User brav eine Zustimmung zu allem einholen) sondern die tatsächlich nach dem Grundsatz "Privacy by Design" gebaut sind.

    Sprich ein Website Baukasten soll nicht unnötige Cookies setzen und dann mit einem Riesen Popup abfragen ob der User das auch möchte - sondern keine unnötigen Cookies setzen. Schriften und Skripte sollten mitgeliefert werden, und nicht von Google extern eingebunden werden.

  10. Re: Bei der Anzahl an 3rd Party Plugins und Werbung - wie soll das funktionieren?

    Autor: berritorre 10.04.19 - 22:55

    Klar.

    Trotzdem muss sich so ein kleiner Websitebetreiber da von und ganz auf den Anbeiter verlassen und das kann gerne auch mal nach hinten los gehen. Am Ende bist du als Betreiber dran. Du kannst ja dann gerne das Opensource-Projekt verklagen, dass dir versichert hat, dass sie GDPR-Konform sind. Das dürfte ein Spass werden, wegen deiner Hobbyseite.

    Die grossen haben da ihre Anwälte und die kriegen das schon hin. Als kleiner wäre mir das zu viel und ich würde schnell aufgeben.

    Ich mache mir da jetzt erstmal keinen grossen Kopf. Selbst wenn ich eine Website hätte, sitze ich erstmal hier in Brasilien und wenn dann wirklich einer meint mich verklagen zu müssen, weil ich angeblich irgendwas falsch gemacht habe, dann bin ich mal gespannt.

    Aber wenn ich in Deutschland sitzen würde, müsste ich wohl nochmal wesentlich mehr Zeit in sowas stecken, weil man es halt nicht drauf ankommen lassen kann.

  11. Re: Bei der Anzahl an 3rd Party Plugins und Werbung - wie soll das funktionieren?

    Autor: derdiedas 11.04.19 - 18:00

    Die Rechtslage ist aber nun einmal das Webseitenbesucher nur mit Dir einen "Vertrag" haben. Sie haben keinen mit dem Werbetreibenden. Baut der Mist bist Du es der es ausbadet, und die Strafen zahlt.

    Du kannst nun versuchen diese Kohle wieder zu bekommen, aber die Chancen gegen Google oder den großen Werbeanbietern sind faktisch Null.

    Es ist "billiger" einfach gar keine Werbung zu hosten. Denn das Risiko kann man privat oder als verein zumindest nicht tragen.

    Gruß DDD

  12. Re: Bei der Anzahl an 3rd Party Plugins und Werbung - wie soll das funktionieren?

    Autor: Yash 12.04.19 - 00:01

    fox82 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sprich ein Website Baukasten soll nicht unnötige Cookies setzen und dann
    > mit einem Riesen Popup abfragen ob der User das auch möchte - sondern keine
    > unnötigen Cookies setzen. Schriften und Skripte sollten mitgeliefert
    > werden, und nicht von Google extern eingebunden werden.
    Also ich arbeite viel mit WordPress (ja ja, ich weiß :P) und da gibt es ja haufenweise an Fertigthemes, die ja im Prinzip auch sowas wie Baukästen sind. Und die großen Anbieter sind DSGVO-konform. Man muss nur im Backend ein paar Schalter umlegen und dann werden Google Fonts lokal gehostet, Zweiklicklösung für Maps/YouTube usw.
    Es ist auf jeden Fall Bewegung in der ganzen Branche. Das Problem ist vor allem, wenn man unwissenderweise irgendwelche Plugins installiert ohne sich auszukennen und dann auf irgendeiner Unterseite, dann doch eine Verbindung zu einem Dritten hergestellt wird.

  13. Re: Bei der Anzahl an 3rd Party Plugins und Werbung - wie soll das funktionieren?

    Autor: derdiedas 12.04.19 - 14:24

    Für kleine gibt es aber Cyberversicherungen die das Covern, und wirklich teuer sind die auch nicht.
    Klar geht mir das auf die Nerven, aber am Ende sind die 200Euro die das kostet für einen Verein mittlerer Größe gut investiertes Geld.

  14. Re: Bei der Anzahl an 3rd Party Plugins und Werbung - wie soll das funktionieren?

    Autor: Sylos 16.04.19 - 11:11

    violator schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dann frag mal Willi Müller vom TSG Hintertupfingen, der die Website
    > verwaltet, ob seine Plugins da Cookies verwenden und wie ER die Cookies der
    > Plugins deaktivieren kann, wenn der Nutzer das so anklickt.


    Also als relativ datenschutzaffiner Willi Müller vom TSG Hintertupfingen kann ich zumindest bestätigen, dass es teilweise echt bescheiden ist.

    Man verwendet natürlich ein Content Management System (CMS), und da installiert man sich nichtsahnend irgendein Thema, und der Themen-Author hat natürlich dafür gesorgt, dass jeder deiner Benutzer erstmal zu einem Google-Server rüberfunkt, wo der Benutzer wohnt (IP-Adresse), was für ein Betriebssystem und Browser er verwendet (User-Agent-String) und dass sich der Benutzer gerade auf deiner Webseite befindet (HTTP Referer). Und das alles nur, weil's anscheinend viel geiler ist, die Schriftart von einem Google-Server herunterzuladen, anstatt sie einfach statisch einzubetten.

    Oft laden sich auch gerne CMS-Erweiterungen von einem Google-Server JQuery herunter.

    Und das Schlimmste daran ist, dass dir niemand etwas davon sagt. Du musst deine Webseite händisch durchchecken, damit nichts von irgendwoher Dinge nachlädt, von dem du nichts weißt. Weil wissen sollte man es nun mal wirklich, damit man's zumindest in die Datenschutzerklärung reinballern kann, wo's dann niemals jemand sieht.

    Auch sehr bescheiden ist YouTube. Videos selbst hosten kannst du in aller Regel vergessen, wegen Speicherplatz, GEMA etc., also muss man ein YouTube-Video einbetten.
    Und jetzt viel Spaß irgendeine Möglichkeit zu finden, das datenschutzkonform zu machen. In die Datenschutzerklärung muss es auf jeden Fall, aber du musst auch dafür sorgen, dass die Einbettung erst geladen wird, wenn der Benutzer (idealerweise bewusst) auf das Video klickt (d.h. auf das Bild, dass du davorgeschalten hast).

    Für unser CMS habe ich genau eine, in Zahlen 1, Erweiterungen gefunden, die diese Funktion überhaupt anbieten, von bestimmt über hundert YouTube-Erweiterungen. Leider ist die eine Erweiterung auch noch nicht einmal besonders geil, so dass ich jetzt selbst daran herumpatchen muss.

    Allerdings muss man auch sagen, dass es sonst erstaunlich wenig Stress verursacht. Wir haben keine Werbung auf der Seite, und einloggen können sich nur Vereinsmitglieder, also habe ich keine Cookies oder Tracking etc., die ich bewusst auf der Seite haben möchte. Also musste ich auch keine Interessensabwägungen oder Ähnliches machen. Und die Webseite dient rein dazu Information bereitzustellen, wir verarbeiten in der Regel keine Daten.

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