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US-Recht ist in DE nicht anwend-/durchsetzbar

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  1. Re: US-Recht ist in DE nicht anwend-/durchsetzbar

    Autor: helgebruhn 16.03.17 - 14:38

    warten_auf_godot schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > mit Klagen in DE kam Blizzard nicht voran, weil deren Argumentation auch
    > schwachsinnig ist. Niemanden stört es, wenn Bots in WoW rumlaufen. Im
    > Gegenteil: jedes Mal bei einem größeren Patch fallen die Botter für ca. 2
    > Wochen aus, die Preise für Kräuter und Erze im Auktionshaus steigen
    > exorbitant und alle Alchemisten, Inschriftenkundler, Juwelenschleifer und
    > Schmiede plärren plötzlich rum, dass sie Ihre Rohstoffe nicht mehr
    > kostendeckend einkaufen können. Kein Mensch hat Bock oder Zeit 4 Stunden
    > lang Kräuter und Erze zu sammeln, statt in Raids und Instanzen zu spielen.

    Totaler Nonsens :) Botter verstoßen gegen die EULA von Blizzard und die ist absolut bindend und rechtens für jeden SPieler/Abonnenten. D.h. ganz einfach, dass Blizzard Botter lebenslang sperren kann, was auch gut so ist, da sich solche Idioten (sry) nicht nur Vorteile im Spiel verschaffen, sondern damit auch massiv echte Euros verdient werden.
    Davon abgesehen geht es hier nicht um strafbares, sondern um eine Zivilklage, denn soweit ich weiß, wurde ja kein Code eines Blizzardspiels verändert, um damit Geld zu verdienen, so wie das Privatserver tun, diese sind samt und sonders illegal.

    > Kein Mensch hat Bock oder Zeit 4 Stunden
    > lang Kräuter und Erze zu sammeln, statt in Raids und Instanzen zu spielen.

    Doch ich, und ich kenne auch viele andere, die gerne farmen, wobei man das nicht machen muss, denn beim normalen Questen stolpert man über genug Erze und Kräuter, die man braucht, und wer gar keine Sammelberufe hat, der kauft sich den Kram halt im AH, Gold ist in Hülle und Fülle vorhanden.

  2. Re: US-Recht ist in DE nicht anwend-/durchsetzbar

    Autor: narea 16.03.17 - 14:40

    warten_auf_godot schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > mit Klagen in DE kam Blizzard nicht voran,

    Da es mich interessierte, habe ich mal etwas nachgelesen. Der BGH hat ihnen verboten die Software in Deutschland zu verbreiten. Würde ich jetzt eher nicht als "nicht voran" kommen bezeichnen. Eher als riesigen Erfolg für Blizzard.

  3. Re: US-Recht ist in DE nicht anwend-/durchsetzbar

    Autor: a user 16.03.17 - 14:51

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > TrollNo1 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Die sammeln Zeugs
    > > oder Gold durch kloppen von normalen Viechern. Stört an sich keinen, da
    > die
    > > MMOs eh immer mehr in RIchtung schnell Max Lvl und dann Instanzen gehen.
    >
    > An Bots stören sich effektiv nur Prinzipienreiter, die grundsätzlich gegen
    > die Verwendung von Bots sind. Im Normalfall fallen Bots kaum negativ auf,
    > auch der Einfluß auf Auktionshauspreise hält sich stark in Grenzen.
    Meine WOW Zeit sind zwar schon viele Jahre her, aber Bots haben damals so ziemlich alle gestört und das überhaupt nicht aus prinzip.

    Es war einfach kagge wenn egal wo du hin kamst alles schon abgegrast war von bots. und auch die AH Preise sind massive beeinträchtigt gewesen.

    Das mag heute anders sein, weil bots mittlerweile so massive vorhanden sind, dass die wenigsten noch wissen, wie es ohne war. da ich heute nicht mehr spiele, kann ich das aber nicht sagen.
    >
    > Mir ist übrigens in den knapp sieben Jahren, in denen ich WoW spiele nur
    > ein einziges Mal ein Bot bewusst aufgefallen. In Sturmwind, als mehrere
    > Dutzend Lv.1-Bots das Logo eines Goldsellers gebildet haben, gefolgt von
    > ein paar Minuten Spam im Chat, bis die GMs eingegriffen haben.

    Etnweder es hat massive abgenommen, oder du nimmst es nicht wahr, weil es mittlerweile standard ist. wer weiß...

  4. Re: US-Recht ist in DE nicht anwend-/durchsetzbar

    Autor: der_wahre_hannes 16.03.17 - 14:52

    warten_auf_godot schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > US-Recht ist in DE nicht anwend-/durchsetzbar.

    Ah. Gut, dass wir das geklärt hätten. Dann braucht Facebook ja auch nichts auf irgendwelche Datenschutzvorschriften geben, denn die sitzen in den USA (oder Irland, je nachdem).

  5. Re: US-Recht ist in DE nicht anwend-/durchsetzbar

    Autor: Neratiel 16.03.17 - 15:17

    quineloe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > McMortison schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Blizzards Europäischer Hauptsitz ist in Velzy/Paris in Frankreich, ein
    > > zweiter Standort ist Cork in Irland. Demnach könnten die nach
    > Europäischem
    > > Recht handlungsfähig sein.
    > >
    > > Find ich "strange" das die "cheater" Firma soviel Rückendeckung hier
    > > bekommt.
    >
    > Find ich auch krass. Und dass irgendwelche Opa-Richter das Problem
    > inhaltlich dann nicht kapieren und im Zweifel die Klage einfach abweisen
    > erfreut mich jetzt auch keineswegs. Aber wir sind halt kein
    > Softwarestandort. Wir bauen Autos. Noch.
    >
    > Cheaterverseuchung ist durchaus etwas, das ein Spiel wirklich kaputtmachen
    > kann. Und wenn dann auch noch jemand Geld damit verdient, dass er diese
    > Scriptkiddie-Software bereitstellt wird mir doppelt schlecht.

    Jus Student hier, zwar aus Österreich, sollte aber ausreichen.
    Die Richter in DE haben vollkommen recht, Bossland verstoßt gegen kein Gesetz, weder strafrechtlich, noch zivilrechtlich (deshalb Strafrechtlich absolut irrelevant)

    die einzigen die Zivilrechtlich belang werden könnten (theoretisch) sind die Nutzer, da diese gegen die AGB's verstoßen... was im schlimmsten Fall zu einem Auflösen des Vertragsverhältnisses und zu einer Unterlassung von zukünftigen Geschäftsverhältnissen führt. (Da hier keine Vertragsstrafen vereinbart wurden, solche könnte man gegen Privatpersonen auch nicht in den AGB's unterbringen, diese wären nichtig.)
    Anspruch auf Schadenersatz dürfte kaum, bzw. nur sehr schwer zu beweisen sein. (und wenn, dann dürfte sich das max. 2-3 stellige Eurobeträge gehen, also wäre es eine schwachsinnige Klage, die wegen mangelden Streitwert sowieso eingestellt wird. Sie müssten beweisen, dass die Bots ihre Geschäfte geschädigt haben, aber da ein einzelner Bot kaum Auswirkungen hat, wäre der Streitwert sehr niedrig.)

    Die Vertragsauflösung wäre aber seitens Blizzard ohnehin auch ohne Prozess problemlos durchzuführen -> einfach den Account sperren, entsprechende auch gültige Klauseln kann man in den AGB's nachlesen.

    Bei den Amis gibts da andere Möglichkeiten, sehr wohl auch welche um zivilrechtlich gegen Bossland vorgehen zu können, aber ein zivilrechtlicher Prozess in den USA gegen eine Firma mit Sitz in DE dürfte wenig relevanz haben...
    In Europa müssen Zivilrechtliche Klagen in dem Land eingereicht werden, in dem der Beklagte wohnt, bzw. bei Jur. Personen Ihren Sitz hat. Bei den Amis könnte das natürlich anders aussehen (keine Ahnung, nicht mein Fachgebiet), aber solche Urteile sind dann halt, wie schon gesagt, fraglich.

    Weil hier einige Vergleiche mit Herrn Dotcom anführen: Bitte nicht Zivilrecht mit Strafrecht verwechseln, das ist eine ganz andere Baustelle

    Alle Angaben ohne Gewähr,

  6. Re: US-Recht ist in DE nicht anwend-/durchsetzbar

    Autor: Neratiel 16.03.17 - 15:23

    wenn sie ihr Produkt im jeweiligen land veräußern wollen, dann schon.
    Deshalb hat Facebook ja auch eine Niederlassung innerhalb der EU.

    Gegen Facebook würde hier aber nicht nur Zivilrechtlich, sondern auch Strafrechtlich vorgegeangen werden, was die Sache erheblich schlimmer machen würde.

  7. Re: US-Recht ist in DE nicht anwend-/durchsetzbar

    Autor: KarstenS2 16.03.17 - 15:31

    Es kommt drauf an.

    Wenn die Firma ihre "Produkte" auch in die USA verkauft hat, unterliegen sie selbtverständlich auch den dortigen Gesetzen und deren Gerichtsbarkeit.

    Ist bei uns nicht anders.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 16.03.17 15:32 durch KarstenS2.

  8. Re: US-Recht ist in DE nicht anwend-/durchsetzbar

    Autor: Muhaha 16.03.17 - 16:19

    a user schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Meine WOW Zeit sind zwar schon viele Jahre her, aber Bots haben damals so
    > ziemlich alle gestört und das überhaupt nicht aus prinzip.

    Doch. Aus Prinzip :)

    > Es war einfach kagge wenn egal wo du hin kamst alles schon abgegrast war
    > von bots. und auch die AH Preise sind massive beeinträchtigt gewesen.

    Dann niete den Bot um. Oder farme schneller, besser. Man kann natürlich auch in der Hauptstadt sitzen und die Schlechtigkeit der Welt beklagen.

    > Etnweder es hat massive abgenommen, oder du nimmst es nicht wahr, weil es
    > mittlerweile standard ist. wer weiß...

    Die Bot-Nutzung hat nicht abgenommen, Bots gehören mittlerweile zum "guten" Ton. Aaaaber ... zum einen hat Blizzard die Ingame-Wirtschaft ein wenig umgekrempelt und sie robuster gegen Preistreiberei für bestimmte Items gemacht und zum anderen hat Blizzard das Spawnen von Rohstoff-Nodes und Crafting-Item-Mobs erhöht, so dass man nicht mehr ewig und drei Tage warten muss, bis endlich dieser vermalefickte Mithril-Node wieder erscheint. Sprich, es kümmert heute NOCH WENIGER als früher, ob da jemand bottet oder nicht. Es können genug Rohstoffe mit vertretbarem Zeitaufwand gefarmt werden, Item-Drops und Questbelohnungen geben massig Gold.

    Es rentiert sich nicht mehr wirklich zu botten, es wird nur noch der Bequemlichkeit halber gebottet, ohne dass dies aber ins Spiel anderer negativ eingreift.

  9. Re: US-Recht ist in DE nicht anwend-/durchsetzbar

    Autor: zilti 16.03.17 - 16:21

    warten_auf_godot schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du musst Dich in dem Land aufhalten, dessen Recht Du durchsetzen willst.
    > Bossland sitzt in Zwickau, Deutschland ... denen kann das alles schei**egal
    > sein, solange sie nicht in die USA einreisen.

    Wenn sie *in den USA* eine *dort* illegale Handlung vornehmen, dann nicht...

  10. Re: US-Recht ist in DE nicht anwend-/durchsetzbar

    Autor: quineloe 16.03.17 - 16:24

    Sie haben das Spiel einfach so verblödet, dass die bot-armeen egal sind. und deswegen haben sie auch keine 11 Millionen Spieler mehr.

  11. Re: US-Recht ist in DE nicht anwend-/durchsetzbar

    Autor: Kondom 16.03.17 - 16:29

    In Deutschland verkaufen sie die Blizzard-Bots jedenfalls nicht:

    http://updates.buddyauth.com/

    "Unfortunately, this application is not available in Germany and United Kingdom because it may violate with the EULA / TOS of Blizzard Entertainment Inc. "

    Wahrscheinlich kann man ihnen in Deutschland deshalb auch vor Gericht kaum was anhaben.

  12. Re: US-Recht ist in DE nicht anwend-/durchsetzbar

    Autor: Muhaha 16.03.17 - 17:06

    quineloe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sie haben das Spiel einfach so verblödet, dass die bot-armeen egal sind.
    > und deswegen haben sie auch keine 11 Millionen Spieler mehr.

    Ja, voll ganz arg chröcklöch!



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 16.03.17 17:07 durch Muhaha.

  13. Re: US-Recht ist in DE nicht anwend-/durchsetzbar

    Autor: Hotohori 16.03.17 - 17:27

    chefin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und ob es wirklich ein Schaden ist, ist nicht nachweisbar.

    Ach nein? Ich spiele wegen den online Cheatern so gut wie gar nicht mehr online (nur noch in geschlossenen Gruppen mit ausgesuchten Spielern, meist direkt auf privat Servern), weil ich schon immer eine absolute null Toleranz gegen Online bzw. Multiplayer Cheater habe. Und es gibt genug Leute, die so denken wie ich und deswegen inzwischen Abstand von online Spielen genommen haben.

    Ein einzelner Spieler wegen online Cheater zu verlieren ist bereits ein nachgewiesener Schaden.


    > Den Cheater sind zahlende Kunden. Wenn die Cheater wegbleiben, weil kein
    > Cheat, kämen zwar andere Kunden dazu. Aber die Cheater halt weg.

    Klar, weil man ja für Free to Play Spiele zwingend etwas zahlen muss... ach, halt...

    Gerade Free to Play Spiele sind ein Traum für jeden Online Cheater. Wird der Account gebannt macht man halt einen neuen auf, das juckt die nicht. Das die Anbieter solcher Spiele längt überfordert sind und dazu noch am Support sparen um überhaupt gegen sie vorzugehen, ist ein offenes Geheimnis. Es dauert viel zu lange ehe ein Online Cheater erwischt wird und dann sind Manche noch so dreist, schreiben den Support an und behaupten sie wären völlig unschuldig und wenn der Anbieter es nicht klar nachweisen kann werden oft genug Cheater Accounts auch wieder freigegeben.

    Darüber hinaus werden auch gerne mal wirklich unschuldige Spieler gebannt, weil ihre Erkennungstools mist gebaut haben, was dann auch noch mal dem Ruf des Anbieters schadet. Dabei ist es ganz einfach: gäbe es keine Cheater, würden auch keine unschuldigen Spieler gebannt.

    > Belege das es anderes ist hat keiner. Auch hat noch keine Firma darüber
    > eine Studie erstellen lassen um bestimmte Dinge zu untermauern oder zu
    > widerlegen. Allerdings denke ich, das es diese Studie gibt, nur das sie das
    > falsche Ergebniss hat. Nämlich sich rausstellt das für 2 Cheater die man
    > loswird nur ein Kunde nachkommt....mehr oder weniger.

    Du machst es dir hier wirklich sehr einfach.

    > Lange Zeit war
    > cheaten durchaus gesellschaftsfähig und die ablehnden Fraktion eine
    > Minderheit.

    Selbst früher gecheatet? Solch eine Behauptung kommt meist nur immer aus genau der Richtung. Wir haben Anfang 2002 schon einen Cheater in unserer Gilde entlarvt und dann aus der Gilde geworfen. Aber ja, schon damals gab es die typische Fraktion von Spieler, die das runterspielen wollten und einen auf "so lange er mir nicht direkt schadet" machen, indirekt ist ja auch völlig egal.

    > Das mag sich inzwischen geändert haben, deswegen neuerdings
    > mehr Widerstand der Firmen dagegen.

    Geändert hat sich nur, dass es im Gegensatz zu früher nun Firmen gibt, die mit Cheat Programmen ihr Geld verdienen, früher wurden solche Programme kostenlos unters Volk gebracht, bis ein paar gierige Entwickler merkten, dass man damit auch Geld verdienen kann. Und spätestens ab dem Zeitpunkt hatten die Betreiber von Online Spielen ein Problem, weil da die Katz und Maus jagt so richtig los ging.

    Allerdings machten es sich die Betreiber eben dennoch leicht, weil sie immer noch genug Geld verdienen, warum also gegen Online Cheater vorgehen, wenn die Kasse stimmt? Um gegen Online Cheater vorzugehen muss man erst mal einiges an Geld investieren, denn man braucht einen größeren Support, also man muss deutlich mehr Leute einstellen, die auffällige Spieler kontrollieren und vielleicht sogar über einen gewissen Zeitraum beobachten, damit am Ende auch wirklich ein Online Cheater und kein ehrlicher Spieler gebannt wird, was gar nicht so leicht ist, weil manche Cheat Tools inzwischen so intelligent sind, dass man sie kaum von richtigen Spielern unterscheiden kann.

    Einfach gucken ob ein Spielcharakter ständig die exakt gleich zeitlich ablaufenden Funktionen ausführt funktioniert schon länger nicht mehr. Zumal es genug Spieler gibt, die den Spielablauf derart verinnerlicht haben, dass wenn sie gerade im Grind Modus sind, sie selbst wie Bots wirken obwohl sie alles ganz normal manuell ausführen ohne zu cheaten.

    Cheater zu erkennen ist verdammt schwer inzwischen. Darum werden ja auch gerne mal Spieler, die einfach nur besonders gut sind, direkt als Cheater beschimpft, obwohl sie eben keine sind.

  14. Re: US-Recht ist in DE nicht anwend-/durchsetzbar

    Autor: Komischer_Phreak 16.03.17 - 17:30

    helgebruhn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Totaler Nonsens :) Botter verstoßen gegen die EULA von Blizzard und die ist
    > absolut bindend und rechtens für jeden SPieler/Abonnenten.

    Fass Dich doch bitte mal selbst an die Nase. Das Thema wurde schon vor deutschen Gerichten verhandelt und es wurde festgestellt, dass das ganze nicht illegal ist. EULA können in Deutschland nur Dinge enthalten, die mit dem deutschen Recht konform sind und keine überraschenden Passagen enthalten. Insofern wäre ein Anti-Cheater-Passus nichtig. Die Gesetze stehen *immer* über einer EULA.

    D.h. ganz
    > einfach, dass Blizzard Botter lebenslang sperren kann, was auch gut so ist,
    > da sich solche Idioten (sry) nicht nur Vorteile im Spiel verschaffen,
    > sondern damit auch massiv echte Euros verdient werden.
    > Davon abgesehen geht es hier nicht um strafbares, sondern um eine
    > Zivilklage, denn soweit ich weiß, wurde ja kein Code eines Blizzardspiels
    > verändert, um damit Geld zu verdienen, so wie das Privatserver tun, diese
    > sind samt und sonders illegal.
    >
    > > Kein Mensch hat Bock oder Zeit 4 Stunden
    > > lang Kräuter und Erze zu sammeln, statt in Raids und Instanzen zu
    > spielen.
    >
    > Doch ich, und ich kenne auch viele andere, die gerne farmen, wobei man das
    > nicht machen muss, denn beim normalen Questen stolpert man über genug Erze
    > und Kräuter, die man braucht, und wer gar keine Sammelberufe hat, der kauft
    > sich den Kram halt im AH, Gold ist in Hülle und Fülle vorhanden.

  15. Re: US-Recht ist in DE nicht anwend-/durchsetzbar

    Autor: tingelchen 17.03.17 - 00:56

    Und wenn es hier in DE nicht illegal ist?

    Der Gerichtsbeschluss des US Gerichts verliert seine Vollstreckbarkeit in dem Moment in dem er die US Landesgrenzen überschreitet. Das gilt im übrigen für alle Beschlüsse aller Länder. D.h. wenn dann der Bote von Blizzard aus den USA zu Bossland in DE angereist kommt, mit seinem Wisch, dann kann Bossland den Wisch nehmen und ihn in den Schredder stopfen :)

    Jetzt kommt es. Der Auslieferungsvertrag. In diesem ist geregelt unter welchen Umständen man eine natürliche Person an ein Land ausliefern kann. Diese finden ihre Anwendung aber eigentlich eher nur bei Kapitalverbrechen und nicht bei Schadensersatzforderungen. Bossland ist aber keine natürliche Person. Sondern eine rein rechtliche Person. Verklagt wurde Bossland. Ich hab jetzt nicht die Rechtsform nachgeschaut. Bei einer GmbH oder AG haftet man nicht mit seinem Privatvermögen und man kann eine Firma nicht ausliefern. Dafür gibt es keine Rechtsgrundlage. Um hier also den Geschäftsführer zu belangen muss man ihm min. Arglist oder Täuschung vorwerfen. Was aber hier eher keine Anwendung findet.

    Die Auslieferung fällt also flach. Damit der US Wisch in DE vollstreckbar ist, wird ein Staatsvertrag zwischen beiden Ländern benötigt, die dieses regelt. Den gibt es afaik aber nicht. Ein solcher wäre auch extrem komplex. Denn die Gesetzgebung der Länder ist stark unterschiedlich. Wie Regelt man ein Gesetz das in Land A etwas verbietet aber in Land B erlaubt ist? Die rechtliche Person X mit Sitz in Land B handelt also völlig legal.

  16. Re: US-Recht ist in DE nicht anwend-/durchsetzbar

    Autor: tingelchen 17.03.17 - 00:56

    Dann wirst gleich erschossen :D

  17. Re: US-Recht ist in DE nicht anwend-/durchsetzbar

    Autor: tingelchen 17.03.17 - 00:58

    Spielt keine Rolle.

    Man geht gegen die Niederlassung in Irland vor. Welche Teil der EU ist und sich damit definitiv dem EU Recht beugen muss. Ob das dem Hauptsitz nun passt oder nicht ist da egal.

  18. Re: US-Recht ist in DE nicht anwend-/durchsetzbar

    Autor: Niaxa 17.03.17 - 09:56

    Cheaten war mal gesellschaftsfähig? Also in den letzten 20 Jahren sicher nicht kann ich behaupten.

    Der Schaden ist enorm. Ich kenne von früher und auch von heute ne menge Leute, die zu 100ten auf Lanpartys sind, die alle ihre Clans und Gilden und schlag mich tot hatten. Alle zocken auch heute noch, von denen, die ich heute noch so sehe. Nur zockt fast keiner mehr Online.

    Mein Anteil am durch Cheater entstandener Schaden ist:

    Kein WoW mehr und auch 2 verpasste Addons.
    Kein CoD mehr, da zu viel Gesockse unterwegs. Für rein SP ist das Spiel zu teuer.
    Kein Overwatch.
    Kein Devision.
    und mir fällt sicher noch mehr ein.

    Das sind quer über den Daumen gepeilt...

    120¤/Jahr Abo Kosten Wow.
    2*35¤ Addons.
    50¤ für die letzten 2 CoDs
    60¤ Overwatch
    50¤ Devision

    Sind jetzt schon über 300¤ Schaden nur für das, was mir auf die schnelle einfällt. Bei gerade mal 1000 Spieler, die sich abschrecken lassen wie ich, sind wir schon bei 300.000¤ ++ Schaden. Bei 2 Milionen Spieler sind wir bei 600.000.000 ¤ Schaden. Und die hat es gleich beisammen.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 17.03.17 09:58 durch Niaxa.

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