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US-Recht ist in DE nicht anwend-/durchsetzbar

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  1. US-Recht ist in DE nicht anwend-/durchsetzbar

    Autor: warten_auf_godot 16.03.17 - 12:12

    US-Recht ist in DE nicht anwend-/durchsetzbar. Wäre ja noch schöner, dann könnten islamische Länder ja jeden beliebigen Schweinefleisch- oder Erotikproduzenten verklagen. Wir liefern im Gegensatz zu Irland auch keine deutschen Staatsbürger an die USA aus.

    Solange der Besitzer/Angestellte nicht in die USA einreisen, ist das ignorierbar. Blizzard hat das auch erst angestrebt, nachdem sie in Deutschland etliche Prozesse gegen Bossland *verloren* haben. Das derzeitige Vertriebsverbot in Deutschland basiert auch eher auf einer Markenrechtsverletzung, denn der "Schaden durch Botting"-Argumentation ist kein deutsches Gericht gefolgt, was Blizzard wohl derartig frustriert hat, dass sie die Klage in den USA angestrebt haben.

    Bossland muss sich als deutsches Unternehmen hiervon überhaupt nicht beeindrucken lassen.

  2. Re: US-Recht ist in DE nicht anwend-/durchsetzbar

    Autor: ikhaya 16.03.17 - 12:16

    Die hatten doch auch ne Französische Zweigstelle die dann immerhin EU-Recht durchsetzen kann.

  3. Re: US-Recht ist in DE nicht anwend-/durchsetzbar

    Autor: zilti 16.03.17 - 12:24

    Wenn ich in Singapur in den Ferien bin und wegen Sprayereien zu Stockschlägen verurteilt werde, kann ich auch nicht "Sie dürfen mir nichts tun, ich bin Schweizer!" rufen und alles ist erledigt.

  4. Re: US-Recht ist in DE nicht anwend-/durchsetzbar

    Autor: Anonymer Nutzer 16.03.17 - 12:29

    Bossland sitzt aber nicht in den USA. Dein Vergleich hinkt.

  5. Re: US-Recht ist in DE nicht anwend-/durchsetzbar

    Autor: warten_auf_godot 16.03.17 - 12:33

    Du musst Dich in dem Land aufhalten, dessen Recht Du durchsetzen willst. Bossland sitzt in Zwickau, Deutschland ... denen kann das alles schei**egal sein, solange sie nicht in die USA einreisen.

    Singapur kann mich gerne zu Stockschlägen verurteilen, das bringt denen gar nix, wenn ich als deutscher Staatsbürger in DE sitze und denen den Finger zeige.

  6. Re: US-Recht ist in DE nicht anwend-/durchsetzbar

    Autor: McMortison 16.03.17 - 12:40

    Blizzards Europäischer Hauptsitz ist in Velzy/Paris in Frankreich, ein zweiter Standort ist Cork in Irland. Demnach könnten die nach Europäischem Recht handlungsfähig sein.

    Find ich "strange" das die "cheater" Firma soviel Rückendeckung hier bekommt.

  7. Re: US-Recht ist in DE nicht anwend-/durchsetzbar

    Autor: SYS1 16.03.17 - 12:49

    > Blizzards Europäischer Hauptsitz ist in Velzy/Paris in Frankreich, ein
    > zweiter Standort ist Cork in Irland. Demnach könnten die nach Europäischem
    > Recht handlungsfähig sein.
    Warum gehen die dann nicht nach europäischem Recht vor, sondern nach US-Recht?

    > Find ich "strange" das die "cheater" Firma soviel Rückendeckung hier
    > bekommt.
    Weil es hier um eine rechtliche Frage, und das »komische« Vorgehen von Blizzard geht.

  8. Re: US-Recht ist in DE nicht anwend-/durchsetzbar

    Autor: puri 16.03.17 - 12:55

    Das ist Blizzard auch vollkommen klar, oder glaubt hier irgendjemand sie setzen den Streitwert tatäschlich so niedrig an weil es ihnen "ums Prinzip" geht?
    Natürlich nicht, Anwälte in den USA werden anteilig vom Streitwert bezahlt. Und sie haben nahezu keine Handhabe das Geld einzufordern sofern Bossland und die Geschäftsführer kein Vermögen in den USA haben.
    Deswegen spart sich Bossland auch die komplette Verteidigung.

  9. Re: US-Recht ist in DE nicht anwend-/durchsetzbar

    Autor: warten_auf_godot 16.03.17 - 12:55

    mit Klagen in DE kam Blizzard nicht voran, weil deren Argumentation auch schwachsinnig ist. Niemanden stört es, wenn Bots in WoW rumlaufen. Im Gegenteil: jedes Mal bei einem größeren Patch fallen die Botter für ca. 2 Wochen aus, die Preise für Kräuter und Erze im Auktionshaus steigen exorbitant und alle Alchemisten, Inschriftenkundler, Juwelenschleifer und Schmiede plärren plötzlich rum, dass sie Ihre Rohstoffe nicht mehr kostendeckend einkaufen können. Kein Mensch hat Bock oder Zeit 4 Stunden lang Kräuter und Erze zu sammeln, statt in Raids und Instanzen zu spielen.

  10. Re: US-Recht ist in DE nicht anwend-/durchsetzbar

    Autor: Doomdrake 16.03.17 - 12:59

    SYS1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Blizzards Europäischer Hauptsitz ist in Velzy/Paris in Frankreich, ein
    > > zweiter Standort ist Cork in Irland. Demnach könnten die nach
    > Europäischem
    > > Recht handlungsfähig sein.
    > Warum gehen die dann nicht nach europäischem Recht vor, sondern nach
    > US-Recht?
    Artikel lesen und verstehen: Deutsche gerichte haben nicht so entschieden wie Blizzard sich das vorgestellt hat -> Daher jetzt US Recht, dann bekommen Sie zumindest was, falls mal einer von Bossland so doof ist in die USA zu reisen.


    > > Find ich "strange" das die "cheater" Firma soviel Rückendeckung hier
    > > bekommt.
    > Weil es hier um eine rechtliche Frage, und das »komische« Vorgehen von
    > Blizzard geht.

    Es wurde m.E. keine Straftat im eigentlichen Sinne begangen. Es geht lediglich um ein schädigendes Geschäftsmodell und auch das haben deutsche Gerichte (s.o.) wohl anders gesehen. Der Einsatz einer solchen Software ist immer nur eine Regelverletzung des Betreibers. Blizzard kann die Benutzer sperren wegen Regelverletzung. Das anbieten eines Programms zum Cheaten ist aber als solches m.E. erstmal keine Straftat.

    Ich bin kein Jurist und bin mir nicht 100% sicher ob das schädigende Geschäftsmodell nicht als solches evtl. gegen deutsche Gesetze verstößt.

  11. Re: US-Recht ist in DE nicht anwend-/durchsetzbar

    Autor: Muhaha 16.03.17 - 13:05

    Doomdrake schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Ich bin kein Jurist und bin mir nicht 100% sicher ob das schädigende
    > Geschäftsmodell nicht als solches evtl. gegen deutsche Gesetze verstößt.

    Zuerst muss doch ersma eine Geschäftsschädigung festgestellt werden. Die deutsche Gerichte bislang verneint haben. Also kann gegen kein Gesetz verstoßen werden.

  12. Re: US-Recht ist in DE nicht anwend-/durchsetzbar

    Autor: Muhaha 16.03.17 - 13:09

    warten_auf_godot schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Niemanden stört es, wenn Bots in WoW rumlaufen.

    Doch, es gibt ein paar fragile Personen, die das stört. Da diese aber keine Relevanz in diesem Prozess haben, spielt das nicht wirklich eine Rolle.

    Es sei denn Blizzard kann zweifelsfrei nachweisen, dass genug dieser Spieler aus EXAKT diesem Grund aufgehört haben und deswegen Blizzard ein meßbarer finanzieller Schaden entstanden ist. Aber auch nur dann ...

  13. Re: US-Recht ist in DE nicht anwend-/durchsetzbar

    Autor: chefin 16.03.17 - 13:13

    definitiv sind cheatprogramme keine illegale Software. Auch das Geschäftsmodell anderer zu verletzen kann nicht herangezogen werden. Fast alle Cheatprogramm Hersteller die ich kenne, sind regulär angemeldete Firmen.

    Wäre das nicht so, weils illegal ist, würde man sie via Steuerhinterziehung platt machen. Und ob es wirklich ein Schaden ist, ist nicht nachweisbar. Den Cheater sind zahlende Kunden. Wenn die Cheater wegbleiben, weil kein Cheat, kämen zwar andere Kunden dazu. Aber die Cheater halt weg.

    Belege das es anderes ist hat keiner. Auch hat noch keine Firma darüber eine Studie erstellen lassen um bestimmte Dinge zu untermauern oder zu widerlegen. Allerdings denke ich, das es diese Studie gibt, nur das sie das falsche Ergebniss hat. Nämlich sich rausstellt das für 2 Cheater die man loswird nur ein Kunde nachkommt....mehr oder weniger. Lange Zeit war cheaten durchaus gesellschaftsfähig und die ablehnden Fraktion eine Minderheit. Das mag sich inzwischen geändert haben, deswegen neuerdings mehr Widerstand der Firmen dagegen.

    Vor Gericht jedenfalls ist das schwer umsetzbar. Wobei das US-recht hier abweichend vom deutschen Recht ist. Dort kann auch Anstiftung zur Vertragsverletzung bestraft werden. In Europa nicht. Cheaten ist nunmal nur eine Vertragsverletzung.

  14. Re: US-Recht ist in DE nicht anwend-/durchsetzbar

    Autor: Muhaha 16.03.17 - 13:18

    McMortison schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Find ich "strange" das die "cheater" Firma soviel Rückendeckung hier
    > bekommt.

    Hier geht es um die rechtliche Beurteilung der Klage von Blizzard und des Geschäftsmodell von Bossland und nicht um kindisches "Wer nicht für mich ist, ist gegen mich".

  15. Re: US-Recht ist in DE nicht anwend-/durchsetzbar

    Autor: McMortison 16.03.17 - 13:41

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > McMortison schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Find ich "strange" das die "cheater" Firma soviel Rückendeckung hier
    > > bekommt.
    >
    > Hier geht es um die rechtliche Beurteilung der Klage von Blizzard und des
    > Geschäftsmodell von Bossland und nicht um kindisches "Wer nicht für mich
    > ist, ist gegen mich

    Um das beurteilen zu können fehlt (vermutlich uns allen) die nötige Einsicht in die Unterlagen und die Zulassung als Anwalt/Richter. Mit diesem Hintergrund klingen einige der Kommentare hier halt nach "Böses Blizzard guter Cheathersteller'

    Ich denke das das Herstellen der Cheats legal ist, nur die Nutzung nicht (soweit ich weiss ist das doch bei Radar Warngeräten auch so. Kaufen darf ich es, benutzen nicht)

  16. Re: US-Recht ist in DE nicht anwend-/durchsetzbar

    Autor: alsomalwirklich 16.03.17 - 13:42

    zilti schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn ich in Singapur in den Ferien bin und wegen Sprayereien zu
    > Stockschlägen verurteilt werde, kann ich auch nicht "Sie dürfen mir nichts
    > tun, ich bin Schweizer!" rufen und alles ist erledigt.
    dann ruf mal "ich bin ami"

  17. Re: US-Recht ist in DE nicht anwend-/durchsetzbar

    Autor: quineloe 16.03.17 - 13:50

    McMortison schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Blizzards Europäischer Hauptsitz ist in Velzy/Paris in Frankreich, ein
    > zweiter Standort ist Cork in Irland. Demnach könnten die nach Europäischem
    > Recht handlungsfähig sein.
    >
    > Find ich "strange" das die "cheater" Firma soviel Rückendeckung hier
    > bekommt.

    Find ich auch krass. Und dass irgendwelche Opa-Richter das Problem inhaltlich dann nicht kapieren und im Zweifel die Klage einfach abweisen erfreut mich jetzt auch keineswegs. Aber wir sind halt kein Softwarestandort. Wir bauen Autos. Noch.

    Cheaterverseuchung ist durchaus etwas, das ein Spiel wirklich kaputtmachen kann. Und wenn dann auch noch jemand Geld damit verdient, dass er diese Scriptkiddie-Software bereitstellt wird mir doppelt schlecht.

  18. Re: US-Recht ist in DE nicht anwend-/durchsetzbar

    Autor: Muhaha 16.03.17 - 13:58

    McMortison schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Um das beurteilen zu können fehlt (vermutlich uns allen) die nötige
    > Einsicht in die Unterlagen und die Zulassung als Anwalt/Richter.

    Ach, man sich das schon halbwegs treffend beurteilen, wenn man ein wenig Grundwissen in dem Bereich hat.

    > Mit diesem
    > Hintergrund klingen einige der Kommentare hier halt nach "Böses Blizzard
    > guter Cheathersteller'

    Interpretationssache :)

    > Ich denke das das Herstellen der Cheats legal ist, nur die Nutzung nicht
    > (soweit ich weiss ist das doch bei Radar Warngeräten auch so. Kaufen darf
    > ich es, benutzen nicht)

    Es gibt kein Gesetz, gegen welches Bot-Nutzung in MMOs verstoßen sollte. Ergo kann eine Bot-Nutzung in MMOs nicht illegal sein. Man verstößt nur gegen die Nutzungsbedigungen von Blizzard. Doch das AGBs (zum Glück) keinen Gesetzescharakter haben, ist daran auch nix illegales.

    Deswegen gibt es ja auch nur zivilrechtliche Prozessierei. Der Staatsanwalt will davon nix wissen, es tangiert ihn nicht.

  19. Re: US-Recht ist in DE nicht anwend-/durchsetzbar

    Autor: TrollNo1 16.03.17 - 14:12

    Vielleicht liegts auch am Spiel, wenn Bots so einen Erfolg haben. Ich denke mal, in WoW wirst du in einem Raid keinen Bot finden. Die sammeln Zeugs oder Gold durch kloppen von normalen Viechern. Stört an sich keinen, da die MMOs eh immer mehr in RIchtung schnell Max Lvl und dann Instanzen gehen.

  20. Re: US-Recht ist in DE nicht anwend-/durchsetzbar

    Autor: Muhaha 16.03.17 - 14:26

    TrollNo1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die sammeln Zeugs
    > oder Gold durch kloppen von normalen Viechern. Stört an sich keinen, da die
    > MMOs eh immer mehr in RIchtung schnell Max Lvl und dann Instanzen gehen.

    An Bots stören sich effektiv nur Prinzipienreiter, die grundsätzlich gegen die Verwendung von Bots sind. Im Normalfall fallen Bots kaum negativ auf, auch der Einfluß auf Auktionshauspreise hält sich stark in Grenzen.

    Mir ist übrigens in den knapp sieben Jahren, in denen ich WoW spiele nur ein einziges Mal ein Bot bewusst aufgefallen. In Sturmwind, als mehrere Dutzend Lv.1-Bots das Logo eines Goldsellers gebildet haben, gefolgt von ein paar Minuten Spam im Chat, bis die GMs eingegriffen haben.

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