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Gedanke erkennbar

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  1. Gedanke erkennbar

    Autor: ZeldaFreak 20.01.20 - 13:14

    Es macht Sinn dass Behörden einen Read-Only Zugang zu Accounts bekommen können. Wie die Daten Angezeigt werden, spielt keine Rolle. Wichtig ist der lesende Zugriff. Dafür braucht man aber keine Passwörter. Passwörter machen nur Sinn, wenn man so Zugriff auf andere Accounts erlangen möchte. Das sehe ich kritisch aus mehreren Aspekten. Sowieso würde es voraussetzen dass auf der anderen Plattform kein 2FA aktiv ist und das selbe Passwort benutzt wird. Die bösen Seiten können auch einfach 2FA voraussetzen um sich und die Nutzer zu schützen, damit die weiter illegale Dinge machen können.

    Schreibenden Zugriff zu erlangen macht für mich nur in wenigen Situationen Sinn. Das würde voraussetzen dass der Account Eigentümer Verstorben oder Inhaftiert ist. Letzteres sehe ich aber auch sehr kritisch, auch wenn Einwandfrei nachweisbar ist, dass die Behörden dies geschrieben haben. Angenommen man hat ein Mitglied von der Mafia festgenommen und die Behörden Kommunizieren nun in dem Namen mit den anderen. Die können sich dann an dem Häftling rächen, obwohl er nichts gemacht hat, aber die anderen sehen dies ja nicht.

    Was wichtig ist, unabhängig von dem Gesetz ist, dass die Richter besser arbeiten. Es geht ja nicht klar, dass nur 1/4 der Beschlüsse ordentlich abgesegnet wurden.

  2. Re: Gedanke erkennbar

    Autor: unbuntu 20.01.20 - 15:15

    ZeldaFreak schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sowieso würde es voraussetzen dass auf
    > der anderen Plattform kein 2FA aktiv ist

    Könnte das nicht der Betreiber eigentlich abschalten, genauso wie Passwörter? Der Betreiber mag zwar nicht das PW kennen, aber wer sagt denn, dass man das für nen Login benötigt? Einfach nur ne Anmeldemaske mit "Usernamen eingeben = Login" und fertig.

    "Linux ist das beste Betriebssystem, das ich jemals gesehen habe." - Albert Einstein

  3. Re: Gedanke erkennbar

    Autor: StaTiC2206 20.01.20 - 16:00

    das dachte ich auch. Die Informationen was geschrieben wurde etc wird ja nicht mit dem Passwort verschlüsselt. Also die geforderten Daten können auch so geliefert werden. Benutzername und Passwort braucht man nur, wenn man den Account übernehmen will und der Betreiber keine "Übernahmefunktion" anbietet (Admins und Supports nutzen impersonate-Funktionen um ggf Probleme nachstellen zu können.)

  4. Re: Gedanke erkennbar

    Autor: \pub\bash0r 20.01.20 - 17:19

    unbuntu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Könnte das nicht der Betreiber eigentlich abschalten, genauso wie
    > Passwörter? Der Betreiber mag zwar nicht das PW kennen, aber wer sagt denn,
    > dass man das für nen Login benötigt? Einfach nur ne Anmeldemaske mit
    > "Usernamen eingeben = Login" und fertig.

    Naja oder halt einen Zweitlogin anlegen nur für die Behörde. Das Authentifizierungssystem obliegt ja dem Anbieter. Trotzdem alles bescheuert.

    Ist halt die Frage, ob die Behörde(n) Zugang wollen, oder tatsächlich den Schlüssel.
    Ich vermute, sie wollen Zugang. Denn wenn sie den Schlüssel wollen, kann es nur aus fadenscheinigen oder dämlichen Gründen sein.

  5. Re: Gedanke erkennbar

    Autor: FreiGeistler 20.01.20 - 17:23

    ZeldaFreak schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es macht Sinn dass Behörden einen Read-Only Zugang zu Accounts bekommen können.

    Auf die Argumente bin ich gespannt.
    Jedenfalls scheint die dauernde Berieselungen langsam Wirkung zu zeigen. Kleiner Hinweis: "Vogelfreie" wurden abgeschafft!

  6. Re: Gedanke erkennbar

    Autor: Jonny Dee 20.01.20 - 20:17

    FreiGeistler schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ZeldaFreak schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Es macht Sinn dass Behörden einen Read-Only Zugang zu Accounts bekommen
    > können.
    >
    > Auf die Argumente bin ich gespannt.
    > Jedenfalls scheint die dauernde Berieselungen langsam Wirkung zu zeigen.
    > Kleiner Hinweis: "Vogelfreie" wurden abgeschafft!

    Ganz Deiner Meinung. Hier wird schon gar nicht mehr hinterfragt, ob überhaupt ein Zugriff auf Daten erfolgen darf, sondern nur noch wie. Ich kann es gar nicht glauben, dass wir schon so weit sind....



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 20.01.20 20:18 durch Jonny Dee.

  7. Re: Gedanke erkennbar

    Autor: whitbread 20.01.20 - 22:13

    Das Erschreckende wird sein, dass die Mehrheit ihre Dienste weiterhin nutzt...

  8. Re: Gedanke erkennbar

    Autor: Schnarchnase 20.01.20 - 23:04

    ZeldaFreak schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es macht Sinn dass Behörden einen Read-Only Zugang zu Accounts bekommen
    > können. Wie die Daten Angezeigt werden, spielt keine Rolle. Wichtig ist der
    > lesende Zugriff.

    Sinn kann man nicht machen (auch wenn die Politik den Eindruck erweckt), er ergibt sich, oder eben nicht. Die Herausgabe von Passwörtern ergibt hier ganz klar keinen Sinn. Wenn jemand eine Straftat bei der Polizei meldet hat dieser Mensch offensichtlich Zugriff auf die Inhalte und kann sie dokumentieren. Das sollte als Beweis/Zeugenaussage reichen. In der Regel hat der Anbieter auch Zugriff auf die Daten (sofern nicht verschlüsselt wird).

    Für E2E-verschlüsselte Nachrichten bringt auch das Passwort zum Account nichts. Für öffentliche Beiträge ist es auch Unsinn. Was soll der Quatsch? Ich kann hier keinerlei Sinn erkennen, jedenfalls nichts was in einem Rechtsstaat unter Achtung der Grundrechte zu rechtfertigen wäre.

  9. Re: Gedanke erkennbar

    Autor: konglumerat 21.01.20 - 03:35

    vielleicht solltet ihr diese fragen eurem abgeordneten pesönlich stellen!?!

  10. Re: Gedanke erkennbar

    Autor: Copper 21.01.20 - 08:58

    ZeldaFreak schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was wichtig ist, unabhängig von dem Gesetz ist, dass die Richter besser
    > arbeiten. Es geht ja nicht klar, dass nur 1/4 der Beschlüsse ordentlich
    > abgesegnet wurden.

    Es würde schon reichen, wenn man die Dokupflicht umkehren würde (bei Hausdurchsuchung ist es ja ähnlich): anstatt dass der Richter die Ablehnung der angedachten Maßnahme schriftlich ausführlich begründen muss (wie aktuell der Fall) einfach mal umdrehen: das richterliche OK muss genau begründet werden.
    Aktuell ist es für den Richter wesentlich weniger Arbeit die Maßnahme durchzuwinken als abzulehnen. Wofür wird er sich dann eher entscheiden?

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