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  5. › Patras: Vater-Tochter-Streit löst…

Ich hoffe

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  1. Ich hoffe

    Autor: Keridalspidialose 08.01.12 - 14:40

    der Vater darf bald wieder Streifendienst schieben bis zur Pension. Oder was man sonst so findet als niedrigste Aufgabe bei der Bundespolizei. In die niedrigste Gehaltstufe wird er hoffentlich auch versetzt und bekommt nie wieder einen Posten in dem er irgendeine Form von Verantwortung hat.

    Solche Familien-StaSi-Idioten haben nichts in Ämtern verloren.

    ___________________________________________________________

  2. Re: Ich hoffe

    Autor: Dadie 08.01.12 - 15:02

    Keridalspidialose schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Solche Familien-StaSi-Idioten haben nichts in Ämtern verloren.

    Du bist also dafür das Eltern ihre Kinder sich und dem Computer selber überlassen? Diese Überwachung hat bis zu einem gewissen Punkt sehr wohl Sinn und ist meiner Meinung nach aus gut.

    Viele Eltern merken nicht was mit ihrem Kind passiert. Manchmal muss man eben etwas "graben". Sei es "Mobbing" oder schlechte "Freunde". Vieles können Eltern nicht verhindern aber durch eine vorsichtige Überwachung und offene Augen können sie Anzeichen erkennen und dem Kind helfen entweder Probleme zu Lösen oder sie sogar zu verhindern.

    Eltern sollen keinen absoluten Schutzmantel um ihre Kinder legen. Aber ein Auge sollten die Eltern schon auf ihre Kinder haben. Derartige Software hilft hierbei ungemein. Entweder man verbieten den Kindern die Nutzung oder versucht die Nutzung in gute Bahnen zu lenken.

    Ich vollständige Überwachung von Jugendlichen halte ich ebenfalls für übertrieben. Jugendliche brauchen Freiraum um sich zu entfalten. Wenn sie aber "Hass eMails" bekommen. Wenn sie aber Sorgen haben die sie anderen Menschen im Internet mitteilen. Dann kann ich verstehen dass Eltern dies gerne erfahren wollen.

    Natürlich müssen die Eltern hier pädagogisch vorgehen und können nicht einfach ins Zimmer platzen und das eigene Kind aufmuntern. Trotzdem sind die Eltern dann aber sehr wohl in der Lage dem Kind zu helfen. Darum halte ich z.B. auf GPS-Tracker im Handy nicht für etwas grundsätzlich schlechtes.

  3. Re: Ich hoffe

    Autor: Regenbogenlilli 08.01.12 - 15:25

    Schonmal daran gedacht mit dem Kind zu reden?! So nach dem Motto: "Im Internet gibts viel Mist. Pass auf was du da treibst."

  4. Re: Ich hoffe

    Autor: M.P. 08.01.12 - 16:00

    Hmm,
    Reden nutzt in der Regel nichts.
    Insbesondere bei pubertierenden Mädchen wird man häufig nicht einmal ein Gespräch anfangen können - beim ersten Wort kracht die Tür ;-)

    Vor meinem inneren Auge habe ich da gewisse Geschichten aus dem Bekanntenkreis....

    Mein Nachwuchs hat nicht das Alter, aber erste Ansätze sind schon zu beobachten ;-)

  5. Re: Ich hoffe

    Autor: Regenbogenlilli 08.01.12 - 16:02

    Wenn die Kinder schon in der Pubertät sind, hat man sich aber viele Jahre Zeit gelassen mit ihnen zu kommunizieren ;)

  6. Re: Ich hoffe

    Autor: GwhE 08.01.12 - 16:07

    Ich finde auch dass man jugendlichen am besten unter 24 h kontrolle stellen sollte, dann können sie keine Fehler mehr machen.

    Fragt sich nur wie wir groß geworden sind?

  7. Re: Ich hoffe

    Autor: M.P. 08.01.12 - 16:08

    Hmm,
    manche Eltern haben aber auch den Eindruck, daß Austausch von Kindern nicht nur in der Säuglingsstation vorkommt: Da gibt es schon manchmal extreme Persönlichkeitsveränderungen, wenn die Hormone den IQ in der Pubertät unter die Grasnarbe drücken...

    Am einen Tag sind sie noch liebe Kinder, am nächsten rauchen sie wie die Schlote, und werden von der Polizei nach Hause gefahren, weil sie beim Klauen erwischt wurden...

  8. Re: Ich hoffe

    Autor: M.P. 08.01.12 - 16:09

    Oder, wie man es früher gemacht hat: 6 Kinder kriegen, damit 2 groß werden...

  9. Re: Ich hoffe

    Autor: M.P. 08.01.12 - 16:12

    GwhE schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich finde auch dass man jugendlichen am besten unter 24 h kontrolle stellen
    > sollte, dann können sie keine Fehler mehr machen.
    >

    Das sieht der Gesetzgeber genau wie Du:

    http://eltern.t-online.de/aufsichtspflicht-ab-wann-und-wie-lange-kinder-unbeaufsichtigt-sein-duerfen/id_18748344/index

  10. Re: Ich hoffe

    Autor: Dadie 08.01.12 - 16:21

    GwhE schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich finde auch dass man jugendlichen am besten unter 24 h kontrolle stellen
    > sollte, dann können sie keine Fehler mehr machen.

    Es geht nicht darum das Kind 24/7 zu überwachen! Heute findet ein nicht kleiner Teil des Lebens im Internet statt. Früher konnten Eltern Tendenzen und Probleme erkennen weil sie davon etwas mitbekommen haben. Gerade Jugendliche sagen nur selten wenn sie etwas auf der Seele haben oder wenn sie etwas bedrückt.

    Es geht nicht darum die Kinder zu kontrollieren und vollständig vor allem zu Schützen sondern das schlimmste im Fall der Fälle zu verhindern. Viele Jugendliche werden von ihren Klassenkameraden etwa Gemoppt. Offline wie sogar teils Online. Oft kriegen es die Eltern nicht mit. Wie auch? Wenn Eltern darüber reden blocken die Kinder in der Regel ab. Gerade jugendliche verändern sich recht schnell und plötzlich. Oft bekommen Eltern erst zu spät mit wenn etwas nicht stimmt.

    Ich bin gegen eine vollkommene Überwachung der Kinder und bin auch dafür ihnen einen Schutzraum zu gewähren. Sie dürfen und müssen eine Privatsphäre haben. Das heißt aber nicht dass man seine Kinder tun lässt was sie wollen. Man kann den Computer nicht verbieten. Und irgendwelche "Webfilter" sind auch Sinnlos da Jugendliche diese in weniger als 5 Minuten per Google aushebeln. Hilft also nur die Jugendliche aus der Stille zu begleiten um im Fall der Fälle eingreifen zu können.

  11. Re: Ich hoffe

    Autor: chrulri 08.01.12 - 17:11

    Du widersprichst dir selber. Einerseits sagst du, dass du nicht vollkommene Überwachungs wünschst und deinen Kindern Privatsphäre zugestehen willst. Andernseits sagst du man soll die verdeckt ausspionieren um im Fall der Fälle eingreifen zu können.
    Ja wie weit spionierst du denn nun und wo ist die Grenze zur Privatsphäre? Wie willst du aus der Stille überwachen und die Privatsphäre waren und trotzdem noch eingreifen können?!

    Bring mal klare Angaben und nicht so ein wischiwaschi.


    Meine Meinung: Aufklärung > Überwachung.
    Und die Aufklärung fängt nicht erst im pupertierenden Alter an sondern direkt bei der Geburt und betrifft nicht nur das Internet sondern alles. Oder haben euch eure Eltern damals nicht auch erzählt "Steig niemals zu einem Fremden ins Auto!" anstatt euch 24/7 zu verfolgen?
    Setzt euch bitte mit euren Kindern auseinander, anstatt sie vor dem Computer verrotten zu lassen und mit Spionagesoftware ihre Privatsphäre zu torpedieren.

  12. Re: Ich hoffe

    Autor: Anonymer Nutzer 08.01.12 - 18:22

    +1

    Kinder zu beaufsichtigen ging doch vor dem Computerzeitalter auch ohne Software und Überwachungskameras. Warum sollte das heute anders sein? Vielleicht sollte der Staat einfach mal dafür sorgen, dass Eltern die notwendige Zeit bekommen, sich wieder um ihre Kinder kümmern zu können. Das würde sehr viele gesellschaftliche Probleme lösen, die es damals kaum bis gar nicht gab...

  13. Re: Ich hoffe

    Autor: book 08.01.12 - 18:36

    Der Kommunist schrieb:

    > Kinder zu beaufsichtigen ging doch vor dem Computerzeitalter auch ohne
    > Software und Überwachungskameras. Warum sollte das heute anders sein?

    Weil durch den Computer das Kind auch "draußen" ist, wenn es im Zimmer sitzt. Das ist doch jetzt nicht so schwer zu verstehen.

  14. Re: Ich hoffe

    Autor: ArnyNomus 08.01.12 - 21:18

    Dadie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Keridalspidialose schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Solche Familien-StaSi-Idioten haben nichts in Ämtern verloren.
    >
    > Du bist also dafür das Eltern ihre Kinder sich und dem Computer selber
    > überlassen? Diese Überwachung hat bis zu einem gewissen Punkt sehr wohl
    > Sinn und ist meiner Meinung nach aus gut.

    Ich würde meinen Kindern nie solche Software auf den Rechnern installieren, oder zu anderen Sperren greifen. Wenn die halbwegs nach mir kommen, finden die sowieso raus wie der hase läuft und wie man den ganzen Mist loswird / umgehen kann.

    > Viele Eltern merken nicht was mit ihrem Kind passiert.

    Das ist traurig, aber wahr.

    > Manchmal muss man
    > eben etwas "graben". Sei es "Mobbing" oder schlechte "Freunde". Vieles
    > können Eltern nicht verhindern aber durch eine vorsichtige Überwachung und
    > offene Augen können sie Anzeichen erkennen und dem Kind helfen entweder
    > Probleme zu Lösen oder sie sogar zu verhindern.

    Ich würde mein Kind nie überwachen. Ich würde mit Lehrern und freunden sprechen, wenn ich vermute das etwas falsch läuft. Weißt du wie unangenehm es ist wenn dein Vater zu dir kommt und fragt "ob etwas ist"? Mal ehrlich, kein kind ist da ehrlich, egal in welchem Alter. Und wenn mein Kind nicht zu mir kommt, dann ist es falsch es auszuspionieren. Welche werte soll das denn vermitteln? Was denkt denn das Kind, wenn es merkt das seine Eltern spyware auf dem Rechner installiert haben?

    > Eltern sollen keinen absoluten Schutzmantel um ihre Kinder legen. Aber ein
    > Auge sollten die Eltern schon auf ihre Kinder haben. Derartige Software
    > hilft hierbei ungemein. Entweder man verbieten den Kindern die Nutzung oder
    > versucht die Nutzung in gute Bahnen zu lenken.

    Derartige software. Derartige Software reicht von "Ich kriege ein Statistik mit angewählten Domains" über "sämtliche Chatlogs" bis zu "Bildschirm angucken in echtzeit".

    > Ich vollständige Überwachung von Jugendlichen halte ich ebenfalls für
    > übertrieben. Jugendliche brauchen Freiraum um sich zu entfalten. Wenn sie
    > aber "Hass eMails" bekommen. Wenn sie aber Sorgen haben die sie anderen
    > Menschen im Internet mitteilen. Dann kann ich verstehen dass Eltern dies
    > gerne erfahren wollen.

    Jugendliche sind vollwertige Menschen. Die dürfen sich aussuchen welche Probleme sie wem erzählen. Es gibt dinge, die eltern natürlich wissen wollen, aber mit der Spyware-Keule zu kommen finde ich übertrieben. s.o.

    > Natürlich müssen die Eltern hier pädagogisch vorgehen und können nicht
    > einfach ins Zimmer platzen und das eigene Kind aufmuntern. Trotzdem sind
    > die Eltern dann aber sehr wohl in der Lage dem Kind zu helfen. Darum halte
    > ich z.B. auf GPS-Tracker im Handy nicht für etwas grundsätzlich schlechtes.

    Genau! GPS-Tracker im Handy, Spyware im PC, Wireshark im Lan, DNA-Proben vom Bettlaken, Kameras auf dem Bad und im Zimmer d. Kindes, Implantat im Genick, schnüffeln im Tagebuch, durchsuchen der Sockenschublade.

    Merkst du? Die Grenze ist schwer zu setzen. Persönlichkeitsrechte und informationelle Selbstbestimmung gelten eben auch für Jugendliche. Wenn mein Kind nach der Deadline nicht zuhause ist gibts eben 1-2 Wochen kein Internet - und das bedeutet keine dämliche software-sperre, sondern das der Router im abgeschlossenem Schrank landet. Ich wurde nicht anders bestraft, und es hat mir nicht geschadet.

  15. Re: Ich hoffe

    Autor: Chevarez 09.01.12 - 14:03

    Dadie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Keridalspidialose schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > Du bist also dafür das Eltern ihre Kinder sich und dem Computer selber
    > überlassen? Diese Überwachung hat bis zu einem gewissen Punkt sehr wohl
    > Sinn und ist meiner Meinung nach aus gut.

    Auch wenn diese Frage jetzt gar nicht an mich gestellt war, so fühle ich mich trotzdem - dank meiner streitbaren Natur - genötigt, zu antwortet.

    Eine Überwachung ist eine sehr einseitige Geschichte. Ich bin eher der Meinung, dass man mit dem Kind zusammen - im Zwiegespräch - je nach Alter des Kindes, genau auf die Fürs und Widers verschiedener Inhalte eingehen sollte und darauf aufbauend einen Code of Conduct erstellen sollte, der dem Kind gewisse Freiheiten in gewissen, altersabhängigen aber offen gezogenen Grenzen erlauben sollte.

    Diese Grenzen kann man dann gemeinsam Schritt für Schritt erweitern - je nach Alter und Reife des Nachwuchses. Wie es darum bestellt ist, bekommt man dann spätestens beim miteinander Kommunizieren heraus. Man könnte mit gemeinsam erstellten Whitelists arbeiten oder seinem Kind, entsprechende Reife vorausgesetzt, einfach auch mal vertrauen.

    Wichtig ist jedoch immer - und ja, dazu gehört nun mal ein gewisses Maß an Engagement - all diese Dinge gemeinsam mit dem Kind zu unternehmen. Nicht auf Augenhöhe, wie hier schon häufig geschrieben, sondern natürlich in der Rolle einer Führungsperson. Kinder brauchen Führung zum Erwachsenwerden. Kinder brauchen jedoch genauso auch einen gewissen Rahmen, in dem sie sich eigenverantwortlich bewegen dürfen, um Fehler machen und aus diesen lernen zu können.

    Allem anderen voraus brauchen Kinder jedoch Eltern, mit denen sie in einem ungestörtem Verhältnis zusammen leben können und welche sie mit ihrem größeren Erfahrungsschatz positiv bestärkend begleiten können. Es ist demnach noch eine große Bandbreite an Möglichkeiten gegeben, die zwischen dem Ausspionieren der Tätigkeiten der Tochter am Computer und dem absoluten Laissez-faire-Erziehungsstil liegt.

    > Viele Eltern merken nicht was mit ihrem Kind passiert. Manchmal muss man
    > eben etwas "graben". Sei es "Mobbing" oder schlechte "Freunde". Vieles
    > können Eltern nicht verhindern aber durch eine vorsichtige Überwachung und
    > offene Augen können sie Anzeichen erkennen und dem Kind helfen entweder
    > Probleme zu Lösen oder sie sogar zu verhindern.
    >
    > Eltern sollen keinen absoluten Schutzmantel um ihre Kinder legen. Aber ein
    > Auge sollten die Eltern schon auf ihre Kinder haben. Derartige Software
    > hilft hierbei ungemein. Entweder man verbieten den Kindern die Nutzung oder
    > versucht die Nutzung in gute Bahnen zu lenken.

    Siehe oben.

    > Ich vollständige Überwachung von Jugendlichen halte ich ebenfalls für
    > übertrieben. Jugendliche brauchen Freiraum um sich zu entfalten. Wenn sie
    > aber "Hass eMails" bekommen. Wenn sie aber Sorgen haben die sie anderen
    > Menschen im Internet mitteilen. Dann kann ich verstehen dass Eltern dies
    > gerne erfahren wollen.

    Wenn das Kind eine gesunde Beziehung zu den Eltern hat, dann wird das Kind auch das Gespräch mit den Eltern suchen. Natürlich gibt es da immer Ausnahmen, aber glaubst du wirklich, das Kind würde dann offen mit den Eltern kommunizieren, wenn die Eltern die Probleme der Kinder durch Untergrabung der Vertrauensbasis zwischen Eltern und Kind herausbekommen würden. Da blockt das Kind dann doch nur noch viel mehr und je nach Grad der Schwere dieses Vertrauensbruchs kann es auch sein, dass das Kind sich völlig von den Eltern distanziert. Man muss sich ja einfach nur mal fragen, warum sich das Kind gegenüber Menschen im Internet mitteilt, anstelle sich mit den Eltern über die angesprochenen Sorgen zu unterhalten. Vielleicht will das Kind gewisse Themen selbst bei völlig intakter Eltern-Kind-Beziehung gar nicht mit den Eltern besprechen, weil es eine unabhängige Meinung hören will. Sollten die Eltern diesen Wunsch nicht respektieren. Wenn du Probleme mit deinem Partner hast, und diese Probleme erst mal mit anderen Personen besprechen willst, um herauszufinden, wie jemand über die Sache denkt, der nicht befangen ist, erwartest du doch auch den Respekt deines Partners. Wie würdest du dich fühlen, würde er/sie dich überwachen lassen?

    > Natürlich müssen die Eltern hier pädagogisch vorgehen und können nicht
    > einfach ins Zimmer platzen und das eigene Kind aufmuntern. Trotzdem sind
    > die Eltern dann aber sehr wohl in der Lage dem Kind zu helfen. Darum halte
    > ich z.B. auf GPS-Tracker im Handy nicht für etwas grundsätzlich schlechtes.

    Halte ich prinzipiell auch für nichts per se Schlechtes. Aber auch hier würde ich mit dem Kind reden, das Kind genau aufklären, was diese Technologie ermöglicht und warum es für das Kind sinnvoll ist, eine Tracking Device mit sich zu führen. Das Kind wird das dann gerne tun, da es - eine gesunde Eltern-Kind-Beziehung vorausgesetzt - den Eltern vertraut, dass diese derartige Technologien nur zum Schutz des Kindes einsetzten. Das Kind hätte aber durch dieses Gespräch auch die Möglichkeit, willentlich auf ein Tracking zu verzichten (evtl. abschaltbar oder Handy einfach Zuhause lassen), denn, ist ein Kind mal so alt, dass es sich frei bewegen und ein Handy führen sollte, dann sollte das Kind auch frei bestimmen können, wo es sich aufhält. Die nötigen Grenzen wurden dem Kind nämlich durch vorhergehende Erziehung gesetzt. Wenn sich das Kind dann dennoch über diese Grenzen hinwegsetzt, dann ändert auch ein Tracking nichts daran, sondern deckt einen solchen Vorfall nur im Nachhinein auf.

    Das ist es, was bei solchen Sachen nämlich vertrauensfördernd wirkt. Die informelle Selbstbestimmung. Bekommt das Kind im Nachhinein heraus, dass es unfreiwillig überwacht wird, ist jegliche Vertrauensbasis zerstört und das Kind wird bei jeder noch so kleinen Lappalie anfangen, den Eltern was vom Storch erzählen zu wollen, wo es denn gestern Abend um 19:30 Uhr gewesen ist (habe nicht unabsichtlich einen gewissen Verhörstil geschildert).

    Überlegen wir uns doch mal, warum wir uns so an eine gewisse Kontrolle klammern? Wir haben Angst vor Machtverlust. Das ist das einzige, was ich als Argument zählen lasse. Mehr ist psychologisch nicht mit dem Einsatz solcher Mittel verbunden. Das Risiko, dass Kinder entführt werden oder zu Schaden kommen ist mit oder ohne diese technischen Hilfsmittel und der totalen Überwachung gleich hoch wie vorher, denn keines der eingesetzten Instrumente kann aktiv verhindern. Wir müssen uns also damit abfinden, dass wir dagegen nichts tun können.

    Sollen wir alle trotzdem unsere Rechte auf Selbstbestimmung oder gleich alle Persönlichkeits- und Grundrechte aufgeben, obwohl damit nichts gewonnen wäre, außer, dass derjenige der Überwacht, seinen Anspruch auf Macht weiter festigen kann. Und selbst wenn wir jährlich 100 Todesopfer durch derartige Technologien würden retten können, würde das den Einsatz einer totalen Überwachungsmaschinerie rechtfertigen?

    Einige werden diese Frage sofort mit ja beantworten, weil sie der Meinung sind, dass jedes vermeidbare Todesopfer ein absolutes Argument für diese Maßnahmen darstellt. Allerdings sollten diese Leute sich dann auch fragen, ob sie bereit währen, sich der Teilnahme am allgemeinen Straßenverkehr zu enthalten, dem täglich mehrere hunderte Menschenleben weltweit trotz großer Bandbreite an Gesetzen und technischer Hilfsmittel zum Opfer fallen. Freiheit hat einfach einen gewissen Preis und dieser darf nicht zwingend "ewige Wachsamkeit" heißen.

  16. Re: Ich hoffe

    Autor: Chrizzl 09.01.12 - 14:50

    Ihr redet hier alle von Kindern...
    Schonmal dran gedacht, dass es auch Kinder gibt (ja sogar heute noch) die ohne PC aufwachsen?
    Ich spreche dabei von Kindern bis ca. 10 Jahren.
    Hätte ich Kinder, würde ich einen Teufel tun und ihnen einen eigenen PC zur Verfügung stellen. Zumindest nicht bis zu einem gewissen Alter.
    Und solange sie über meinen PC ins Internet gehen, wird eine Kindersicherung aktiviert und gut ist.
    Vertrauen ist zwar gut, Kontrolle besser.
    Wie schon gesagt...bis zu einem gewissen Alter. Wir alle wissen doch am besten, wie wir damals als Kinder und später als Jugendliche waren.
    Das hat aber noch lange nichts mit Spionage per Trojaner zu tun!

    Ich gehe einfach mal davon aus, dass dem Herrn seine Tochter irgendwo zwischen 14 und 17 Jahre alt ist. Der Vater hat durch seine engstirnige Art und Weise jeglichen Zugang zur Tochter verloren und versucht mit allen Mitteln irgendwelche Infos zu erhaschen. - Das ist jetzt mal ein stümperischer psychologischer Ansatz meinerseits :D -



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 09.01.12 14:51 durch Chrizzl.

  17. Re: Ich hoffe

    Autor: 7hyrael 09.01.12 - 15:03

    Um mal ein Zitat aus einem nicht sonderlich guten Film zu nutzen das hier einfach passt:
    "... Oder ich lasse sie zu einem Dienst degradieren, der das Anfassen von Scheiße beinhaltet! ..."

    Keine Ahnung aus welchem Film das stammt, kam mir aber sofort in den Sinn und wäre einfach nur gerechtfertigt *SCNR*

  18. Re: Ich hoffe

    Autor: chrulri 09.01.12 - 15:17

    Und draussen hatten wir damals auch keine Überwachungskamera, und trotzdem leben wir heute noch. Warum brauchen wir sie dann jetzt für unsere Kinder im Internet?

    Was habt ihr bei euren Kindern falsch gemacht, dass ihr dermassen in ihre Privatsphäre eindringen müsst? Warum schnallt ihr ihnen nicht eine Überwachungskamera um wenn sie das Haus verlassen aber spioniert sie aus wenn sie am PC sitzen?

  19. Re: Ich hoffe

    Autor: M.P. 09.01.12 - 16:01

    chrulri schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und draussen hatten wir damals auch keine Überwachungskamera, und trotzdem
    > leben wir heute noch. Warum brauchen wir sie dann jetzt für unsere Kinder
    > im Internet?
    >
    > Was habt ihr bei euren Kindern falsch gemacht, dass ihr dermassen in ihre
    > Privatsphäre eindringen müsst? Warum schnallt ihr ihnen nicht eine
    > Überwachungskamera um wenn sie das Haus verlassen aber spioniert sie aus
    > wenn sie am PC sitzen?


    Hmm,
    meine Mutter hatte bis zu einem gewissen Alter etwas dagegen, wenn ich mich weiter, als Rufweite vom Haus entfernt hat.
    Eine gewisse Einschränkung bzw. Reglementierung hat es immer gegeben, und sollte es sowohl in der realen Welt, als auch in der virtuellen Welt geben:
    Mit dem Tretroller auf der Autobahn spielen kann genauso tödlich enden, wie unbedachte Verabredungen in Internet-Foren...
    Ob man diese durch Spionage kontrollieren muss, ist in der virtuellen Welt manchmal sogar notwendiger, als in der realen Welt:
    Eine Meldung wie: "Du ich hab deinen Kurzen neulich mit dem Tretroller auf der Hauptstraße gesehen" kriegt man aus der virtuellen Welt nicht...

  20. Re: Ich hoffe

    Autor: M.P. 09.01.12 - 16:07

    ArnyNomus schrieb:
    >
    > Ich würde mein Kind nie überwachen. Ich würde mit Lehrern und freunden
    > sprechen, wenn ich vermute das etwas falsch läuft. Weißt du wie unangenehm
    > es ist wenn dein Vater zu dir kommt und fragt "ob etwas ist"? Mal ehrlich,
    > kein kind ist da ehrlich, egal in welchem Alter. Und wenn mein Kind nicht
    > zu mir kommt, dann ist es falsch es auszuspionieren.

    Hmm,
    es ist doch wohl nur die Wahl des "Mediums", welches die Überwachung durchführt. In dem einem Fall instrumentalisiert man die Freunde, im anderen Fall einen Trojaner, der wenigstens keine Gewissensbisse bekommt, wenn er seinen Freund verpetzt...
    Ausspionieren ist auch das Hinterfragen bei Freunden...

    Und solange man nicht mehr trackt, als das was die Internet-Portale auch aufzeichnen, bei denen sich die Jugendlichen völlig Bedenkenlos anmelden, sollte man doch sogar moralisch auf der sicheren Seite sein ;-)

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