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  5. › Phishing-Angriffe: Nigerianische…

Trottel...

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  1. Trottel...

    Autor: Der schwarze Ritter 22.07.14 - 16:04

    So manche fähige Entwickler würden mit ihrer Energie besser was sinnvolles entwickeln und vertreiben. Damit ließe sich langfristig mehr Geld verdienen als sich mit immer neuen Maschen und Exploits ergaunern lässt.

    Klar, die Zeitspanne für das große Geld ist bei ersterem deutlich größer, aber dafür in vielen Fällen auch deutlich sicherer. Zumindest kommen die wenigsten Software-Vertreiber in den Knast ;)

  2. Re: Trottel...

    Autor: Himmerlarschundzwirn 22.07.14 - 16:11

    Im Artikel steht doch aber, dass sie nicht wirklich fähig sind, sondern nur gute Manipulatoren. Und selbst das ist noch lächerlich, wenn man sich so eine Mail mal anschaut.

  3. Re: Trottel...

    Autor: Grevier 22.07.14 - 17:37

    Dir ist aber schon klar, dass die Mails absichtlich so schlecht formuliert sind?

  4. Re: Trottel...

    Autor: Strongground 22.07.14 - 18:38

    Ja klar, diese Scammer setzen nur die Creme de la Creme der nigerianischen deutschsprachigen Übersetzer ein. Jeder Artikel- und Schreibfehler ist Absicht und jede Ähnlichkeit zu typischen "Auto-Übersetzer"-Tools (insbesondere englische Satzstellung im Deutschen) reiner Zufall.

  5. Re: Trottel...

    Autor: Grevier 22.07.14 - 21:51

    Glaubst du wirklich, dass eine seit Jahren aktive Scammer-Gruppe nicht irgendwann bemerkt, dass ihre Mails vielleicht etwas besser übersetzt werden könnten?

    Die Mails sind absichtlich so schlecht gemacht, weil der Aufwand des Verschickens minimal ist. Man besorgt sich eine Liste mit Mails-Adressen und mietet für ne halbe Stunde ein Bot-Netz (oder betreibt sogar sein eigenes). In ein paar Minuten sind einige hunderttausend Mails raus gegangen.

    Das Problem ist nur, dass es mit einer Mail an die potentiellen Opfer nicht getan ist. Man muss mit diesem Menschen dann kommunizieren, was wirklichen Arbeitsaufwand bedeutet. Und da man den Arbeitsaufwand möglichst gering zu halten, versucht man sich wirklich nur die letzten Idioten zu angeln. Die schlechte Übersetzung ist also nichts weiter als ein Idiotenfilter.

  6. Re: Trottel...

    Autor: mastermass 23.07.14 - 00:40

    ICH HABE KOMMUNIZIERT!

    Ja - auch über meine "web.de"-Adresse krieg ich Spam zu hauf.
    Irgendwann habe ich mir mal den Spass gemacht und auf eine dieser Emails geantwortet.

    Der Inhalt war wie üblich: Er, Anwalt oder Notar, oder Bänker, eines reichen Verstorbenen. Neulich bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen, wie man auf der dazugehörigen "news-seite" auch lesen kann.
    Da dieser Mann nun leider keine Verwandten, Freunde oder ähnliche Menschen kennt, würde das Vermögen bald "verfallen" und der Bank,dem korrupten Staat oder einer ähnlichen Instanz zufallen. Dies möchte der Spammer natürlich nicht, und sieht in mir die Letzte Möglichkeit, das Geld noch auf schnellem, legalem Wege- zum Vorteil aller - aus dem Land zu schaffen.....

    Kennt man ja.

    Nun, ich habe mir den Spass gemacht, darauf zu antworten. Ich erklärte meinem Gegenüber, dass ich ihm gerne helfen würde und ich mich mit der 60/40 Teilung der Summe (Zu seinen Gunsten)(Verblieben für mich immer noch knappe 11 Millionen US Dollar) ja doch völlig einverstanden sei, ich jederzeit unter der Rufnummer xyz erreichbar sei und ich dafür extra ein Konto einrichten werde.
    Und das Tat ich. Ein PayPal-Konto. Und die Rufnummer war EINE Durchwahl auf meiner Arbeit, die ich jederzeit wieder Still legen konnte.

    Und wer hätte es geahnt: Das Telefon klingelt.
    Doch PayPal wäre nicht akzeptabel, es müsse eine Bank aus Deutschland sein,am besten meine Bank.
    Ich erklärte ihm, dass die PayPal Deutschland durchaus eine deutsche Bank sei, oder PayPal ging immer noch nicht.

    Mir war klar, dass ich weder Millionen, oder sonst etwas zu erwarten hätte (Schliesslich kriege ich am Tag gefühlt 8 solcher Mails....), überlegte jedoch kurz, ob ich ihm "echte" Kontodaten nennen sollte.
    Was solle passieren? Selbst mit Lastschriftermächtigung kann ich den Rotz ja immer noch 8 Wochen lang zurück gehen lassen, und mit meinem Schriftverkehr und Co würde wohl auch jede Polizeidienststelle und Bank einsehen, dass es sich hier um einen dreisten Klau handelt.

    Doch da ich generell knapp bei Kasse bin und ich es mir nicht mal erlauben kann, auch nur Klimpergeld zu verzocken, liess ich mich drauf auch nicht ein. PayPal- sonst müsse er halt zusehen, wie er es macht.

    Da wurde sein Ton rauer. Das sei kein Kindergarten, ich solle keine Spielchen treiben und im schlimmsten Falle würde er mich seiner Regierung melden....

    Ja - genau. Die Regierung, vor der er das Geld gerade "vorbeischmuggeln" will?
    Ich meine - ja.Ich komme aus Deutschland. Hier wird so etwas wie Steuerhinterziehung härter bestraft als Vergewaltigung, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass in weniger zivilisierten, bürgerkriegsgebeutelten und von Diktatoren geführte Länder da milder mit ihren .... Veruntreuern umgehen würden.
    Und immer mal noch bedacht: Wir reden hier über fuc*ing Spam. Es gibt kein Geld, keine Regierung, keine Bank. Nur einen Fetten Kerl vor seinem Rechner, der sich fette Beute erhofft - und mich.

    Ich erklärte ihm im feinsten Schulenglisch, dass ich nunmal zu meiner eigenen Sicherheit nicht anders handeln könne - paypal wäre ZWINGEND- alles andere liefe wie besprochen. Zu seinen Gunsten.

    Jetzt wurde er laut! er brüllte mich (aus irgendwo) durch das Telefon an, ich solle meine "korrekten" Bankdaten angeben,sonst sähe ich auch keine Kohle.
    Also ich ihn dann ganz gelassen fragte, ob ER sich dass denn gut überlegt hätte, denn dann sähe er auch keine Kohle, wurde es plötzlich still.

    Vielleicht wäre ja auch PayPal "ok". Er müsse das Geld nur transferieren. Dafür bräuchte er meine eMailadresse, mein Passwort und meine Personalausweisnummer - diese wurde er hinterlegen, damit auch niemand anderer als ich den hörenden Betrag künftig in Empfang nehmen könne...

    Ich erklärte ihm das Prinzip PayPal.
    Er erklärte mir: Er bräuchte eMailadresse, mein Passwort und meine Personalausweisnummer - diese wurde er hinterlegen, damit auch niemand anderer als ich den hörenden Betrag künftig in Empfang nehmen könne...

    "no you don't. you just need my email-adress, that ist registered at paypal."
    Wieder Stille

    als er dann abermals laut wurde und mir das vermeintlich "richtige" Vorgehen bei PayPal zu erklären meinte, hab ich final aufgelegt.
    Warum?
    War während der Arbeitszeit und meine Chefin kam vorbei.

    Ansonsten hätte ich den Affen gerne noch weiter vorgeführt ;-)

  7. Re: Trottel...

    Autor: honk 23.07.14 - 07:35

    mastermass schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > überlegte
    > jedoch kurz, ob ich ihm "echte" Kontodaten nennen sollte.
    > Was solle passieren? Selbst mit Lastschriftermächtigung kann ich den Rotz
    > ja immer noch 8 Wochen lang zurück gehen lassen, und mit meinem
    > Schriftverkehr und Co würde wohl auch jede Polizeidienststelle und Bank
    > einsehen, dass es sich hier um einen dreisten Klau handelt.

    Da bist Du ja noch mal mit einem blauen Auge davongekommen. Was vermutlich passiert wäre? Du hättest erst mal zu testzwecken einen kleinen Betrag von ein paar tausend Euro überwiesen bekommen. Und später dann Besuch von der Polizei wegen Betrug, da das Geld von geplünderten Bankonten stammt oder aus anderen Internetbetrügerreien. Den Verwurf des Betrugs hättes Du vieleicht mit den Mails ausräumen können. Bleibt immer noch beihilfe zur Geldwäsche, außerdem müstest du natürlich das Geld den Opfern zurückerstatten. Blöd nur, wenn Du es dann schon ausgegeben hast, um dem Affen eins auszuwischen. Oder noch schlimmer, ihm schon 60% überwiesen hast, um zu sehn was dann passiert.

  8. Re: Trottel...

    Autor: Strongground 23.07.14 - 08:00

    Da kommt kein Geld rüber. Mehr als Forderungen nach Passwörtern und/oder PINs kommt da nie.

  9. Re: Trottel...

    Autor: Grevier 23.07.14 - 10:04

    Naja... gelegentlich brauchen die ein ahnungsloses Opfer, um ihr Geld zu waschen. Du erhälst dann einen größeren Betrag, von dem du ein wenig behälst und den Rest auf anderem Weg zurück schickst. Das Problem hierbei: Da es sich meist um recht große Beträge handelt, ist deine Bank dazu verpflichtet, diese Kontobewegungen zu melden. Und dann bist du wegen Geldwäsche dran.

    Geld bekommst du da also schon. Nur bist du hinterher am Arsch. :)

  10. Re: Trottel...

    Autor: Strongground 23.07.14 - 10:06

    Da hilft nur ein Schweizer Nummernkonto. XD

  11. Re: Trottel...

    Autor: plutoniumsulfat 23.07.14 - 13:24

    Ich bezweifle, dass man da groß belangt werden kann.

  12. Re: Trottel...

    Autor: Grevier 23.07.14 - 14:01

    Du kannst es ja gern mal ausprobieren. Aber an deiner Stelle würde ich mich vorher doch nochmal mit dem Geldwäschegesetz auseinandersetzen. :)

  13. Re: Trottel...

    Autor: plutoniumsulfat 23.07.14 - 16:30

    Wenn ich mich mal ganz dumm stelle (als Administrator zwar eher schwierig, aber mal angenommen), dann dürfte man da glaube ich nicht mit hohen Haftstrafen rechnen. Genauso wie wenn du nen Einbrecher mit einer nicht registrierten Waffe erschießt.

  14. Re: Trottel...

    Autor: UNIXOID 23.07.14 - 16:46

    plutoniumsulfat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn ich mich mal ganz dumm stelle (als Administrator zwar eher schwierig,
    > aber mal angenommen), dann dürfte man da glaube ich nicht mit hohen
    > Haftstrafen rechnen. Genauso wie wenn du nen Einbrecher mit einer nicht
    > registrierten Waffe erschießt.

    Ein Admin der den Unterschied zwischen wenn und als ob nicht kennt...

    Nee is klar...

    http://9gag.com/gag/82920/an-update-is-available-for-your-computer

    http://www.felix-schwarz.name/files/opensource/articles/Linux_ist_nicht_Windows/

    https://www.youtube.com/watch?v=xcjLEwZqcQI

  15. Re: Trottel...

    Autor: plutoniumsulfat 23.07.14 - 16:50

    Themenbezug?

  16. Re: Trottel...

    Autor: Grevier 23.07.14 - 21:38

    Naja... Selbst wenn man wirklich so dämlich ist und darauf rein fällt, wird man um eine Strafe kaum herum kommen. Zum einen ist gerade bei großen Beträgen die Chance, erwischt zu werden, recht groß. Zum anderen ist dann das erhaltene Geld in jedem Fall futsch und es gibt noch eine Geldstrafe dazu. Das setzt aber eine Menge Glück vor Gericht voraus.

  17. Re: Trottel...

    Autor: plutoniumsulfat 24.07.14 - 08:33

    Wenn es überhaupt zu einer Verurteilung kommt, dann wird das wohl gering ausfallen. Klar, die Kohle gibts nicht, aber jeder kann auf Betrüger reinfallen.

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