Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. Security
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Privatsphäre: Verbraucherschützer…

Mit der Nutzung erklären Sie Ihr Einverständnis zu ...

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Mit der Nutzung erklären Sie Ihr Einverständnis zu ...

    Autor: Tuxianer 06.03.16 - 23:31

    "Mit der Nutzung dieses Fahrzeugs erklären Sie Ihr Einverständnis dazu, dass wir gewisse Daten erheben, um zukünftige Fahrzeuge besser für Sie bauen zu können."

    Mal abgesehen davon, dass es einem ja primär wenig nützt, wenn zukünftige Fahrzeuge dieses Herstellers irgendwann vielleicht mal "besser" werden, weil man ja mit dem aktuellen Fahrzeug fahren will, würden heutzutage die meisten Menschen dem obigen Satz wohl mehr oder weniger zustimmen - obwohl es genügend Gründe für ein "Nein" gäbe.

    "Mit der Nutzung dieses Fahrzeugs erklären Sie Ihr unwiderrufliches, umfassendes und generelles Einverständnis dazu, dass wir und von uns beauftragte Dritte jederzeit und in beliebiger Häufigkeit Gewicht, Photo, DNA-Abdrücke, Puls, Atemfrequenz und -Atem- sowie Schweißanalyse jeder Person, die je mit dem Fahrzeug in Berührung kam, Lenk-, Schalt-, Brems und Beschleunigungsverhalten jeder Person, die je das Fahrzeug gesteuert hat, die aktuelle Position, Geschwindigkeit, Fahrtroute zzgl. des umfassenden Fahrerprofils, detaillierte Angaben über sämtliche nach dem Kauf angebauten Geräte, umfassende Informationen über Gepäck oder sonstige mitgeführte Gegenstände, sämtliche Einstellungen von Heizung, Lüftung, Radio- oder sonstigen Multimedia-Geräten, Inhalte aller im Fahrzeug geführten Gespräche, sämtliche Daten sämtlicher per NFC erreichbarer Karten und Geräte und aktuelle Fahrzeugkameradaten erheben, mit anderen Datenbeständen zusammenführen, modifizieren, zu beliebigen Zwecken wirtschaftlich, juristisch und sonstig nutzen, weiterveräußern, teilen oder vermieten und automatisch die alleinigen Urheber-, Nutzungs-, Vermarktungs- und Verwertungsrechte an allen erhobenen, abgeleiteten oder ableitbaren Daten übernehmen."

    Wie viele Menschen würden dem zustimmen?

    Muss man sich über umständlich kompliziert formulierte, im Kreis aufeinander verweisende, maximal schwammig formulierte AGB und sogenannte Datenschutzerklärungen wundern? Die Leute sollen abnicken, und sie sollen explizit nicht verstehen, was sie da gerade angekreuzt haben - und erst recht nicht, welche Konsequenzen das hat.

    Bis Windows 8 kann man ein System noch mit halbwegs vertretbarem Aufwand halbwegs effektiv abdichten. Ärgerlich genug, dass man es machen muss, aber immerhin geht es. Ab Windows 10 werden mehr und mehr Betriebssystemfunktionen an die Zustimmung zu hochgradig invasiver und vollkommen unzureichend deklarierter Datenerhebung seitens Microsoft "und Partnern" gebunden, und wenn man die Übermittlung der Daten technisch unterbindet, verweigern die entsprechenden Dinge ihre Funktion - Grund genug, die Finger von dem Ding zu lassen. Nur, wenn es sich aus Protest nicht verbreitet, wird man bei Microsoft lernen, dass diese Politik einen Schuss ins Knie darstellt.

    Die Erfindung von Desktop-Computern erlaubte es, dass man seine Daten lokal (und nicht nur im Rechenzentrum auf irgendeinem Band) speichern konnte. Und heute? Zuerst wurden Wolken-Speicher angepriesen wie Wasserbier, dann wurden sie 'per default' eingeschaltet, wohl sehr bald funktionieren mehr und mehr Programme (wie die Office-365-Programm von Microsoft) nur noch eingeschränkt und wohl in absehbarem Zeitraum gar nicht mehr ohne das Gewölk, bald schon weigert sich das Betriebssystem überhaupt zu arbeiten, wenn man dieser erzwungenen Deprivatisierung seiner Daten nicht zustimmt. Tolle "Entwicklung" ???

    -----

    Befugnis kann man delegieren. Kompetenz muss man erlangen.

  2. Re: Mit der Nutzung erklären Sie Ihr Einverständnis zu ...

    Autor: digitalkeeper 10.03.16 - 12:28

    "Ohne Zustimmung kann das neue Windows nicht installiert werden."

    Dann installiert man eben den Kram nicht, fertich!

  3. Re: Mit der Nutzung erklären Sie Ihr Einverständnis zu ...

    Autor: Tuxianer 10.03.16 - 15:17

    digitalkeeper schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > "Ohne Zustimmung kann das neue Windows
    > nicht installiert werden."
    >
    > Dann installiert man eben den Kram nicht, fertich!

    Mir wäre schon eine detaillierte Auswahl mit Einzelzustimmung (oder eben keiner) lieber. Also:
    Windows 10 (wenn es denn mal brauchbar ist) base system: ja.
    Karten: Ja.
    Lokalisierung: Nein, ist bei einem stationären Gerät ohne Empfänger auch herzlich unsinnig.
    Finanzen, Reisen, Nachrichten, news, onedrive, reader, spiele, sport et al: Nein.
    Cortana: Nein. Nein. Nein.
    Spy-1: Nein.
    user experience program: Nein.
    user data analysis program: Nein.
    customer convenience: Nein.
    driver update hourly: Nein.
    kernel update daily: Nein.
    partner data exchange program: Nein, Nein, NEIN.
    cloud services: Nein.
    [microsoft browser] (Name irrelevant): Nein.
    ... (meistens: Nein.)

    Ich erinnere mich an ein ganz ähnliches Betriebssystem, bei dem das ging; es hieß, glaube ich, "Windows" und da konnte man irgendwie zwischen den Versionen ME und 8 ziemlich genau auswählen, was man haben wollte und was nicht, wenn man bei der Instalation die entsprechende Detail-Auswahl aktiviert und dann eben auch ausgewählt hat.

    Aber wenn man in Zukunft nur noch Alles-oder-nichts bekommt, dann gebe ich Ihnen recht: lieber nichts.

    -----

    Befugnis kann man delegieren. Kompetenz muss man erlangen.

  4. Re: Mit der Nutzung erklären Sie Ihr Einverständnis zu ...

    Autor: Test123 12.03.16 - 02:31

    +1!

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Dataport, Hamburg
  2. Athmer oHG, Arnsberg-Müschede
  3. Hochschule Heilbronn, Heilbronn-Sontheim
  4. Systemhaus Scheuschner GmbH, Hannover

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Top-Angebote
  1. und 25€ Steam-Gutschein erhalten
  2. 2,99€
  3. 4,99€
  4. 12,99€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Smarte Wecker im Test: Unter den Blinden ist der Einäugige König
Smarte Wecker im Test
Unter den Blinden ist der Einäugige König

Einen guten smarten Wecker zu bauen, ist offenbar gar nicht so einfach. Bei Amazons Echo Show 5 und Lenovos Smart Clock fehlen uns viele Basisfunktionen. Dafür ist einer der beiden ein besonders preisgünstiges und leistungsfähiges smartes Display.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Nest Hub im Test Google vermasselt es 1A

Hyundai Kona Elektro: Der Ausdauerläufer
Hyundai Kona Elektro
Der Ausdauerläufer

Der Hyundai Kona Elektro begeistert mit Energieeffizienz, Genauigkeit bei der Reichweitenberechnung und umfangreicher technischer Ausstattung. Nur in Sachen Emotionalität und Temperament könnte er etwas nachlegen.
Ein Praxistest von Dirk Kunde

  1. Carver Elektro-Kabinenroller als Dreirad mit Neigetechnik
  2. Versicherung Fahrer von teuren Elektroautos häufig in Unfälle verwickelt
  3. Elektroauto Neuer Chevrolet Bolt fährt 34 km weiter

10th Gen Core: Intel verwirrt mit 1000er- und 10000er-Prozessoren
10th Gen Core
Intel verwirrt mit 1000er- und 10000er-Prozessoren

Ifa 2019 Wer nicht genau hinschaut, erhält statt eines vierkernigen 10-nm-Chips mit schneller Grafikeinheit einen Dualcore mit 14++-Technik und lahmer iGPU: Intels Namensschema für Ice Lake und Comet Lake alias der 10th Gen macht das CPU-Portfolio wenig transparent.
Von Marc Sauter

  1. Neuromorphic Computing Intel simuliert 8 Millionen Neuronen mit 64 Loihi-Chips
  2. EMIB trifft Foveros Intel kombiniert 3D- mit 2.5D-Stacking
  3. Nervana NNP-I Intels 10-nm-Inferencing-Chip nutzt Ice-Lake-Kerne

  1. Ausbau: Scheuer fordert von Kommunen 5G in Ampeln und Laternen
    Ausbau
    Scheuer fordert von Kommunen 5G in Ampeln und Laternen

    Der Bundesverkehrsminister setzt ein Papier von Huawei, Nokia und der Telekom um und fordert Städte und Gemeinden auf, mehr 5G-Standorte anzubieten.

  2. Streetscooter: UPS will die Elektroautos der Post nicht
    Streetscooter
    UPS will die Elektroautos der Post nicht

    Das Logistikunternehmen UPS will seine Fahrzeuge auf saubere Antriebe umrüsten, auch elektrische. Konkurrent Deutsche Post hat mit dem Streetscooter ein Elektroauto im Angebot. Das will UPS aber nicht einsetzen.

  3. Falsche Wartezeiten: Bräustüberl versus Google
    Falsche Wartezeiten
    Bräustüberl versus Google

    Gäste loben bei den Google-Bewertungen die schnelle Bedienung im Bräustüberl Tegernsee - trotzdem gab Google teils lange Wartezeiten an. In dem Fall, der nun vor Gericht verhandelt wird, geht es aber auch um eine grundsätzliche Rechtsfrage.


  1. 11:49

  2. 11:31

  3. 11:26

  4. 11:16

  5. 11:06

  6. 10:35

  7. 10:28

  8. 10:11