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Google wird immer mehr zur Polizei und selbstherrlich

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  1. Google wird immer mehr zur Polizei und selbstherrlich

    Autor: jungundsorglos 15.02.15 - 18:49

    Es kann nicht sein dass sich Google immer mehr als Polizei aufführt.

    Erst legen sie Regeln fest welche Webseiten mobilgerecht sind und welche nicht (ihre Maßstäbe sind z.b. was Farben angeht nicht gut für die usability) und erdreisten sich dann Seiten die *ihren* Maßstäben nicht entsprechen abzustrafen.

    Hier ist zu beachten dass es sich nicht um ihren AppStore handelt, sondern freie Seiten im Internet. Sie spielen sich auf als ob ihnen das Internet gehört und sie die Regeln machen könnten. Dreist!

    Wenn man Google ansprechen will ist das nicht möglich, das ist einseitige Kommunikation, höchstens "community"-Foren stehen einem offen.

    Die automatische und selbstherrliche Bewertung findet also schon statt ohne echte Widerspruchsmöglichkeit.

    Das sich das auf viele andere Bereiche ausweitet ist klar. Immer unerreichbarer sind die die "Regeln" festlegen. Ein Staat ist da angreifbarer, weil es ordentliche Gerichte gibt. Eine Privatfirma die Polizei spielt ist ein Unding!

    Google nimmt sich Rechte raus die sie nicht haben. Das ist mit Project-Zero nicht anders. Das Projekt in allen Ehren, aber sie sind schlicht die Falschen dafür, sie sind eine Firma und nicht neutral.

    Ämter übernehmen auch die Aufgabe bei Restaurants auf Einhaltung der Reinheit zu prüfen, und *nicht* Privatunternehmen. Das hat seinen Grund!

    Ähnliche Tendenzen gibt es bei Appstores. Immer mehr Firmen meinen sie müßten andere schützen und bevormunden und ihre eigenen Regeln etablieren. Dass sie einfach Gesetze befolgen könnten kommt ihnen anscheinend nicht in den Sinn.

    Zensur nach eigenem Geschmack wird immer populärer, versteckt sich aber immer mehr hinter "objektiven" Algorithmen. Die bekommen ihre Parameter auch von Menschen.

    Sowas sind politische Prozesse denen sich Firmen durch ihre Macht einfach entziehen und Fakten schaffen, bis sie hier und da mal unter großen Druck Eingeständnisse machen. Besonders durch ihre Monopolstellung bzw. Quasimonopole in vielen Bereichen sind solche zentralen Bewertungsstellen die durch Firmen betrieben werden sehr problematisch.

    Nicht anders ist es mit diesen neuen Whitelists für Virenscanner (siehe Diskussion zu Virustotal). Auch wieder eine Kooperation von großen Unternehmen. Man ist also wieder von denen abhängig um auf diese Whitelists zu kommen.

    Firmen sind schlicht nicht neutral und nicht dafür geeignet solche Entscheidungen über gut und schlecht oder legal/illegal zu fällen. Sie mischen sich immer mehr ein in Gebiete für die sie keine Beauftragung durch den Wähler haben, schlicht weil sie die Macht dazu haben. Sie haben sich schlicht an Gesetzte zu halten, soweit nötig, und Bürgerrechte hochzuhalten, aber sich aus Polizei oder Überwachungsaufgaben fernhalten. Privat ist nicht Staat!

    Dieses Verhalten ist schlicht antidemokratisch.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.02.15 19:00 durch jungundsorglos.

  2. Re: Google wird immer mehr zur Polizei und selbstherrlich

    Autor: Lala Satalin Deviluke 15.02.15 - 19:12

    /signed!

    Grüße vom Planeten Deviluke!

  3. Re: Google wird immer mehr zur Polizei und selbstherrlich

    Autor: __destruct() 15.02.15 - 19:26

    Google bietet hier eine kostenlose Dienstleistung an. Du kannst genau das gleiche machen und deine Frist so festsetzen, wie du willst. Viel Spaß.

  4. Re: Google wird immer mehr zur Polizei und selbstherrlich

    Autor: munk86 15.02.15 - 20:30

    edit: @jungundsorglos

    dafuq did i just read?

    das liest sich ja fast so als ob du steuern an google zahlen würdest...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.02.15 20:41 durch munk86.

  5. Re: Google wird immer mehr zur Polizei und selbstherrlich

    Autor: __destruct() 15.02.15 - 20:34

    Ich hoffe, du wolltest auf den Beitrag von jungundsorglos antworten und nicht auf meinen.

    PS: Sollte er Steuern an Google zahlen, dann sag ihm nicht, dass er dazu keinerlei Verpflichtung hat. Google ist immerhin der einzige Großkonzern, der Gutes freiwillig tut und damit meine ich nur Dinge abseits von einer Charity-Aktion, die mal schnell gemacht wird, um in den Medien gut dazustehen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.02.15 20:37 durch __destruct().

  6. Re: Google wird immer mehr zur Polizei und selbstherrlich

    Autor: pythoneer 15.02.15 - 20:51

    Selten so ein gedankliches Durcheinander gelesen. Meine zwei Minuten Lebenszeit bekomme ich wohl nicht mehr wieder :/

  7. Re: Google wird immer mehr zur Polizei und selbstherrlich

    Autor: Sea 16.02.15 - 10:24

    So ein blödsinn da. Das ist echt Googlebashing auf unterstem Niveau. Irgendeinen Mist zusammenwürfeln, Behauptungen die so schlicht nicht stimmen usw...

    Was Google mit PZ tut ist genau das was die Sicherheitslochgeplagte IT-Indistrie braucht: Druck auf Konzerne ausüben

    jungundsorglos schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es kann nicht sein dass sich Google immer mehr als Polizei aufführt.
    Tun sie nicht. Sie setzen Standards. Standards auf hohem Niveau, die nötig sind!

    > Erst legen sie Regeln fest welche Webseiten mobilgerecht sind und welche
    > nicht (ihre Maßstäbe sind z.b. was Farben angeht nicht gut für die
    > usability) und erdreisten sich dann Seiten die *ihren* Maßstäben nicht
    > entsprechen abzustrafen.
    Sie legen das für ihren Firmeneigenes Rankingsystem auf. Willst du bei Google ein Ranking, dann mach eine ordentliche Webseite.
    Auch hier gilt: Webstandards einhalten und alles ist gut.
    Bitte gib mir eine Quelle, in der die Vorgabe von Farben dokumentiert ist.

    > Hier ist zu beachten dass es sich nicht um ihren AppStore handelt, sondern
    > freie Seiten im Internet. Sie spielen sich auf als ob ihnen das Internet
    > gehört und sie die Regeln machen könnten. Dreist!
    >
    > Wenn man Google ansprechen will ist das nicht möglich, das ist einseitige
    > Kommunikation, höchstens "community"-Foren stehen einem offen.
    Welcher Konzern hat das denn schon? Bei Milliarden an "Kunden" kann man das ja gar nicht machen.

    > Die automatische und selbstherrliche Bewertung findet also schon statt ohne
    > echte Widerspruchsmöglichkeit.
    Automatisch, Ja. Selbstherrlich ?! Nein ! Inwiefern kann die Bewertung denn selbstherrlich sein? Sie bewerten sich ja nicht selbst ....

    > Das sich das auf viele andere Bereiche ausweitet ist klar. Immer
    > unerreichbarer sind die die "Regeln" festlegen. Ein Staat ist da
    > angreifbarer, weil es ordentliche Gerichte gibt. Eine Privatfirma die
    > Polizei spielt ist ein Unding!
    Eine Privatfirma unterliegt tatsächlich dem Druck des Marktes. Springen die Kunden ab, wird der Konzern sich ändern. Relativ simpel.
    Staaten hingegen schaffen tatsächlich undemokratische Konstrukte wie die EU, über die dann die unangenehmen Entscheidungen vorgegeben werden, so das die Politiker sich rausreden können "Ich will das ja nicht, aber ich MUSS!!!!"

    > Google nimmt sich Rechte raus die sie nicht haben. Das ist mit Project-Zero
    > nicht anders. Das Projekt in allen Ehren, aber sie sind schlicht die
    > Falschen dafür, sie sind eine Firma und nicht neutral.
    > Ämter übernehmen auch die Aufgabe bei Restaurants auf Einhaltung der
    > Reinheit zu prüfen, und *nicht* Privatunternehmen. Das hat seinen Grund!
    Und welche Staatliche Stelle reguliert sowas ? Richtig. Keine.
    Zumal PZ für andere Firmen nicht bindend ist. Kann jede Firma frei entscheiden ob sie mit ungepatchten Lücken leben wollen. Die Fristen von Google sind jedenfalls bekannt. Wenn man sie ignoriert, dann wird die Lücke eben veröffentlicht und man muss sich vor seinen Kunden rechtfertigen. Ist relativ simpel.
    90 Tage sind zwar knackig, aber genau darum geht es ja: Achtet mehr auf die Sicherheit, wenn ihr entwickelt und baut nicht nur schöne bunte Features dazu, damit die Marketingabteilung was hat das sie auf die Featureliste schreiben kann

    > Ähnliche Tendenzen gibt es bei Appstores. Immer mehr Firmen meinen sie
    > müßten andere schützen und bevormunden und ihre eigenen Regeln etablieren.
    > Dass sie einfach Gesetze befolgen könnten kommt ihnen anscheinend nicht in
    > den Sinn.
    Das nennt sich Hausrecht und ist gut so.

    > Zensur nach eigenem Geschmack wird immer populärer, versteckt sich aber
    > immer mehr hinter "objektiven" Algorithmen. Die bekommen ihre Parameter
    > auch von Menschen.
    Das hat mit Zensur nix zu tun. Eine Zensur wäre es, wenn eine Firma es verbieten würde über eben diese Firma oder einer politischen Einstellung gegenüber negativ zu schreiben.
    Firmen die sowas tun, die tun es btw ganz offiziell und (leider) legal per Unterlassung durch irgendwelche Anwälte

    > Sowas sind politische Prozesse denen sich Firmen durch ihre Macht einfach
    > entziehen und Fakten schaffen, bis sie hier und da mal unter großen Druck
    > Eingeständnisse machen. Besonders durch ihre Monopolstellung bzw.
    > Quasimonopole in vielen Bereichen sind solche zentralen Bewertungsstellen
    > die durch Firmen betrieben werden sehr problematisch.
    Sicherheitslöcher zu veröffentlichen sind politische Prozesse? Wenn überhaupt, dann würden die das ihren geheimdiensten übergeben damit diese damit Schaden verursachen können...
    > Nicht anders ist es mit diesen neuen Whitelists für Virenscanner (siehe
    > Diskussion zu Virustotal). Auch wieder eine Kooperation von großen
    > Unternehmen. Man ist also wieder von denen abhängig um auf diese Whitelists
    > zu kommen.
    OMG setz mal den Aluhut ab und schnapp frische Luft.
    Soll etwa eine Behörde sowas machen? 3 Monate Wartefrist bis ein Beamte deine 55 Formulare bearbeitet um sie wegen eines falsch gesetzten Hakens abzulehnen? Dazu dann eine Geheime Liste, die Staatstrojaner ausnimmt?
    Nee Danke...
    Das Thema ist allerdings sehr schwierig, da eine solche Liste viele andere Probleme verursacht. Aber das ist nunmal ein ganz anderes Thema
    > Firmen sind schlicht nicht neutral und nicht dafür geeignet solche
    > Entscheidungen über gut und schlecht
    Wer sonst? Der Staat? Ich glaube nicht das der dafür geeignet ist
    > oder legal/illegal zu fällen.
    Das tut auch keine Firma. Das lassen Firmen durch Gerichte klären.
    Bzw Gerichte drücken Firmen die Durchsetzung entsprechender Einstufungen auf ( Recht auf vergessen und so ein Quatsch )

    >Sie mischen sich immer mehr ein in Gebiete für die sie keine Beauftragung durch
    > den Wähler haben, schlicht weil sie die Macht dazu haben.
    Beispiele?
    >Sie haben sich schlicht an Gesetzte zu halten, soweit nötig, und Bürgerrechte
    > hochzuhalten,
    Etwas das Google tut. Von der fraglichen legalität ihrer Datensammelei mal abgesehen.

    > aber sich aus Polizei oder Überwachungsaufgaben fernhalten.
    > Privat ist nicht Staat!
    Auch hier: Bitte Beispiele nennen.
    Alle mir bekannten Fälle sind angeordnete überwachung durch Gerichte. Vor allem durch amerikanische Gerichte ....
    > Dieses Verhalten ist schlicht antidemokratisch.
    Deine Argumente sind schlicht falsch



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 16.02.15 10:29 durch bk (Golem.de).

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