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  5. › PSN-Hack: Anonymous wirft Sony…

Ähm...

Über PC-Games lässt sich am besten ohne nerviges Gedöns oder Flamewar labern! Dafür gibt's den Freiraum!
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  1. Ähm...

    Autor: blablub 06.05.11 - 09:45

    WIR waren das nicht? Da hat sich Anonymous wohl selbst nicht verstanden?

    Was will mich davon abhalten mit Anonymous-Logo und -Maske in eine Bank einzubrechen, ohne dass ich mich vorher mit irgendwem abspreche?

    Was will mich daran hindern, mich als "Anonymous" (einfach weil ich gerne anonym bin und Englisch spreche) nenne?

    Anonymous ist doch so KONZIPIERT, dass sich JEDER als "Mitglied" sehen darf, egal was er eigentlich macht und wofür er steht.

    So ein Unfug.

  2. Re: Ähm...

    Autor: Neonblack 06.05.11 - 11:16

    Anonymous ist eine Idee. Inhalt dieser Idee ist nicht, Unschuldigen zu schaden, sondern der Gerechtigkeit Raum zu schaffen. Wer außerhalb dieser Idee agiert, egal wie er sich nennt, ist nicht Teil dieser "Idee Anonynous".

    Es werden "Aktionen" vorgeschlagen, das Für und Wider *öffentlich* erörtert und am Ende steht eine Abstimmung - so ist der "nornale" Ablauf einer OP. Barret Brown ist der in den dementsprechenden IRC-Netzen (irc.anonops.ru z.B.) akzeptierte Sprecher der Anti-Gruppe, wenn man so will. Das schliesst nicht aus, dass sich Teile von Anonymous in internen Chats zu, ähm, weniger öffentlichen Aktionen absprechen und diese durchführen; in aller Regel werden dann aber auch vorher diskutierte Ziele verfolgt, nur eben mit anderen Mitteln... Wer aber die Idee an sich verlässt, ist nicht Teil des in der Diskussion stehenden Kollektivs.

  3. Re: Ähm...

    Autor: Rapmaster 3000 06.05.11 - 11:26

    Neonblack schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Anonymous ist eine Idee. Inhalt dieser Idee ist nicht, Unschuldigen zu
    > schaden, sondern der Gerechtigkeit Raum zu schaffen.


    Dann ist Anon also nichtmal selbst Anon, da er ja durch die DDoS-Attacken den PS3-Spielern geschadet hat, weil die dann bestimmte Dienste nichtmehr aufrufen konnten?

  4. Re: Ähm...

    Autor: blablub 06.05.11 - 11:48

    Das setzt aber alles vorraus, dass man sich mit der Entität "Anonymous" identifiziert und dass es irgendwie "existiert".

    Das tut es aber nicht. Es existiert nur das Wort "Anonymous", das ein ganz normales englisches Wort ist.

    Wenn ich mir den Benutzernamen "Anonymous" gebe, weil ich anonym bleiben will und einfach irgendwo hinschreibe, dass jetzt alle bitte auf die Website "www.xyz.abc" gehen, um sie lahmzulegen, bin ich dann plötzlich auch teil DES EINEN Kollektivs?

    Und genau das ist der Punkt:
    Es gab IRGENDEIN Kollektiv für Aktion X. Es gab IRGENDEIN ganz ANDERES Kollektiv für Aktion Y und wieder ein KOMPLETT NEUES Kollektiv für Aktion Z.

    Es gibt aber nicht DAS Kollektiv "Anonymous".
    Ein Bienenstock wäre EIN FESTES Kollektiv: ein Anführer, alle Untergebenen gleichberechtigt, keine Neuzugänge oder Abgänge, außer Sterbefälle und interne Geburten.
    Anonymous hat aber ständig "Zu-" und "Abgänge", ständig wechslende "Anführer".

    Wie will der Herr Barrett Brown, der angebliche Anon-Sprecher, sicherstellen, dass die Aktion keine Anonymous-Aktion von einem ANDEREN Anonymous-Kollektiv war, als das von der er der "Sprecher" ist?

    Wie gesagt, das Wort und Logo von Anonymous sind in keinerster Weise geschützt oder registriert (können sie Mangels Struktur und Chef und Urheber auch gar nicht). Jede Gruppierung, die den Namen und das Logo verwendet ist "Anonymous". Ob's irgndeinem "Sprecher" passt oder nicht.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.05.11 11:50 durch blablub.

  5. Re: Ähm...

    Autor: Neonblack 06.05.11 - 12:06

    Fast richtig. Anon ist davon ausggangen, dass die Sony-Kunden wenigstens rudimentär begreifen, was da eigentlich passiert. Da sich, wie heut üblich auf der Welt, aber kein Schwein für die Belange Anderer interessiert (nicht mal dann, wenn es am Ende auch die Ignoranten trifft, s. VDS etc.), ist die Attacke bei den PSN-Nutzern auf wenig Gegenliebe gestossen. Anonynmous hat reagiert und die Attacken unverzüglich eingestellt; die öffentliche Entschuldigung bei den Zockern folgte auf dem Fuße.

  6. Re: Ähm...

    Autor: Neonblack 06.05.11 - 12:21

    blablub schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Wenn ich mir den Benutzernamen "Anonymous" gebe, weil ich anonym bleiben
    > will und einfach irgendwo hinschreibe, dass jetzt alle bitte auf die
    > Website "www.xyz.abc" gehen, um sie lahmzulegen, bin ich dann plötzlich
    > auch teil DES EINEN Kollektivs?

    Wenn es der Idee an sich entspricht und Du genügend Mitwirkende findest: ja.

    > Wie will der Herr Barrett Brown, der angebliche Anon-Sprecher,
    > sicherstellen, dass die Aktion keine Anonymous-Aktion von einem ANDEREN
    > Anonymous-Kollektiv war, als das von der er der "Sprecher" ist?

    Wer sich dieser Idee verpflichtet fühlt, wird sich auch im Anon-IRC tummeln. Der Rest ergibt sich dann aus den Diskussionen. Nur über solcherlei gestartete Aktionen wird Barrett Auskunft geben (können). Natürlich können sich auch irgendwelche 4channer zu einer Aktion zusammen finden und die unter dem Logo der Anonymous starten, ohne dass das Kollektiv im IRC informiert wird. Wie sich die "IRC-offiziellen Teile" von Anon dazu stellen würden, hängt wahrscheinlich von der Aktion ab und davon, ob die Ausführenden Nicks aus dem ungefähren Lager (also 4chan oder irc.anon* etc.) stammen.

    Es gibt keinen Grund, der Idee folgen zu wollen und die geplante Aktion nicht zur Diskussion zu stellen (mindestens innerhalb eines gewissen Kreises, wenn nicht schon ganz offiziell). Es sei denn, es ist nicht Idee-konform und *soll* dem Kollektiv schaden...

    > Wie gesagt, das Wort und Logo von Anonymous sind in keinerster Weise
    > geschützt oder registriert (können sie Mangels Struktur und Chef und
    > Urheber auch gar nicht). Jede Gruppierung, die den Namen und das Logo
    > verwendet ist "Anonymous". Ob's irgndeinem "Sprecher" passt oder nicht.

    Wie gesagt: wenn es der Idee folgt, ist das grundsätzlich richtig. Dann aber gäbe es keinen Grund, das nicht auch Barrett (also irc.anon*) vorher wissen zu lassen.

  7. Re: Ähm...

    Autor: blablub 06.05.11 - 12:29

    Neonblack schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie gesagt: wenn es der Idee folgt, ist das grundsätzlich richtig. Dann
    > aber gäbe es keinen Grund, das nicht auch Barrett (also irc.anon*) vorher
    > wissen zu lassen.

    Achso, ich darf mich also nicht zu "Anonymous" zählen, wenn ich diesen Barrett NICHT kenne? Ich höre von dem Kerl heute das erste mal. Würde mich auch nicht wundern, wenn mehr als 90% aller Anonymous-Mitläufer von dem Kerl heute auch zum ersten mal hören.

    Interessant.

  8. Re: Ähm...

    Autor: blablub 06.05.11 - 12:33

    Ach ja, das typische Internet-Phänomen:
    Nur weil hundet Leute von irgendwo auf der Welt es schaffen, irgendwo einen 10.000 Posts langen Thread zu schreiben, denken sie, ALLE anderen Menschen auf der Welt müssten den Inahlt des Threads jetzt kennen: "So einen großen Thread KANN man ja nicht verfehlen!"

    Da kann man sich in New York auf den überfülltestens Platz zur Rushhour stellen und würde vermutlich, wenn man VIEL Glück hat, maximal EINEN fnden, der den Thread kennt. Und das dann vermutlich nur, weil er zufällig drübergestolpert ist, anstatt sich ernsthaft dafür zu interessieren.

    Erst WEGEN der Attacke, ist das doch bekannt gewurden. Vorher hat such vermutlich gerade mal weniger als ein Promill der Sony-Kunden darüber geärgert.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 06.05.11 12:35 durch blablub.

  9. Re: Ähm...

    Autor: Neonblack 06.05.11 - 12:50

    Das ist doch der Sinn der Sache: man startet eine Aktion, um auf sich aufmerksam zu machen. Kluge Leute bemühen sich um Hintergrundwissen und wählen eine Seite. Ähnlich so, wie Greenpeace damals entstanden ist.

    Dass die PSN-Nutzer im Gros den Spaß vor den Ernst stellen, spricht jetzt aber nicht unbedingt gegen Anonymous, nicht wahr?

    Und natürlich darfst Du Dich zu Anonymous zählen, obwohl Du Barrett Brown nicht kennst. Kann Dir ja keiner verbieten. Aber was macht das für einen Sinn, ein Kollektiv zu unterstützen, deren Ziele, Ideale, Aktionen ich nicht kenne? Und wenn Du nur marginales Hintergrundwissen über Anonymous hast (soviel, um Dich der Idee anzuschliessen und das unterstützen zu wollen), dann kennst Du auch einige Namen oder Nicks.

  10. Re: Ähm...

    Autor: blablub 06.05.11 - 13:42

    Also ich würde mich zu "Anonymous" zählen, weil ich anonym sein wollte. Ich verwende das Wort "Anonymous" als bloße Eigenschaft und nicht als "Referenz" oder als "Zugehörigkeitsklassifizierer".
    Das andere Leute mich dann zu irgendeiner Gruppe oder einem "Kollektiv" zählen wollen, ist deren Problem, nicht meines (ich weiß es ja besser, und das reicht ja).

    Die ganze Anonyomous-Sache, die aktuell abläuft wird doch von den meistens nur als "Schutzschild" benutzt, um ihre eigenen Aktivitäten durchzuführen, um danach sagen zu können "Alle anderen waren mitschuld!"

    Anonymous ist nichts, das "existiert". Es ist ein bloßes Wort, dass von allen für alles verwendet werden kann. Klar, dass passt einigen (Bennett Brown ist vermutlich einer von ihnen) vielleicht nicht, aber so ist es nunmal und niemand kann was dagegen tun. ;)

    Der große Vorteil von dieser Art "Aktivität" (anonyom, dezentral, führerlos) ist auch gleichzeitig sein größter Nachteil (jeder kann es missbrauchen, Zuverlässigkeit schwankt extrem, jeder will sich zum Chef machen).

  11. Re: Ähm...

    Autor: Der Kaiser! 06.05.11 - 17:33

    >> Wie gesagt: wenn es der Idee folgt, ist das grundsätzlich richtig. Dann aber gäbe es keinen Grund, das nicht auch Barrett (also irc.anon*) vorher wissen zu lassen.

    > Achso, ich darf mich also nicht zu "Anonymous" zählen, wenn ich diesen Barrett NICHT kenne?
    Es geht um die Idee. Nicht um die Person. Wenn man Aktionen plant, sollte man sich absprechen.

    ___

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